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Transitverhandlungen

Starli, du solltest dringend zum HNO Arzt gehen. Sonst gibt´s das ja nicht, dass du die Autobahn nur so schwach wahr nimmst.

Egal ob ich am Patscherkofel bin, auf der Seegrube, auf dem Glungezer oder am Stanser Joch. Auch dort höre ich die Autobahn!
 
Also, es mag zwar sein, daß du die AB am Patscherkofel HÖRST, aber verglichen mit einem Vogelzwitschern oder dem Wind durch den Bäumen wird das AB-Geräuscht doch wohl eher minimal sein und KANN daher gar nicht stören.

Nebenbei bin ich ein gehöriges Maß an Grundrauschen von PC-Lüftern und dergleichen so gewohnt, daß ich das gar nimmer wahrnehme ;-)
 
Im Ernst, die Autobahn hört man sehr prägnant! Am extremsten ist´s, wenn der Föhn geht. Da hört man sie fast im gesamten Mittelgebirge.
 
Also, meine Erfahrung beschränkt sich zwar auf zwei Monate, aber die habe ich in Mutters (Außerkreith) verbracht, mit direkter Sicht auf die Europabrücke vom Wohn-/Schlafzimmer aus, und ich hab den Autobahnlärm nie bewusst wahrgenommen.

(Natürlich fuhr alle halbe Stunde die Stubaitalbahn vorbei, die hab ich gehört...)
 
Also ich war letzten Sonntag aufm Pendling direkt über dem Inntal. Selbst 1000 Hm weiter oben hört man die Autobahn - den Zug, der gefahren ist, sieht man zwar besser, man hört ihn aber nicht. Oder man gehe von Steinberg aus aufn Guffert, da hört man 1200 Hm weiter oben ein einzelnes Motorrad. In den meisten Nächten höre ich selbst bei uns die 3-4 km entfernte A 99 rauschen und da ist ein Bannwald dazwischen (den die Stürme der 1990er Jahre allerdings fast vollständig flachgelegt haben, muss man fairerweise dazusagen)
 
Hm. vielleicht bin ich nur überdurchschnittlich abgehärtet - ich hab die ersten 19 Jahre meines Lebens direkt über einer vielbefahrenen Hauptstraße geschlafen...
 
Ich hab´ zu diesem Thema noch ein Photo gefunden -> das Inntal bei Inversionswetterlage
IMG0079_-_Hall_-_Winter_1981.JPG
 
In Bozen habens aber z.B. öfters und mehr mit Smog zu kämpfen....
 
starli schrieb:
In Bozen habens aber z.B. öfters und mehr mit Smog zu kämpfen....

Ist da dann der Himmel ganz schwarz? ;)

Und nur, weil´s denen noch schlechter geht, wird bei uns ja die Belastung nicht unproblematischer.

Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht dem Transit die ganze Schuld geben, sondern hauptsächlich dem Autobahnverkehr, so wir uns auf Immissionen durch KFZ beschränken.
 
Genau das meinte ich:

Seefelder Müll: Verbrennung in Wels
Die Hausabfälle von Seefeld und Umgebung werden seit Montag in Wels/OÖ verbrannt. Bei der gesetzlich geforderten Müllverbrennung ist Tirol säumig. Andere Gemeinden könnten bald dem Seefelder Beispiel folgen.

Eigenes Müll-Sammellager
Ein eigenes Müll-Sammellager haben die Gemeinden Scharnitz, Leutasch, Reith und Seefeld gebaut. Denn seit Montag wird ihr Abfall nicht mehr in Tirol deponiert, sondern in Oberösterreich verbrannt.

Die lange Reise zahlt sich für die Gemeinden aus, meinen Erwin Seelos, Bürgermeister von Seefeld, und Josef Klotz, Bürgermeister von Leutasch.


Warnung vor Einzelangeboten
Froh mit der Seefelder Müllidee ist hingegen Umwelt-Landesrat Hannes Gschwentner nicht. Gwschentner warnt die Gemeinden vor Einzelangeboten. Nur wenn das Land Tirol ausschreibe, bekämen die Gemeinden auch den besten Preis.


Frohes Werben
Die Verbrennungsanlage in Wels wirbt heftig um Tiroler Kunden. Man könne sogar den Hausmüll sämtlicher Tiroler Gemeinden aufnehmen, heißt es gegenüber "Tirol heute". Zur Zeit baut das Werk einen neuen Verbrennungsofen und sei um jede zusätzliche Gemeinde froh.

http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=297759

270 bis 310 km schwachsinniger Müll-Transit (einfach! Und leer wieder retour...)

- Tirol hat keine Müllverbrennungsanlage
- Rosenheim hat Kapazitäten, aber von der Tiroler Landesregierung nicht erlaubt.
 
Toll, Mülltourismus. :evil:
 
Wenigstens mit der Bahn?? Oder wird der Müll denn Müllmässig auf der Strasse transporiert??

Da bin ich ja mit unserem Elbisgraben mehr als zufrieden obwohl der hässlich aussieht und das ganze Trinkwasser verseucht.
 
Das wurde nicht konkret gesagt, also dann sicher mit dem LKW, sonst hättens das sicher extra bentont...
 
Hehe :)

Nach den Blockaden geht der Gurgiser jetzt vor Gericht:

Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Wegen "nachhaltiger Untätigkeit" der Tiroler Politik und der zuständigen Behörden im Zusammenhang mit dem Lkw-Ausweichverkehr hat das Transitforum eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck eingebracht. Die Landesregierung weist die Vorwürfe zurück.


"Verkehrspolitische Steinzeit"
Es sei weder der Bevölkerung noch den Betrieben zuzumuten, dass - wie in der "verkehrspolitischen Steinzeit" - Tag für Tag und Nacht für Nacht 40- und 50-Tonner mitten durch die Tiroler Dörfer rollen, nur um der Kontrollstelle Kundl, dem Nachtfahrverbot auf der Inntalautobahn A 12 sowie dem geltenden Road Pricing auszuweichen, sagte Obmann Fritz Gurgiser.

Verschlechterung der Verkehrssicherheit
"Schwere und nicht argumentierbare" Lärm- und Schadstoffbelastungen sowie eine "dramatische Verschlechterung" der Verkehrssicherheit seien die Folgen des Lkw-Ausweich- und Umgehungsverkehrs, hieß es in einer Aussendung.


Betroffen seien insbesondere die Routen über die Reintaler Seen (L 211), die Loferer Straße (B 178), das Achental (B 181), der Zirlerberg (B 177), die Außerfernstrecke (B 179) und das gesamte Parallelstraßennetz (B 171) zur Inntalautobahn.




Verantwortung für jeden Unfall
Für jeden Unfall, der künftig durch einen Lkw erfolge, der die betroffenen Gemeinden nur als Ausweichstrecke benützt, hätten die seit knapp 500 Tagen säumige Landespolitik sowie die zuständigen Behörden die Verantwortung bis hin zur Amtshaftung zu übernehmen, erklärte das Transitforum.

Regierung weist Vorwürfe zurück
Den Vorwurf der Untätigkeit in der Transitfrage wiesen Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) und Verkehrsreferent Hannes Gschwentner (SPÖ) "entschieden zurück". Die Landesregierung schöpfe alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um die Bevölkerung zu entlasten, hieß es in einer Aussendung. Dies gelte für den Verkehr auf der Autobahn ebenso wie für den drohenden Lkw-Ausweichverkehr auf den Bundes- und Landesstraßen.

http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=307964
 
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