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Technikdiskussion des Umbaus am Hocheck

Af

Cho Oyu (8201m)
Registriert
30. Jan. 2004
Beiträge
8.456
Reaktionspunkte
47
Denk auch, dass es eine Weiterentwicklung ist. Ich glaube nicht, dass die Wopfner KSB auf einer Wopfner SB aufgebaut war.

Interessanterweise, hab ich noch keinen Antrieb des Umlaufs gesehen.

Auf jeden Fall ist die Bahn n Prototyp. Und wenn der funtkioniert, werden die nächsten Bahnen sischer einfacher/Schneller Aufgebaut.
 
Aber die massive Bauweise ist schon komisch, wobei man hier ja nur die Kuppeltechnik und den Umlauf tragen muss und nicht noch die Abspannung und den Motor. Vor allem die Dachträger sehen mir sehr überdimensioniert aus.
 
Tribal schrieb:
DAnke für die tollen Bilder.

Stark finde ich den Antrieb der Reifenförderer mit den Zahnrädern.

Also genau das finde ich edenklich im Hinblick auf Wartung und Betriebssicherheit. Ein Riemengetriebenes Rad kann man ohne Problem auskuppeln, oder wenns der Riemen ist tauschen, wenn was defekt ist hierbei nicht so problemlos. Auch in der Herstellung, Montage und ersatzteilbeschaffung ist es wesentlich aufwendiger. Bin da von dieser Technik (noch) gar nicht überzeugt. Überall versucht man Systeme zu vereinfachen um wartungsfreundlich und Kostenminimiert zu sein, hier macht mangenau das Gegenteil, viel aufwendiger geht es nicht. Aber vielelicht übersehe ich ja was nicht, mag sein trotzdem bin ich sehr skeptisch hierbei.
 
was ist denn auf dem system auf den bildern aufwändig? also ich finde das sieht deutlich simpler aus als bei einer dm oder leitner station. hängt natürlich auch damit zusammen das der antrieb ja schon besteht.
ausserdem was die massivität angeht, ich behaupte das ist nur optisch so, denn wenn man sich das bild wo der stationsumlauf von innen fotographiert ist anguckt, erkennt man dass das alles aus relativ dünnem stahlblech gefertigte hohlprofile sind. nur an den anflanschpunkten der tragkonstruktion sind verstärkungen. würde mich also nicht wundern wenn die einzelnen segmente sogar leichter sind als ein vergleichbares dm oder leitner teil. abgesehen davon finde ich sollte man mal warten bis das ding steht und in betrieb geht bevor man es kritisiert. ich glaube nämlich die wenigsten hier sind maschinenbauingenieure (viele aber recht versessene leitner oder dm fans :twisted: )
also abwarten. an sich finde ich sollte sich nämlich jeder freuen das es bald hoffentlich eine funktionierende möglichkeit gibt fixe anlagen kostengünstig auf kuppelbar umzurüsten. das macht das skifahren doch für alle schöner.
 
Also mit Massiv meinte ich nur das Rote Umlaufblech (1-1,5cm).

Wäre das weg, wirkt die Station so leicht wi eine DM/Leitner...

Es ist eben ungewohnt, wenn man DM-Leitner Stationen kennt mit den typischen Spannschlitten etc. und dann ein völlig anderes Produkt sieht.

@ Zahnräder: Die sehen mir alle gleich groß aus -> 4 Schrauben lösen, neues Zahnrad rein, festschrauben und fertig. Ist auch nicht mehr aufwand, als die verschiedenen DM-Zahnriemen.
 
Es kommt auch drauf an aus welchen Material die Zahlräder sind. Gerade im Umlauf herschen große Kräfte auf die Zahnräder.
 
Also irgend einen Vorteil müssen die Zahnräder haben, zumindest in der Theorie. Leitner/Poma verbauen das ja inzwischen auch, die werden nicht ohne Grund von ihrem alten System weg sein.
 
wbiba schrieb:
..... abgesehen davon finde ich sollte man mal warten bis das ding steht und in betrieb geht bevor man es kritisiert. ich glaube nämlich die wenigsten hier sind maschinenbauingenieure (viele aber recht versessene leitner oder dm fans :twisted: )
also abwarten.
Jop deshalb habe ich auch nur gesagt aus meiner Erfahrung heraus ist dass so, da ich selbst schon konstruiert habe und teilweise immernoch in dem Bereich arbeite, damit ist auch deine Frage nach den Maschinenbauern beantwortet, hat nix mit Leitner oder DM zu tun, das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.
wbiba schrieb:
...an sich finde ich sollte sich nämlich jeder freuen das es bald hoffentlich eine funktionierende möglichkeit gibt fixe anlagen kostengünstig auf kuppelbar umzurüsten. das macht das skifahren doch für alle schöner.
Ich weiss nicht obs auf dauer günstig ist zumindest ist es so, dass die Zahnräder bei der Kurve ziemlichen Belastungen ausgesetzt sind, wo ich mir nicht vorstellen kann dass das verschleissarm ist.

