Chasseral schrieb:
Ich bin auch kein ganz blutiger Anfänger mehr und finde, dass in der Rhön viele Pisten anspruchsvoller und abwechslungsreicher sind als Vieles in den Alpen, und manche noch nicht mal kurz. Beispiele: Einige Talabfahrten am Feuerberg, mindestens eine Piste am Kreuzberg, die ein- oder andere Piste am Simmelsberg, Abtsroda. Und bezüglich Länge und Geländebrüche ist auch A1 am Arnsberg nicht zu verachten. Wartezeiten hatte ich in der Rhön gottlob noch nie.
Ich habs zweimal am Kreuzberg probiert, beide Male habe ich Wartezeiten von jenseits 20min gehabt, einmal besagte 30-40. Eine Abfahrt, die "anspruchsvoller als Vieles in den Alpen" ist, habe ich da offen gesagt nicht gefunden

Mir geht es noch nichtmal um wahnsinnig steile oder schwierige Abfahrten, aber der ein oder andere Schwung sollte schon drin sein, Ziehwege sind für mich keine Abfahrten, sondern Zubringer (so wie zB beinahe die gesamte "Familienabfahrt" am Kreuzberg). Davon gibt es eigentlich nur ein paar vereinzelte, bei denen man aufgrund der sehr kurzen Länge ruck zuck unten ist, jedoch aufgrund von alten und langsamen Schleppliften ewig wieder bis nach oben braucht.
Der Arnsberg gefiel mir schon besser, allerdings lag dort bei meinen ebenfalls 2 Versuchen so wenig Schnee, dass der Skibetrieb nicht nur aufgrund von Materialschäden sondern insbesondere auch aus Gründen des Naturschutzes der Skibetrieb hätte eingestellt werden müssen. An 30 Schneetagen in den Alpen habe ich mir mein Material nicht so versaut wie in 2 Stunden dort.
Ansonsten war ich auch noch auf der Wasserkuppe, bei angeblich "besten Bedingungen". Schon recht früh morgens waren dort so gut wie alle Parkplätze voll, die Pistenqualität unter aller Sau und das Gebiet... naja. Die Abfahrt runter nach Abtsroda ist schon in Ordnung, unten dann aber auch wieder Wartezeiten und eine quälend lange Liftfahrt mit der uralten Anlage.
Zieht man dann noch in Betracht, dass die Tageskarte z.B. am Kreuzberg mit 17 Euro für 3 Schlepplifte (!) zu Buche schlägt, die Pistenqualität vergleichsweise schlecht ist und die Topographie praktisch keine wirklichen Möglichkeiten für Ausflüge ins Gelände bietet, kann man das Preis/Leistungsverhältnis im Vergleich zu jedem drittklassigen Gebiet in den Alpen wirklich nur als miserabel bezeichnen. Vielleicht bin ich wirklich zu verwöhnt, aber nach dem letzten Besuch am Arnsberg im Februar diesen Jahres habe ich beschlossen, mein Geld zu sparen (immerhin auch 300km hin und zurück + Tageskarte + durchaus erheblicher Instandhaltungsaufwand am Material durch die Pistenverhältnisse) und es dann dort auszugeben, wo ich auch wirklich Spaß habe.
Mir ist aber bewusst, dass manche das anders sehen und der Andrang in der Rhön spricht ja tatsächlich dafür. Umso mehr müsste sich ein längerer Lift am Feldberg lohnen, auch wenn ich ihn vermutlich nie fahren würde.