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Tödlicher Liftunfall

Du vergisst die Lautstärke! Als ehemaliger Zweibrettfahrer weiß ich noch, wie die Angst in mir hochkam, wenn ich auf eisiger oder harter Piste hinter mir das laute Kratzen eines Snowboarders vernahm.
 
Als der Snowboard-Boom seinen Höhepunkt hatte, waren halt auch viele unterwegs, die alles konnten außer Snowboardfahren. Die sind dann den halben Tag an engen und unübersichtlichen Stellen - vorzugsweise direkt hinter Kanten - mitten auf der Piste rumgesessen, haben Ziehwege blockiert und sind im Schlepplift rumgestürzt.
Heute ist das anders - der Boom ist Vergangenheit, dafür ist der Anteil an Boarden, die ihr Brett wirklich beherrschen, deutlich gestiegen.
 
Ja, diese Rumhocker haben mich auch immer genervt.

OT: Eigentlich könnte man ja darüber einen eigenen Thread eröffnen...zu erzählen gäbs dazu ja sicher ne Menge :) (Titel: Snowboarden Früher-Heute)
 
HBB schrieb:
Heute ist das anders - der Boom ist Vergangenheit, dafür ist der Anteil an Boarden, die ihr Brett wirklich beherrschen, deutlich gestiegen.

Auch nicht zu vergessen, dass der Großteil heute in Ihren Parks weggeschlossen ist ( :mrgreen:) während es zu den Anfangszeiten diese Areale noch nicht gab. :wink:

Eine Rolle spielt wohl auch, dass man mit den heute gebräuchlichen Ski Radien fahren kann die früher nur Snowboardern vorbehalten waren.
Die "Schwunggeometrie" hat sich hier den Snowboardern angepasst.
(Aber das ist jetzt alles OT. Von mir aus gerne löschen)
 
Pistencruiser schrieb:
mit den heute gebräuchlichen Ski Radien fahren kann die früher nur Snowboardern vorbehalten waren.
Ich muss doch sehr bitten: Gewisse Radien sind auch heute noch den Snowboard- und Skwalfahrern vorbehalten... :grinsevil:
Hm, definitiv alles OT...
 
Powderjunky schrieb:
Zuerst wurden ja erst mal in vielen Gebieten Snowboarder sofort verboten, weils ja einfach anders war. Dann höre ich von meinen älteren Verwandten immer noch, ja immer diese Snowboarder, schieben buckel auf, machen die Piste kaputt, fahren rücksichtslos und so weiter.
Das ist heute nicht mehr so krass, weil man sich wahrscheinlich einfach drann gewöhnt hat, das sollte man mal wieder ändern !

ich wollte hier keine Snowboarder diskriminieren. Ich wollte nur schreiben dass nach so einem Unfall die Bergbahnen Maßnahmen einleiten hätten sollen. Viele die ich kenn sind snowboarder und haben regelrechte Angst vor Schleppliften. Ich bin mir auch sicher dass 90% der snowboardfahrenden Alpinforer gut fahren können (ich glaube auch du).
Das Problem ist halt dass der Anteil an Snowboardanfängern die auf richtigen Pisten fahren höher ist als der Anteil von skianfängern.

Und nach dem Motto legen sich auch viele gleich nach dem ersten Kurs auf die Piste: "Lieber eine schwarze gefahren sein (bloß halt wie) als eine blaue"
Ich freu mich wenn ich snowboardfahrer sehe dies können (ich überleg mir auch vll. snowboarden anzufangen), nur sind das halt vll. mal 3 oder 4 von 10.
 
@ Powderjunkie: Hmm... weiss ned, was du hast... ich fahr Snowboard, fahre gerne Schlepper und auch ohne Probleme Tellerschlepper. Vorallem mit den Leitner Schleppern kann ich ewig fahren. Die sind dem "Weltmarkführer" vom Fahrkomfort meilenweit voraus.
Und der Fuss ist gefälligst aus der Bindung zu nehmen. Hab dermassen viele Boarder in SLten gesehen, die rausfliegen und dann wie die Käfer in der Lifttrasse rumlieg und erst Hinten aus der Bindung rausmüssen um aufzustehen und aus dem Weg zu gehen.... Aber egal, bin ja eh anderst...


