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Tourenski-Ausrüstung

Winter210 schrieb:
Vielen Dank für eure ersten Einschätzungen. Ich werde mir eure genannten Empfehlungen mal näher anschauen, auch wenn ich noch groß keinen Plan habe, auf welche Eigenschafen und Merkmale ich achten muss....
Wie schon in den anderen Beiträgen angerissen, gibt es beim Tourengehen verschiedene Schwerpunkte. Mehrtagestouren, viele Aufstiegs-HM am Tag oder eher weniger, oder doch eher Abfahrtsorientiert.

Bedenke, dass Du beim Tourengehen ca. 70% der Zeit mit dem Aufstieg verbringst.

Liegt Dein Schwerpunkt auf kurzen Aufstiegen und knackigen Abfahrten, dann dürfen Schuhe, Bindung und Ski etwas schwerer sein. Willst Du aber eher viele HM machen oder Mehrtagestouren gehen, dann zählt halt jedes Gramm. In der Range von 500 - 1.500 HM liegt halt auch die Grenze zwischen beiden Welten.

Manche Bindung bieten aufgrund von Leichtbau bei der Abfahrt nicht genügend Halt, sie sind einfach zu "flatterig". Bequeme und leichte Schuhe vermiesen einem den direkten Kontakt zum Ski. Stabilität auf hartem Untergrund gelingt beim Ski nur selten ohne Titanal und Titanal wiegt nun einmal. Auch, wenns am Ende nur 100 Gramm sind, wenn Du 1.500 Meter aufsteigst, dann merkst Du die. Gleiches gilt für Skilänge und -breite. Breite Ski schwimmen leichter im Tiefschnee auf, lange Ski bieten auch mehr Auftrieb und Stabilität. Mit langen Ski werden Spitzkehren beim Aufstieg schwieriger und generell gehen Breite und Länge aufs Gewicht.

Material beim Tourengehen ist meist ein Kompromiss zwischen Spaß bei der Abfahrt und Leid beim Aufstieg. Wenn Du Dir erst mal klar darüber geworden bist, wo Dein Schwerpunkt liegt, dann wird die Wahl leichter.
 
Winter210 schrieb:
Also im Optimalfall sollten Ski und Schuhe für Aufstiege von 500hm bis 1500hm geeignet sein. Vorzugsweise nicht auf Pisten hochlaufen und auch nicht auf Pisten hinunterfahren, sondern im Gelände. Aufstieg soll zumeist mit den Ski erfolgen und nicht mit einer Gondel- oder Sesselanlage.
Gipfelkreuze sind durchaus das Ziel, ja.

Wenn ich mir Dein Anforderungsprofil so anschaue, lohnt auch ein Blick auf den Völkl Rise Beyond 96.
https://www.alpin.de/tests-produkte/50391/produkttest_produkttest-2021-19-freetourer-getestet.html
https://www.youtube.com/watch?v=zuxJAjwAU0Y
https://www.youtube.com/watch?v=KPtX_B-VB_4

Weiterer Vorteil: solltest Du ihn bei der Abfahrt mal "verlieren", so findest Du ihn aufgrund seiner Farbe schneller im Schnee ... :wink:

Ebenfalls empfehlenswert ist der Kästle TX 93. @Arlbergfan fährt einen Kästle und ist ganz begeistert. 8)
 
Da die wenigsten hier vermutlich zahlreiche Ski im Test durch die Saison fahren wirst du eher nur subjektive Meinungen von "begeisterten" hören. Hier mal mein Beratungskatalog:

