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Tödlicher Unfall / Ammergauer Hochplatte

Nun, irgendwie kommt es mir diesen Sommer so vor als hätten wir in Tirol und Bayern im Schnitt jede Woche einen Toten zu beklagen. Zumindest wenn ich die Münchener Tageszeitungen so verfolge...

Schöne Grüße,
Jan
 
Ist auch alles andere als leichtes Gelände an der Hochplatte vor allem rund um den Gipfel. Ein falscher Tritt und es kann vorbei sein.
 
Im Prinzip ist die Hochplatte bis auf zwei Kraxelstellen auf der eigentlich zahmeren Südseite des Grates (trotzdem immer noch recht luftig) ein reiner Wandergipfel. Aber eben ziemlich ausgesetzt - und das eben über ein recht langes Stück auf dem man wirklich konzentriert gehen sollte.
Vllt. wird sie gerade deshalb öfter unterschätzt - Ist halt der Modegipfel der Ammergauer.
Ich geh schon gar nicht mehr hoch, weils mir an schönen Tagen einfach zu voll ist. War vor drei Jahren das letzte Mal oben.
Viele Leute wählen bei der Überscheitung die Ost-West Variante, wohl weil's durch die Wegweiser an der Roggentalgabel so ausgeschildert ist wenn man durchs Roggental ansteigt. So gewinnt man den Gipfel recht leicht und die "spannenden" Stellen erwarten einen dann auf dem Weiterweg über den Grat nach Westen wenn man nach der Gipfelrast womöglich denkt man hätte es eigentlich schon hinter sich. (Wobei der Verunglückte jedoch von West nach Ost gequert ist, also an der im Artikel beschriebenen Stelle die eigentlichen Schlüsselstellen schon hinter sich hatte.)
Ich glaube auch gar nicht das die beiden Kraxelstellen das Problem sind, sondern das Stück auf dem man knapp nordseitig neben der Gratschneide auf einem schmalen Sims entlanggeht.

Hier mal ein Video der Kraxelstelle südseitig des Grates, aufgenommen von der gegenüberliegenden Hochblasse:
Am Ende wird der Zoom aufgezogen die komplette eigentlich harmlosere Südflanke sichtabr (die andere Seite des Grates fällt nahezu senkrecht einige hundert Meter ab)
 
Klar, passieren kann immer und überall was.
Aber wenn in den Ammergauern was tragisches passiert dann meistens an der Hochplatte.
 
So schlimm sieht das jetzt nicht aus da oben. Da is der Jubigrat n anderes Kaliber :wink:
Aber bei vielen Touren die ich auch schon gegangen bin, ist weniger die technische Schwierigkeit das Problem, als vielmehr die Trittsicherheit.
Also technisch ein ganz normaler Weg... aber ausgesetzt, d.h. wenn daneben = dann weg. Da reicht schon ein steilerer Grashang mit steilem Nordabsturz auf der anderen Seite.
Gibt's in den Ammergauern auch z.B. an der Großen Klammspitze (die bin ich schon gegangen, Hochplatte kenn ich nur ausm Führer)
 
Klar, aber auf den Jubigrat verlaufen sich in der Regel aber keine "normalen" Bergwanderer. :wink:
Die Hochplatte ist schon ausgesetzter als der Klammspitzgrat, vor allem über wesentlich längere Abschnitte.
Bei der Klammspitze sind es meist kurze Stellen denen dann wieder gemütlichere Abschnitte folgen, wogegen die Hochplatte fast über die gesamte Gratschneide wirklich Aufmerksamkeit erfordert.
 
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