@ Bashing: Noja, das übliche halt.... aber bald wirds wohl vom Skifahrer vs. Freestyleskier abgelöst, die gerne relativ unkontrolliert durch die Gegend hüpfen/fahren...

@ Unfall: Sogar dem erfahrendsten Skifahrer kanns passieren, dass in der Lifttrasse der Ski verschneidet und er absegelt. Bei eisigen Bedingungen gehts da ganz schnell abwärts. Trotzdem sehe ich auch die Tendenz, dass zuviele Anfänger auf Pisten fahren, wo Diese nicht hingehören, bzw. völlig ohne Pistenregeln irgendwie rumheizen. Hab in Sölden am 1.Mai aber auch den Nachwuchskader des DSV samt dem Neureuther zusammengeschrieen, weil se auf einer vollen Piste im Renntempo zwischen den Leuten durchgeheizt sind und dahinter die Anfänger aus Schreck umgefallen sind.(Blaue Piste, abgesperrter Teil für die Rennfahrer wäre sogar leer gewesen...)
 
alex96 schrieb:
Das Problem ist halt dass der Anteil an Snowboardanfängern die auf richtigen Pisten fahren höher ist als der Anteil von skianfängern.

Naja da bin ich anderer Meinung. Die letzten Ausbildungszahlen für Ski/Snowboardlehrer in meinem Verband sprechen eine ganz andere Sprache. Es werden fast 5-6 mal so viele Skilehrer wie Snowboardlehrer ausgebildet. Da liegt keine Beschränkung vom Verband vor, es werden einfach nicht mehr benötigt. Ich sehe es auch bei der Snowboardschule bei uns am Lift die auch deutlich weniger Kurse mit weniger Personen durchführt. Die Nachfrage nach dem Snowboarden ist momentan sehr schlecht.

HBB schrieb:
Es gab keine Zauberteppiche etc. - das Erste, was man lernte, war der Brettelsschritt, um den Hang hochlaufen zu können - und bevor man nicht den Pflugbogen konnte, war mit Liftfahren eh nichts drin.

Genau das ist heute das Problem. In der zwischenzeit werden sogar EUBs gebaut das die Skischulen besser den Berg hochkommen.

Ich bin dafür einen Skiführerschein einzuführen, für alle, egal wie lange man schon Skifährt.
 
Whistlercarver schrieb:
Ich bin dafür einen Skiführerschein einzuführen, für alle, egal wie lange man schon Skifährt.
und was soll der bringen??? bzw. was passiert, wenn ich keinen habe??? Zwangsnachsitzen am Übungsschlepper oder Ordnungswidrigkeit???

für die meisten ist das ein Urlaubssport! Sei doch froh, dass blutige Anfänger nicht einfach ohne irgendeine Regel zu kennen auf die Piste gehen sondern zwangsweise in einen Skikurs müssen, um den Sport zu lernen. Das reicht doch!

und an der Ostsee oder im Freibad muss man auch einen Schwimmführerschein dabei haben? "Ne, nur Seepferdchen geht mal gar nicht, damit dürfen Sie höchstens in den Whirlpool!" (schließlich könnte man ohne Führerschein ja zu weit rausschwimmen)

genau so ne schlaue Idee wie ein Hamburger Politiker, der Kennzeichen für Fahrräder vorgeschlagen hat :roll:
 
Foto-Irrer schrieb:
Whistlercarver schrieb:
Ich bin dafür einen Skiführerschein einzuführen, für alle, egal wie lange man schon Skifährt.
und was soll der bringen??? bzw. was passiert, wenn ich keinen habe??? Zwangsnachsitzen am Übungsschlepper oder Ordnungswidrigkeit???

Du bekommst einfach keinen Skipass und gut ist.

Foto-Irrer schrieb:
Sei doch froh, dass blutige Anfänger nicht einfach ohne irgendeine Regel zu kennen auf die Piste gehen sondern zwangsweise in einen Skikurs müssen, um den Sport zu lernen. Das reicht doch!

