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U-Bahn - Stationen

Ich dachte, Stadtbahn hießen die dinger, die vom Umland in die Stadt fahren? Also quasi Straßenbahnen von außerhalb der Stadt ins städtische Netz? Hatte das von Karlsruhe so in Erinnerung ...

Schon erstaunlich, wie jeder die Definition dieser Begriffe anderes deutet..
 
Jup, also das Stadtbahn-Konzept hier in KA ist echt nicht schlecht. Das ist eine Kombination aus S-Bahn und Strassenbahn. Und alle fahren mitten durch die Stadt. Allerdings oberirdisch, durch die Fussgängerzone. Das nervt.
 
In Karlsruhe ist doch schon länger geplant, die Bahn in der Innenstadt in einen Tunnel zu verlegen. Was tut sich da?
 
Naja, da gab es glaub ich vor einiger Zeit mal einen Bürgerentscheid, der positiv ausging. Ich weiss aber nicht wie es da jetzt weitergeht, ich verfolge die lokalen Medien nicht.
Das Problem ist halt, dass dann die die ganze Fussgängerzone eine riesen Baustelle wird, und die Läden in der Haupt-Einkaufsmeile teilweise nicht mehr erreicht werden können. Deshalb gibt's wohl Streitereien.
Ausserdem fährt praktisch jeder Zug diese Strecke, das gibt dann ein ziemliches Problem.
 
Habt ihr mal die Baubilder aus Serfaus gesehen? Das kann schon eine arge Sauerei werden... aber was Bielefeld und Serfaus geschafft haben, wird Karlsruhe doch wohl auch hinkriegen...? :wink:
 
starli schrieb:
Berliner U-Bahn hätt mich vor der Wende mal interessiert.. Stichwort "Geisterbahnhöfe" auf DDR-Gebiet/Niemandsland ....

Bin da gestern mal etwas rumgesurft und hab da ein paar Sachen gefunden...

http://www.3design.ch/internetpreis/tunnel.pdf
"Blinde Tunnel und Geisterbahnhöfe unter Berlin (1894-2001)" - viel Text, leider etwas wenig Bilder.

Detaillierter geht da schon ein Verein auf diese Sachen ein:
http://www.berliner-unterwelten.de/

Ich zitier mal frecherweise ein paar Texte von dieser Site und versuch ein paar Bilder zu verlinken ...
Gut erhalten ist dieses knapp 300 m lange Bauwerk gleichwohl, wenn auch etwas verlassen. Einige Stromkabel und Reste der Oberleitungen erinnern noch daran, daß hier einmal von 1897 bis etwa 1914 eine elektrische Tunnelbahn für betriebsinterne Zwecke verkehrte
aeg2.jpg


Man glaubt es kaum, aber in diesem Areal des östlichen Tiergartens, das zeitweilig mehr an einen Schweizer Käse erinnerte, befinden sich noch weitere, geheimnisvolle unterirdische Objekte - genau zwischen dem Straßentunnel der B 96 (unter der Entlastungsstraße) und den Bahntunneln. Es handelt sich dabei um einen U-Bahn- und zwei Straßentunnel, besser: "blinde Tunnel" - Tunnelfragmente aus der Zeit des Dritten Reiches. Die Nationalsozialisten hatten große Pläne mit Berlin.


tierg1.jpg


Durch den Bau der Mauer 1961 fiel der Potsdamer Platz jahrzehntelang in einen albtraumhaften Dornröschenschlaf. Auch die unterirdischen Verkehrsanlagen teilten dieses Schicksal. Der U-Bahnhof verkam zu einer Art provisorischen Abstellkammer, nur den wenigen BVB- (BVG-Ost-) Mitarbeitern zugänglich; der S-Bahnhof mutierte zu einem surrealen Geisterbahnhof; die S-Bahnzüge fuhren hier mit Schritttempo durch, Staub wurde nicht gewischt, um Fluchtversuche frühzeitig zu entdecken.

