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übertragbare Skipässe

valdebagnes

Feldberg (1493m)
Hallo,
wenn man mit einem Kleinkind skifahren gehen will, dann stellt sich neben der geeigneten Unterkunft und des Gebiets auch die Frage wie man es am geschicktesten mit dem Skipass anstellt. Man wird nicht zu zweit fahren können, aber da die Mehrtages-Skipässe idR nicht übertragbar und Tageskarten teuer sind hier folgende Fragen:
1. Kennt ihr Skigebiete, deren 6 Tagesskipässe grundsätzlich übertragbar ist?
2. Welche Skigebiete bieten so etwas gegen Aufpreis an?
3. In welchen Gebieten ist es zwar formal nicht eraubt, aber gar nicht kontrollierbar, da es keine Namensbindung bzw. Foto auf dem Skipass gibt?

Danke und Gruß
vdb
 
Foto gibt's doch bei 6-Tagespässen nirgendwo. Oft aber Unterscheidung M/F, und die Namensbindung wird z.B. bei Dolomiti Superski seit neuestem auch so gehandhabt daß die den Namen an der Kasse gleich aufdrucken.

Ansonsten gibt's doch noch genug zu 100% offizielle Möglichkeiten, z.B. 3aus6-Skipässe, oder die Woche in der Mitte teilen und 2x 3 Tage kaufen... sollte eigentlich kein Problem sein.
 
Ansonsten gibt's doch noch genug zu 100% offizielle Möglichkeiten
Wirklich? Welches Skigebiet bietet denn 3aus6 Tagen an? Ischgl (nur 5aus7), Zillertal (nur 4aus6 und darüber), SFL (ebenfalls erst ab 5aus7) und Montafon (ab 5aus7) schon mal nicht.
Zudem verlangt bsp Montafon ab 3 Tage ein Foto: "WICHTIG: Zur Ausstellung eines Skipasses ab 3 Tagen wird ein Passfoto benötigt." Andere vielleicht nicht, aber an der Namensbindung, die häufig gemacht wird (was man ja nicht weiß) könnte man, wenn man kontrolliert recht schnell m/w prüfen.

2x 3Tage sind zwar nur wenig teurer, aber eben auch sehr unflexibel und vormittag/nachmittag offiziell auch mit Tageskarten nicht möglich.

Bisher hat mich das Thema ja nicht interessiert, aber nun zu dritt stell man erst fest, das es auch in Gebieten, die sich familienfreundlich nennen keinen 'Elternskipass' gibt.
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte. Aus Gewinnmaximierungsgründen der Liftgesellschaft schon, is klar.

Ich habe zwar noch nie erlebt, dass es hier Probleme gab würde mich aber für ein 'familienfreundliches' Gebiet interessieren, bei dem diese Eigenschaft nicht im Kleingedruckten aufhört und mit dem Risiko verbunden ist gegen mich verwendet zu werden.
 
valdebagnes schrieb:
Bisher hat mich das Thema ja nicht interessiert, aber nun zu dritt stell man erst fest, das es auch in Gebieten, die sich familienfreundlich nennen keinen 'Elternskipass' gibt.
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte.
Ging uns genauso.
Warum ein Skipass innerhalb der Familie nicht übertragbar ist, hat sich mir auch nie erschlossen.
Man kommt um das mogelln fast nicht rum.

Ich kann Dich sehr gut verstehen.


Joe
 
valdebagnes schrieb:
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte. Au

Latemar schrieb:
Warum ein Skipass innerhalb der Familie nicht übertragbar ist, hat sich mir auch nie erschlossen.

Das ganze macht durchaus Sinn:
Wer einen 7 Tages pass kauft, fährt (im Durchschnitt) nicht 7 mal soviel wie einer der eine Tageskarte kauft - sondern macht eben auch mal einen Tag etwas lauer. (Klar, es gibt auch extrem-Fahrer, die 7-Tage voll durchbrettern - aber das ist die Ausnahme).
Und auch nur deswegen ist der 7-Tages-Pass günstiger als 7 * 1 Tages-Pass.

Wäre das nicht der Fall, würde es ja auch keinen Sinn machen, den 7-Tages pass günstiger anzubieten als 7 Tagespässe.

In vielen Skigebieten wird sogar genau gezählt, wieviel Fahrten mit den verschiedenen Pässen gemacht werden und dementsprechen die Preise kalkuliert.
So nach dem Motten: Leute mit einem 7-Tages pass fahren so viel wie 5 Leute mit einem Tages-Pass - also kostet der 7-Tages pass dann soviel wie 5 Tagespässe.

