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Titlis Rotair Modellseilbahn

Wenn´s "nur" der Motor ist prüfen ob man den platz - und einbaubezogen eventuell gegen einen von Roco tauschen kann der denselben Motorwellendurchmesser hat. Die Rocomotoren besitzen nämlich im Gegensatz zu denen vieler anderer Hersteller dynamisch ausgewuchte Anker und sind deshalb deutlich vibrationsärmer und daher laufruhiger.
 
Nun noch meine Meinung zum Modell:
Das Modell ist optisch sehr gelungen, doch sind einige Verbessungen, die man selbst machen muss, notwendig:
Bei beiden Stationen wurde auf die Glastüren beim Bahnsteig vergessen, dort klaffen nur Löchen, die den Blick in die Innerein freigeben.
Während in der Bergstation 2 Arme für die Reedkontakte die Gondeln empfangen, fehlt Ähnliches in der Talstation.
Die farbigen Drähte für die Stomversorgung der Gondeln sind nicht sehr realistisch und unnötig lang.
Im Dach sind Löcher für die Seile, die es im Original nicht gibt, aber die sind wahrscheinlich für die, die den Winkel nicht einhalten wollen.
Nach dem Aufbau gibt es also noch genug Arbeit.
 
Du must es so sehen, die Bahn wurde Mitte der 1990er Jahre entwickelt. Für Damalige Verhältnisse war das Modell echt ein Non plus Ultra. Doch in den letzten Jahren ist die Entwicklung weiter gegangen. Die JC Umlaufseilbahn verbindet die moderne Digitaltechnik erstmalig mit einem Zuberhörartikel.
 
Mir ging es obern nur um die baulichen Modelldetails, nicht um die Technik. Da gibt es auch einiges zu sagen. Auch mit damaliger Technologie wäre es z.B. möglich gewesen, zumindest etwas langsamer anzufahren.
Bei den Stationen fehlen auch die Fänger in den Einfahrten und die diversen Schilder und Ausschmückungen.
Die kann man sich heute mit dem Drucker zwar selbst anfertigen, aber bei anderen Herstellern sind diese Details dabei.
 
Noch einige Aufbautipps, falls irgendjemand nochmals diese Bahn baut:
STANDORT:
Am besten sieht es aus, wenn zwischen Bergstation und Stütze ein steiler Abgrund ist - wie im Original. Zumindest die Bergstation nicht direkt auf Holz, sondern mit einer Dämmplatte lärmisoliert aufbauen.
ANORDNUNG:
Da es nur einen Masten gibt, ist dieser gleichzeitig Einlaufmast für beide Stationen. Darum sind die in der Anleitung angegebenen Winkel 30°/20° einzuhalten, anderenfalls stimmt die Einstiegshöhe an den Bahnsteigkanten nicht.
Am Berg ist diese durch die Stellung der Arme der Seilaufnahme vorgegeben, die Tragseile müssen darüber bleiben, also ziemlich im selben Winkel verlaufen.
Im Tal laufen die Seile direkt zur Spannvorrichtung im Haus. Je steiler sie hier sind, desto höher hängt die Gondel an der Einstiegsstelle. Ein Negativbeispiel (für die Winkel, nicht die Gestaltung) gibt es hier:
Die nicht originalen Ausnehmungen im Dach erlauben nämlich diese steile Anordnung, da sich anscheinend viele einen möglichst hohen Berg wünschen. In diesem Fall müsste man die Halterung für die Tragseile im Tal nach vor versetzten, dann stimmt die Einstiegshöhe wieder.
SEILE:
Nach der Montage der Tragseile sollte man sich beim Ausrichten wirklich lange spielen, bis alles passt. Der Mast ist auch dafür verantwortlich, dass die Gondeln in der Bergstation nicht an den Seiten anstoßen.
Die Zugseilmontage ist etwas lästig. Da soll man das Seil durch einen Kanal führen, dessen Ausgang im rechten Winkel liegt. Ich habe daher eine Gondel kurz angehängt und nur die zweite mit überstehenden Drähten belassen.
Und nicht vergessen: Draht muss ein Mal ganz um die Antriebsscheibe gewickelt werden.
Das Abisolieren wegen der Kurzschlussgefahr kann man sich ersparen, wenn man erst einmal die Talstaion nicht mit der Bergstation verbindet. Nach dem Einstellen und dem Kürzen der Seile Spannung/Widerstand prüfen und anschließen.
Den Masten musste ich noch ganz zum Schluss höher setzen, damit die Einfahrt in die Bergstation ohne Remplerei funktionierte.
STROM:
Laut Anleitung funktioniert die Bahn NUR mit Wechselstrom. Da die Elektronik und die Motoren mit Gleichstom arbeiten, wird dieser natürlich vorher gleichgerichtet. Es funktioniert also auch mit Gleichspannung. FÜr die Kabel wurde allerdings kein Loch in den Bodenplatten, sondern in den Rückwänden vorgesehen! Hier muss man also selbst bohren. Zuerst muss man es aber schaffen, die Kabelpakete aufzumachen, da sie so zusammengewickelt sind, dass man sie eigentlich nur von der angelöteten Seite her aufschnüren kann.
Beim Anschluss muss man auch aufpassen, denn die Bahn ändert beim Einschalten willkürlich die Richtung, die sie beim Ausschalten hatte. Dies kann dazu führen, dass das Bahnsteigpodest sich verschiebt, obwohl die Gondel im Weg ist (gerade in die Bergstation einfährt). Wenn das Haus der Bergstation noch nicht da ist, ist das kein Problem, anderenfalls wird die Gondel eingezwickt. Dies fiel mir jetzt auf, weil meine Anlage noch nicht fix an einem Schalter hängt und es zu Wackelkontakten kam.
 
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