Dabei bin ich auch wieder auf die CD gestoßen, die mir seit einiger Zeit mal kaufen wollte aber nirgends gefunden hatte:

Berlin im Untergrund -
Eine interaktive Zeitreise unter den Potsdamer Platz:

Der Blick in den Untergrund eröffnet einen neuartigen Blickwinkel auf die deutsche Metropole. In vier Zeitabschnitte gegliedert: 1871-1933, 1933-1945, 1945-1989 und 1990-2001 ermöglichen einzigartige Bildaufnahmen, aktuell recherchierte Audio-Berichte und bisher unveröffentlichte Filmsequenzen eine Begegnung mit einer weitgehend unbekannten facettenreichen Historie. Die CD-ROM führt von den ersten unterirdischen Verkehrsanbindungen bis zu den Luftschutzbunkern des Nationalsozialismus. Sie lädt ein zum Besuch eines "Geisterbahnhofes“ in der geteilten Stadt oder in das moderne und ausgedehnte Verteilergeschoß unter dem Potsdamer Platz. Man klickt sich duch geheimnisvolle Räume, aktiviert Lichtschalter und Lüftungsanlagen - und steht schließlich, nach einem unterirdischen Rundgang, wieder vor dem alten Archivierungsschrank aus den 30er Jahren, der das historische Material beherbergt.

Berlin hatte sogar ein riesiges Rohrpostsystem:
Die Berliner Rohrpost (1865-1976) war mit 90 Rohrpostämtern und einem Strecknetz von knapp 400 km die zweitgrößte ihrer Art nach Paris
...
Bis zu 8 Millionen Sendungen konnte sie jährlich befördern, zeitweilig nahezu rund um die Uhr im Dauereinsatz. Nur etwa eine Stunde benötigten die Rohrpostsendungen vom Absender bis zum Empfänger; eine Beförderungszeit, die heute von den Fahrradkurieren nicht mehr erreicht wird. Diese höchst innovative Technologie ist heute - ungerechtfertigterweise - weitgehend vergessen.

Nebenbei bietet der Verein ein paar mal im Jahr 5-tägige Seminare an, wo man neben Diavorträgen natürlich auch viele dieser Attraktionen besucht - kostet 90,- Euro..
Also falls hier einer Lust hätte, ich wär sofort dabei! Der September-Termin wär mir allerdings lieber als die Mai-Woche...
 
September könnte ich evtl. einrichten. Bin vor gut nem Jahr auf die Berlienr U-Bahn aufmerksam geworden und bin während der 5 Tage die ich dort war ausgiebig mit der U- und S-Bahn gefahren. Gibt schon viele interessante Dinge dort...
 
Ist vielleicht ein bisschen verspätet, aber noch mal zur U-Bahn Definition: ich meine es gibt da je nachdem entsprechende Bauvorschriften bzw. Richtlinien, wie bespielsweise minimale Kurvenradien und Bahnsteiglängen. So hat beispielsweise Stuttgart keine U-Bahn wegen zu kleiner Kurvenradien und zu kurzer Bahnsteige - ebenso Köln. Hannover wiederum hat unglaublich große Kurvenradien wo die Bahnen mit 70 Sachen durchrauschen und Bahnsteige, die 100m lang sind, so dass auch U-Bahnzüge dort halten könnten. Betrieben wird dieses nach Richtlinien für U-Bahnen erbaute Netz aber als Stadtbahn - also mit 2 Wagen Zügen, die über rampen am Rand der Innenstadt nach oben gelangen. Im Tunnelnetz entspricht es aber einer U-Bahn. Das hat den Vorteil, dass bei Messen auch mal 4-Wagen-Züge eingesetzt werden können und hohe Geschwindigkeiten auch in Kruven gefahren werden können, was Komfort und Effizienz enorm erhöht. Gebaut wurde allerdings nach diesen Richtlinien deshalb, weil man in den 60ern einen späteren Ausbau als echte U-Bahn nicht ausschloss und sich alles offen halten wollte - daher auch die Geisterstationen in Hannover.
 
