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Tödlicher Unfall auf der Harakiri

Laut Zeugenaussagen fuhr der 18-Jährige die letzten 100 Meter in Schussfahrt

Danke an mic für die Ergänzung. Jetzt wird es noch "unklarer", denn meines Wissens ist die Piste im unteren Bereich ja nicht mehr so steil und eng wie oben (normale Schneelage vorausgesetzt) ... da wäre doch Platz zum Ausweichen gewesen? / Spekulationsmodus ENDE
 
Ich kann das Leid der Eltern nachvollziehen.
Allerdings ist die Harakiri nicht die einzige steile Piste.
Auch in Obertauern wird die Gamsleiten 2 im Internet mit der zweitsteilsten Piste Österreichs beworben und hat eine eigene Homepage. Diese Piste ist auch präpariert.
Zumal die Harrakiri als schwarz markiert ist, der erste Hinweis. Bei meinem Aufenthalt war auch ein Zaun vor der Piste aufgestellt mit einer kleinen Lücke damit jeder die Hinweise, die klar und deutlich zu erkennen sind, vorher durchlesen kann. Aus diesem Grund kann ich die Kritik, die hier geäußert wird nicht verstehen. Wenn kleine Kinder die Piste herunterfahren, ist das die Verantwortung der Eltern. In diesem Fall war es ein 18-Jähriger, der die Gefahr in seinem Alter einschätzen können sollte. Hier irgendwelche Regulierungen einzuführen halte ich für völlig falsch, weil es schon genug Regulierungen gibt und die Leute sonst gar keine Verantwortung mehr übernehmen.
Zumal das Mayrhofner Skigebiet lange Zeit nicht so schwierige Pisten anbieten konnte, was häufig von guten Skifahrern kritisiert worden ist.
Ich verstehe die Werbung als Aufruf an gute Skifahrer auch das Mayrhofner Gebiet zu besuchen und um sich als Gebiet für alle Könnensstufen zu etablieren.
 
broki schrieb:
...
Ich verstehe die Werbung als Aufruf an gute Skifahrer auch das Mayrhofner Gebiet zu besuchen und um sich als Gebiet für alle Könnensstufen zu etablieren.
Ich stimme dem kompletten Rest deiner Aussagen zu, nur das hier zitierte verstehe ich nicht. Welcher gute Skifahrer lässt sich durch eine bestimmte präparierte Piste anlocken? Da brauchts entweder ein gutes Komplettangebot an langen, schön trassierten Pisten mit grossen Höhendifferenzen oder attraktive unpräparierte Pisten. Aber es kommt doch bestimmt kein guter Skifahrer wegen eines einzelnen plattgewalzten Steilhangs. Ich kann allerdings mangels Ortskenntnis den Rest des Angebots nicht beurteilen. Es erscheint mir aber unlogisch, für diese Zielgruppe in der Werbung auf eine einzelne Piste abzustellen.
 
Chasseral schrieb:
broki schrieb:
...
Ich verstehe die Werbung als Aufruf an gute Skifahrer auch das Mayrhofner Gebiet zu besuchen und um sich als Gebiet für alle Könnensstufen zu etablieren.
Ich stimme dem kompletten Rest deiner Aussagen zu, nur das hier zitierte verstehe ich nicht. Welcher gute Skifahrer lässt sich durch eine bestimmte präparierte Piste anlocken? Da brauchts entweder ein gutes Komplettangebot an langen, schön trassierten Pisten mit grossen Höhendifferenzen oder attraktive unpräparierte Pisten. Aber es kommt doch bestimmt kein guter Skifahrer wegen eines einzelnen plattgewalzten Steilhangs. Ich kann allerdings mangels Ortskenntnis den Rest des Angebots nicht beurteilen. Es erscheint mir aber unlogisch, für diese Zielgruppe in der Werbung auf eine einzelne Piste abzustellen.

Da gebe ich dir auch völlig Recht. Ich schaue mir vorher auch das Pistenangebot und auch die Höhendifferenzen an.
Ich meinte dies so, das man signalisiert, dass man nun in Mayrhofen sich auch um einen guten Skifahrer kümmert und die Harakiri nur als Beispiel nimmt, da sie sich ja als angeblich steilste präparierte Piste Österreichs gut vermarkten lässt . Wobei man einen guten Skifahrer halt definieren müsste. Ich bin halt der Meinung, dass jeder, der 1-2Wochen im Jahr intensiv Ski fährt, diese Piste gut bewältigen kann. Somit ist das auch schon ein relativ breites Publikum angesprochen. Die Piste hat nur ein kurzes steiles Stück und dann kommt auch schon ein relativ flacher Hang. Mit dieser provokativen Werbung merkt sich den Namen Mayrhofen und interessiert sich auch für das dortige Skigebiet mit z.B. solch hervorragenden Pisten wie Devils Run oder auch die Panoramaabfahrt. Ich hoffe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt zu haben. :wink:
 
1. mein herzliches beileid an die eltern.