  • Skilänge: Wenn größer als Körpergröße wirst du dir schwer tun mit Spitzkehren, aber es zählt auch "Länge läuft". Ebenso ist ein längerer Ski tendenziell schwerer zu drehen, erlaubt aber höhere kontrollierte Geschwindigkeiten
  • Mittelbreite: Umso breiter, umso mehr Auftrieb und Steuerqualität im Powder/Slush. Hingegen umso weniger Grip und Halt auf Eis und beim schrägen Aufstieg. Über 100mm Mittelbreite ist für einen Tourenski viel zu viel. Unter 85 schon fast zu wenig. Unter 85 würde ich nur gehen, wenn du hauptsächlich "Skigebietstouren machst"
  • Skikern: Titanal hat besten Grip und hervorragende Dämpfung bei schneller Fahrt, ist zum Droppen und Landen in variablem Gelände aber fürchterlich, zudem sehr schwer. Carbon ist hingegen leicht, der Ski neigt aber bei Kantenbelastung auf festem, eher gefrohrenen Untergrund zum schlagen. Je leichter der Ski umso biegsamer ist er.
  • Bindung: Tech oder Rahmenbindung ist die Frage. Tech ist deutlich leichter auch hier gibt es diverse Abstufungen wie Low Tech, Hybrid usw. aber Droppen brauchst du damit nicht. Die Pins reissen dir einfach aus dem Schuh. Wenn du das sowieso nicht vor hast, dann sollte dir nur Bewusst sein, dass die meisten Tech Bindungen nur am Hinterbacken eingestellt werden können. Gibt auch einige, die es vorne können diese sind aber schwerer und deutlich teurer. Eine Rahmenbindung hätte den Vorteil, dass du in der Regel sogar mit einer Alpin Sohle fahren kannst. Diese sind aber meist schwerer und bieten weniger Aufstiegshilfe. Im Tourenbereich hat sich die Tech eigentlich durchgesetzt. Im Freeride sind Rahmenbindungen state-of-the-Art.
  • Schuh: Umso leichter und beweglicher, umso indirekter und weicher ist der Schuh. Je weniger Schnallen, umso weicher. Mehr Schnallen, höherer Flex. Die Flex Angaben sind aber rein Marketingblabla und ein reiner Schätzwert. Mehr als 500hm würde ich mit einem Alpinschuh eh nicht aufsteigen wollen.
Für Detailantworten müssten man mehr Wissen, wie z.B. suchst du einen Schuh für Alpin und Tour oder bist du so oft unterwegs, dass zwei Paar Sinn machen. Wieviel hm und welche Art von Touren willst du gehen? Wie groß bist du? Was wiegst du? Wie sind deine Skiskills? Wie ist deine Performance? Willst du mit dem Ski auch reine Pistentage bestreiten? Deine Höhenmeterangaben sind nichstssagend. 5.000hm auf dem Slalomski in steilen Gelände mit Slalomturns sind weit anstrengender als 15.000km mit dem Allmountain mehr oder weniger die Falllinie straight nach unten ballern. :mrgreen:

Cheers
 
Ich fahre den Redster S9 und entsprechende Skischuhe dafür. Das ist mein Equipment für die Piste und damit bin ich sehr zufrieden.

Für Off-Piste habe ich hingegen nichts. Für den Aufstieg auch nichts. Deswegen benötige ich ein Tourenski-Set, um abseits der Pisten fahren und vor allem aufsteigen zu können. Die Tourenski sind also in erster Linie für das Gelände gedacht und nicht für On-Piste. Ja, ich möchte mir auch gleich Tourenskischuhe kaufen, suche also einen Schuh primär für Touren (nicht für meine Pistenski). Ich glaube zwei Paar (1x Alpin/Piste und 1x Abseits/Touren) macht Sinn, weil ich doch sehr häufig in den Bergen unterwegs bin - mindestens wöchentlich.

Touren alles zwischen 500hm-1500hm dürfte realistisch sein. Tourenart eher im freien Gelände, gerne auch mit Gipfelkreuz. Das Hochlaufen auf Pisten sollte eher die Ausnahme darstellen. Größe: 180cm, Gewicht: 65-70kg. Nein, mit den Tourenski möchte ich keine reinen Pistentage bestreiten, dafür habe ich meinen Redster. Mit dem Tourenski möchte ich Touren gehen und bei entsprechendem Neuschnee auch mal abseits der Pisten im Tiefschnee unterwegs sein. Meine Skifahrskills auf der Piste schätze ich als sehr gut ein; gerne Kurzschwung und Speed. Abseits der Piste sind meine Skills mangels Erfahrung bisher bescheiden.
 
Mit den Informationen kann ich mehr anfangen. D.h. du suchst nach nem powerorientierten Tourenski 8) Würd da an deiner Stelle auf um die 90er Breite gehen und 175-185cm nehmen.

