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Stuttgart 21

Was hältst Du von "Stuttgart 21"

  • Dagegen

    Stimmen: 39 36,4%
  • Dafür

    Stimmen: 68 63,6%

  • Umfrageteilnehmer
    107
Hallo
Hat jemand hier das komplette Schlichtungsgespräch mit gehört?
Habe kurz mal rein gehört, fand es nicht so intressant.

Gruß Andreas
 
Whistlercarver schrieb:
Hallo
Hat jemand hier das komplette Schlichtungsgespräch mit gehört?
Habe kurz mal rein gehört, fand es nicht so intressant.

Gruß Andreas
Viel bla bla um nix, die sind noch keinen Schritt weiter :biggrin:
 
^^ Normal.

Stell Dir mal vor alles würde so ausdiskutiert werden, dann würden wir glaub ich noch in Höhlen wohnen.
 
So wie ich das verstanden habe ging es bei der ersten Runde ja auch nicht darum einen Kompromiss zu finden, sondern einfach nur darum gegenseitige Argumente, unterfüttert mit Fakten, auszutauschen. Soll wohl erstmal zu mehr gegenseitigen Verständnis der jeweils anderen Position führen.
Einen Kompromiss zu finden, wird wohl auch nicht möglich sein. Entweder wird S21 gebaut, oder eben nicht. Da gibt es keine Zwischenlösung.
 
Doch, der Bahnhof wird nur halb eingegraben. :D :lach: ;-)
 
Ram-Brand schrieb:
Doch, der Bahnhof wird nur halb eingegraben. :D :lach: ;-)
Vielleicht wäre das ja der große Kompromiss :lach:

Bei der ganzen Schlichtung kommt m.M.n. eh nichts bei raus. Habe es zwar nicht im TV gesehen, Gott bewahre, dass ich mir jeweils sowas anschauen muss. Aber am Samstag habe ich hierzu in der SZ einen Artikel gelesen. War wohl ein ziemliches Fach blabla, einige Experten kamen zu Wort, keiner hat etwas verstanden, Geißler hat sich dann eingemischt usw. Dass wird so ne typisch politische Veranstaltung. Quatschen bis zum Untergang. Wenn es hier nicht klappt, gehts vielleicht noch ins Europaparlament, da können die sich mal über was anderes als krumme oder gerade Gurken unterhalten. Zum Schluss könnte man noch die UNO um Hilfe bitten??!!
 
Nächstes Jahr ist Landtagswahl bis dahin muß man sich noch Durchschwafeln
 
Mir geht das ganze unglaublich auf die Nerven:
- Ich finde es abenteuerlich, dass Proteste gegen ein Infrastrukturprojekt auf eine Ebene mit der friedlichen Revolution von 1989 gestellt werden (Stichwort Montagsdemonstrationen).
- Ich find es ebenfalls abstrus, dass sich in diesem Land so viele Leute zusammenfinden, um gegen ein solches Projekt zu demonstrieren, aber wirklich wichtige Themen die Bürger anscheinend nicht so tangieren. Um es klarzustellen: ich finde die Proteste in Frankreich gegen die Rentenform komplett hanebüchen, aber immerhin geht man dort zu Themen auf die Strasse, die wirklich von Bedeutung für eine Gesellschaft sind.
- Bei einer eventuellen Volksabstimmung: wer darf denn da eigentlich abstimmen? Letzten Endes ist ja jeder Bundesbürger betroffen, der mit der Bahn durch Stuttgart reist?


Das Projekt ist mies kommuniziert worden und es sind viele Fehler von Seiten der handelnden Personen gemacht worden. Aber ein solches Projekt jetzt zu stoppen, wäre der größte ökonomische Unsinn aller Zeiten und eine Blamage für den Industriestandort Baden-Württemberg und Deutschland.

Aber das ist nur meine Meinung...
Jakob
 
Ein Volksentscheid - auf Bundesebene- wurde heute morgen im BW Landtag abgelehnt.
Wer hätte das gedacht..... :D
 
aber immerhin geht man dort zu Themen auf die Strasse, die wirklich von Bedeutung für eine Gesellschaft sind.

also klar hat s21 nicht die tragweite einer rentenreform (da würde hier keiner auf die strasse geht) aber ein bahnhof der zusammen mit nbs 8 mrd. kostet (das wird sicher mehr kein limit nach oben vorhanden :-)) die zusammen keinen grossen nutzen bringen und stattdessen wichtuge gelder vom ausbau anderer strecken abziehen ist durchaus relevant wie ich finde. ob wir ein vernünftiges gütertransportsystem haben ist für uns von immenser wichtigkeit und mit s21 rutscht der an sich nötige ausbau der fahrwege für güterzüge weiter nach hinten!

ich vermute ein bahnhof ist einfach was viel greifbareres und gefällt bäume was viel unmittelbarereres als eine rentenreform , deswegen fühlen sich da mehr leute betroffen.
 
