Interessanter Thread
Ich meine, Publikum und Ort existieren und beeinflussen sich wechselweise.
So meide ich eher Orte, in denen abends Besoffene 'A' herumlaufen - da ja für diese eine entsprechende Anzahl an üblicherweise aufdringlicher Gastroinfrastruktur 'B' in das Dorf gestellt wird. A und B korrelieren in vielerlei Hinsicht. Sei es in Anzahl, sei es im Auftreten.
Ebenso finde ich Orte wenig ansprechend, in denen die üblichen Franchising-Ketten wie Intersport etc. mit den immer gleichen ebenso aufdringlichen Corporate Identity Ausprägungen (Shops, Fahne, Werbeplakate) werben.
Orte, in denen Hotels um die fürchterlichste pseudo-Heidifassade wetteifern- geht ebenfalls nicht. Kühtai.
Am spannendsten hingegen sind Skiorte, die eigentlich keine Skiorte sind. In denen neben dem Tourismus im signifikanten Masse "normale" Wirtschaftsmechanismen wirken, weil zB. die Skisaison kurz ist, oder wenig erträglich ist (Orte Südalpen zB.).
Auch Orte die die Hochblüte des Tourismus bereits hinter sich haben finde ich nett oder oft besonders spannend.
Ebenso gerne sehe ich Orte, die weniger fokussiert auf das Abschöpfen jeglicher nur erdenklichen touristischen Einnahmequelle aus sind, und damit insgesamt eher zurückhaltend auftreten - was zB. in der Schweiz noch recht häufig auffindbar ist heute.
Und ja, die kulinarischen Fähigkeiten sollten kulturtreibend sein, und zwar im positiven Sinne. Also eher nicht aus der Fritteuse oder vom Gastroservice stammen.....
Doch, gibts.
Orte wie Saalbach, Zillertal? Mamma mia.... Selbst Zell am See zur Hochsaison, Hilfe.
Der Trend geht ja allgemein hin zu "pluggable" Fussgängerzonen. D.h. Orte die sich derart ähnlich sind, dass es keinem auffallen würde, wenn durch einfaches herausnehmen zB. der FuZo aus Ort A und hineindrücken selbiger in Ort B das halbe Dorf getauscht würde....
Aber ja, subjektiv alles, Kulturabhängig und so...von der eigenen und der anzutreffenden.
Subjektiv gibts kein Richtig und Falsch.
Eine Negativhitliste? So böse bin ich nicht