Wäre der Skipass nun übertragbar, stimmt die Rechnung ja nicht mehr - und genau deswegen ist auch nicht erlaubt.
Und: Deswegen ist ein 5 ind 7 Tages ja auch teuer als ein reiner 5-Tages pass - wer zwischendurch zwei Tage frei macht, fährt an den restlichen Tagen mehr.

Natürlich spielen Teilweise auch "politische" Faktoren eine Rolle (z.B. wenn ein Skgebiet geziehlt Tagesgäste/Wochenendgäste anziehen/abstossen möchte, werden die Preise entsprechend verändert) - aber wie gesagt: Prinzipell bilden sich die Preise anhand der durchschnittliche Nutzung.
 
8O
Das ist ja mal der Hammer.
D.h. auch bei Pässen bei deren Erwerb ich kein Foto benötige werde ich beim Zutritt fotografiert und bei einem erneuten Zutritt werden die Bilddaten dann automatisch mit der eintretenden Person und den Kartendaten abgeglichen? Oder verstehe ich da was falsch?
Big Brother beim Skifahren. Da bekommt der Begriff Industrieskigebiet doch noch mal eine ganz andere Bedeutung. :roll:
Wäre interessant zu wissen, wo sowas bereits vollumfänglich im Einsatz ist.
 
Pistencruiser schrieb:
8O
Das ist ja mal der Hammer.
D.h. auch bei Pässen bei deren Erwerb ich kein Foto benötige werde ich beim Zutritt fotografiert und bei einem erneuten Zutritt werden die Bilddaten dann automatisch mit der eintretenden Person und den Kartendaten abgeglichen?
Genau so ist es.

Aber: Wieso ist das der Hammer?
Das ist ja nur eine konsequente Kontrolle...

Pistencruiser schrieb:
Big Brother beim Skifahren.

Naja, es wird doch eh JEDE Liftfahrt gespeichert - und das teilweise sogar über Jahre hinweg.
DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
 
jens.f schrieb:
Aber: Wieso ist das der Hammer?
Das ist ja nur eine konsequente Kontrolle...

...weil es immer noch nur ums Skifahren geht und nicht um das Betreten einer Abschussanlage für Atomraketen.

jens.f schrieb:
Naja, es wird doch eh JEDE Liftfahrt gespeichert - und das teilweise sogar über Jahre hinweg.

Ist mir wohl klar! Finde ich auch nicht bedenklich da die Daten keine Rückschlüsse über Personen zulassen soweit die Karte nicht beim Kauf
personalisiert wurde.

Für mich steht dieser Aufwand jedoch in keiner Relation zum Nutzen. Die sog. Nichtübertragbarkeit von Karten ist in meinen Augen eh Quatsch (abgesehen von Saisonkarten). Wenn ein Skipass für 6 Tage gelöst wurde soll er auch an 6 Tagen genutzt werden können, ganz gleich von wem. Insbesondere innerhalb einer Familie

Hier gehts doch nur wieder darum, den Hals nicht voll genug zu kriegen.

Btw. hab ich auch noch nie erlebt, dass jemand aus der Schlange gezogen wurde, weil mit der Karte scheinbar etwas nicht stimmte.
Eher war das GEgenteil der Fall: Wenn von irgendjemandem die Karte das Drehkreuz nicht freigeschaltet hat wurde dies immer unkompliziert händisch erledigt.
Ohne das die betreffende Person die Karte überhaupt nur aus dem Ärmel nehmen musste. (Mehrfach in SFL erlebt. Sogar an der Talstation wo der Hauptzutritt erfolgt)
Aber sicher gibt hier auch andere Erfahrungen diesbezüglich.
 
Pistencruiser schrieb:
Ist mir wohl klar! Finde ich auch nicht bedenklich da die Daten keine Rückschlüsse über Personen zulassen soweit die Karte nicht beim Kauf
personalisiert wurde.

Und das Foto (in Skiklamotten) läßt Rückschlüsse auf die Person zu?
Kaum.
Es wird ja auch nur verglichen, ob es die GLEICHE Person ist - nicht WELCHE es ist.


