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Stuttgart 21

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vergleicht das projekt lieber mit der durchmesserlinie in zürich anstatt mit der neat. auch das ist ein unterirdischer durchgangsbahnhof - und auch hier gab es diskussionen wegen dem darüberliegenden kopfbahnhofgebäude. dieses wird nun aber nicht angetastet, sondern mit enormem aufwand unterfangen. und die gesamtkosten für das projekt liegen auch bei einem zehntel der neat-kosten und damit eher im stuttgarter bereich.
 
M.E. hat man einen gigantischen Fehler gemacht. Man hätte viel früher einen Volksentscheid herführen sollen - als die Meinungen hauptsächlich positiv waren... Dann hätten die Gegner eigentlich nichts dagen halten können, der Fall wäre klar gewesen.

Wenn ich mir jetzt aber die aktuelle Berichterstattung anschaue, dann würden viele das Projekt ablehnen - und zwar in erster Linie desshalb um dem Staat eins "auszuwischen".

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=6afd9975-762d-44ae-bb7c-3bef729caf66;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht

Hoffe mal das Bild mit den Augen in dem Video ist ein Fake, sonst wäre ja der Einsatz von Wasserwerfer gegen Demonstranten nicht mehr legitimierbar, wenn die Dinger solche Zerstörrung anrichten können... :surprised:
 
Weiter machen :wink: endlich rührt sich was in Deutschland 8) Samstag bin ich in München :ja:
 
Peinlicher Beitrag. Sowas einseitiges hab ich ja nichtmal hier in Deutschland gesehen. Was bezweckt denn der SF damit? Wollen die Schweizer uns mal wieder zeigen, dass sie uns überlegen sind? An einer Stelle kann man sehen, dass Demonstranten auf die Polizeifahrzeuge geklettert sind, das hat nichts mit friedlichem Protest zu tun.
 
Was hätte ein Volksentscheid für Folgen gehabt? Man hätte entweder eine Legitimation durch das Volk oder ein Scheitern des Projektes. Gut, ersteres wäre ja ein Fortschritt zu jetzt gewesen, hätte es aber deswegen keine Demos gegeben im Falle eines JA?? Deswegen wäre man 1. vor Kostensteigerungen auch nicht verschont geblieben und 2. bei einem NEIN das Problem des Albaufstiegs etc. nicht gelöst.

Frankenski schrieb:
Weiter machen endlich rührt sich was in Deutschland
Mir wäre lieber "Wir sind das Volk" würde mal in Sachen Rente, Gesundheit, Integration usw. auf die Straße gehen. Das sind elementare Themen für die nächsten Jahrzehnte die ALLE betreffen.
Dass z.B. der Nachrichtendienst nen Prunkbau in Berlin für 2 Mrd. Euro :!: hingestellt bekommt interessiert keinen?! Das wäre vermutlich schon der halbe Bahnhof in Stuttgart. Was ist da jetzt wichtiger?? Ich dachte, die Bürger sind jetzt so aufs Sparen bedacht...
 
eMGee schrieb:
Mir wäre lieber "Wir sind das Volk" würde mal in Sachen Rente, Gesundheit, Integration usw. auf die Straße gehen. Das sind elementare Themen für die nächsten Jahrzehnte die ALLE betreffen.
Das kommt noch. Erst müssen einige noch kapieren und merken das sie nicht privat versichert sind! :lol:
Das nächste Problem, das die Lobbyregierung bekommt, ist die Atomenergie!
Da war das im Stuttgart nur der Vorwaschgang!! (Da würde ich drauf wetten)
 
Aber jetzt mal ganz ehrlich: Spätestens wenn der Herbst voll durchgreift und richtig kalt und regnerisch wird, sind die Demos vorbei und bis März hat das Wahlvolk alles wietestgehend vergessen.... wie eigentlich vor jeder Wahl...
 
@Af: Glaube ich auch! Die Deutschen sind zu wenig streikerprobt im Gegensatz zu manch anderen Europäern.

Ich freu mich schon auf die Bilder in 10 Jahren, wenn die Politiker, die heute den "Widerstand" organisieren, vorne dran stehen bei der Einweihung mit nem Glas Sekt in der Hand :biggrin:
 
Was mich doch ein wenig wundert:

* An Banken wurden und werden Unsummen Steuergelder überwiesen, die zum grossen Teil verloren sind. So kostet zB. dem bayerischen Steuerzahler die Prestigegier der Manager der Bayerischen Landesbank BLB mehr als das Projekt Stuttgart 21 (Totalverlust der zuvor geschluckten Hypo Alpe Adria Bank). Hier herrscht Stille im medialen Blätterwald. Keine Wasserwerfer. Wozu auch, es ist ja keiner da auf den zu zielen möglich wäre. Alle brav am konsumieren.
Die geradezu unfassbare Zuschuss durch den Steuerzahler an die HSE geht in die 100 Milliarden, von denen der grösste Teil verloren sein dürfte.
Von diesem Geld hätte man sämtliche HGV Neubauporjekte in Deutschland inklusive aller 3 Alpenbasistunnel bauen können. Wo bleibt hier der Bürgerprotest der mutigen Wasserwerferbezwinger? Der Spiegel? Die Zeit? Hä?

