Im Prinzip ist die Hochplatte bis auf zwei Kraxelstellen auf der eigentlich zahmeren Südseite des Grates (trotzdem immer noch recht luftig) ein reiner Wandergipfel. Aber eben ziemlich ausgesetzt - und das eben über ein recht langes Stück auf dem man wirklich konzentriert gehen sollte.
Vllt. wird sie gerade deshalb öfter unterschätzt - Ist halt der Modegipfel der Ammergauer.
Ich geh schon gar nicht mehr hoch, weils mir an schönen Tagen einfach zu voll ist. War vor drei Jahren das letzte Mal oben.
Viele Leute wählen bei der Überscheitung die Ost-West Variante, wohl weil's durch die Wegweiser an der Roggentalgabel so ausgeschildert ist wenn man durchs Roggental ansteigt. So gewinnt man den Gipfel recht leicht und die "spannenden" Stellen erwarten einen dann auf dem Weiterweg über den Grat nach Westen wenn man nach der Gipfelrast womöglich denkt man hätte es eigentlich schon hinter sich. (Wobei der Verunglückte jedoch von West nach Ost gequert ist, also an der im Artikel beschriebenen Stelle die eigentlichen Schlüsselstellen schon hinter sich hatte.)
Ich glaube auch gar nicht das die beiden Kraxelstellen das Problem sind, sondern das Stück auf dem man knapp nordseitig neben der Gratschneide auf einem schmalen Sims entlanggeht.
Hier mal ein Video der Kraxelstelle südseitig des Grates, aufgenommen von der gegenüberliegenden Hochblasse:
Am Ende wird der Zoom aufgezogen die komplette eigentlich harmlosere Südflanke sichtabr (die andere Seite des Grates fällt nahezu senkrecht einige hundert Meter ab)