Was da in Frage kommt ist ein Ski ohne Titanalplatte der aber bei deinem Gewicht nicht bock steif sein muss. Würd da eher in Richtung Carbon Layer gehen. Hier ein paar zur Auswahl:

  • Armada Declivity 88 C in 176 oder 184cm (Verspielter Ski, gute hardpack Performance)
  • Völkl Rise Beyond 96 in 177 oder 184cm (Eher weicher als der Armda dafür breiter und mehr Powderperformance)
  • Salomon MTN Explore 95 in 177 oder 184cm (Super leichter Tourenski, gute hardpack Performance aber drehunfreudiger wie Armada und Völkl)
  • Scott Scrapper 95 in 178 oder 184cm (Ähnlich dem Salomon aber der laufruhigste Ski der Saison in dem Segment)
  • Dynastar M-Tour 99 in 178cm (Der breiteste in dem Segment, mit super Pow/Slush Performance, schwächen im Hardpack)
  • ZAG H96 PATROL in 176 oder 182cm (Schwer zu bekommen, steifer als die anderen, aber mit der besten Freeride Perfromance in Gelände mit durchmischtem Schnee)

Andere Hersteller haben auch noch viele gute Ski. Die Liste ist aus unserem Test letzte Saison entstanden. Spiegelt die Meinung von FWQ Fahrern wieder. Es gilt als Anhaltspunkt.

Bindungen:
  • Fritschi Vipac Evo 12
  • Atomic Shift 13
  • Marker Kingpin 13

Schuh:
Der muss als erstes Mal passen! Scarpa Freedom SL, Salomon Shift Pro oder Lange XT3 wären mal ein paar zum Probieren. Flex musst du schauen, was dir lieb ist und welcher davon am besten passt! Lass dich nicht von den Flexwerten beeinflussen! Da würde ich nach deinem aktuellen Schuh als Vorbild gehen. N ultraleichter Tourenschuh bringt dir nicht viel, wenn du Power hast. Ist zwar beim Aufstieg etwas mühseliger aber dafür beim runterfahren ist die Kraftübertragung besser. Auf keinen Fall einen weichen Schuh mit nem harten Ski kombinieren, da wirst du nicht viel Spaß haben ;)
 
Ich war vor 2 Jahren an einer ähnlichen Stelle wie der Threadersteller. Vielleicht schon einen Schritt weiter, da ich nach 25 Jahren Slalomski auch mal was fürs Gelände wollte und mir so circa 2012 rum dazu eine Ausrüstung zulegte. Und da kam zuerst ein Salomon BBR, der dann in der Saison drauf mit einer Fritschi Scout und Fellen aufgerüstet wurde – und ein Scarpa Freedom SL (der aber eher bequem und nicht passgenau ist). Und klar, auch gleich LVS Ausrüstung und Airbag. Damit waren 500hm bis 800hm bergauf gut möglich, viel mehr aber nur bedingt bzw. Mit Schmerzen.

Da ich eher der Kurzschwinger bin, achtete ich beim Informieren im Internet auf Drehradius und Drehfreudigkeit. So kam dann ein Dynastar Cham raus. Mit den 88mm unter der Bindung beim BBR ERfahrung wollte ich etwas mehr, also war ich im 95 bis 100mm Bereich. Mehr wollte ich nicht, aber das ist wohl Geschmackssache. Bei der Bindung wollte ich was mit nem Backen hinten, damit es hält. Und beim Schuh sollte es stabil, aber etwas leichter sein.

So fuhr ich mit Scarpa Schuh – Dynastar Ski und Fritschi Tectron (hat ein Kumpel und ist zufrieden) tief ins Gesicht geschrieben nach Penzberg (Sport Conrad). Ich schnappte mir einen Verkäufer, erzählte kurz, was ich brauche und machen will, dann fing es gleich mit dem schwersten Thema an: Schuhe. Nach sicherlich 1 bis 1,5 Stunden wurde es dann ein Tecnica G Zero. Passt sehr gut, passt genau (da reibt nix), bequem ist er aber nicht (keine Schmerzen). Vom Gewicht her etwas leichter als der Freedom, aber auch noch recht hart.

Bindung war schnell erledigt, beim Ski hatte ich dann Pech. Das letzte Paar Dynastar war reserviert, da ich nicht ohne Ski heim wollte (und auch nicht wieder 1,5 Stunden hin und zurück fahren wollte), schauten wir dann, was noch da war. Meine Forderung nach Kurzschwung und normales Tourengewicht brachte dann den Salomon MNT 98 hervor. Und mit dem bin ich aktuell immer noch sehr zufrieden! Ist recht verspielt, dreht sehr gut. Und mit der Breite schwimmt er angenehm auf, aber man schwimmt nicht ganz oben drauf (will ja auch noch was vom Tiefschnee haben).

