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Stützmauer Schwarze-Schneidbahn eingestürzt

starli

Ski to the Max
.. kam so eben auf Tirol Heute:

Die Stützmauer am Rettenbachjoch (Mittelstation Schwarze Schneidbahn) ist eingestürzt, 15.000 m3 Gestein sind aberutscht.

Leider kein aktuelles Bildmaterial gesehen, es wurde nichts gesagt, ob die Mittelstation noch steht, oder wir ein ähnliches Bild wie am Kronplatz zu erwarten haben ...

Grund: Wärme in Permafrost.

Bahnbetrieb wurde jedenfalls eingestellt

Personen seien nach derzeitigen Infos keine zu Schaden gekommen.

Hm. Und ich hab mich letztes Mal schon über die Matten und die zugigen Erdspalten am Rettenbachjoch gewundert..

.. daß da auch jeden Sommer 'was sein muß?
 
Über dieser Bahn liegt wohl ein Fluch! :?

Jedes Jahr was anderes, was dort passiert...

Die interaktive Webcam dort geht auch nicht mehr bzw. ist bei www.soelden.com gar nicht mehr drin!
 
Hier mein Bild vom vorletzten Sonntag.

P1100639.sized.jpg


Aus diesen Erdspalten kam kalte Luft empor (ziemlich zugig)

Ich denke, wir können davon ausgehen, daß hier auch die Abrißstelle war.

Hoffnung für die 2 Stationen hab ich trotzdem, weil sie ja nicht direkt auf dieser Stützmauer standen. Dumm wär nur, wenns die Stützmauer richtung Parkplatz auch irgendwann abreißt (da, wo die Matten sind) - dann ist die Station auch mit weg.
 
Also wenn ich das Bild so sehe, dann frage ich mich schon, wieso diese GROSSEN RISSE keinem der Bediensteten aufgefallen sind bzw. wieso da keiner Verdacht geschöpft hat...

Also die Dinger sollten ja nun mal wirklich dem dümmsten Angestellten auffallen und man sollte dann 1 und 1 zusammenzählen.

Naja, Sölden halt - alle Jahre wieder... :roll:
 
Hatte sogar per EMail nachgefragt, die Antwort war, man müsse sich keine Sorgen wg. der Erdspalten/Matten machen, die Matten auf Nord/Ostseite dienen dem Hangschutz...

Als ich die Spalten bemerkt hab, hab ich 'ne zeitlang mit den Schuhen immer wieder Sand in die Löcher geschüttet und gestaunt, wie der Sand in die Luft geblasen wurde :) Und mich nicht schlecht gewundert, wie das geht -
dann hab ich mal die Hand hingehalten und den Luftzug gespürt und mir gedacht: "Uuups, wo kommt die Luft denn her?? Da könnens ja gleich die TIWAG holen und ein thermisches Kraftwerk bauen :-)"

Nunja, warten wir ab, wie's morgen weiter geht, und was es dann zu berichten gibt ...

.. kann einer Abschätzen, wieviel 15.000 Kubikmeter am Rettenbachjoch sind?

bsp.: 30m lang * 3m breit -> 166m hoch
oder: 50m lang * 3m breit -> 100m hoch

hm, hört sich doch ganz ordentlich viel an ;)
 
Sölden: Stützmauer bei Schwarzer Schneid abgestürzt
Schrecksekunde am Rettenbachferner: Am Mittwoch stürzte eine Stützmauer vom Grat ins Pitztal.
Bei der Zwischenstation der Schwarze-Schneid-Bahn wurde vor drei Jahren eine etwa 80 Meter lange Stützmauer errichtet, um den Platz vor der Station zu vergrößern. Diese Mauer stürzte gestern gegen 17 Uhr in Richtung Karles Ferner im Pitztal. "Ich schätze, dass etwa ein Drittel der Mauer runtergestürzt ist", erzählt Burkhard Auer von der Braunschweiger Hütte, von wo die Mauer zu sehen ist.

