• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Todesdrama bei Extremberglauf

tragisch aber selber schuld.
und 10 meter neuschnee ist wohl auch etwas übertrieben, daß kann doch nicht stimmen oder?
 
Hallo,

ich bin heute um 12:30 Uhr in Ehrwald vorbeigefahren, es hat geschüttet wie aus Eimern und es war sehr kalt :arschabfrier: .
Das dort innerhalb kürzester Zeit alles weiß war, kann ich mir gut vorstellen.

Ich hätte nicht gedacht, dass die Veranstaltung unter solchen Witterungsverhältnissen stattfindet 8O .


________________________________________________
Seilbahnen - eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt
 
Spiegel Online schrieb:
Ein plötzlicher Wetterumschwung mit Schneefällen, Windböen und Temperaturen um den Gefrierpunkt
Hm, seriöser Journalismus sieht mal wieder anders aus. Das Wetter war angekündigt, die Temperaturen auch. Gestern Abend war in den "Heute"-Nachrichten auf 3sat von einer Schneefallgrenze auf 2000 m die Rede.
 
Die Läufer sind laut Medienberichten ja bei der Knorrhütte auf ca. 2000m zusammengebrochen. Andere Läufer berichteten aber, dass es bis zum Sonn Alpin auf 2600m keinen Schneefall gab. Das haben auch die Webcambilder von gestern bestätigt. Erst seit heute liegt auch am Platt wieder Neuschnee.
Diese Todesfälle nun auf den Veranstalter zu schieben, naja, meiner Meinung nach wäre das zu einfach. Wenn man bei solch einem Berglauf bis auf 3000m mitmacht, muss man sich schon auf alpine Gefahren gefasst machen. Irgendwo müssen die Menschen doch auch Eigenverantwortung wahrnehmen. Wie in den Medien hier wieder verkrampft Verantwortliche für diese Unglücke gesucht werden ist in meinen Augen irgendwo unseriös.
Auch bei einem normalem Marathon sind schon Menschen gestorben. Ohne Schnee und Regen.
 
Tragisch, tragisch! War letzte Woche in GAP und bin gestern Mittag über Ehrwald heim gefahren. Es schüttete ununterbrochen. Ist schon irgendwie komisch, daran zu denken, was sich just in diesem Moment am Berg für Dramen abgespielt haben...
Trotzdem glaube ich, dass sich bei einigen der Teilnehmer gerade durch die erschwerten Wetterbedingungen so eine Art "Jetzt-erst-recht-Mentalität" aufgebaut haben könnte. Wie das Wetter werden würde, war schließlich vorher jedem klar. Das weiß man auch ohne Veranstalter.
 
Grwaaaaaaah! BILD!
"Die 16 Kilometer lange Todesroute"
Wie tief kann man eigentlich sinken?!
Und das sind ja auch schon fast amerikanische Zustände.. Wetter bekannt, jemandem wird trotzdem zu kalt (meine jetzt einen anderen, keins der Todesopfer, siehe letzter Absatz Bild-Artikel) und der verklagt jetzt den Veranstalter weil es nicht genug Decken hatte. Arglsdfgh...
 
Die BILD braucht halt immer dramatische Texte...
Meine Meinung nach ist das ein Unfall, wie er bei jeder Sportart, vorallem bei Sportarten, wo es so auf Kondition ankommt, wo man schnell einmal Kreislaufprobleme bekommen kann, vorkommen kann. Deshalb finde ich, dass man den Betreiber nicht dafür verantwortlich machen kann.
 
Im vergangenen Jahr seien nach dem Abbruch des Zugspitzberglaufs Regressansprüche gegen den Veranstalter gemacht worden. Das habe wohl dazu geführt, dass in diesem Jahr manches riskiert wurde, was in der Abwägung so nicht richtig gewesen sei.
http://www.br-online.de/aktuell/zugspitze-extremberglauf-unglueck-ID1216014876233.xml

Das sagt dann wohl alles. Als Veranstalter kannst du es offenbar nicht recht machen: brichst du ab, gibt es Regressforderungen. Brichst du nicht ab und es passiert dann was, bist du erst recht dran :roll:

Eisiger Wind, heftiger Schneefall und Minusgrade hatten die Sportler in T-Shirts und kurzen Hosen überrascht.
Auf fast 3000m überhaupt nicht überraschend, v.a. bei dem Wetterbericht...
Mir scheint, da waren zu viele Flachlandtiroler am Start...
 
Und was wäre gewesen wenn das Wetter genau anderst herum gewesen wäre?

Sonnenschein über 30°C. Da wären bestimmt auch ein paar wegen Kreislaufproblemen zusammengebrochen.

Und bei Sonnenschein hätte bestimmt keiner an einen Abbruch gedacht. ...
 
