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Tiroler Protest gegen Gletschererschließung

@trinc: Ich würd dieses Geschreibsel weiter oben nicht so ernst nehmen. Warum nicht mal zur Abwechslung über "die Umweltschützer" herziehen, eine gewisse Komik kann man dieser Kaunertal-Aktion doch durchaus abgewinnen, wie ich finde. Das hat ja nicht unbedingt was mit der eigentlichen Sache zu tun - ähnlich wie wenn man riesige Skigebiets-Ausbauten plant, die man in der Realität nicht wirklich haben will, kann man das ja auch trennen.
 
Okay dann für Dich ganz sachlich: Gletschererweiterung = wirtschaftl. Sicherheit = Arbeitsplätze = kannst Du Dir ja selber weiterdenken.

Sachlich gesehen, geht es um einige Gletscher die erweitert werden. Im Gegensatz dazu gibt es noch genug Gletscher die unerschlossen sind und dies auch bleiben sollen.

So, wenn sich jetzt einige Fanatiker auf einen bereits erschlossenen Gletscher stellen und gegen die Erweiterung demonstrieren, deren Sache, aber mir fehlen sachliche Argumente von diesen Leute, besonders Argumente, die man den Menschen verkaufen kann, die von diesem Gletscher leben!

Also wirst Du mir meinen Sarkasmus ja wohl nicht vorwerfen wollen?
 
Nein, will ich nicht und mit dieser Argumentation von Dir hab ich auch eher Spaß daran mich an so einer Diskussion zu beteiligen.

Ich finde es sehr schwierig aus der Distanz zu beurteilen, wie sehr die Talbevölkerung nun vom Gletscherausbau profitiert oder nicht. Man kann von 100% bis gar nicht alles in den entsprechenden Presseartiklen finden, so dass es mir schwer fällt das abschließend im konkreten Fall einzuschätzen.

Wenn versuche eine Parallele zum Bellevilletal zu ziehen, wo ich mich besser auskenne, weiß ich das dort ein nicht geringer Teil der Bevölkerung vom Tourisumus zumindest indirekt lebt und dass dort doe Ressentiments gegen Expansionen trotzdem oft aus der Bervölkerung des Tals selbst kommen, die davon am direktesten betroffen ist. Allerdings muss man sagen, dass hier das Gebiet auch schon exterm gut ausgebaut ist und mit dem Kaunertal einfach gar nicht zu vergleichen.

Ich denke schon, dass dringend was am Gletscher passieren muss, um über die Jahre als Schigebiet protable überleben zu können. Ich persönlich finde die Frage des "wie" viel interessanter als die Frage des "ob" auf die es ja gerne reduziert wird. Ich glaube, dass man schon zu dem Ergebnis kommen wird, dass ein Ausbau Vorraussetzung für eine wirtschaftlich positive Entwicklung ist. Ob dieser Ausbau gerade eine PB auf die Weißseespitze sein muss, halte ich eher für fraglich. Ich habe meine Zweifel, ob eine Neuerschließung in der beabsichtigten Form die bestehenden Probleme wirklich beseitig oder nur verlagert bzw. überhaupt nicht angeht. Genannt seien u.a. Anfahrt und flache Pisten.

Gut man wird sehen. Wenn man es richtig angeht, kann es sehr geil werden. leider habe ich da meine Zweifel...
 
Genau das ist sachliche Auseinandersetzung! Man kann natürlich immer wieder das Gleiche behaupten, z.B. das Skigebietserweiterungen die wirtschaftliche Profitablität befördern und dass Gegner dieser Maßnahmen ein Rad ab haben.
Ich gebe auch zu, dass die Protestaktion gewiss ein gehöriges Maß Komik aufgewiesen hat (ähnelt z.B. den Anti-Irak-Kriegs-Protesten in der Schmidt-Show "We shall overcome"... :D ).
 
Proteste aus der Umweltbewegung haben sicher immer mal wieder eine gewisse komik und sind auch nicht selten mal total an der Realität vorbei. Das ärgert mich persönlich insofern, als das mitunter eine gute Sache dadurch in Misskredit bringen, unglaubwürdig machen oder der Lächerlichkeit preisgeben.

Die politsch eher wirtschaftlich affine Welt wird auch nicht selten von einer gewissen Komik begleitet, die aber leider aufgrund ihrer weitaus massiveren und langfristigen Auswirkungen wohl eher dem Sektor der Tragikomik zuzuordnen ist. :roll:
 
Gemeinsam gegen Erschließungspläne
Erschließungspläne der Gletscherwelt lassen nicht nur beim Österreichischen Alpenverein die Alarmglocken schrillen. Gemeinsam treten nun Alpin-Vereine mehrerer Alpenländer gegen neue Seilbahnen auf Alpengletschern auf.


