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SPON: Ein Hoch auf die Kleingebiete

Hört sich so an, als hätte Johanna Stöckl längere Zeit im Alpinforum mitgelesen - woher sonst soll eine in München lebende Leogangerin Kleinskigebiete diverser deutscher Mittelgebirge kennen? Vielleicht meldet sie sich hier ja noch an und diskutiert mit ...
 
Harzwinter schrieb:
Hört sich so an, als hätte Johanna Stöckl längere Zeit im Alpinforum mitgelesen...
Der Gedanke kam mir u.a. auch bei dem Begriff "Fjordfeeling", den sie verwendet. Hätte es "Fjordpano" geheißen, wäre die Sache eindeutig :wink:
 
Ich finde es jedenfalls sehr gut das auf diese Weise mal ne Lanze für die kleinen Gebiete gebrochen und Werbung gemacht wird; gerade in der heutigen hektischen Zeit halte ich streßloses Genusschifahren für einzig sinnvoll als wenn man seinen Urlaub mit derselben Hektik abspult den einem die tägliche Routinetretmühle aufoktroyiert.
Meiner Einschätzung nach fährt praktisch nur diejenige Personengruppe in die großen Destinationen die entweder damit angeben will oder das Schifahren so sportlich sieht das tägliche Pistenkilometerrekorde der Urlaubshauptzweck sind denn der Erholungswert ist praktisch null... :rolleyes:
 
Nö, mein lieber Petz - so einfach ist es nicht.
Viele die ich kenne fahren schlicht in die Großraumskigebiete weil sie 500 Kilometer + x von Skigebieten entfernt wohnen und nur 1x pro Saison zum Skifahren kommen.

Ich hab Mittelgebirgspisten (Mehlmeisel, Ochsenkopf etc.) unter einer Fahrstunde vor der Haustüre, da schaut das anders aus.
 
Aus eigener Erfahrung sehe ich das so wie Fab. Wer keine Tagesausflugs-Distanz zu den Alpen hat, macht dort typischerweise im Jahr gerade mal eine Woche Skiurlaub, vielleicht auch zwei Fahrten mit insg. ~10 Tagen. Besonders wenn man als Familie fährt, ist dann klar, dass das Ziel eine größere Destination wird, die den erhofften Auslauf zur Verfügung stellt und sicherstellt, dass der organisatorische Aufwand vor Ort gering bleibt. So lange ich in Norddeutschland gelebt habe, war das bei mir - von wenigen Ausnahmen abgesehen - ähnlich. Für die meisten Hamburger oder Bremer ist selbst eine Tagesskifahrt in den Harz zu weit. Wohl dem, der max. 2 Fahrstunden Distanz ins Mittelgebirge oder in die Alpengebiete hat.
 
Naja, auch in grossen Skigebieten ist der Erholungswert vorhanden. Es macht einfach schlicht mehr Spass, von einem zum nächsten Lift zu fahren und eine Runde zu machen, als zig mal den gleichen Lift. Das stelle ich schon bei kleineren Kindern fest.
 
ski-chrigel schrieb:
Es macht einfach schlicht mehr Spass, von einem zum nächsten Lift zu fahren und eine Runde zu machen, als zig mal den gleichen Lift. Das stelle ich schon bei kleineren Kindern fest.
Das ist natürlich eine rein subjektive Feststellung, die man hier seitenlang diskutieren könnte :wink:
 
Stimmt natürlich, aber der Erfolg der Grossskigebiete und das verbreitete Serbeln der Kleinen beweist ja eindrücklich, dass die überwiegende Mehrheit so denkt.
 
ski-chrigel schrieb:
Stimmt natürlich, aber der Erfolg der Grossskigebiete und das verbreitete Serbeln der Kleinen beweist ja eindrücklich, dass die überwiegende Mehrheit so denkt.


Manch einer meint zahlreiche Vorteile in Grossskigebieten für sich zu erkennen, manch anderer verspürt irritierende Nachteile.

Bitte zu hierzu meinen kleinen Sölden Bericht konsultieren, leider nur auf Facebook:

--> https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10210902003093619.1073741904.1458873223&type=1&l=a5ae9b253a

>> Begleittexte zu den einzelnen Bildern beachten ;o)
 
Harzwinter schrieb:
Hört sich so an, als hätte Johanna Stöckl längere Zeit im Alpinforum mitgelesen - woher sonst soll eine in München lebende Leogangerin Kleinskigebiete diverser deutscher Mittelgebirge kennen?

Nunja - es fällt tatsächlich auf, dass sie viele deutsche Mittelgebirgsskigebiete nur auflistet und einige wenige (leicht nachzuschlagende) Fakten dazu nennt - es klingt nicht, als hätte sie die selbst besucht. Aber die Infos lassen sich sicher auch abseits des AF in Erfahrung bringen. ;)
Für einige Skigebiete, wie Weissensee oder Herzogstand / Walchensee, ist der Stil, in dem sie berichtet, in der Tat deutlich anders - das scheint mir plausibel, dass sie dort tatsächlich war.

Kris schrieb:
Bitte zu hierzu meinen kleinen Sölden Bericht konsultieren, leider nur auf Facebook:

--> https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10210902003093619.1073741904.1458873223&type=1&l=a5ae9b253a

Ouhhh. Wie großartig! :lach: :lach: :lach:
 
Grosses Kino, Kris. Habe mit mässiger Begeisterung mit dem Betrachten und Lesen begonnen, war dann aber nach kürzester Zeit darin vertieft.
 