Pistencruiser schrieb:
Für mich steht dieser Aufwand jedoch in keiner Relation zum Nutzen. Die sog. Nichtübertragbarkeit von Karten ist in meinen Augen eh Quatsch (abgesehen von Saisonkarten). Wenn ein Skipass für 6 Tage gelöst wurde soll er auch an 6 Tagen genutzt werden können, ganz gleich von wem. Insbesondere innerhalb einer Familie

Wie oben schon geschrieben:
Warum ist eine 6 Tageskarte günstiger als 6 Tageskarten?
Weil (durchschnittlich) mit einer 6 Tageskarte wesentlich weniger Fahrten gemacht werden.
Dieser Vorteil wird an den Kunden weitergegeben.

Pistencruiser schrieb:
Hier gehts doch nur wieder darum, den Hals nicht voll genug zu kriegen.

Nein, es geht draum, die Kosten GERECHT umzulegen.
 
Darum, Kosten gerecht weiterzgeben geht es bei einem wirtschaftlichen Unternehmen bestimmt nicht.
Es geht um möglichst viel Umsatz bzw. Gewinn.
Mehrtages bzw. Saisonkarten sind weitgehend witterungsunabhängige, mehr oder weniger feste Einnahmen, die einen Grundstock bilden. Die Kunden schießen hier den Kaufpreis teils ein Jahr im Voraus vor.
Wären sie genau so teuer, wie die entsprechende Anzahl Tageskarten, würden sie kaum gekauft. Darum wird der Preis so gestaltet, dass man den entsprechend gewollten Umsatz damit erzielen kann.
 
Heute in Scheffau hab ich das von SKIDATA entwickelte System auch in Aktion gesehen. Auf dem Bildschirm bei den Zutrittsschranken werden jetzt bei jedem Zutritt (nicht nur von Saisonkarteninhabern) zwei Bilder angezeigt, nämlich das beim gerade erfolgten Zutritt aufgenommene und ein zweites. Bei mir war das zweite das hinterlegte der Saisonkarte, und ich nehme an, dass es bei den anderen Gästen das Bild des Erstzutritts war. An jeder Kasse hängen jetzt auch nochmal Hinweiszettel aus, dass Skipässe nicht übertragbar sind und dass weitere Kontrollen erfolgen, was darauf hindeutet, dass man dabei ist, das Vergleichssystem scharf zu schalten.
Informationen zu SKIDATAs "Photo Compare" hier.
 
jens.f schrieb:
DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
Da kann man sehr wohl was erkennen. Ich glaube das man das Skidata schon zutraut.

Schön war als meine Frau und ich die Skipässe vertauscht hatten (den Kinderpass erkennt man ja).
Da erschien bei ihr mein Gesicht und bei mir Ihres! :D
Fragt mich aber bitte nicht wo das war...

http://www.report.at/categoryblog/24199
 
3303 schrieb:
Darum, Kosten gerecht weiterzgeben geht es bei einem wirtschaftlichen Unternehmen bestimmt nicht.
Es geht um möglichst viel Umsatz bzw. Gewinn.
Sehe ich genauso. Umsatzmaximierung ist hier das Stichwort und mit Sicherheit nicht der Kundenvorteil.

Beim Verkauf von Skipässen kommt eine Rabattstaffel zum tragen wie sie auch im gewöhnlichen Einzehandel bei nahzu jedem Produkt Anwendung findet.
Je größer die Verpackungseinheit ist die ich erwerbe, umso geringer fällt der Einzelstückpreis aus.

Dem Liftbetreiber kann im Prinzip egal sein wie häufig ich - mit was für einer Karte auch immer - seine Anlagen nutze, da kein weiterer Wareneinsatz erfolgt welcher seine
(Fix-)Kosten beeinflusst.
 
Pistencruiser schrieb:
Dem Liftbetreiber kann im Prinzip egal sein wie häufig ich - mit was für einer Karte auch immer - seine Anlagen nutze, da kein weiterer Wareneinsatz erfolgt welcher seine
(Fix-)Kosten beeinflusst.

Falsch. Alleine die Energiekosten hängen direkt von der Nutzungsfrequenz ab - es muss ja jeweils die Potentielle Energie aufgebracht werden, um die Person hochzubefördern.
Ein leer drehender Lift verbracht nicht viel Strom.

Bei Pendelbahnen / Standseilbahnen hängt sogar die Anzahl der Fahrten direkt von der Auslastung ab.
Auch die Abnutzung der Bahn hängt von der Auslastung ab.

Gleiche mit den Pisten: Jede fahrt "verbraucht" einen kleinen Anteil der Schneedecke - wenn Leute öfter fahren, muss also eher wieder beschneit werden.