Hundert tausend prozentige Zustimmung Jakob. Mehr gibt's da fast nicht zu sagen.

Heute war in der StZ ein recht grosser Artikel zur geplanten Bürger Beteiligung für die Bebauung bzw Planung der freiwerdenden Gleisflachen, und welche Veranstaltungen da alles vorgesehen seien. Die Bebauung kann frühestens 2018 beginnen und die Beteiligung Ware demnach wirklich frühzeitig so dass jeder interessierte daran teilnehmen könnte.
Jetzt aber wieder der Hammer: im letzten Absatz meldet sich ein Sprecher der "dagegen Partei" mit dem (sinngemassen) Hinweis: eine Beteiligung jahrzehnte vor Baubeginn sei verfrüht.

Junge junge, ich für meinen Teil bin weder für noch Gegen dieses projekt, da es mich weitestgehend nicht tangiert. Aber was manche Parteien (egal ob CDU, SPD oder grüne) hier im Moment an Meinungsmache für (schwäb.) "säue durch den flegga treibat" ist einfach unanständig.

Just my 2 Cents...
 
powder-fan schrieb:
aber immerhin geht man dort zu Themen auf die Strasse, die wirklich von Bedeutung für eine Gesellschaft sind.

also klar hat s21 nicht die tragweite einer rentenreform (da würde hier keiner auf die strasse geht) aber ein bahnhof der zusammen mit nbs 8 mrd. kostet (das wird sicher mehr kein limit nach oben vorhanden :-)) die zusammen keinen grossen nutzen bringen und stattdessen wichtuge gelder vom ausbau anderer strecken abziehen ist durchaus relevant wie ich finde. ob wir ein vernünftiges gütertransportsystem haben ist für uns von immenser wichtigkeit und mit s21 rutscht der an sich nötige ausbau der fahrwege für güterzüge weiter nach hinten!

ich vermute ein bahnhof ist einfach was viel greifbareres und gefällt bäume was viel unmittelbarereres als eine rentenreform , deswegen fühlen sich da mehr leute betroffen.

Glaubst Du wirklich, dieses Geld würde anderweitig eingesetzt werden? Es würde für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 hergegeben, Ausbauten für den Güterverkehr würden auch ohne Stuttgart 21 niemals diese Gelder bekommen.

Jakob
 
Das ist die selbe Argumentation wie beim gescheiterten Transrapid-Projekt in München: mit diesem Geld könnte man die S-Bahn ausbauen, Schulen etc... Es war aber von vornherein klar, dass der Bund die Gelder nur für dieses Prestige-Projekt zuschießt und nicht für sonstige Pläne. Das Ergebnis eines abgesprochenen Projektes ohne Alternativplanung haben wir jetzt: immer noch keine gute Bahn-Anbindung des Flughafens und erst langsam in die Gänge kommende Pläne für eine Express-S-Bahn, wobei die Verknüpfung mit dem 2. Stammstreckentunnel der S-Bahn nicht ideal zu sein scheint, da man wohl keine Fernzüge über den 2. Tunnel bis zum Flughafen leiten wird können/wollen.
Übrigens habe ich in München auch schon Anwohner mit "Stoppt den 2. Tunnel"-Buttons gesehen - auf ihrer Fahrt durch den 1. S-Bahn-Tunnel, der, geht es nach diesen Leuten, heute niemals gebaut werden dürfte (das war damals ein weitgehend offene Baugrube auf 4 km durch die gesamte Innenstadt).
Außerdem wird sehr häufig gar nicht erwähnt (oder bedacht?), dass die X Mrd. € ja nicht "weg" sein werden sondern eine produktive Investition darstellen, die Arbeitsplätze in der Bauindustrie, Zulieferfirmen (Tunnelbaumaschinen etc.) etc. schafft/erhält und nicht zudem durch die verbesserten Verkehrsverhältnisse das Volksvermögen langfristig mehrt (was bei bloßen Sozialtransfers per se nicht gegeben ist). Zudem haben solche Investitionen immer auch Multiplikatoreffekte, da Baufirmen und deren Mitarbeiter natürlich auch Steuern bezahlen, ihre Gehälter ausgeben (z.B. in der Region Stuttgart) etc. Es ist schon ein komisches Verständnis von Wirtschaft so zu tun als ob die Baukostensumme einfach rein bildlich gesprochen in ein großes Loch geworfen und verbuddelt werden würde.