2. zur werbung: ich wundere mich eigentlich nur, dass sich durch die werbung so viele schlechte skifahrer anlocken lassen.
ich vergleiche das ganze mal mit gamsleiten 2 in obertauern. die piste dort ist auch sehr steil - wenn man will. allerdings gibts auch eine umfahrung und flachere pistenstücke, also auch durchaus für nicht soooo gute skifahrer bewältigbar. und obwohl man nur hin und wieder mit "einer der steilsten pisten in den alpen" (oder in der art) wirbt, hat ein großteil der leute extremen respekt und traut sich gar nicht da raufzufahren. k.a. woran das liegt... vernünftiger im allgemeinen sind die leute in obertauern wohl eher nicht.
vielleicht liegts daran, dass man nicht mehr zurück kann, wenn man mit der bahn einmal raufgefahren ist. bei der harakiri könnte man sich ja vorher denken: "ich kann nach dem flachen stück ja immer noch zurück..." (was dass im endeffekt natürlich niemand macht).

meine meinung zur werbung ist aber allgemein, dass jeder selbst für sich verantwortlich ist. es wäre lächerlich, jede werbung zu verbieten, die für etwas gefährliches oder für etwas, das nur von einem kleines prozentsatz der bevölkerung bewältigbar ist, wirbt. nur "I survived Harakiri" ist wohl nicht mehr angebracht...
 
Jeder kann die Piste vorher sehen. Man muss zunächst den Knorren Lift nehmen um überhaupt zur Harakiri zu kommen. Das steilste Stück sieht man aus der Sesselbahn optimal. Oben hat man dann die Wahl zwischen einer sehr leichten Piste und eben der Harakiri. Deswegen weiß auch jeder auf was er sich da einläßt.
 
Also falls mal jemand in Zinal die Talabfahrt gefahren ist, der weiß dass es noch deutlich steilere Pisten (die dürfte über ein längeres Stück so 45° haben) gibt die auch präpariert sind. Auch im Nachbargebiet Grimentz gibt es Pisten die genauso steil sind wie Harakiri und präpariert.

Allerdings wurde es in Zinal auf der Talabfahrt besser gelöst als auf der Harakiri. Tempobolzen ist nur für absolut versierte Profis (Rennskifahrer) drinnen da man nicht gerade runterfahren kann - da alle 50m über die Hälfte der Pistenbreite Fangnetze (also mitten in der Piste) gespannt wurden. Ohne diese Fangnetze hätte die Piste sicherlich ein paar Tote pro Jahr - dank Fangnetzen ist es viel ziviler. (man kann nie weiter als 100m fallen, da man dann im Netz landet - und das tun sehr sehr viele Skifahrer und Boarder. Daher sinkt auch die Gefahr von stürzenden Leuten erwischt zu werden - Hinsetzen oder stehenbleiben tut man dort unterhalb der Netze aus gutem Grund.
Die beiden anderen steilen Pisten in Zinal (Barhelemey und die Corne) sind dagegen komplett Schilderfrei - bei Sturz und eisigen Verhältnissen (sehr selten da über 2600HM und kein Kunstschnee) würde man aber auch bis 180HM runterfliegen. Zum Carven für Könner sind die Pisten trotzdem genial. Ich freue mich über jede Piste die steil und breit ist bei guter Pistenpflege.
 
Und wer ernsthaft einen Geschwindigkeitsrekord für sich aufstellen möchte sollte eh auf eigene Speedstrecken gehen. Auf einigen kann man als guter Skifahrer nach Anleitung und kurzen Testfahrten an sein Limit gehen - mit ausgeliehen Speedskiern in über 250cm Länge - für sowas würde sich die Harakiri eh nicht eignen - ist also wirklich nur was für Poser. Wenn man die Beiträge dort im Harakiri Forum ließt scheint es echt eine Lieblingspiste für Anfänger zu sein um im Pub zu prahlen.
 
extremecarver schrieb:
Also falls mal jemand in Zinal die Talabfahrt gefahren ist, der weiß dass es noch deutlich steilere Pisten (die dürfte über ein längeres Stück so 45° haben) gibt die auch präpariert sind. Auch im Nachbargebiet Grimentz gibt es Pisten die genauso steil sind wie Harakiri und präpariert.

Allerdings wurde es in Zinal auf der Talabfahrt besser gelöst als auf der Harakiri. Tempobolzen ist nur für absolut versierte Profis (Rennskifahrer) drinnen da man nicht gerade runterfahren kann - da alle 50m über die Hälfte der Pistenbreite Fangnetze (also mitten in der Piste) gespannt wurden. Ohne diese Fangnetze hätte die Piste sicherlich ein paar Tote pro Jahr - dank Fangnetzen ist es viel ziviler. ...