Absolut richtig. Wer gerade die Tagesschau mit bewegten Bilder vom Berglauf gesehen, musste sicherlich genauso den kOPF SCHÜTTELN wie ich. Da kamen Läufer auf knapp 3000 metern an, nur mit Shirt und kurzer Hose belgleitet. Total verschwitzt. Sorry aber waren die denn noch nie im Hochgebirge unterwegs. Egal ob Hochsommer oder nicht, Extremberglauf hin oder her, man muss doch wissen, dass es selbst im Sommer da oben kühl ist. Und Strand-Outfit ist da unangebracht.

Trotzdem tragisch keine Frage, aber der Veranstalter kann ja wirklich nichts dafür. :wink:
 
Ram-Brand schrieb:
Sonnenschein über 30°C. Da wären bestimmt auch ein paar wegen Kreislaufproblemen zusammengebrochen.

Hitze ist kein Problem. Ich war letzte Woche im Pustertal mit dem Fahrrad unterwegs. Im Tal bei 1000m hat's 30°C und der Schweiß rint nur so. Dann fährt man auf 1500m hoch und es wird schon annehmer. Wenn sich bei 1800m eine Wolke vor die Sonne schiebt, wird es schon mal kühler. Bei 2000m denkt man schonmal darüber nach, die lange Hose anzuziehen, wenn sich die Sonne länger versteckt. Spätentens bei der Abfahrt von 2200m zieht man lange Hose und Jacke an (sorry, war erkältet, Jacke dürfte normal reichen). Die 30°C auf 1000m auf der Rückfahrt sind dann aber wieder sehr unangenehm.

Mich würde interessieren, was sich am Start abgespielt hat?
Wenn 599 Läufer mit langen Laufklamotten starten und nur 1 Starter mit kurzen Sachen,
dürfte sich der eine Starter evtl. nochmal überlegen, ob er die richtigen Sachen gewählt hat.

Wenn 500 Läufer mit langen Laufklamotten starten und 100 mit kurzen Sachen,
dürfte sich bei den 100 Läufern wohl eher ein "die anderen laufen auch in kurzen Klamotten,
dass pack ich auch" durchsetzen.

Warum wir uns selbst zum Risiko werden
von Bernhard Streicher
http://www.bergundsteigen.at/file.php/archiv/2004/3/16-22 (entscheidungsfindung).pdf
Quelle: http://www.bergundsteigen.at/


/Tibor
 
Also ich kann mit dem Bilke bei 0° besser bergauf fahren als bei 30.
Runter umgekehrt ;-)

Zum Thema.

Wetter: War bekannt, da gibt es keine Diskussion.
Wer da mit solchen Klamotten gen 3000m an den Start geht ist selbst schuld, sorry für das knallharte Statement aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

Dem Veranstalter kann vielleicht das Anbieten eines Risikobehafteten Events nachgesagt werden, fahrlässig waren imho die, die (ohne sich die Wettervorhersage anzusehen?) zu wenig vorbereitet an den Start gegangen sind.

Übrigens hat jeder Teilnehmer bereits in bester Ami-manier Alles bis zum Tode unterschrieben.
Mal wieder ein Beweis, dass diese juristischen Absicherungsklauseln nichts bringen, außer den Anwälten, die hinterher mit den Rechtsstreitigkeiten ihr Geld damit verdienen.
 
Extremlauf auf die Zugspitze
"Ich habe gesagt: Der spinnt!"
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/329/185743/

Und noch ein paar Interviews:

DRAMA BEI ZUGSPITZ-LAUF
"Ich habe brutales Glück gehabt"
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,565841,00.html

FR-Online-Interview
"Es war unverantwortlich"
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1367619

Tod auf der Zugspitze
„Die Läufer können nicht einfach aufhören“
http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08...B7930FA79766F3EFBC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zugspitz-Drama: Läuferin im Interview
"Um jeden Preis auf den Gipfel"
http://www.sueddeutsche.de/,tt5l1/gesundheit/artikel/243/185658/

Und die Kommentare gehen auch schon los,
da inzwischen keine Fakten mehr dazu kommen:

Zugspitzlauf
Tod am Gipfel
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/261/185676/
 
Flachlandtiroler schrieb:
Grwaaaaaaah! BILD!
"Die 16 Kilometer lange Todesroute"
Wie tief kann man eigentlich sinken?!
Und das sind ja auch schon fast amerikanische Zustände.. Wetter bekannt, jemandem wird trotzdem zu kalt (meine jetzt einen anderen, keins der Todesopfer, siehe letzter Absatz Bild-Artikel) und der verklagt jetzt den Veranstalter weil es nicht genug Decken hatte. Arglsdfgh...

Was die Bild angeht hätte ich hier einen interessanten Link für dich:

http://www.bildblog.de/schlagzeilomat.html

hab ich von stupidedia.org
 
Zurück
Oben