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SZ: Winter? Wird gemacht!

In der Tat ein sehr guter Artikel! Und endlich mal eien Angabe wieviel Energie die Beschneiung denn pro Gast benötigt. So kann man das mal in Relation zu Anreise etc setzten. Kennt jemand zu der Energiemenge von 4,2 kWh pro Gast noch andere Schätzungen? Was eventuell da ja auch noch gar nicht drin steckt ist, dass der Kunstschnee ja schon sehr viel dichter ist als naturschnee und vermutlich deutlich weniger Pistenbully Fahrten benötigt werden um das ganze zu einer harten piste zu verdichten. Das könnte den Mehraufwand durcj Beschneiung nochmal reduzieren.Aber vielleicht überschätze ich das auch...
 
powder-fan schrieb:
Was eventuell da ja auch noch gar nicht drin steckt ist, dass der Kunstschnee ja schon sehr viel dichter ist als naturschnee und vermutlich deutlich weniger Pistenbully Fahrten benötigt werden um das ganze zu einer harten piste zu verdichten. Das könnte den Mehraufwand durcj Beschneiung nochmal reduzieren.Aber vielleicht überschätze ich das auch...

Äh ja, mit Sicherheit nicht!
Hast du eine Vorstellung, wie lange so ein Rudel Pistengeräte rödelt bis aus dutzenden meterhohen Schneihaufen eine halbwegs brauchbare Piste planiert ist?
 
Was mich immer etwas stört bei Diskussionen über technische Beschneiung, ist das Argument der Verschandelung der Natur durch Speicherteiche. Ich bin auch absolut der Meinung dass diese künstlichen "Bergseen" alles andere als schön sind, aber das sind künstliche Seen (zB. Fischzucht) überall. Ich finde einfach, dass Tourismusorte auch ihre "Industrie" haben darf. Industrieparks auf der grünen Wiese sind mindestens genauso hässlich. Den Bergorten also eine Zerstörung der Natur vorzuwerfen finde ich etwas unverschämt.
 
Das Konzept der "Verschandelung" ist sowieso abstrus, es gibt genug (>90%) Fläche in den Alpen die völlig unberührt ist. Wer da noch "Nicht-Verschandelung" in Skigegenden bzw. deren Nähe fordert, der handelt aus purem Egoismus und Gier.

Nach Ischgl wirds sowieso keinen Naturliebhaber verschlagen, da stört der eine Lift mehr oder weniger oder der eine Speicherteich mehr oder weniger genau niemanden. Denn die Leute die es stören würde gehen da eh nie hin, bereits jetzt. Die Skifahrer - also die Leute, die tatsächlich hinfahren - dagegen profitieren.

Die Umweltschützer wollen also nur anderen ihr Vergnügen nehmen, wirken rein destruktiv aus egoistischen Motiven.
 
Und zum Glück können wir ja alle selbst entscheiden, ob wir uns für 50 Euro einen schmutzigen Wintertag aus der Schneekanone andrehen lassen wollen.
Der Autor macht zwar den Versuch objektiv und differenziert mit dem Thema umzugehen, zerstört m. E. aber alles mit dem letzten Satz (schmutziger Wintertag aus der Schneekanone) und stellt sich letztendlich doch in die grüne Ecke. Also 'lobenswert' oder 'sehr guter Artikel' sieht anders aus :nein: .
 
also ich kann k2k nur zustimmen. Ein wirklich guter Artikel, der alle Seiten berücksichtigt. Auch wenn es hier einigen hardcore-SkiFANS nicht gefällt. Und das hier jemand postfaktisch argumentiert, ist ja schon lange bekannt .Don't feed the troll..
 
danimaniac schrieb:
j-d-s schrieb:
Die Umweltschützer wollen also nur anderen ihr Vergnügen nehmen, wirken rein destruktiv aus egoistischen Motiven.

WOW

Na ich erklärs dir mal. Wenn ich selbst zwar glaube, meine Interessen seien selbstlos, sie auf andere aber eine negative Auswirkung haben und objektiv betrachtet eben nicht völlig unzweifelhaft selbstlos sind, dann können sie trotzdem Egoistisch sein.

Denn die Umweltschützer wollen ja ihre Meinung über die Bedeutung des Umweltschutzes allen anderen auch gegen ihren Willen aufzwingen. Wenn Leute Arbeitsplätze verlieren, aber die Umwelt geschützt wurde, dann ist das für Umweltschützer völlig in Ordnung.
 
j-d-s schrieb:
Wenn Leute Arbeitsplätze verlieren, aber die Umwelt geschützt wurde, dann ist das für Umweltschützer völlig in Ordnung.
Dafür gibt es sicher ein Zitat... ich hätte es gerne!