@Af: Zahräder auswechseln ist nicht so leicht wie du denkst da die im Gegensatz zu Riementrieben so gut wie keinen Versatz ausgleichen können. Toleranzspiele sind da sehr viel enger. Ausserdem ist die Fertigung und Montage etwas aufwendiger als bei Riementrieben zumindest in meinem Erfahrungsbereich. Was ich im Maschinenbau kenengelernt habe, versucht man schon auf Zahräder wo es möglich zugunsten günstigerer und toleranzfähigernen Systen zu verzichten. Natürlich geht es nicht überall und ist an vielen Stellen auch die einzig sinnvolle Lösung.

Die Zahnräder sollten in der Förderstrecke gleich gross sein, aber es sieht auf den Bildern so aus als ob die auch in der Verzögerungsstrecke sind und da können die nicht gleich gross sein, da es sonst keine Verzögerung gibt.

Aber wie gesagt ich lass mich gerne überraschen nur bleibe ich sehr skeptisch
 
Lass dir die Vorteile von Zahnrädern mal vom Seilbahner erklären, der ist ganz begeitert von der Lösung. Ich selbst kenne mich damit leider zu wenig aus.
Und zum Thema Verzögerung, für mich sieht es auf dem vorletzten Bild von Af eindeutig so aus als wären in der Verzögerung und Beschleunigung Riemenantriebe montiert.
 
Also ich finde die Lösung mit den Zahnrädern schon cool. Mein Maschinenbauprof der schwärmte auch immer von Zahnrädern. Der muss es wissen, der war lang genug leitender Entwicklungsingenieur bei der LUK.
Habe mir das Bild DSCN1462a.jpg mal genauer angeschaut. Das sieht nach einer Gradverzahnung aus ohne Versatz mit einfachem Wellensitz und aufgeschrauber Wellenmuter. Schmierung wird sicher über einen dünnen Fett/Silikonfilm erfolgen. Ist ein Rad defekt, so schraubt man die Mutter auf und tauscht das Rad aus. Ich denke nicht, dass es eine Presspassung ist, das wäre zu aufwendig.
Ich finde die Lösung gut.
 
Er hat schon eine PN erhalten.
Zwischen den Zahnrädern ist genug Spiel um sie leicht zu wechseln.
Es tritt nach 3 Jahren praktisch kein Verschleiss bei der Leitner Lösung auf.
Bei den verwinkelten Keilriemen hingegen starker verschleiss und starke Geräuschentwicklung und die ständige gefahr des Verdrehens.
 
mag sein, dass es sich dort bewährt hab ja auch nur gesagt habe Zweifel, denn ich habe auch mal Getriebe (Automobil und Kraftförderanlagen im Bergbau) konstruiert allerdings mit höheren dehzahlen (natürlich geht es ganz ohne Zahnräder auch ned, kommt immer auf die Kraft und Verbausituation an), und was den Prof angeht, das glaube ich schon, weil denen meistens Praxiserfahrungen fehlen (bei dem scheinbar ned), die Seilbahner allerdings hat. Muss mich mal mit Seilbahner treffen und mir das System da mal ansehen und schauen, was es für Vorzüge haben soll, bisher hab ich da noch nicht die überzeugende Erklärung zu hier gefunden, aber besser ist eh das mal anzuschauen.

Trotzdem bleibt erstmal meine Skepsis dazu.

Hab dafür in ähnlichen Verbausituationen mit Zahnrädern zu schlechte Erfahrungen gemacht, weswegen wir in der Firma dann andere Antriebssysteme entwickelt haben, aber das führt hier zu weit. Muss erstmal technisch überzeugt werden, dass einer die toll findet gibt mir nichts, eher schon gute Erfahrungen, wie sie Seilbahner gemacht hat, jedoch habe ich noch nicht erkannt woran es liegt und wo die Unterschiede bzw Vorzüge in dieser Zahradkonstruktion sind.

@Seilbaher, das Verdrehen der Riemen kann dich nur wenn es keine Flach oder Führungsriemen sind oder hab ich dich da irgendwo falsch verstanden?
 