Es ist interessant, dass die Bürgerseele derart verbogen ist, dass sie diese Relationen in ihr Denken und Handeln nicht in Betracht ziehen kann. Woran kann das liegen? Erfolgreiche subtile Dauermanipulation die sich durch die Summe unserer täglich vorgesetzten Werbevorschläge ergibt?

Die Medien sind jetzt tatsächlich noch so doof (oder eher schlau), dass sie sich ereifern (den Spiegel kann man dzt. garnicht mehr lesen) dass statt der modernen Verkehrsinfrastruktur das Geld lieber in Bildung o.dgl. stecken könnte. Diese dämliche Spiegel-Demagogie, zum Zwecke der Demontage eines politischen Gegners.

Ich warte jedoch auf den Tag X, an dem sich herausstellt, daß Politikerkaste Y von Immobilienentwickler Z ein paar Millionen Euro Schmiergeld bekommen hat, damit Y die nötigen Milliarden an Steurgeldern für den Bau von Stuttgart 21 bereitstellt...


* Anderseits:
...hätte man in der Schweiz ein Projekt wie Stuttgart 21 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht realisiert: Der Tunnel erlaubt aus Mangel an Gleistrassen keinen regionalen Taktfahrplan. Zürich Hbf nach diesem Vorbild umzugestalten würde den gesamtschweizerische Taktfahrplan obsolet machen.

Aus Mangel an Geld - Hilfe für not(!!!)leidende(!!!) Banken sei wohl dank- wurden in Deutschland sämtliche HGV Neubaprojekte auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Aber Stuttgart 21 wirf gebaut? Vielleicht weil es keinen Verkehrstechnischen Nutzen in sich birgt mag ich auch mal feixen? Obwohl, so rein optisch-technisch gefällt mir der Bahnhof. Ich mag diese moderne, die Vorstellung jetzt da in einem effizienten durchdachten Tunnel auf den Zug zu warten. Die alte Bahnsteighallen mit dieser unglücklichen Stahlkonstruktion sind ja wohl sowas von daneben.

Wie dem auch sei: Das Volk besteht aus eine Anzahl an weitestgehend unselbstständigen Schafen, geleitet durch einen nicht durch das Volk beeinflussbaren Zeitgeist...
 
Was man auch nicht vergessen darf:

Es ist doch gar nicht möglich die Kosten für einen solchen Bau verbindlich anzugeben.

Das scheitert schon alleine daran daß sich ein solches Plan & Bauvorhaben eben so viele Jahre hinzieht.

Zu welchem Zeitpunkt hätte man also die Kosten gerne? Entscheidung für einen gewissen Plan?, Baubeginn?, Bauende?. Dazwischen liegen schon mal 20 Jahre voll Inflation, Rohstoffpreisänderungen und politischen Beschlüssen (Mindestlohn, Brandschutzvorgaben; in 20 Jahren ändert sich eine Menge! usw....).

Da man keine Kaffeesatzleserei betreiben kann, kann man auch nur den Preis nach dem aktuellen Stand angeben. Das der Preis in 10 Jahren dann schon geschätze 25% höher ist, und das rein aus inflationärer Sicht (die ja bei einer solchen Betrachtung völlig irrelevant ist), kann mam einem Normalbürger eben sehr schwer vermitteln.
 
Kris schrieb:
Was mich doch ein wenig wundert:

* An Banken wurden und werden Unsummen Steuergelder überwiesen, die zum grossen Teil verloren sind. So kostet zB. dem bayerischen Steuerzahler die Prestigegier der Manager der Bayerischen Landesbank BLB mehr als das Projekt Stuttgart 21 (Totalverlust der zuvor geschluckten Hypo Alpe Adria Bank). Hier herrscht Stille im medialen Blätterwald. Keine Wasserwerfer. Wozu auch, es ist ja keiner da auf den zu zielen möglich wäre. Alle brav am konsumieren.
Die geradezu unfassbare Zuschuss durch den Steuerzahler an die HSE geht in die 100 Milliarden, von denen der grösste Teil verloren sein dürfte.

