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Stützmauer Schwarze-Schneidbahn eingestürzt

naja man darf halt im herbst und Sommer nicht hinfahren! im Winter und Frühjar lief bisher alles reibungslos :P
aber auch davon würd ich mich nicht abhalten lassen wieder in die Schwarze schneidbahn einzusteigen! und wers net will kann ja mit der 4Ksb fahren die Ebenfalls ind er nähe des Abrisses steht und dann mim Sl weiter..
Nur diese Sinnlosen Fragen ob die bahn viel. abgerissen wird, die geht mir aufn Nerv denn bevor die Bahn net komplett in Sich zusammen gefallen ist, Wird die ganz sicher net zu gesperrt!
 
Schwarze-Schneid-Bahn bleibt auf Wochen zu

30 cm Neuschnee behindern die genaue Analyse der Situation. Eine neuerliche Steinschlichtung ist am wahrscheinlichsten.

20060807204624729img.jpg

^^ Die Gondeln der Schwarze-Schneid-Bahn blieben vorerst unbesetzt.
Bild: Fasser


Wie geht es weiter mit der Bahn auf die Schwarze Schneid? Die Experten, die am Montag auf den Rettenbachferner gerufen wurden, können noch keine Aussage treffen.

"Erst muss der Schnee und das Geröll weggeräumt werden, damit sie an den Fuß der Steinschlichtung gelangen können", sagt Seilbahnchef Jack Falkner.

Erst Ende der Woche werde man Genaueres sagen können, "aber es geht wieder in Richtung Steinschlichtung". 15.000 Kubikmeter Gestein waren vergangenen Mittwoch wegen Aufweichung des Permafrostes in Richtung Pitztal gedonnert. "Die Bahn wird noch auf Wochen gesperrt sein", so Falkner.

Quelle: TT
 
... womit möglicherweise sogar der Auftakt in die Herbstsaison Mitte/Ende September gefährdet sein könnte. Fährt derzeit eigentlich die 4SK Rettenbachjoch, oder ist diese auch gesperrt (die Steinmauer befand sich ja genau zwischen den beiden Bahnen)??

@starli: Könntest ja versuchen Geld zurück zu verlangen... obwohl... steht ja glaub ich drauf dass bei Betriebsstillstand kein Anspruch auf Rückerstattung bestehet... :roll:
 
Soweit ich weiß fährt keine Bahn am Rettenbach Ferner.

Die Bahn ist ja auch nur vorsichtshalber geschlossen worden.
Auf dem Foto bei ORF sah man glaub ich genau, das hinter der Bahn der Fels abgerutscht ist.

Die Schwarze Schneid Bahn müßte auch auf Fels stehen. Frage ist natürlich ob dort unten sich auch Permafrostboden aufgelöst hat.

Das meiste Material hinter der Bahn ist ja künstlich aufgeschüttet worden, daher auch die Steinwand.


Und ich sage mal lieber diesmal mehr Vorsicht. Als das nachher wieder Menschenleben zu schaden kommen und ich Meldungen ala Bild lesen müßte. "Die Todesbahn Schwarze Schneid hat wieder zugeschlagen".
:?

Ich glaube auch das bei den jetzt anstehenden Baumaßnahmen der Gletscher geschlossen bleibt.
 
Ich tippe mal vorsichtig auf eine Wiedereröffnung der Bahn bis spätestens am 28. Oktober... 8)

Auch wenn die Bahn noch so spektakulär ist und ich die Anlage gerne fahre frage ich mich, wie sinnvoll es ist da einfach wieder Steine aufzuschichten. Zugegeben, der Sommer dieses Jahr war kurz aber extrem und vielleicht wirds in den nächsten 10 Jahren keinen solchen Sommer mehr geben. Dennoch gibt es IMHO genügend Anzeichen für ein schwinden des Permafrostes in den Alpen, welche die Ingenieure und Geologen vielleicht zum Umdenken anregen sollten. Mag sein, dass nach den Bauarbeiten nie mehr was passiert und die Mauer 100 Jahre hält. Doch sollte halt in drei Jahren wieder was ähnliches passieren, dann möchte ich nicht in der Haut des ausführenden Ingenieurs stecken.