Ansonsten ist es eine völlig beliebige Aussage ohne jede AussageKRAFT, die einfach deine persönliche Meinung widerspiegelt, nicht mehr und nicht weniger.
 
j-d-s schrieb:
Das Konzept der "Verschandelung" ist sowieso abstrus, es gibt genug (>90%) Fläche in den Alpen die völlig unberührt ist.
Ohne auf deine weiteren Ausdünstungen eigehen zu wollen, ich behaupte einfach mal, dass das Gegenteil der Fall ist und würde sogar behaupten das >90% nicht völlig unberührt sind.
 
miki schrieb:
Der Autor macht zwar den Versuch objektiv und differenziert mit dem Thema umzugehen, zerstört m. E. aber alles mit dem letzten Satz (schmutziger Wintertag aus der Schneekanone) und stellt sich letztendlich doch in die grüne Ecke. Also 'lobenswert' oder 'sehr guter Artikel' sieht anders aus :nein: .
Interessanterweise hab ich beim Lesen genau dasselbe gedacht. Auf den Prantl Dominik lass ich im allgemeinen nix kommen. Das ist schon einer, der auch selber viel in den Bergen unterwegs ist und ziemlich gut weiß, von was er da schreibt (hat auch ein paar interessante Bücher geschrieben :wink: )
Den Artikel an sich finde ich interessant weil endlich mal verschiedene Standpunkte aufgelistet werden; mit dem Schlußplädoyer gebe ich dir aber recht, das hätte man vielleicht anders formulieren können. Das passt irgendwie nicht in den Rest von dem Artikel.

Finsteraarhorn schrieb:
Was mich immer etwas stört bei Diskussionen über technische Beschneiung, ist das Argument der Verschandelung der Natur durch Speicherteiche. Ich bin auch absolut der Meinung dass diese künstlichen "Bergseen" alles andere als schön sind
Sehe ich ein bißchen anders; meiner Meinung nach kommt es immer darauf an wie man etwas macht. Da gibt es doch ganz viele Beispiele: egal ob Pistenrenaturierung bzw. -pflege im Sommer, Architektur der Unterkünfte, oder ob man am Lift z.B. einfach nen Betonklotz hinstellt oder ne verkleidete Station oder ob eine Garagierung unterirdisch ist und und und... Bei der Beschneiung ist das letztendlich dasselbe. Und grad bei künstlichen Seen gibt es ja jede Menge gelungener und weniger gelungener Beispiele (ersteres z.B. in Serfaus zu betrachten).
Also generell würde ich sagen, man kann alles auf der Welt auch "in schön" haben :wink: Wenn man nur will, und natürlich bereit ist, ggf. entsprechende Mehrkosten zu investieren.
 
Finsteraarhorn schrieb:
Was mich immer etwas stört bei Diskussionen über technische Beschneiung, ist das Argument der Verschandelung der Natur durch Speicherteiche. Ich bin auch absolut der Meinung dass diese künstlichen "Bergseen" alles andere als schön sind
Sehe ich ein bißchen anders; meiner Meinung nach kommt es immer darauf an wie man etwas macht. Da gibt es doch ganz viele Beispiele: egal ob Pistenrenaturierung bzw. -pflege im Sommer, Architektur der Unterkünfte, oder ob man am Lift z.B. einfach nen Betonklotz hinstellt oder ne verkleidete Station oder ob eine Garagierung unterirdisch ist und und und... Bei der Beschneiung ist das letztendlich dasselbe. Und grad bei künstlichen Seen gibt es ja jede Menge gelungener und weniger gelungener Beispiele (ersteres z.B. in Serfaus zu betrachten).
Also generell würde ich sagen, man kann alles auf der Welt auch "in schön" haben :wink: Wenn man nur will, und natürlich bereit ist, ggf. entsprechende Mehrkosten zu investieren.[/quote]

Das ist sicher richtig, ein Speichehrteich hat aber trotzdem mit Natur nichts zu tun. Dort gibt es keine Flora oder Fauna.
 
Finsteraarhorn schrieb:
Das ist sicher richtig, ein Speichehrteich hat aber trotzdem mit Natur nichts zu tun. Dort gibt es keine Flora oder Fauna.
Interessantes Kriterium; aber ich behaupte mal, da drin hat es auch nicht viel "Flora und Fauna" aber das ist definitiv Natur: :wink:
 

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ChrisB1 schrieb:
j-d-s schrieb:
... es gibt genug (>90%) Fläche in den Alpen die völlig unberührt ist.

