Chasseral
Mt. Blanc (4807m)
@AF: Deine Darstellungen stützen leider das von mir oben skizzierte Bild, dass in Zeiten von branchenbezogenem Überschuss an Arbeitssuchenden zum Teil von Arbeitgeberseite unfaire bis gar menschenverachtende oder kriminelle Praktiken angewendet werden. Deshalb kann ich den leichten Frust, der in deinen Darstellungen mitschwingt, gut verstehen.
Du darfst aber nicht deshalb den Schluss ziehen, dass deine Branche der Normalfall wäre und in anderen Branchen maßlose Bereicherung vorherrschte. Vielmehr ist es so, dass in anderen Branchen eine halbwegs ausgewogene Balance zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerinteressen besteht. Was in deiner Branche läuft, ist dagegen nicht der Normalfall und auch keineswegs in Ordnung.
Auch bei uns musste die Arbeitgeberseite in den vergangenen Jahren schmerzhafte Einschnitte hinnehmen; diese lassen sich weniger aus den Tariftabellen ablesen, sondern sie stecken in der Eingruppierung selbst und in entfallenen Zusatzleistungen. Aber dies waren objektiv nachvollziehbare Erfordernisse der Marktsituation (bevorstehende Netzregulierung), und die Umsetzung hat den Bereich der genannten Interessensbalance nicht verlassen. Damit komme ich zum letzten Punkt:
@Strompreise: Ich bin Netzbetreiber und unsere Gesamterlöse werden seitens der Bundesnetzagentur zuverlässig von Jahr zu Jahr gesenkt (deshalb auch die Personalkostenanpassung und weitere Einsparungen). An uns liegt der Strompreisanstieg also definitv nicht. Warum die wirklich Strompreise steigen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann nur definitv sagen, dass es nicht an den Netzen liegt und dass unsere Erlöse immer geringer werden.
Edit: Sofern kein User den Bogen vom Vergütungsgefüge zurück schlägt zur Lokführervergütung, sollte die Vergütungsdiskussion evtl. in einen separaten Thread gespalten werden.
Du darfst aber nicht deshalb den Schluss ziehen, dass deine Branche der Normalfall wäre und in anderen Branchen maßlose Bereicherung vorherrschte. Vielmehr ist es so, dass in anderen Branchen eine halbwegs ausgewogene Balance zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerinteressen besteht. Was in deiner Branche läuft, ist dagegen nicht der Normalfall und auch keineswegs in Ordnung.
Auch bei uns musste die Arbeitgeberseite in den vergangenen Jahren schmerzhafte Einschnitte hinnehmen; diese lassen sich weniger aus den Tariftabellen ablesen, sondern sie stecken in der Eingruppierung selbst und in entfallenen Zusatzleistungen. Aber dies waren objektiv nachvollziehbare Erfordernisse der Marktsituation (bevorstehende Netzregulierung), und die Umsetzung hat den Bereich der genannten Interessensbalance nicht verlassen. Damit komme ich zum letzten Punkt:
@Strompreise: Ich bin Netzbetreiber und unsere Gesamterlöse werden seitens der Bundesnetzagentur zuverlässig von Jahr zu Jahr gesenkt (deshalb auch die Personalkostenanpassung und weitere Einsparungen). An uns liegt der Strompreisanstieg also definitv nicht. Warum die wirklich Strompreise steigen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann nur definitv sagen, dass es nicht an den Netzen liegt und dass unsere Erlöse immer geringer werden.
Edit: Sofern kein User den Bogen vom Vergütungsgefüge zurück schlägt zur Lokführervergütung, sollte die Vergütungsdiskussion evtl. in einen separaten Thread gespalten werden.