Hansjörg Posch, Prokurist der Sölder Bergbahnen, bestätigt den Vorfall, bei dem zum Glück niemand verletzt wurde: "Schon am Mittag haben wir in der Mauer Senkungsrisse gesehen. Gegen 16 Uhr waren die dann deutlich zu sehen." Gefahr habe aber keine geherrscht, es sei alles gesperrt gewesen. Die Ursache für den Vorfall sieht Posch in der Witterung und in der Klimaerwärmung: "Die Mauer stand auf einem Betonsockel. Darunter ist der Permafrost aufgetaut und das hat das Material dann einfach rausgeschoben." Die Sache sei innerhalb von vier bis fünf Stunden passiert, erklärt Posch, der bekennt, dass die Klimaerwärmung auch sonst zu spüren sei. "Es gibt mehr Steinschläge."

Wie es weiter geht, ist derzeit noch unklar. "Welche Baumaßnahmen jetzt bei der Zwischenstation notwendig sind, müssen erst die Experten klären", sagt Posch.

Pikantes Detail am Rande: Das Areal der Stützmauer ist genau jener Platz, in dem der diskutierte Zusammenschluss zwischen den Gletscherskigebieten des Pitz- und des Ötztales gebaut würde.

Und die Geschichte bietet auch noch eine ironische Pointe zum Schluss: Die vor drei Jahren gebaute Stützmauer hatte schon damals einen eindeutigen Hang in Richtung Pitztal. Sie wurde nämlich zum Teil auf St. Leonharder Gemeindegebiet gebaut, was zu einer durchaus heftigen Verstimmung zwischen den beiden Tälern geführt hatte.
tirol.com
 
Wenn ich mir das hier durchlese:

"Schon am Mittag haben wir in der Mauer Senkungsrisse gesehen. Gegen 16 Uhr waren die dann deutlich zu sehen." Gefahr habe aber keine geherrscht, es sei alles gesperrt gewesen. Die Ursache für den Vorfall sieht Posch in der Witterung und in der Klimaerwärmung: "Die Mauer stand auf einem Betonsockel. Darunter ist der Permafrost aufgetaut und das hat das Material dann einfach rausgeschoben." Die Sache sei innerhalb von vier bis fünf Stunden passiert, erklärt Posch, der bekennt, dass die Klimaerwärmung auch sonst zu spüren sei. "Es gibt mehr Steinschläge."

und dann starli Bild anschaue, das er oben gepostet hat,

und dann starlis E-Mail anschaue, die er oben gepostet hat,

dann kommen in mir so langsam Zweifel an einigen Aussagen, die in dem obigen Zitat geschrieben wurden. Entweder man hat starlis mail "abgetan" und sich nicht dafür interessiert, oder man wusste davon, hat es aber unterschätzt, oder man wusste nix davon und hat sich auch nicht kümmern wollen (nach dem orf.at beitrag müsste es so gewesen sein, heißt man wusste von nix, sonst hätte ja niemand geschrieben dass man erst am mittag davon erfuhr).

Und wenn ich solch eine Mauer baue, dann muss ich doch mehrere Male im Jahr prüfen ob das Ding noch richtig steht! Geht doch eigentlich einfach mit zwei drei Fixpunkten und dann vom Gegenhang rübermessen.... Gerade wenn die Problematik des Permafrostauftauens wie in den letzten Monaten und Jahren dauernd durchs Publikum geistert....

mann mann mann
 
Mauersturz Ötztal: Wandergruppe blieb verschont
Der Mauersturz vom Mittwoch am Rettenbachferner hätte dramatisch enden können. Eine Wandergruppe war nur eine halbe Stunde vor dem Zwischenfall genau an dieser Stelle unterwegs.

Augenzeugen sprechen von erdbebenähnlichen Zuständen, die sich am späten Nachmittag am Gletscher im Ötztal abgespielt haben und es scheint Pures Glück zu sein, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Grießer: "Tischgroße Steine donnerten ins Tal"
Bergführer Willy Grießer war mit seiner Gruppe nur knapp vor dem Einsturz im Gebiet unterwegs. Es war pures Glück, dass sie schon auf der Braunschweigerhütte, waren als die Steine losbrachen, Grießer: "Wir haben dort noch eine Jausenpause eingelegt. Es läuft einem schon kalt über den Buckel, wenn man sieht, dass dann tischgroße Steine herunterdonnern."

"Wie ein Schneebrett abgerutscht"
Walter Gasser wurde zum Augenzeugen des Steinschlages, er schildert seine Erlebnisse so: "Gegen halb sechs Uhr hat es plötzlich laut gekracht und als ich zum Rettenbach Ferner schaute, habe ich gesehen wie die ganze Mauer wie ein Schneebrett abgerutscht ist, mit einer riesigen Staubwolke."