Gibt es hierfür einen Faktencheck oder muß diese Behauptung einfach als postfaktisch hingenommen werden?

Zumindest bezogen auf die Pistenfläche wäre es laut DSV sogar 99%: Die Pistenfläche in den Alpen beträgt ca. 93 000 ha, das entspricht etwa 1% der gesamten Alpenfläche. http://www.deutscherskiverband.de/ueber_uns_umwelt_fragen_techn_de.print
 
Im Artikel wird von Seilbahnkapitalisten gesprochen. :rolleyes:
Wäre interessant zu erfahren wer damit gemeint ist, die meisten Liftgesellschaften gehen finanziell am Stock!
 
Servus!

Finsteraarhorn schrieb:
Das ist sicher richtig, ein Speichehrteich hat aber trotzdem mit Natur nichts zu tun. Dort gibt es keine Flora oder Fauna.

Auch das muss so nicht richtig sein:
Ich selber arbeite auf einem Golfplatz. Da gibt es eine Beregnungsanlage. Technisch gesehen das gleiche Prinzip wie eine Beschneiungsanlage. Speicherteich, Pumpen, bloß am Ende der Düsen kommt halt Wasser und es ist im Sommer...
Beim Bau des Speicherteichs war eine natürliche Ausführung Auflage der Behörden. Liegt direkt neben einem natürlichen Teich, der als Überlaufbecken dient.
Nun ja, wenns jetzt wirklich mal ne Reparatur da gibt ist unser Hauptproblem am künstlichen Teich, erst mal alle Fische, Kriechtiere und sonstiges umzusiedeln vor dem abpumpen. auch Wasserpflanzen gibt es in Hülle und Fülle.
Eher ist es sogar so, daß Flora und Fauna im Speicherteich besser gedeihen als im natürlichen daneben - weil das Wasser mehr umgewälzt wird - die Sauerstoffsättigung ausgewogener ist...

Aber das Ding hat Unmengen gekostet, man braucht Spezialfilter vor den Pumpen etc. damit man nicht alles "raussaugt" oder die Pumpen verstopfen.
Alles eine Frage der Investitionssumme.
Und ich denke, bei einem Speicherteich in den Bergen wäre das genauso machbar. Ob das dort gewollt ist kann ich natürlich nicht sagen...
Ach ja: Die meisten Spaziergänger und Kunden, die an unserem Teich vorbeikommen sind stumm erstaunt wenn man Ihnen erzählt, daß der künstlich ist. Können die nicht erkennen und glauben. Einzige Merkmale dafür sind ein Stromverteilerkasten einige Meter weiter sowie ein Schachtdeckel im Boden...

Und noch zum Schlußsatz des Artikels:
Das ist wohl eher eine persönliche Anmerkung des Verfassers. Und auch wenn ich überhaupt nix mit "weltfremden grünen Weltbildern" zu tun haben will muss ich fairerweise sagen: Der Mann hat nun mal recht. Die Kunstschneepisten sehen halt oft einfach so aus. Erst recht, wenn sich in den größeren Skigebieten zu Weihnachten, Fasching oder Ostern die Touristenmassen gegenseitig beim Skifahren auf den Füßen rumtrampeln. Ich persönlich verzichte genau aus diesem Grund oft zu solchen Stoßzeiten aufs "Vergnügen", das ist für mich keines mehr. Und das, obwohl es dank Saisonkarte für mich keine Mehrkosten verursachen würde... Kann jeden verstehen, der sich da keinen Tagesskipass kaufen will.

Schöne Grüße,
Jan
 
j-d-s schrieb:
Nach Ischgl wirds sowieso keinen Naturliebhaber verschlagen, da stört der eine Lift mehr oder weniger oder der eine Speicherteich mehr oder weniger genau niemanden. Denn die Leute die es stören würde gehen da eh nie hin, bereits jetzt. Die Skifahrer - also die Leute, die tatsächlich hinfahren - dagegen profitieren.
Warum nicht auch im Sommer nach Ischgl?

Da kann man im Sommer Schnäppchen in schönen Hotels machen - ganz ohne Ballermann. Tagsüber sollte man allerdings raus aus der Baustellenortschaft. Zum Glück gibt es rundum viel Landschaft wo man Sesselbahnen nicht oder nur aus der Ferne sieht. Da kann man tagelang Wanderungen unternehmen ohne auch nur in die Nähe eines Liftes zu kommen.

Die Seilbahnfans fahren mit den Bahnen nach Samnaun... Ich glaub das ist sogar kostenlos wenn man im Paznaun schläft.

Horst
 
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