Hier gibts ein Bild von der Fangnetz-Lösung in Zinal (Beitrag vom 31.3.2006, 19.03 Uhr).
 
Ne Frage zur Harikari Piste-- iss die vergleichbar mit der Diritissima / Jufen,Kitzbühel-- oder etwa der Zwölfer Nord oder Schattberg in Saalbach Hinterglemm ? oder was gibts n no-- Salvenhang nach Söll ? Kreuzjoch in Garmisch ? -- ich hab eigentlich bei Super Schnee vor keiner Abfahrt angst-- jedoch wenns eisig sein könnt, dann is bei mir vorbei mit dem Spass. Vielleicht sollte man bei den heurigen Schneeverhältnissen solche Pisten einfach sperren-- wenn s nimmer griffig iss, und auch tagsüber mal durchwalzen. Außerdem die Idee find ich net schlecht, daß ma so wie bei ner Sommerrodelbahn ne Ampelschaltung einführt-- daß net zuviele gleichzeitig reinfahrn.
Ansonstn, ich kann s mir sehr gut vorstellen, daß sowas n Reiz für Mutproben iss-- wer sich net traut, wird als Looser bezeichnet-- und das möcht natürlich keiner. ich glaub, ich schau mir das auch mal an-- aber da möcht ich in der Früh der erste sein ( der wos auffifahrt) -- i denk mal, einmal reicht...
 
Wir diskutieren hier über reisserische Werbung und haben ein Threadtitel, der genauso ist!
 
^^Was wäre den der richtige Text?
 
Beispielsweise "Tödlicher Unfall auf der Harakiri" oder "Unfall auf der Harakiri mit tragischem Ausgang". "Der Tote auf der Harakiri" tönt für mich eher nach Krimititel.
 
paßt- habe es oben geändert!
mic
 
YESHAR schrieb:
Laut Zeugenaussagen fuhr der 18-Jährige die letzten 100 Meter in Schussfahrt

Danke an mic für die Ergänzung. Jetzt wird es noch "unklarer", denn meines Wissens ist die Piste im unteren Bereich ja nicht mehr so steil und eng wie oben (normale Schneelage vorausgesetzt) ... da wäre doch Platz zum Ausweichen gewesen?

Nö, das kann durchaus sein.

Gerade heute Nachmittag wieder gesehen: Jemand verliert im steilen Teil bei recht hoher Geschwindigkeit die Kontrolle und kommt nicht mehr zum Halten, schießt durch den ersten flacheren Teil durch (im Schuss, aber mit Hintern direkt auf den Ski), verliert einen Ski und kann dann, wo die Piste eine leichte Linkskurve macht, im "Tief"schnee den verbleibenden Ski rumreißen und bremsen.
 
^^ Weiß jetzt nicht obs der selbe war, aber habe dieses oder ein ähnliches Spektakel heute auch gesehen. Oben gestürzt und ab geht die "Fahrt" ... kein Halten ... keine Chance ... da bist nur noch Passagier und hoffst wohl bald unten anzukommen. Ich habe mir das heute nicht angetan, da ich die anderen Pisten auf dieser Seite schon recht vereist fand.
 
Zum Thema Gamsleiten 2: bin die am Freitag erstmals gefahren: genialer Steilhang, Gott sei Dank nicht gewalzt, reine Buckelabfahrt mit Tiefschnee an den Rändern. Aber auch hier fahren Leute, die dort besser (noch) nicht fahren sollten (relativ kleine Kinder). Präpariert fände ich sie aber nur halb so spannend.
 
So einen Höllenritt hatte ich auch schonmal hintermir.

War aber auf dem Rettenbachgletscher in Sölden.

Da gibt es zum Glück keine Hinternisse gegen die man Rutschen könnte.
 
Für mich war es von Anfang an nur eine Frage der Zeit, bis da etwas schlimmes passiert.

Die Piste ist SEHR steil und sie hat keinen seitlichen Auslauf. Ganz im Gegenteil - wenn man seitlich abfliegt, dann kann man da ja sogar noch gegen die Lawinenzäune prallen.

Ich würde mir deshalb wünschen, dass man dort mehr für die Sicherheit tut - z.B. Fangnetze vor den Lawinenzäunen.

Natürlich sollte zudem jeder Skifahrer sein Können realistisch einschätzen. Falscher Mut ist da fehl am Platz!

Ob der junge Mann nun vom Können her mächtig war die Piste zu fahren oder nicht, dies geht für mich aus dem Artikel nicht hervor. Letzten Endes ist dies auch bedeutungslos - der Vorfall ansich ist tragisch!
 
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^^ Bild der Harakiri von der Seite als Ergänuzung su Wiedes Aussagen ...
 
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