Der vergangene Sommer hat mit Gurtnellen, Eiger und Sölden gezeigt, dass der Mensch die Natur nicht beherrschen kann. Vielleicht war das mal wieder nötig um in Zukunft noch gewagtere Konstruktionen zu verhindern. Es soll am Schluss einfach niemand kommen und behaupten, es wären keine Warnzeichen vorhanden gewesen :?
 
Da die Leutchen in Sölden sicher nicht dumm sind, werden sie wahrscheinlich den Berg mit Betoninjektionen stabilisieren und vielleicht sogar eine Heatpipe einbauen um die Wärme aus dem Berg abzuleiten, das wäre echt mal super.....
 
heatpipe? hab ich jetzt noch nie gehört meiner meinung auch wenig zielführend, schließlich ists im berg immer noch kälter als außerhalb man würde als nur wärme reinbringen nicht raus!
 
die heatpipe ist eine Konstruktion um den Berg im Inneren noch weiter abzukühlen, sie transportiert die "hitze" nach außen. Da beste daran ist, es funktioniert ohne zusätzlichen energieaufwand ganz von alleine.
Dazu wird in einer Metallröhre eine leicht flüchtige Flüssichkeit unter niedrigem Druck abgefüllt, so dass sie bei einer gewollten Temperatur siedet. Also irgendwo im Minusbereich. Das obere Ende der Pipe schaut aus dem Boden heraus. Unterschereitet jetzt im Winter die Außentemperatur den Siedepunkt, kondensiert der Dampf und läuft zurück und leistet so ein extra Kühlung des Berginneren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heatpipe
 
lanschi schrieb:
@starli: Könntest ja versuchen Geld zurück zu verlangen... obwohl... steht ja glaub ich drauf dass bei Betriebsstillstand kein Anspruch auf Rückerstattung bestehet... :roll:

naja, man bot mir ja schon bei der Skibetriebseinstellung an zwecks teilweiser Rückerstattung, je nachdem wieviel ich am Ende der Saison gefahren haben werde.

Ich seh allerdings nicht, warum der Tiefenbachferner nicht wie geplant Anfang Oktober in Betrieb gehen sollte.. evtl. bei guten Schneeverhältnissen schon vorher, wenn man am Rettenbachferner nix mehr aufkriegt.

Außerdem, wenn die SS-Bahn bis Anfang Oktober nicht fährt, wird sie im Winter gar nicht mehr fahren - weil schätzungsweise im Herbst und bei Schneefall auch keine weiteren Hangsicherungsmaßnahmen mehr gemacht werden können. Aber 2 Monate sollten ja reichen.

Ich glaube ja immer noch, daß die genau ob der Probleme gewußt haben, und deshalb die 1. Sektion SS-Bahn im heurigen Sommer nicht in Betrieb war. Die Begründung "Revision" kann ich jedenfalls nicht ganz nachvollziehen.
 
Warum soll dann nur die 1. Sektion zu sein. Die Mauer ist doch an der Mittelstation abgerutscht?
 
starli schrieb:
naja, man bot mir ja schon bei der Skibetriebseinstellung an zwecks teilweiser Rückerstattung, je nachdem wieviel ich am Ende der Saison gefahren haben werde.

Da wirst du ja eher noch draufzahlen müssen :wink: Aber jetzt wieder back to topic.
 
Auf dem Foto sieht man die noch intakte Stützmauer.

schwarze_schneidbahn2-12.jpg


Links neben der Station.
 
buzi schrieb:
die heatpipe ist eine Konstruktion um den Berg im Inneren noch weiter abzukühlen, sie transportiert die "hitze" nach außen. Da beste daran ist, es funktioniert ohne zusätzlichen energieaufwand ganz von alleine.
Und das Dumme daran ist, es funktioniert nur, wenn der Berg wärmer als die umgebende Luft ist.
Im Sommer also nicht.
 
sag ich ja wenns außen wärmer ist als innen dreht sich der effekt um!
 
Bericht auf Oberland-Online:

Riesige Steinmauer stürzte vom Ötztal ins Pitztal ab

Hitze hat Fundament aufgeweicht – 15.000 Kubikmeter Steine und Material rutschten weg

Europa erlebte heuer den heißesten Juli seit Menschengedenken. Die glühende Hitze machte nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur zu schaffen. Auch der Rettenbachferner wurde nicht verschont. Dort ist letzten Donnerstag eine gewaltige Steinmauer in sich zusammengestürzt. Grund: Die Hitze hatte den Permafrost, auf dem die Mauer aufgebaut war, aufgeweicht. 15.000 Kubikmeter Steine und Material stürzten in Richtung Pitztal ab. Der Schaden ist enorm. Bergbahnen-Chef Jakob Falkner konnte am Sonntag noch nicht sagen, welche Maßnahmen am Rettenbachferner ergriffen werden.