Mir wäre es neu das es einen Skischulzwang für Anfänger gibt.
Es sind sehr viele ohne Skikurs auf den Pisten unterwegs, glaub mir. Und ich sage mal so pauschal mehr als die Hälfte aller alpinen Schneesportler kennt die FIS-Regeln nicht.

Der Skilehrer möchte ja auch Geldverdienen oder? :wink: 8) :oops:

P.S. Könnte man den Thread nicht irgendwie aufteilen?
 
Aber wer hätte denn de facto ein Interesse daran, dass es einen solche Passpflicht gibt? Tourismusverein? Liftgesellschaft? Hotelerie?
Und glaubst du, dass im Falle eines solchen Passes die Anzahl an Unfällen wirklich signifikant abnimmt? Fährt jeder von uns strikt 50 in einer Ortschaft?
Skipass bekommst Du doch bereits jetzt abgenommen, wenn Du rücksichtslos fährst, gesperrte Pisten befährst o.ä.

Zugegeben, ich habe mir das Snowboardfahren auch von meinem Bruder beibringen lassen, aber ich kenne keinen Skifahrer aus dem privaten Umfeld, der das sich hat von einem Bekannten beibringen lassen. Ich dachte immer, dass Skifahren viel zu kompliziert sei, sodass es nur durch einen Skilehrer beizubringen ist.

Ich kann mich übrigens nicht konkret erinnern, dass mir als Dreibierkistenhoch die FIS-Regeln beigebracht wurden.

bzgl. aufteilen wurde das Thema bestimmt schon x-mal durchgekaut...
 
Leider muss man feststellen, dass es immer weniger Leute gibt, die die FIS-Regeln kennen. Das kann man tagtäglich auf den Pisten sehen. Obwohl ich das nicht verstehe: Die Regeln sind ja nicht so kompliziert, dass man ein abgeschlossenes Hochschulstudium bräuchte, um sie zu verstehen - im Gegenteil, auf die meisten könnte man auch von selber kommen, weil es eigentlich Selbstverständlichkeiten sind. Außerdem sind die Regeln ja an vielen Stellen publiziert - oft sind sie sogar in den Pistenplänen abgedruckt. Insgesamt also schon unverständlich, dass die so wenige kennen.
Aber es stimmt schon: Macht man einen Schikurs, dann wird einem das richtige Verhalten vom Schilehrer beigebracht; das bleibt dann wahrscheinlich eher hängen, als wenn man die Regeln irgendwo mal liest.
 
Komisch, ich stelle eigentlich genau das Gegenteil fest,...
 
HBB schrieb:
Macht man einen Schikurs, dann wird einem das richtige Verhalten vom Schilehrer beigebracht.

....dann bist du wahrscheinlich noch nie in ein nach "Dienstschluss" zu Tal rasendes Rudel sog. Skilehrer geraten!
Sogenannt deshalb, weil Lehrer = Vorbildfunktion. Trifft wahrlich nicht auf alle zu.
 
Pistencruiser schrieb:
HBB schrieb:
Macht man einen Schikurs, dann wird einem das richtige Verhalten vom Schilehrer beigebracht.

....dann bist du wahrscheinlich noch nie in ein nach "Dienstschluss" zu Tal rasendes Rudel sog. Skilehrer geraten!
Sogenannt deshalb, weil Lehrer = Vorbildfunktion. Trifft wahrlich nicht auf alle zu.

Muss ich zustimmen: Vorallem die Schischulen in Flachau geben da ein sehr unrühmliches Beispiel ab (was an der Qualität des Unterrichts an sich nicht viel ändert)

Allgemein hab ich das Gefühl, dass heute weniger Leute unterwegs sind die die FIS-Regeln garnicht kennen - Aber halt auch viele die nur so halb drauf achten.
 
Ja das ist ein Wahnsinnslift. Habe ihn einmal gefahren und da hatte es total viel Schnee, sodass bei der "Einfahrtstütze eine richtige Kuppe war, wo es danach (im Ausstieg) Bergab ging.

Ich kann mir das gut vorstellen, du bügelst auf Höhe der Stütze ab, passt kurz nicht auf, der Schwerpunkt verlagert sich nach hinten und tschüss...