Jup!

Unter der Station "Kröpke" gibt es noch eine Geisterstation.
Und unter der Station Hauptbahnhof müsste auch noch eine Geisterstation liegen.

Zur Info. Die Station Kröpke liegt genau im Zentrum der Stadt. Dort fahren auf 3 Etagen U-Bahnen. Die Station ist auch der Zentrale Punkt des Stadtbahnnetzes. (Fast jede Straßenbahnlinie fährt über diese Station")


Zu den U-Bahnen/Straßenbahnen:
Normalerweise werden 2 Wagen immer zusammengekoppelt. (An Sonn und Feiertagen sowie Nachts meist nur 1 Wagen.

Zur Messe gab es dann 3 Wagenzüge bei den alten Bahnen. Zur Expo wurden ja neue Bahnen gekaupft. Dort können sogar 4 Wagen zusammengekoppelt werden.

War eine interessante Schulwoche wenn CeBIT war, da ich Richtung Messe zur Schule fahren mußte mit der Bahn.

Da konnte man eine Bahn nach der anderen voll mit Schlipsträgern und Asiaten bewundern.
Und es rauschte nur so eine Bahn nacht der anderen durch die Station. :)
 
@RAM: nein, unter der Station Kröpcke befindet sich keine Geisterstation.

Eine ganz kurze Zusammenfassung des hannoverschen Untergrundes:

Hauptbahnhof: zweite Bahnsteigebene unter der bestehden, komplett Vorhanden, aber Rohbau. Zusätzlich komplette Verteilerebene mit Zugängen - alles tot. Erstellt in den frühen 70ern für die geplante D-Linie.

Steintor: Zweite Bahnsteigebene unter der bestehenden, nicht ausgebaut - nur im später schwer zugänglichen Teil unter der bestehenden Station ausgbaut - der Rest müsste angebaut werden. Ebenfalls Provisorium fürD-Linie. WEiterhin: Verbindunggleis mit Wendeanlage unter der normale Gleisebene mit Treppe zu den bestehenden Bahnsteigen.

Marienstraße: Provisorischen GRündungen für D-Linie.

Kröpcke: große Kontrollzentrum + diverse Versorgungsräume. Ein riesiger im Design der alten Station unter der 3 und der 7 - früher war dies ein Zugang zu 3 und 7, der heute zugemauert ist und nur über eine einzige Tür noch zu erreichen. Direkt neben Kröpckestation sind die 5 Untergeschosse des Kröpckecenters (deshalb fehlt auch die eine Rolltreppe) und die beiden oberen Etagen der Opernhausgarage. Unter dem Mövenpick ist noch die legendäre dritte Etage der Opernhausgarage, die von der Opernhausgarage selbst nicht zugänglich ist und eine Verbindung in die Passarelle hat und genauso wie Ebene 4 und 5 an die Station Kröpcke grenzt.

Diverse Höchstinterssante Notausgänge.

Das D-Linienprovisorium unter dem Ihmezentrum ist unspektakulär, keine U-Bahnstation dort, dafür 5 Untergeschosse und stillgelegtes Schwimmbad.

Das ist erstmal alles was mir einfällt - ach ja: Bunker unter dem Ernst-August-Platz.
 
michamab schrieb:
Hey, wir in Berlin haben jetzt zum Teil auch wieder unseren Fuhrpark modernisiert. Echt schicke Bahnen sind das, leider nach kurzer Zeit wieder beschmiert und zerkratzt. Die neuen Bahnen sind durchgängig begehbar, da kann man immer gut erkennen, dass ein U-Bahntunnel nie absolut gerade gebaut wird, sondern immer kleine Kurven drin sind.