Riesige-Steinmauer.jpg

^^ Bergbahnen-Chef Jakob Falkner konnte am Sonntag noch nicht sagen, welche Maßnahmen am Rettenbachferner ergriffen werden.


„Leute haben mir erzählt, dass sie an ein Erdbeben glaubten, als die Mauer am Rettenbachferner einstürzte”, schildert der St. Leonharder Bürgermeister Rupert Hosp der RUNDSCHAU gegenüber. Fürwahr, es muss ein gewaltiges Ereignis gewesen sein, als sich 15.000 Kubikmeter Steine und Material in Bewegung setzten. Etwa einhundert Meter lang und bis zu zwanzig Meter hoch, war die Mauer, die im Hitzesommer 2003 errichtet wurde. Im guten Glauben, dass der von Permafrost durchzogene Boden die Last tragen wird. Doch der diesjährige heiße Juli zeigte anderes. Durch die Hitze ist der Boden aufgefroren, der Permafrost gab unter der Last der riesigen Steinmauer nach. Ein Zusammensturz mit Folgen. Der Betrieb der „Schwarzen Schneid”-Bahn musste eingestellt werden. Ob die Mauer erneut errichtet wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. „Am Montag gibt es einen Lokalaugenschein mit Geologen. Dann wird entschieden, was unternommen wird”, erklärte Bergbahnen-Geschäftsführer Jakob Falkner am Sonntag im RUNDSCHAU-Gespräch. Fest steht, dass der Schaden enorm ist.
 
molotov schrieb:
sag ich ja wenns außen wärmer ist als innen dreht sich der effekt um!
Langsam.

Außenluft kühler als Berg: Heatpipe funktioniert wie auf der Wikipediaseite beschrieben. Tutto bene.

Außenluft wärmer als Berg: KEINE Umkehrung. NICHTS passiert. In diesem Falle kann das innere Fluid nämlich nicht im unteren Teil innerhalb des Berges verdampfen und im oberen Teil außerhalb des Berges wieder kondensieren, weil es eben oben WÄRMER als unten ist. Der innere Verdampfung-Aufstieg-Kondensation-Gravitationsabfluss-Kreislauf kommt dann schlichtweg nicht zu stande.

Eine solche gravitationale (=passive) Heatpipe kann daher als als thermodynamische Diode betrachtet werden: Der Wärmefluß kann nur in eine Richtung auftreten. Liegt die Wärmepotenzialdifferenz entgegengesetzt vor, findet kein Wärmeübergang durch die Heatpipe statt.

Und wer jetzt mit Pumpen argumentieren will, hat das energetische Prinzip einer wie oben beschriebenen Heatpipe bzw. den Unterschied passiv/aktiv nicht verstanden.
 
stimmt du hast recht!
die frage ist allerdings in wie weit sich bei den gegebenen vorraussetzungen so eine heatpipe errichten lässt.
außerdem brauchts ja auch ein geeignetes kühlmittel dass schon bei 0° verdampft und bei -10 oder sowas kondensiert, ich halts für unwahrscheinlich dass es sowas bringen würde.
allerdings würde das metall auch wärme in den berg bringen.
 
@molotov: Die Heatpips werden seit Jahren im Piplinebau benutzt um den Permafrostboden am Trassenverlauf zu erhalten. Das System ist von daher sehr ausgewogen und erprobt. Von daher bringt es das schon, da man sozusagen ein "Kältedepot" im Berg anlegt, welches die Erwärmung im Sommer aufnimmt. Die Wärmeleitung des Metalls gegenüber der Kühlleistung kannst Du getrost vergessen, das ist nicht der Rede wert. Wie die vorhergehenden Autoren schon erwähnt haben, kommt die Heatpipe zur Ruhe, sobald die Kondensationstemperatur am oberen Ende überschritten wird.
 
Die Mauer ist wirklich fast komplett abgerasselt...

2 Fotos von gestern:

P1100823.sized.jpg


P1100825.sized.jpg


.. und vorher:

P1100476.sized.jpg
 
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