@Jakob: Volle Zustimmung.
 
Glaubst Du wirklich, dieses Geld würde anderweitig eingesetzt werden? Es würde für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 hergegeben, Ausbauten für den Güterverkehr würden auch ohne Stuttgart 21 niemals diese Gelder bekommen.

Ja gut dass ist die Frage: aber wenn der politische Wille da WÄRE könnte man das geld gut woanders einsetzten. ob das unsere schwarzgelben helden machen oder stattdessen mal wieder mövenpick subventionieren steht auf einem anderen blatt. aber das argument "geld ist nur für prestigeprojekte da, also auch da ausgeben" ist auch humbug! und wenn es alle wollten könnte man mit dem geld locker das rheintal ausbauen anstatt s21. das würde auch endlich unsere verpflichtung gegen europa erfüllen die gotthard zulauf strecken auszubauen... s21 ist der eu herzlich egal, das ist eine lokale prestige sache.

ich finde es jedenfalls nicht falsch auf die strasse zu gehen und zu zeigen, dass man als bürger das geld lieber woanders eingesetzt sehen würde... Allerdings frage auch ich mich welche der demonstranten mit fundierten argumenten und alternativen gegen s21 demonstrieren und welche einfach mal wieder nur dagegen sind.
 
^^ 21x :ja:

Ganz so blöd wie einige die Demonstranten gern hätten können die nicht sein.
http://www.stern.de/news2/aktuell/m...ten-gehoeren-der-linken-mitte-an-1618061.html
Aber das ist ja heute verbreitet in der Gesellschaft.
Wer meine Meinung nicht teilt hat keine Ahnung und wird für dumm verkauft.
Vielleicht sind es auch gerade die Leute, unter dessen Haus die Züge durchfahren sollten, die am meisten Ahnung von dem Projekt haben.

@EU:
http://www.welt.de/politik/deutschl...sar-pocht-auf-Umsetzung-von-Stuttgart-21.html

Schaut euch mal das Bahnnetz von Estland an. Da kommt der Experte her.
Wenn der Mann sich nicht auskennt wer den sonst. :surprised:
http://www.estbahn.de/
 
powder-fan schrieb:
Glaubst Du wirklich, dieses Geld würde anderweitig eingesetzt werden? Es würde für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 hergegeben, Ausbauten für den Güterverkehr würden auch ohne Stuttgart 21 niemals diese Gelder bekommen.

Ja gut dass ist die Frage: aber wenn der politische Wille da WÄRE könnte man das geld gut woanders einsetzten. ob das unsere schwarzgelben helden machen oder stattdessen mal wieder mövenpick subventionieren steht auf einem anderen blatt. aber das argument "geld ist nur für prestigeprojekte da, also auch da ausgeben" ist auch humbug! und wenn es alle wollten könnte man mit dem geld locker das rheintal ausbauen anstatt s21. das würde auch endlich unsere verpflichtung gegen europa erfüllen die gotthard zulauf strecken auszubauen... s21 ist der eu herzlich egal, das ist eine lokale prestige sache.

Also von einer bestimmten Regierung, in diesem Fall schwarz-gelb, ist es imo kaum abhängig, ob die Gelder für Prestigepojekte stattdessen auch für objektiv gesehen wichtigere Maßnahmen ausgegeben werden könnten. Das liegt eher an unserem politischen System insgesamt, welches ein verschwenderisches bzw. einseitiges Umgehen mit Steuergeld extrem begünstigt: Durch die Förderung bestimmter Projekte durch Bundes- oder Landesmittel wird ein bestimmtes Land bzw. eine bestimmte Kommune gewissermaßen verpflichtet, ein solches Projekt auf den Weg zu bringen, da das Geld ansonsten nicht fließen und evtl. stattdessen in Projekte anderer Kommunen fließen würde. Da dies aber ja verhindert werden soll, wird das Projekt mit aller Gewalt durchzubringen versucht, auch wenn sich die betroffene Kommune bzw. Verwaltungseinheit durch ihren nicht unerheblichen Eigenanteil selbst dabei deutlich verschuldet. Dieser Effekt des gefühlten "Zu-Kurz-Kommens" bei nicht Inanspruchnahme der Mittel einer höheren Verwaltungseinheit (Land oder Bund) treibt dabei nicht wenige Kommunen in eine solche finanzielle Not, dass sie dann bei anderen, vielleicht wichtigeren aber nicht vom Bund bzw. Land unterstützten Projekten nicht mehr in der Lage ist, diese zu finanzieren.
(jetzt nicht konkret auf S21 bezogen)
 