Auch die These mit zu zweit fahren is sicherer is quatsch. Eher im Gegenteil. Alleine im Schlepper kannst du quasi schlafen, zu zweit ist es ein Kampf.

Deswegen meide ich Schleppergebiete in der Hochsaisson und/oder bei Kaiserwetter. Das is auch relativ riskant, mit nem Fremden im Lift zu fahren. Wenn das qas passiert und die Versicherung stellt sich quer und du kannst den Menschen net ausfindig machen, dann hast du richtig die A-Karte.

Ich bin ja ein großer Tellerschlepper-Beführworter, grade wegen solchen Unfällen. Beim "Abtellern" kannst du deinen Schwerpunkt maximal im Vollrausch noch nach hinten verlagern, weil du sonst nicht "Abtellern" kannst. Das wäre wesentlich sicherer!
 
peppY schrieb:
Auch die These mit zu zweit fahren is sicherer is quatsch. Eher im Gegenteil. Alleine im Schlepper kannst du quasi schlafen, zu zweit ist es ein Kampf.

Deswegen meide ich Schleppergebiete in der Hochsaisson und/oder bei Kaiserwetter. Das is auch relativ riskant, mit nem Fremden im Lift zu fahren. Wenn das qas passiert und die Versicherung stellt sich quer und du kannst den Menschen net ausfindig machen, dann hast du richtig die A-Karte.

:lach: ...wie konnten die Generationen vor uns nur die Schlepplifte überleben...langsam driftets hier ins lächerliche ab...
 
ChaosB99 schrieb:
peppY schrieb:
Auch die These mit zu zweit fahren is sicherer is quatsch. Eher im Gegenteil. Alleine im Schlepper kannst du quasi schlafen, zu zweit ist es ein Kampf.

Deswegen meide ich Schleppergebiete in der Hochsaisson und/oder bei Kaiserwetter. Das is auch relativ riskant, mit nem Fremden im Lift zu fahren. Wenn das qas passiert und die Versicherung stellt sich quer und du kannst den Menschen net ausfindig machen, dann hast du richtig die A-Karte.

:lach: ...wie konnten die Generationen vor uns nur die Schlepplifte überleben...langsam driftets hier ins lächerliche ab...

Zur Erinnerung:
Einer ist an dem Lift gestorben, eine Andere hat genau den gleichen Unfall mit schweren Verletzungen überlebt. Und grade die Zielgruppe, die ich in nem anderen Topic bereits hervorgehoben habe, lässt hier ihren sinnfreien Senf ab, anstelle konstruktiv mitzudiskutieren. Es müsste fürs Internet echt ne USB-Ohrfeigen-Machiene geben ;) Sowas kann nur ein Deutscher Stammgast von sich geben in so einem Zusammenhang...

Mal davon abgesehen gab in der Vergangenheit es, wie bereits an einigen Stellen erwähnt, zahlreiche tödliche Schlepperunfälle. Die wurden sogar tw stillgelegt und abgebaut wie im Gasteiner Tal. Also bitte!

Tante Edith: Und diese Unfälle laufen imme rnach dem selben Muster ab wie hier bei diesen Beiden geschilder. Jemand stürtzt, rutsch runter und lösst evtl noch einen Massensturz aus.

Provokationen brauchen wir hier nicht. Deshalb wurde der erste Satz gelöscht.
mfg TPD
 
Beispiel, nach genau 1x googeln:

Kind prallte gegen zwei Masten

Am 10. Februar war ein zwölfjähriges Mädchen aus Biel aus einem Skilift gefallen und rund 100 Meter einen eisigen Hang hinuntergerutscht. Beim Rutschen prallte das Kind gegen einen mit Matratzen geschützten Pfosten. Dabei verlor es seinen Helm, rutschte weiter und prallte gegen einen zweiten Masten.

Quelle: http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Toedlicher-SkiliftUnfall-Justiz-ermittelt-gegen-Angestellte/story/29502962

Also bitte, etwas mehr gegenseitigen Respekt schadet niemand, hier gehts net Kinderkacke sondern um sich ständig reproduzierende Unfälle.
 
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