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Stuttgart 21

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eMGee schrieb:
[
Frage mich dann allerdings manchmal, wo den der BUND und sonstige Naturschützer sind, wenn so tolle städtebauliche Wohnprojekte wie bei uns in München das Hirschgarten-Areal oder Arnulfpark auf den Weg gebracht werden. Wenn du dort durchläufst, kommst dir vor wie im letzten Ghetto. Nur Beton, kaum Grün. Hier sollten die Herrschaften mal den Finger in die Wunde legen.

Hallo
Um da irgendwas auszurichten sind die wahrscheinlich zu schwach. Bei Großprojekten finde ich hört man eigentlich kaum irgendwelche Grünen, dafür aber bei kleineren Dingen und da wird dann auch peinlich genau darauf geachtet, dass auch ja wieder jeder Findling an genau der Stelle vergraben wird, wo er auch ausgegraben wurde.

Gruß Andreas
 
Ich will euch hier mal nur ein Beispiel dafür nennen wie sehr sich die Gegner wiedersprechen. Ein Kritikpunkt ist die Nutzung des S-Bahnhofs am Flughafen und der anschließenden Strecke bis Rohr für die Fern- und Regionalzüge der Gäubahn. Ich hab ja schon erklärt was das für Auswirkungen auf den Bahnhof hat. Kritisiert wird aber auch, dass es dann zu Kapazitätsengpässen dort kommt die sich auf die S-Bahn auswirken. Bei K21 gäb's das selbe Problem, es würden sogar noch Züge von Tübingen dort verkehren.

also meines wissens bleibt bei k21 doch die alte strecke der gäubahn komplett erhalten, ich fahre wie heute aus dem bahnhof raus, einmal um stuttgart herum und dann über vaihingen und rohr weiter in richtung singen. da treffe fahre ich wie bisher und bei s21 auch mit der sbhan ab rohr parallel auf den selben gleisen. nicht aber im bereich wo bei s21 die engpässe entsthehen von rohr bis zum flughafen...
 
Man findet ja nicht so wirklich tolle Informationen über K21, aber im Wikipedia Artikel existiert eine Karte auf der man das sehen kann. Das deckt sich dann auch mit dem Video zum ITF auf der Homepage von K21. Dort fahren ein RE von Horb über den Flughafen und ein RE von Tübingen über den Flughafen in den Bahnhof ein. Letzterer übrigens zusätzlich zu einenem RE von Tübingen über Plochingen. Über den Sinn darf jetzt gerne gegrübelt werden.
 
Problem bei der ganzen Sache ist doch der Juchtenkäfer!
Dass das hier noch niemand erwähnt hat,..einfach unglaublich!!! :lach: :lach: :lach:

Ja, ich bin für S21! ;)
 
Che schrieb:
Problem bei der ganzen Sache ist doch der Juchtenkäfer!
Dass das hier noch niemand erwähnt hat,..einfach unglaublich!!! :lach: :lach: :lach:

Ja, ich bin für S21! ;)

Also auch wenn sich meine Grundeinstellung grundsätzlich eher gegen solche radikalen Demonstrationen richtet, bin ich gerade im Fall S21 der Ansicht, dass die Demonstranten kaum andere Chancen haben, als auch auf die merkwürdigsten Argumente zurückzugreifen, um ihre Position zu unterstützen.
Denn mal ganz abgesehen von dem tatsächlichen Sinn oder Unsinn von S21: Wenn man sich die Situation mal genau ansieht, sitzen (bzw. saßen bisher) die Gegner des Projekts am kürzeren Hebel. Ohne die teils auch an der Grenze zur Gewalttätigkeit befindlichen Proteste hätten sie sich niemals ein solches Medienecho verschaffen können und das Projekt wäre wohl viel schneller "durchgewunken" worden. Und mittlerweile finde ich auch nicht mehr, dass man den Demonstranten vorwerfen kann, viel zu spät aufbegehrt zu haben. Zuvor nicht existente Bürgerinitiativen müssen schließlich erstmal gegründet werden, und das geschieht für gewöhnlich wirklich erst dann, wenn es wirklich ernst wird.
Ein Volksentscheid ganz zu Beginn des Projekts (oder zumindest eine "Bürgerbefragung"), die es ja meines Wissens nicht gegeben hat, hätten dem Projekt eine ganz andere Basis verschafft und würde, wenn für S21 gestimmt worden wäre, wohl jetzt auch das beste Argument sein, um den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
 
Jeetzt liegt es in unserer Hand. Bevor ich mich entscheide wofür ich stimmen werde, werde ich meinen MdL löchern, ich will genau wissen was ein Aausstieg wirklich kostet und was mit dem Geld dann passiert.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Jeetzt liegt es in unserer Hand. Bevor ich mich entscheide wofür ich stimmen werde, werde ich meinen MdL löchern, ich will genau wissen was ein Aausstieg wirklich kostet und was mit dem Geld dann passiert.