Aus z.B. den Geschäftsbericht der Zermatter Bergbahnen (http://www.zermatt.ch/de/page.cfm/bahnen_pisten/zermatt_bergbahnen_ag/geschaeftsberichte_zbag) geht hervor, das "Energie und Entsorgung" 30% des Sachaufwandes bzw. 12% der Gesamtkosten ausmacht.
Wieviel hiervon nun konstant ist und wieviel Nutzungsabhägig ist, ist natürlich schwer zu sagen - wenn man mal von 50% ausgeht, sind also immerhin 6% der Ausgaben schon direkt durch die Energiekosten Nutzungsabhängig.
Aber auch die Personalkosten hängen mit der Nutzungsanzahl zusammen - wenn sehr viele Leute unterwegs sind, brauch man mehr Personal an die Liften.
Auch gibt es ja teilweise parallel-Anlagen, die nur bei grossem Andrang geöffnet werden.

Klar, ob nun ein einzelner Gast eine Fahrt mehr oder weniger macht, spielt keine Rolle.
Wenn aber eine grössere Anzahl der Gäste durch "Skikarten-Sharing" mehr Fahrten produzieren, schlägt sich das durchaus in den Ausgaben nieder.
 
mic schrieb:
jens.f schrieb:
DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
Da kann man sehr wohl was erkennen. Ich glaube das man das Skidata schon zutraut.

??
Nochmal: Das Skidata-System erkennt nur, ob es die GLEICHE (bzw. ähnliche) Person ist - nicht WELCHE Person es ist.
Sprich: Das System wird kaum erkennen, dass das auf dem Foto Herr/Frau X aus y ist.

Somit können die Daten auch eben nicht konkret einer Person zugeordnet werden - sondern (genau wie die Liftfahrten) nur dem Skipass.
 
Natürlich spielen Teilweise auch "politische" Faktoren eine Rolle (z.B. wenn ein Skgebiet geziehlt Tagesgäste/Wochenendgäste anziehen/abstossen möchte, werden die Preise entsprechend verändert) - aber wie gesagt: Prinzipell bilden sich die Preise anhand der durchschnittliche Nutzung.
das versuchen uns doch die Mineralölkonzerne auch ständig zu erklären, das der Preis an der Tankstelle sich rein aus marktwirtschaflichen Gesichtspunkten (Angebot/Nachfrage) bildet.
Mit den oben genannten Möglichkeiten ist es ja nur noch ein kleiner Schritt zu:
- Sonderzuschlag für Intensivskifahrerer, die immer die letzte Gondel nehmen und deren anhand der Nutzung nachzuweisen ist, das sie noch nicht mal Umsatz im Bergbahneigenen SB_Restaurant gemacht haben weil sie die Mittagspause auch noch durchgefahren sind
- Solche Personen, deren Nutzerverhalten des letzten Besuchs zu defizität war wird keine neuen Karte verkauft. Lohnt sich für den Betreiber nicht

Wenn es wirklich um eine gerechte Verteilung ginge, dann müsste ein Skipass, der auf 2 Elternteile übertragbar ist, günstiger als ein normaler sein, denn des Kindes wegen färt man da sicher weniger als wenn man alleine unterwegs ist. Morgens um 8:30 dem Kleinen sagen: Tschüss, den Papi/die Mami siehts du erst heute abend um 17:30 wieder, glaub mir die Realität sieht anders aus (wann kommt denn der Papi? Rufen wir den mal an?.. :-)

Einem Unternehmen geht es rein um den maximalen Umsatz/Gewinn. Das finde ich auch nicht verwerflich. Dem gegenüber steht der Gesetzgeber mit diversen Verbraucherrechten (die diesen Gewinn ja schmälern) und der Verbraucher selbst, der wenn er sich in ausreichender Anzahl vernetzt ebenfalls ein "Stimmrecht" beszitzt. Das funktioniert durch Bewertungssysteme recht gut, an anderen Stellen hingegen gar nicht.

wie ist denn das zu verstehen? ich kaufe einen 6Tagesskipass für 298€, mit dem 2 Elternteile gleichzeitig fahren können? Glaub ich kaum denn es wird ja nur gesagt, das er auf beide Elternteile übertragbar ist. Dann kann man den Werbeslogan ja beim Wort nehmen, "irrsinnig Familiär", denn mit 6 Tageskarten (6*41€= 246€), ach nee, sogar mit 7 Tageskarten fährt man da noch günstiger. Frech, sag ich da nur...

Ich habe bislang noch kein Skigebiet gefunden, dass diese Chance für Familien atrakktiv zu werden aufgegriffen hat.
 
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