"Gletscher sind in Gefahr"
Die "Gletscher sind in Gefahr" - schlagen die Alpin-Organisationen Alarm. Österreichischer und Deutscher Alpenverein, Schweizer Alpen Club, Alpenverein Südtirol und der italienische Alpin-Club CAI machten am Freitag in Langtaufers, einem Seitental im oberen Vinschgau, gegen Liftpläne in den alpinen Gletscherregionen mobil.

Tiroler Naturschutzgesetz
Die Novelle zum Tiroler Naturschutzgesetz, das neue Erschließungen im Pitztal und im Kaunertal ermöglichen soll, ist Anlass zu diesem gemeinsamen Auftreten. Auch dass die alten Pläne, das Kaunertaler Gletscherskigebiet mit Langtaufers auf der Südtiroler Seite zu eine Skischaukel zu verbinden, wieder verfolgt würden, geben den Alpenvereinen Anlass zur Sorge.

Erschließungspläne
Die Erschließungspläne könnten nämlich Schule machen, wird von den Alpenvereinen befürchtet. Auch in anderen Teilen der Alpen werde derzeit über neue Lifte in Gletscherregionen öffentlich nachgedacht.

Weil Pläne gemacht werden, um umgesetzt zu werden, empfinden die Kritiker dieser Pläne in diesen Vorhaben eine massive Gefahr für das Ewige Eis.

Verlagerung nach oben
Nicht zuletzt deshalb, weil die Klima-Erwärmung Probleme für tiefer gelegene Skigebiete bringt. Dadurch wachse der Druck, Skigebiete auf den Gletschern auszubauen. Die Gletscher als größter Trinkwasserspeicher Europas seien damit in Gefahr.

Forderung nach Ausbau-Stopp
Die Alpenvereine aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien verlangen deshalb einen Ausbau-Stopp auf den Gletschern.

Gemeinsame Resolution
Außerhalb der schon bestehenden Skigebiete solle es keine Erschließungen mehr geben, fordern die Alpenvereine in einer gemeinsamen Resolution.

Für die betroffenen Regionen sollen demnach Tourismus-Konzepte ausgearbeitet werden, die den Grundsätzen der Alpenkonvention entsprechen - und auch nachhaltig Wirtschaft und Erhaltung der Natur unter einen Hut bringen.

Skischaukel-Projekt in Langtaufers
Ein auf Eis gelegtes Seilbahnprojekt zwischen Tirol und Südtirol wird derzeit wieder diskutiert. Es geht um eine Skischaukel vom Südtiroler Vinschgau ins Tiroler Kaunertal.

Während in Tirol die Erschließungspläne schon konkret sind, hofft die Tourismuswirtschaft in Langtaufers nun auch in Südtirol auf einen Durchbruch.

Hinweis:
"Südtirol heute" bringt in der Freitagsendung einen Beitrag zum Thema Skischaukel-Projekt in Langtaufers - um 18.30 Uhr in ORF 2.
 
.. wobei die Zubringerbahn aus dem Langtauferertal ja überhaupt nix hinsichtlich "Erweiterung Gletscherskigebiete" zu tun hat - jedenfalls nicht in dem Sinn, daß da irgendwas auf Gletscher gebaut werden müßte....
 
Allerdings. Vor allem wäre das m.E. auch eine ganz coole Sache. Die Hänge sind lang und machen sicher Spaß und ein paar mehr Touristen aus dem Süden anzulocken, täte den Jungs am Gletscher sicher auch nicht schlecht. Vor allem könnte man dann super südlich des Reschens Urlaub machen und schön zwischen Schnalstal, Stilfser und Kaunertal schaukeln.... :D

Also am besten sofort einen Korblift ohne Piste raufbauen! :D
 
Die Frage wär dann nur, ob die Kaunertaler das möchten? Dann werden ja sicher im Kaunertal auch nicht mehr Urlauber sein, eher wengier, die dann eher ins Langtauferertal fahren ...

.. aber mit einer Bahn aus dem Langtauferertal wär natürlich eine Verbindung zu Nauders der nächste logische Schritt .. und da ja von Nauders eh eine Verbindung zu Schöneben kommen soll .... wow, des wär doch dann mal wieder ein richtig schönes großskigebiet ... *träum*
 
starli schrieb:
da ja von Nauders eh eine Verbindung zu Schöneben kommen soll ....

Wie soll das denn gehen? Die sind doch kilometerweit auseinander, und da sind mindestens zwei Täler (Reschen/Vinschgau und entweder Langtaufers oder Rojental) dazwischen!
 
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