Was ich damit sagen will: sich vorher informieren macht Sinn, aber man muss dann auch mal in ein Fachgeschäft fahren und dort sich beraten lassen.
 
Es empfiehlt sich, alle genannten abfahrtsorientierten Skitourenstiefel unter der angesprochenen professioneller Beratung anzuprobieren.

Da du gerne Speed fährst, nimm einen Ski in 180, für sauber ausgeführte Spitzkehren ist das problemlos handelbar.

Da du keinen Ski für Piste suchst, nimm natürlich keinen Allmountain mit Schwerpunkt Piste. Also wahrscheinlich nichts mit Titanal.

Du bist nicht so schwer mit 67 kg, also nimm keinen zu hart abgestimmten Ski. Dennoch meine ich dass der Ski Kantenhalt bieten muss für Firn und eisige Bedingungen, denn diese bringen auf Skitour Absturzgefahr mit sich, der Ski darf hier nicht versagen. Ich hab einen alten Scott Superguide 95, der hier super verläßlich ist (ich wiege 77 kg). Der hat auch genug Fläche mit 128-95-116 um noch im steilen nicht so tiefen Pulver gut aufzuschwimmen. Wo dieser Ski versagt, ist im ebenfalls verletzungsträchtigen Harsch/Bruchharsch. Da frißt er fest mit dem sauharten Heck und bockt unberechenbar. Im Bruchharsch hilft Fläche (BreiteXLänge), etwas Taper und Rocker, auch etwas Rocker hinten! Wegen der Gefährlichkeit würde ich den Ski zuerst auf harte Bedingungen, Eis, Harsch und Bruchharsch abstimmen. Auftrieb für Pulver, also möglichst große Fläche aber im Hinterkopf behalten. Da du gerne Kurzschwünge fährst, sollte der Ski keinen großen Radius haben, sondern mittelklein, zu klein kann unruhig werden oder starke Taillierung kann sich im Bruchharsch festfressen. Da du nicht so schwer bist, sollte Schaufel und Heck nicht zu hart sein, dass du sie noch in kleine Radien zwingen kannst. Trotzdem sollte der Ski wie gesagt Kantenhalt besitzen und genug Härte/Masse für deine Geschwindigkeiten.

Fischer Ranger, Dynafit Beast in 98 könnten auch interessant für dich sein. z.B. Der genannte Dynastar Cham 97 und der genannte ZAG H96 Patrol bestimmt auch. Entscheidend ist selbstverständlich auch, was gerade günstig zu haben ist.

Bindung reicht bei deinem Gewicht und bei 98 mm bspw. Fritschi Vipec, denke nicht mal, dass du ne Tecton brauchst.
 
Großartig, ich danke euch :)

Eine Frage noch:
Ich sehe gefühlt an jeder Ecke den Atomic Backland. Der scheint wohl ziemlich beliebt zu sein.
Wieso hat von euch keiner diesen Tourenski empfohlen? Wo ist der Haken? :)
 
Achtung, reine Papier Meinung (kenne beide nicht selber):
Spricht nix gegen. Dürfte ähnlich dem Wayback sein, nicht viel mit falsch zu machen.
Ist vielleicht auch ne Regionale Frage, ob man eher auf den Atomic oder den K2 stößt...
 
der backland 95 ist sehr leicht, da du aber nicht so schwer bist, und man eh auch irgendeinen leichten ski braucht, ist das gewiß im rahmen.

auf dem papier fällt der ski genau ins beuteschema universeller tourenski. es gibt etliche gut geeignete ski, die nicht genannt wurden, alle namhaften marken haben was in dem segment.

beim skistiefel keine kompromisse machen, bloß kein rennschühchen. auch bindung kann man dem ski was spendieren. damit hat man dann auch noch etwas substanz, dass es einen nicht ganz so durchschüttelt auf jeder art harter ungeschmeidigkeiten.

greif zu, die grobe richtung stimmt, den idealsten feinabgestimmtesten ski findet man wohl eher nach etlichen jahren. spielt auch keine rolle solange man nicht grob daneben greift.
 
