Hab mir die ARD/Erste-Reportage mit Interesse angesehen, war etwas enttäuscht, da zu tendenziös.
Gut, die Experten: Prof. Haeberli, Patzelt => erfahrene alte Hasen, die zu den besten ihres Faches zählen
Die Story des Schafwollwaschanlagenherstellers kannte ich aus einer anderen Reportage exakt so: Füllmaterial?
Schlecht: die Kommentaren haben ständig, ohne es aber zu erwähnen zwischen Rettenbach- und Tiefenbachferner ge/verwechselt. Bspw. die Stelle am Tiefenbach, wo der lokale Begeher (Bergbauer, Bergführer) an den Felsen den jeweiligen Eisrand markiert hat. Kommentar hat dann so getan, als ob dort vor 10 Jahren noch große Spalten/Eisbrüche gewesen seien. Gab es aber meiner Ansicht in historischer Zeit am Tiefenbach nie.
Die These: Sommerskilauf schadet Gletschern und ist an rasantem Abschmelzen (mit)schuld wurde in den Raum gestellt, die befragten Experten aber anscheinend nicht um ihre Meinung dazu gebeten.
Seit neuestem: Kunstschnee am Gletscher... Ja, direkt auf dem Eis ist das neu, am Tiefenbach wurde aber seit Beginn der 1980er Jahre beschneit, also insofern nichts Neues in der Höhenlage.
Die älteren Filmaufnahmen mit den Bullys in riesigen Eishöhlen waren spannend, besser wäre aber eine Art "Starli-mäßiger" Foto- oder Filmvergleich von den Anfangsjahren gewesen. Haben die BB Sölden dazu vielleicht kein Material herausgerückt?
Für solche Reportagen scheint es leider keine wertfreie Betrachtung des Alpentourismus zu geben (die Hannibal-Inszenierung hat mit Gletscherschwund auch nicht direkt etwas zu tun) - schade.