@Oscar;
Ich verstehe Deine Skepsis, die ich anfangs auch hatte.Und wie.War auch mit den neuen Planatengetrieben skeptisch, da ich ein KSS Fan war, hab mich auch da getäuscht.
Aber nochmal zu den Zahnrädern auch wenn es OT ist und sich mein Freund GMD wieder aufregen wird;
Es gibt im Umlauf praktisch 4 verschiedene Gängige Fördereinrichtungen. Bitte jetzt nicht daran aufhängen wenn ich einen vergessen habe.
1. Kettenförderer. Vorteile abstandsregelung immer absolut gleich und man braucht keine elektronische Regelung.Immer absolut Synchron zur Bahn.
Nachteile; verleiss an der Kette, kann reissen,ist sehr laut und es tropft Öl von der Kette auf die FBMs.
2.Getriebe zwischen den Förderen auf jedem Reifen. Girak Garaventa hat das verbaut. Vorteil; Leise und Sauber.Nachteil; Viele getriebe und anfällig.Komplizierte ausregelung.
3.Keilriemen. Sind normale doppelte Keilriemen. Vorteil. sehr einfache Bauweise und die ausregelung ist einfach zu Konstruieren.Keilriemen sind sehr leicht zu Wechseln.Ausfallwahrscheinlichkeit sehr nieder.
Nachteil, viel verschleiss, da die Keilriemen praktisch über Eck umgelenkt werden müssen, dadurch auch gefahr durch verdrehen. Die Scheiben an den Reifen stehen nicht ganz Gerade und die Spannscheiben sind schief.
Sehr Laut und viel abrieb im Stationsbereich.
Anfällig für schlupfentwicklung bei vereisung.
Halten nicht länger als 3-4 Jahre, wenn überhaupt.
Wartungsintensiv.

4. Zahnräder aus BECORIT !
Vorteile; Sehr leise,kein Schlupf,antrieb über die Beschleuniger und Verzögerer.
Kein messbarer Verschleiss
Leicht zu wechseln
Regelstrecke sehr leicht integrierbar.
Wartungsfreundlich für den Betreiber, da wartungsfrei.
Man benötigt KEINE Schmierung!!!!
Sehr sauber und auch extrem Zuverlässig auch bei sehr niedriegen Temperaturen und vereisung.

Da ich alle diese Systeme schon Montiert habe,u.a. Keilriemen in Kapellenbahn,Kreuzwanklexpress,Höfi express,Speedy Gerlosplatte,Weinbergbahn,Cabrio Flitzer...
Ketten; Fieberbrunn Expo,Kronplatz,Roccaraso,...
Getriebe; begutachtet.
Zahnräder; Hochalmbahn.
bin ich zu der Überzeugung gekommen,dass zahnräder im umlauf aufgrund der minimalen Belastung die beste Lösung sind.
Nachteile kann ich bis jetzt nicht erkennen.
Wohlgemerkt beim LP system!!!
Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren und freue mich auf konstruktive! Gegenargumente!
 
Danke für die Erklärung.

Also ich denke,dass LST und die Bergbahnen bestimmt wissen,was man macht und nicht etwas halblebiges baut.

Ich bin gespannt darauf die Bahn zu sehen,wenn diese Fertig ist.
 
@seilbahner: erstmal danke für die Aufschlüsselung der Systeme, soweit bin ich klar und auch auf einer Linie mit dir. Aber das, ich glaube LP-System, nennst du das, macht mich neugierieg, da du es so lobst. Muss mir das mal anschaun, bei dir ist es nicht verbaut oder? Hast du Riementriebe?
Weisst du was über Kräfte und Moments da an den Zahrädern? Wenn dann machen wir das aber mal per PN das interessiert mich doch ziemlich, wie das da aussieht in dem Verbau

@PB300Polar: Ich zweifele ja nicht an LSt sondern stelle nur fest dass das meinen Erfahrungen wiederspricht!

Mal schun, wenigsten ist mit Seilbahner einer da der die technischen Bedenken versteht! ;)
 
Wenn es seilbahner so sagt, wird es schon so sein! ;-)

Was ist das für Material, BECORIT?
 
Ich kann Dir gerne mal eine Leitner Bahn mit dem System zeigen,oder auch mal eine Werksführung bei Leitner im Frühjahr organisieren.
Die kräfte dort hinten sind sehr niedrig, da Du die ganzen Zahräder von ersten weg mit einer Hand leicht drehen kannst.
Deshalb ist da ja der Zahnradverschleiss praktisch gleich Null.

Wenn sonst noch was ist, bitte eine PN,bevor ich die anderen und vor allem GMD weiter verärgere und Forumverbot von Ihm bekomme!
 
Passt machen wir, aber per PN das ist ok. Hab durch das topic eine menge technische Fragen auf einmal gerade zu wirkenden Kräften ich melde mich bei dir.

Hab das Topic dann mal aus denNews hierhin abgekoppelt und ein neues eröffnet wo die Technik diskutiert werden kann

Gruss
Chris Mod
 
Becorit ist ein extrem fester und Standfester spezialkunststoff ich glaube, den gibt es bei faigle,oder becorit ist selber eine herstellerfirma.
 
Wie ist das jetzt eigentlich mit der Kurve genau glöst? Die Zahnräder stehen ja leicht schräg zueinander, ergibt das keine Unvorteilhafte Kraftverteilung auf den Zähnen?
 
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