Petz schrieb:
Meiner Einschätzung nach fährt praktisch nur diejenige Personengruppe in die großen Destinationen die entweder damit angeben will oder das Schifahren so sportlich sieht das tägliche Pistenkilometerrekorde der Urlaubshauptzweck sind denn der Erholungswert ist praktisch null... :rolleyes:
Na na, Petz. Damit lehnst du dich hier aber weit aus dem Fenster. :wink:
Der weitaus größte Teil der AFler bevorzugt auch die großen Gebiete. Wobei die Grenze fließend zu sehen ist. Massentourismus mit maximalem touristischen Erschließungsgrad findet man mittlerweile bei den kleineren bis mittleren Gebieten genauso.
Auch in den BigFive + die Zillertalgebiete (mal für Tirol gesprochen) gibt es immer noch Ecken in denen es ruhiger zugeht. Letztendlich hängt es von jedem einzelnen ab ob er einen entspannten Skitag erlebt oder erst zufrieden ist bzw. sich unter Druck gesetzt fühlt bei einem Besuch der großen Gebiete auch unbedingt jede Piste gefahren sein zu müssen oder unbedingt die 20.000 HM-Marke geknackt zu haben.
 
Man kann auch ganz unbeschwert in großen Skigebieten unterwegs sein. Den "Druck alles gefahren zu sein" macht ja nicht das Skigebiet, sondern der Skifahrer sich selbst.
 
ski-chrigel schrieb:
Stimmt natürlich, aber der Erfolg der Grossskigebiete und das verbreitete Serbeln der Kleinen beweist ja eindrücklich, dass die überwiegende Mehrheit so denkt.
Ich vermute mal das sollte "sterben" heissen :wink: aber das führe ich primär auf die Höhenlagen und den immer häufiger ausbleibenden Schneefall zurück.

Aufgrunddessen komm ich aber schon zur der Überzeugung das die großen Gebiete grundsätzlich deshalb mehr Zuspruch erhalten weil sie über günstigere Voraussetzungen (Intensivbeschneiungsanlagen) verfügen um zumindest ein gewisses Mindestmaß an Pisten verfügbar zu haben und das ist natürlich jemandem der seinen Jahresschiurlaub in Feriendestinationen bucht bei der Ortsauswahl sehr wichtig. Hätten wir noch "normale" Winter sähe die Entwicklung sicher anders aus auch weil die Kleinen auch aufgrund meist älterer abbezahlter Anlagen deutlich billiger anbieten können

Gerade mit den letzten beiden Samstagsafaris mit AF - Kollegen tobi27 sah man welchen Zuspruch Einzellifte und Minigebiete bekommen sobald die Schneelage ausreichend ist denn da lief praktisch sogar der letzte Dorflift mit Vollauslastung - offenbar müssen es dann auch nicht unbedingt neueste Anlagen sein sondern die Gäste haben auch mit den mittlerweile fast schon verhassten Schleppern ihr Auskommen.
 
Wiktionary:
[1] Schweizerdeutsch für kränkeln, aber auch in Deutschland regional mit ganz ähnlichen Bedeutungen, z.B. im Nassauischen, Mittel- und Norddeutschen (Berlinischen)[1]
Bei uns gang und gäbe und eben auch im Zusammenhang mit Firmen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht.
 
Spannend finde ich aber, dass ich tatsächlich das Gefühl habe, dass noch nie so viele Berichte aus Kleingebieten im Alpinforum vorhanden waren wie dieses Jahr. Liegts an einer Verschiebung der User oder haben wir hier wirklich einen kleinen Trend? Oder will man einfach nur nicht den 10. Bericht aus der Zillertal Arena posten?

Jakob
 
Also ich mach eigentlich fast nur Berichte, wenn ich in eher kleineren, nicht so bekannten Skigebieten bin (z.B. Fränkische Schweiz, Litauen). Bei Kampenwand und Hochfelln hat man schon den Eindruck, dass die zumindest hier im Mainstream angekommen sind, obwohl ich sie auch zu den Kleinen zählen würde. Dennoch möcht ich gerne Leute dazu bewegen, dorthin zu fahren. Bei Großskigebieten, die jeder kennt, seh ich hingegen nicht so die Notwendigkeit, einen Bericht zu machen, da würd ich eher ein, zwei Bilder in der "Aktuellen Schneesituation" posten. Umgekehrt schau ich diese Berichte normalerweise auch nicht an. ;-)
 
jwahl schrieb:
Spannend finde ich aber, dass ich tatsächlich das Gefühl habe, dass noch nie so viele Berichte aus Kleingebieten im Alpinforum vorhanden waren wie dieses Jahr. Liegts an einer Verschiebung der User oder haben wir hier wirklich einen kleinen Trend? Oder will man einfach nur nicht den 10. Bericht aus der Zillertal Arena posten?

Jakob
Ich würde behaupten, dass das einfach an der zwischenzeitlich guten Schneelage auch außerhalb der beschneiten Großgebiete liegt. Meiner Meinung nach ist das generelle Interesse an Kleingebieten latent bei einer bestimmten Anzahl von Usern vorhanden, die aktuell erfreulicherweise mit vielen Berichten in Erscheinung tritt. Gibts weniger Schnee, geht naturgemäß auch die Zahl der Einzellift- oder "Retrogebiet"-Berichte zurück.
 
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