Wobei man sagen muss ,dass es sich bei den Bankenstützungen zu 90 % um Bürgschaften handelt, als kein Steuergeld direkt fliesst.

Aber sonst gebe ich dir recht.
 
Frankenski schrieb:
Ich glaube die Hamburger können ein Lied dazu Singen mit ihrer Philharmonie, es war erst von 40 Millionen die Rede und jetzt ist man bei über 320 Millionen :surprised:

http://www.stern.de/kultur/musik/hamburger-prestigeprojekt-elbphilharmonie-noch-teurer-noch-spaeter-1551657.html

Oder man sehe sich nur die Hamburger Stadtbahn an, die ja gebaut werden soll und ebenfalls Millionen verschlingen wird (falls sie kommt). Diese Prestigeprojekte sind teilweise imo nicht nachvollziehbar. Der Bau einer Straßen-/Stadtbahn kostet so viel, dass der im Vergleich zu einem leistungsfähigem Bussystem nur etwas größere Nutzen die mit solchen Projekten einhergehende Neuverschuldung eigentlich nicht rechtfertigt.

Es ist zwar klar, dass die davon profitierenden Menschen wahrscheinlich vehement das Gegenteil behaupten. Aber solange neue Schulden gemacht werden, sollte in meinen Augen aufgehört werden, über solche Projekte überhaupt zu diskutieren. Aber sage das mal jemand den macht-gierigen Politikern...
 
naja wer gestern den Tunnelbohrer Herrenknecht bei Maybrit Illner gesehen hat, wie der da den Mappus (neues Schimpfwort in Hessen) gemacht hat, dem dürfte alles klar sein.
Gut das "wir" so einen Unternehmer Vorort haben der die Steuermilliarden verbraten kann wie es ihm paßt. Das der bei dem Projekt überhaupt keine Probleme sieht ist klar. Aber das macht das ganze nur Unheimlicher. Warum kann der den keinen Festpreis geben wenn alles so einfaaaaaacch ist?
Denke man an Köln oder München als der Bus verschwandt und sieht dann solche Labberbacken wird einem echt Angst und Bange!
http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,8118305,00.html

http://www.noows.de/gallery/einzelb...phen/Koelner_Stadtarchiv_ddp_Hans_Blossey.jpg

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/vor-15-jahren-das-busunglueck-von-trudering-98833.html
 
Von den Gestalten die da gestern saßen, kann man doch keinen einzigen Ernst nehmen?! Das ist nur noch polemischer Müll der da abgeladen wird, egal von welcher Seite. Leider...
 
Frankenski schrieb:
Ich glaube die Hamburger können ein Lied dazu Singen mit ihrer Philharmonie, es war erst von 40 Millionen die Rede und jetzt ist man bei über 320 Millionen :surprised:

http://www.stern.de/kultur/musik/hamburger-prestigeprojekt-elbphilharmonie-noch-teurer-noch-spaeter-1551657.html

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Auch wenn die Sache mit der Verteuerung der Elbphilarmonie stinkt, wird diese enormen Nutzen für Hamburg haben! Hamburg ist doch jetzt eh schon Tourismusziel Nr.1 in Deutschland und die Elbphilarmonie ist bereits jetzt schon von vielen Ecken aus deutlich zu sehen, denn auch ich war überrascht, wie riesig das Teil ist. Das wird ein Markenzeichen ähnlich wie die Sydney Opera werden!
Ähnlich wie diese steht die Philarmonie nicht in mitten von vielen Gebäuden in der Altstadt sondern ganz prominent quasi mitten im Hafen, wo sich Tourismus, Stadt und Industrie begegnen. Zur südlichen Seite dann die ganze Industrie, nach Osten hin die moderne Hafencity und daneben die alte Speicherstadt und daneben wiederum Hamburgs Neustadt. Ein beeindruckender Kontrast nicht verschiedenster Baustile sondern Stadtteile und das Gebäude liegt direkt am Schnittpunkt.
Die Architektur von nahem ist der Hammer! Unten ein altes Speichergebäude (auch wenn dieses quasi nur noch die Fassade ist) und darauf ein toller Glaspalast der die Blicke wirklich auf sich zieht.

PS: Die Stadtbahn kommt wahrscheinlich nicht, da aus Berlin keine Zuschüsse gegeben werden. Das war irgendwie Voraussetzung.
 
Arlberg-Irrer schrieb:
PS: Die Stadtbahn kommt wahrscheinlich nicht, da aus Berlin keine Zuschüsse gegeben werden. Das war irgendwie Voraussetzung.
...na das macht doch nichts! Dafür habt ich doch ein tolle Philharmonie. Das ist doch viel besser !!! :lol:
 
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