Ich werfe mal die Kore Modelle von Head ins Rennen. Da kommen jetzt auch eigene Kore Tour Modelle aber die normalen Kore fahren sich auch sehr gut, einfach Tourenbindung rauf und los gehts.
 
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Kann ich nur unterschreiben, Head Kore 99 . Ich bin sehr zufrieden, egal ob auf der Piste oder im Gelände 👍👍
 
Ich fahre den Head Kore 89 als Allmountain, also mit Alpinausrüstung auf Piste und offpiste.
Für einen Alpinski sehr leicht und dennoch laufruhig, eben auch in zerfahrenen Bedingungen.
Gleichzeitig sehr drehfreudig im Gelände. Ein genialer Ski :biggrin:
Als reiner Tourenski vielleicht einen Tick schwer, aber enorm viel Potenzial wenns auch mal auf die Piste soll. Als Tourenski würde ich dann aber auch den 99er nehmen!

Gruss,

der Lange
 
Auf der Piste finde ich den Kore 99 Ok aber nicht mehr, ansonsten geiler Ski. Für Piste hab ich momentan noch einen Blizzard Bonafide, der geht richtig gut. Manche fahren den auch im Gelände aber da komme ich nicht klar damit, da geht der Kore schon um Welten besser.
Ich möchte mir den Kore99 dann auch als Tourenski holen aber erst nächste Saison als Kore Tour, der ist dann nochmal leichter.

Momentan hab ich eher das Problem, dass mir beim Skifahren im Gelände die Füße extrem zum Schmerzen beginnen. Ich hab sonst nirgends Probleme aber je nach Bedingungen muss ich nach 2 runs wieder auf die Piste und die Füße erholen sich auch kaum mehr. Beim Pistenfahren oder auch mit Snowboard im Gelände kein Problem. Es ist auch nicht jedes Mal aber irgendwie immer öfter. Jetzt lass ich mir mal neue Einlagen machen und wenn das nichts nützt dann wohl einen neuen Schuh. Hab da mal den Head Kore 2 ins Auge gefasst, der ist wirklich leicht und passt vom Trocken probieren her auch.
 
ralleycorse schrieb:
Ich fahre den Head Kore 89 als Allmountain, also mit Alpinausrüstung auf Piste und offpiste.
Für einen Alpinski sehr leicht und dennoch laufruhig, eben auch in zerfahrenen Bedingungen.
Gleichzeitig sehr drehfreudig im Gelände. Ein genialer Ski :biggrin:
Als reiner Tourenski vielleicht einen Tick schwer, aber enorm viel Potenzial wenns auch mal auf die Piste soll. Als Tourenski würde ich dann aber auch den 99er nehmen!

Gruss,

der Lange

Meinst Du 87 oder ist der 89er ein älteres Modell?

Fahre seit dieser Saison den 87er als Alpinski (nicht Tourenski) und kann mich Deiner Meinung anschließen (Länge 180cm bei Körpergröße die paar cm höher ist). Der Vergleich mit meinen schon etwas durchgenudelten und gebraucht gekauften Pistencarvern ist natürlich schwierig. Aber für meinen Einsatzzweck scheint er mir schon sehr gut zu passen. Meistens auf Piste, wo er zum genussvollen Carven mit mittleren Radien gut passt. Natürlich ist das nichts für Kurzschwünge, das war klar. Aber ansonsten ist das Carven nicht schwieriger geworden in dem Sinne dass ich deutlich mehr Kraft aufwenden oder eine andere Technik einsetzen müsste. Vielleicht muss man ihn für die Schwungeinleitung etwas aktiver einsetzen und er fährt die Kurve nicht ganz so konsequent "gegen den Hang" zu Ende, wie das beim Pistencarver der Fall ist. Aber das liegt natürlich an der Bauart und stört mich überhaupt nicht. Als klarer Pluspunkt fährt er sich deutlich stabiler und laufruhiger, auch wenn die Piste doch mal etwas zerfahrener ist. Bei aufgefahrenem oder gar ungewalztem Neuschnee auf der Piste spielt er dann klar seine Stärken aus.

