Da kann ich dir ein wenig weiterhelfen:
die 6 KSBs Bollin und Fresse sind eine sehr interessante Konstruktion. Eigentlich ein Lift mit Mittelstation.
Im ersten Jahr des Betriebs (1997/199

wurden die beiden Sektionen getrennt befahren. D.h. wenn man zum Col de Fresse (Bergstation) wollte, ist man ausgestiegen und musste noch einmal neu einsteigen.
Mittlerweile haben sie aber ein sogenanntes "Double embarquement" installiert, einen doppelten Einstieg, wie er in Frankreich bei kuppelbaren Sesselbahnen mittlerweile der öfteren zu finden ist. In diesem Fall funktioniert das so:
Im einen Einstieg fährt man nur bis zur Mittelstation, also Bollin, im anderen Einstieg sind die Sessel so geschaltet, dass sie an der Mittelstation durchfahren und direkt zur Bergstation Col de Fresse hinauf fahren. Praktisch, nicht?
Technische Daten:
6 KSB Bollin: Länge 570 m, Höhendifferenz 107 hm, 2107-2214 m., Kap. 4000 p/h
6 KSB Fresse: Länge 1885 m., Höhendifferenz 373 hm, 2214-2587 m. Kap. 2400 p/h
Fazit: ein "Mittelding", nicht zwei Lifte, aber auch nicht einer.
Das "double embarquement" dient normalerweise dazu, dass die Leute mehr Zeit zum Einsteigen haben und folglich ein sehr viel engerer Sesselabstand gefahren werden kann, der wiederum die Kapazitäten erhöht. In Val Thorens gibt es vier Sesselbahnen mit diesem System (6 KSB Cascade 4000 p/h, 6 KSB Moutière 3600 p/h, 6 KSB Plein Sud 3600 p/h, 4 KSB Moraine 2800 p/h (?)), in Les Menuires zwei (6 KSB Menuires 4000 p/h, 4 KSB Doron Kap. ?). Sind euch weitere bekannt? Was mich wundert ist, dass dieses System in Österreich so weit ich weiß bislang keine Anwendung gefunden hat. Dabei gibt es dort doch auch sehr viele Lifte die eine höhrere Kapazität vertragen könnten (z.B. Stubai 6 KSB Eisjoch, 4 KSB Rotadl).