Der Ausstieg wird wohl auch einen 8 bis 9 stelligen Betrag kosten durch die ganzen Entschädigungen und was schon alles für Planung, Baubeginn, Polizeieinsätze und jetzt für den Stresstest ausgegeben wird/ist :cry:
Und für das noch nicht ausgegebene (und auch nicht vorhandene) Geld wird per Länderfinanzausgleich die Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern verbessert :naja:
 
So ein Blödsinn, das hat doch mit dem Länderfinanzausgleich nichts zu tun. Nur die Bundes- und Bahnmittel werden anderorts investiert. Das ist auch das einzig richtige, denn es gibt dringendere Stellen für Investitionen.
 
Das Kapazitätsproblem des alten Sackbahnhofs wird dadurch auch nicht gelöst.
 
ist doch egal, der tunnelbahnhof hat ein ganz anderes problem: mit den guten alten Kohle/Dieselloks darf man nicht in den Tunnel fahren, und wenn man die AKWs morgen abschaltet gibts da glaub ein Problemsche...

[/ironie]

die können doch gar nicht mehr raus, und wenn sie noch so gerne würden... Man denke nur an die Ausstiegskosten wie bereits vergebene Aufträge und die Schadenersatzforderungen von Dritten...

Nenene
 
siri schrieb:
Und für das noch nicht ausgegebene (und auch nicht vorhandene) Geld wird per Länderfinanzausgleich die Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern verbessert :naja:

Genau,wir überlegen hier schon, welche Bahnhöfe wir versenken :lach:
 
GMD schrieb:
Das Kapazitätsproblem des alten Sackbahnhofs wird dadurch auch nicht gelöst.
Das ist ja die Krux, es steht eben nicht fest, ob der neue Bahnhof viel besser ist, ich verspreche mir von der neuen Regierung, dass sie ein Institut mit dem Stresstest beauftragen, dass wirklcih kritisch ist, wenn dann rauskommt, dass es nicht besser wird, braucht man die Baustelle wirklich nicht, ansonsten gerne!
 
Jetzt kann die neue Landesregierung ihren Worten Taten folgen lassen. Wird interessant werden!
 
So nach der Präsentation des Stresstests und der verfahrenen Situation hat Heiner Geißler jetzt einen neuen Vorschlag gemacht: 4 Gleise unten für den Fernverkehr und ein kleinerer Hauptbahnhof oben... Schauen wir mal was das hingibt. Neu ist die Idee ja nicht aber schaun wir mal.
 
DIe Veranstaltung ist der Hammer, echt sehenswert.
Die Argumentation ist teilweise abenteuerlich, aber der Pumuckl schießt den Vogel ab, das Benehmen wahnsinn, was der da zusuchen hat.....
 
ja mit dem tun sich die gegner mal sicher gar keinen gefallen....
 
skwal schrieb:
DIe Veranstaltung ist der Hammer, echt sehenswert.
Die Argumentation ist teilweise abenteuerlich, aber der Pumuckl schießt den Vogel ab, das Benehmen wahnsinn, was der da zusuchen hat.....
Wär nicht schlecht, wenn hier so verständlich geschriebenen würde auch wenn man die Sendung nicht gesehen hat.
 
Die Rede ist von Hannes Rockenbauch, Stuttgarter Stadtrat, der immer meint er hat die Ahnung und irgendwann meinte man verlässt jetzt die Sitzung.
Aber Gangolf Stocker war auch heiß. Beschwert der sich über die lächerliche Diskusion um den Begriff "Premium Qualität" die die Gegnerseite in Person von Boris Palmer begonnen hat.
Alles in allem hat man wieder gesehen, dass beide Seiten versucht haben das Ergebniss in ihrem Sinne auszulegen und dabei auch offensichtlich getrickst haben oder einfach zu dumm waren. Auf Bahnseite ist das z.B. die Doppelbelegung der Gleise, die keinesfalls eine Standartprozedur ist, sondern nur bei Überlastung angewandt wird, auf der Gegenseite wurde beispielsweise behauptet, der Bahnhof könne keine Verspätungen abbauen, das wäre alles nur ein Erfolg des tollen Fahrplans den das Land bestellt hat. Beides ist natürlich Blödsinn.

Geislers Vorschlag finde ich sehr interessant. Er vereint Vorteile beider Systeme. Natürlich werden nicht nur Vorteile vereint und manche Vorteile der Einzelsysteme gehen verloren, aber ich denke das Positive überwiegt. Allerdings glaube ich trotzdem nicht, dass das gebaut wird, weil keine der beiden Seiten sich darauf einlässt (höchstens die Gegner zum Schein weil sie nicht mit einer Realisierung rechnen).
 
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