Und im Gelände hat er schon ganz guten Auftrieb und ich kann noch halbwegs spassig fahren auch bei Verhältnissen wo man mit den Pistencarvern absaufen würde - natürlich ist es am Ende immer ein Kompromiss aber für das Verhältnis etwa 80/20 Piste zu Gelände passt so ein Allrounder schon gut. Noch abzuwarten ist das Geländeerlebnis im Frühjahr bei Firn, wo ich eigentlich mit den Pistencarvern bisher auch gut zurechtkomme, zumindest bei der typischen Firntiefe von nur wenigen Zentimetern. Ich gehe aber davon aus, dass ich jetzt einfach länger fahren kann, also auch wenn es schon Richtung sumpfig geht.
 
Ach ja da war was :-)
nominell heisst er 87. in meiner Länge 189cm hat er aber 133 - 89 - 113 (Modell 20/21)
Etwas anderer Meinung bin ich beim Kurzschwung: Aufgrund des geringen Gewichts und leichter Schwungauslösung finde ich sogar den 189er wirklich drehfreudig und auch prima in Kurzschwüngen. Sogar besser als mein einige Jahre alter 183cm shupershape. Erst auf die Kante gestellt zieht dann der lange Radius.
Und bevor es zu sehr Werbung wird: Ich finde den Übergang vom Driften zum Carven leicht bissig. Aber jammern auf hohem Niveau :roll:

der Lange
 
ralleycorse schrieb:
Als reiner Tourenski vielleicht einen Tick schwer,

mir wär der _viel_ zu schwer, abgesehen, davon, dass er grenzwertig schmal ist. Ich habe einen Ski in fast den Dimensionen (125-88-111) den ich fuer SkiHT hernehme, der ist dann aber 650 g pro Stück leichter...
 
Head Kore ist auch ganz schön teuer. Sieht mir jedenfalls interessant aus als Tourenfreerider/Freetourer. Für mich mit 77 kg und Mitte 40 ist 2 kg Ski eine Schallmauer, der würde gerade noch gehen für so Standard 1300 hm Touren.

Was für Körpergewicht bringen denn die erfolgreichen Kore 99 Fahrer mit?

In der Auswahl war ein Atomic Backland mit 1440 Gramm. Der Kore Freerider hat 1950.

Was ist denn mit einem 1700 Gramm Ski? Mit 67 kg würde ich als abfahrtsorientierter Fahrer aber leidensfähiger und verbissener (Viel-)Steiger Ski zwischen 1500 und 1900 Gramm shoppen.
 
alheimer schrieb:
Was ist denn mit einem 1700 Gramm Ski? Mit 67 kg würde ich als abfahrtsorientierter Fahrer aber leidensfähiger und verbissener (Viel-)Steiger Ski zwischen 1500 und 1900 Gramm shoppen.

dann mach das - alles haengt davon ab was du bereit bist den Berg hoch zu schleppen...

bei mir sieht es so aus:

Skihochtour - gerade auch mit viel Ski am Rucksack... 1050 g - hier habe ich auch zu einem relativ kurzen Ski (174) gegriffen, da da im Zweifel jeder cm im Vorstieg im Fels zählt. Oder auch wenn der Tag halt. >3000 hm an Tag bietet...

all-round Skitour - 1400 g bei 107 Mittelbreite - der Standard fuer jede Skitour - Gewicht im Aufstieg erträglich und in der Abfahrt eine Bank.

Freeride - 2700g bei 127 - fuer kurze Touren bis 1500 hm und maximalen Abfahrtsspass ;-)
 
;D
Da sieht man den Unterschied.
Kurze Touren mit 1500hm? Uff, das ist bei mir schon ne sehr lange Tour :oops:
Logo, wenn man so hochalpin mit Klettereinlagen unterwegs ist, brauchts was leichteres.
Ich schleppe so viel Krempl den Berg rauf (hab immer eher etwas zuviel dabei...) da kommts net so drauf an...
Mein Tourenski ist aber auch leichter als der Kore, nur würde ich ihn mir auf Abfahrten wünschen! Als Tourenski fahre ich nen alten K2 Shuksan wenns zuwenig Schnee hat und ich auf Piste wieder runter muss und sonst einen Blizzard Zero G 95 (2019) da der auf der Piste nicht so der bringer ist (daher nehme ich da den alten). Also hätte ich auch besser gleich ne Nummer breiter wählen sollen!
Zum Kore, wegen meiner Grösse wiege ich knappe 100kg. Daher auch immer die maximale Länge :ja:

der Lange
 
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