mic schrieb:
^^ 21x :ja:

Ganz so blöd wie einige die Demonstranten gern hätten können die nicht sein.
http://www.stern.de/news2/aktuell/m...ten-gehoeren-der-linken-mitte-an-1618061.html
Aber das ist ja heute verbreitet in der Gesellschaft.
Wer meine Meinung nicht teilt hat keine Ahnung und wird für dumm verkauft.
Vielleicht sind es auch gerade die Leute, unter dessen Haus die Züge durchfahren sollten, die am meisten Ahnung von dem Projekt haben.

Ich will ja nicht alle Demonstranten als Grundsätzlich blöd hinstellen, aber was man an Argumenten hört finde ich eben zu großen Teil (entschuldigt den Ausdruck) bescheuert. Dazu kommt noch, dass die Alternative, und es existiert ja scheinbar nur eine, ein ganz gewalltiger Mist ist. Ja, ich wage mich das zu behaupten. Dazu kommt noch, dass kaum einer fundiertes Wissen darüber hat was K21 überhaupt ist und was abgesehen vom Bahnhof selbst überhaupt die Unterschiede, und viel wichtiger noch die Parallelen zu S21 sind.
Ich will euch hier mal nur ein Beispiel dafür nennen wie sehr sich die Gegner wiedersprechen. Ein Kritikpunkt ist die Nutzung des S-Bahnhofs am Flughafen und der anschließenden Strecke bis Rohr für die Fern- und Regionalzüge der Gäubahn. Ich hab ja schon erklärt was das für Auswirkungen auf den Bahnhof hat. Kritisiert wird aber auch, dass es dann zu Kapazitätsengpässen dort kommt die sich auf die S-Bahn auswirken. Bei K21 gäb's das selbe Problem, es würden sogar noch Züge von Tübingen dort verkehren.

Ich bleibe bei meinem Standpunkt, wer dagegen ist muss im Rahmen seiner Möglichkeiten sinnvolle Alternativen anbieten und das ist hier nicht der Fall. Trotzdem rennt jetzt jeder mit einem K21 Aufkleber rum ohne zu wissen was es bedeutet.
 
Übrigens habe ich in München auch schon Anwohner mit "Stoppt den 2. Tunnel"-Buttons gesehen - auf ihrer Fahrt durch den 1. S-Bahn-Tunnel, der, geht es nach diesen Leuten, heute niemals gebaut werden dürfte (das war damals ein weitgehend offene Baugrube auf 4 km durch die gesamte Innenstadt).

Ab Ostbahnhof klebt an jedem Baum so was "Dieser Baum müsste für den 2. Tunnel gefällt werden"......
 
baeckerbursch schrieb:
Ab Ostbahnhof klebt an jedem Baum so was "Dieser Baum müsste für den 2. Tunnel gefällt werden"......

Ohne es natürlich zu wissen, aber vermutlich kleben genau noch solche Leute den Mist dorthin, die sich jeden Tag am Bahnsteig drüber aufregen, wenn ihre S-Bahn 2 Minuten Verspätung hat.
Ich möchte mal behaupten, dass man es sich in Deutschland heutzutage bei solchen Bauprojekten gar nicht mehr leisten kann, nicht dementsprechend wieder aufzuforsten usw., weil dann das Geschrei noch wesentlich größer wäre. Und dies auch zurecht!
Frage mich dann allerdings manchmal, wo den der BUND und sonstige Naturschützer sind, wenn so tolle städtebauliche Wohnprojekte wie bei uns in München das Hirschgarten-Areal oder Arnulfpark auf den Weg gebracht werden. Wenn du dort durchläufst, kommst dir vor wie im letzten Ghetto. Nur Beton, kaum Grün. Hier sollten die Herrschaften mal den Finger in die Wunde legen.
 
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