Achja .. während andere hier als Kind Skigebiete gezeichnet haben, hab ich Straßen- U-bahn und Bus-streckennetzpläne gezeichnet ;-)

Hm, also bei mir waren es U-Bahn, S-Bahnnetze, Autobahnkreuze, Brücken und Skigebiete, war damals sehr flexibel, hauptsache ich konnte im großen Umfang planen :lol:

Ich hab Inseln besiedelt und komplett geplant :p


In Berlin ist aber nur knapp jede 10. Bahn eine von den neuen, kam mir so vor, als ich in den letzten Wochen da war =)
 
Ja, die kenn ich - die ist echt ganz gut. Sehr viel detailliertere Infos hab ich damals im Stadtarchiv gefunden, wo ich wochenlang u.A. die Baupläne des Ihmezentrums durchforscht hab auf der Suche nach der angeblich halb unter Wasser stehenden U-Bahnstation, die es dort drutner geben soll (baer nicht gibt). Dabei hab ich sehr viel über den U-Bahnbau in Hannover gelernt.
 
krass.. also U-Bahnhöfe, gerne stillgelegter Natur, kommen alle paar Jahre mal in irgendwelchen Alpträumen bei mir vor .. ;-)

In Nürnberg gab es auch mal einiges "früher" ...
.. Strecken, die für die U-Bahn gebaut wurden, aber vorerst von der Straßenbahn befahren wurden -- jetzt inzwischen auf U-Bahn umgestellt ...
.. Bahnhöfe, die für zukünftige Linien reserviert wurden .. inzwischen aber auch ausgebaut und in Betrieb genommen ;)

Das einzige, was mir noch einfällt, ist ein Straßenbahntunnel, der unter einer Kreuzung oder so zur Endhaltestelle führt - da kann ich mich nur an die in Verwendung befindliche Hälfte erinnern - daneben war ein stillgelegter Tunnel einer wohl stillgelegten Linie ..

.. wobei auch stillgelegte Straßenbahnstrecken, auf denen noch Gleiskörper oder Gebäude stehen, eine recht reizvolle Angelegenheit sind....

.. und ehe man sich's versieht, ist man bei stillgelegten Skiliften und Skigebieten angelangt.

So gesehen ist eigentlich alles Stillgelegte unheimlich interessant ...
 
Wow!!

There are about 40 abandoned stations on the Underground network along its entire 255 miles (408Km) of trackway

408km U-Bahnen haben die da in London? Und 40 stillgelegte Bahnhöfe? Ist ja der Ober-Hammer!!

Very impressive! Danke für diesen Link!
 
Ja, London hat das grösste U-Bahnnetz der Welt, dann kommt New York, dritter ist Tokyo. Aber Achtung: Bei der London Underground wurden aber auch Stationen 'nur' verschoben und die am alten 'Platz' stillgelegt z. B. Die Station 'Swiss Cottage' (Wow, was für ein Name :-) ) wurde bis in die 40er durch die Metropolitan Line bedient, danach wurde die alte 'sub-surface' Station stillgelegt und durch die 'neue' Station der Bakerloo Line ersetzt, welche eine der 'deep level' Lines (dem 'richtigen' Tube) ist. Um 1979 ging diese Station zur Jubilee Line (währe nun grau geschrieben ;-) ) über.

Bei diesem Link findet man ein bisschen mehr Bilder zum Thema 'Stillgelegtes' in London:

http://www.abandonedstations.co.uk/
 
yep, da gabs einige interessante weiterführende links auf der obigen Seite -- hab gestern glaub ich 2 oder 3 Stunden durchgesurft ...

faszinierend find ich ja auch diese ultra-schmalen "insel"-stationen, die es anscheinend heuer auch noch gibt - da passen zwischen den 2 Zügen auf beiden Fahrspuren vielleicht grad 3-4 Leute nebeneinander .... da darf man nicht stolpern, sonst ist man gleich wo anders :)

Interessant auch, daß die Londoner U-Bahn ein 3. Gleis in der MItte haben - sprich, den stromabnehmer ... in München und Nürnberg ist das ja z.B. an der Seite ....

Auch kommen mir die Stationen und Tunnel teilweise extrem niedrig vor auf den Londoner Bildern ...
 
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