15.000 Kubikmeter Felsen abgebrochen
Die70 Meter lange Stützmauer im Bereich der Schwarze-Schneid-Bahn ist wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen. Rund 15.000 Kubikmeter Felsen und Steine donnerten von der Mauer ins Tal.

Unglücksserie der Schwarzen Schneid Bahn
Die Schwarze Schneid Bahn zieht eine schwarze Serie mit sich. Zuerst ein Gondelabsturz bei dem nichts passierte, dann das tragische Hubschrauberunglück mit neuen Toten und jetzt der gewaltige Mauersturz.

Wird die Bahn endgültig eingestellt? Jakob Falkner von den Ötztaler Gletscherbahnen verneint diese Frage.

Falkner: "Werden weitermachen"
Jakob Falkner: "Das letzte tragische Unglück war ja ein Hubschrauberunglück, und wir waren schwer betroffen.Hier hat die Natur zugeschlagen. Es ist uns bewusst, dass man die Natur nicht beherrschen kann und wir sehr klein gegenüber der Natur sind. Es gibt aber immer zwei Möglichkeiten: man kann resignieren oder man kann weiterarbeiten. Wir haben uns fürs Weiterachen entschieden."

Im Herbst soll die Bahn wieder fahren. Laut Gletscherbahn habe man vor dem Mauersturz alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, auch sei der eigene Geologe vor Ort gewesen.

Quelle: ORF


Wird die Bahn endgültig eingestellt?
^^ Typische Reporterfrage ... :?
 
Schwarze Schneid im Pitztal bleibt gesperrt

Nach dem Einbruch einer Stützmauer rechnet Bergbahnen-Chef Jack Falkner mit einer "Sperre auf Wochen". Am Montag beraten die Experten.
15.000 m³ donnerten in Richtung Pitztal.
Bild: Bertle

15.000 Kubikmeter Stein, Fels und Geröll kamen am Mittwoch in Bewegung. Augenzeugen berichteten, es sei wie ein Erdbeben gewesen, als die Stützmauer auf der Bergstation der Schwarze-Schneid-Bahn in Richtung Pitztal donnerte. Verletzt wurde niemand, aber bei Gletscherbahnen-Chef Jack Falkner regiert Vorsicht: "Die Sperre der Bahn und des Weges zur Braunschweiger Hütte könnte schon etwas dauern - ich rechne mit mehreren Wochen."

Sein Experte, der Geologe Heiner Bertle, ist ebenso unschlüssig, was die Dauer betrifft: Am Donnerstag schneite es auf der Schwarzen Schneid - "wenn man zur Abbruchstelle absteigen kann, wird man mehr sagen können", so der Geologe. Wichtig sei es jedenfalls, die Abbruchstelle "abzudecken, damit die Sonneneinstrahlung nicht weiteren Schaden verursachen kann". Wenige Meter weiter befindet sich nämlich die Bergstation der Seilbahn. Bertle denkt an eine Verkleinerung des Platzes am Grat. "Für einen nochmaligen Aufbau der Stützmauer fehlen die Steine."

Der Platz ist auch angedacht für eine Verbindungsbahn vom Pitztaler Gletscher aus. "Ich kenne die Pläne nicht, aber prinzipiell kein Problem", so Bertle.

Quelle: TT

Schwarze Scheid im Piztal ... :? ... da ist wohl was nicht so gaaanz richtig :wink:
 
@starli: Hast du nicht letztes Jahr nach dem Hubschrauberunglück gepostet: "Mal schauen ob ich nächsten Sommer einen Zwischenfall miterlebe in Sölden."?

Ist irgendwie schon alles markaber...
 
Hm.

- wir wissen ja nicht, ob diese Erdspalten und die auf meinem Bild gezeigte Senkung nicht schon länger oder gar schon vor 1-3 Jahren dort war.

- mit der Schwarzen-Schneid-Bahn hat der Zwischenfall ja diesmal wieder nur sekundär zu tun (wie auch beim Hubschrauberunglück letztes Jahr, bzw. dieses Mal noch weniger). Trotzdem: was kommt nächstes Jahr?

- Detail am Rande: Genau in der Abbruchregion war am längsten ein Restschneefeld gelegen. Frage nur, war das positiv (Kälte!) oder war das negativ (dauernde Nässe) ?!
 
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