Meine Lieblingsgebiete sind diejenigen, die von uns aus am leichtesten (und problemlosesten) zu erreichen sind. Für 2-Tages-Touren mit Übernachtung oder längerer Anfahrt reicht meistens die Zeit nicht aus.
-Bayerische Voralpen: trotz etlicher überlaufener Routen, Gipfel, Hütten findet man hier auch seine stillen, abgeschiedenen, idyllischen Ecken. Man muss sie nur kennen und sich manchmal auch mehr anstrengen wollen. Bsp. Rotwand, der Allerweltsberg der Münchner, 1 1/2 h mit Taubensteinbahn, dann Höhenweg oder viel Hm. Von Osten aus (Ursprung-Tal) sind es aber 4 h, immer die Südflanke der Maroldschneid und Auerspitz entlang, immer aussichtsreich auf recht schmalem Pfad, da ist nie viel los.
Oder am Wallberg: leichte Kletterein zum Üben am Plankenstein (Stufe II), und eine völlig einsame Risserkogel-Südflanke (Gemsen en masse!, Gumpen zum Baden!), bei der man allerdings sehr abgelegen an der Valepp-Mautstraße herauskommt.
- Karwendel: für mich eines der schönsten Gebiete der Alpen, praktisch unberührt, die Seilbahnen an den Rändern stören nicht, sondern verkürzen An- und Abstiege, sind also sehr hilfreich. Viele Touren wären sonst an 1 Tag nur unter sehr großen Anstrengungen zu gehen. Zwar ist hier auf an bestimmten Punkten viel los (Eng), viele Biker fahren zur Falkenhütte und zum Karwendelhaus, aber die 1 h Weg zum Mahnkopf (Superblick auf die Laliderer Wände!) gehen die Wenigstens, ganz zu schweige von den 4 h auf die Ödkarspitzen. Im Vomper Loch (zwischen Halleranger und Lamsenjochhütte) waren wir einmal bei bestem Bergwetter Mitten im August 6 h (!!) völlig allein, bis wir den ersten Bergkameraden getroffen haben. Manche Leute meinen, dafür muss man nach Alaska fliegen...
-Rofangebirge: recht hohe Gipfel, auch z.T. sehr alpin, aber fast jeder Gipfel hat eine "schwache Seite" (Hochiss, Rofanspitze, Sonnwendjoch). Die Bergbahnen führen hoch hinauf, aber nicht zu nahe an die Gipfel. Die Aussicht auf Voralpen, Inn- und Zillertal, Zentralalpen und Karwendel ist enorm. Ohne Bahnbenützung sind die Touren allerdings ausnahmslos große Konditionstests.
In den Zentralalpen bin ich auch ab und an, aber da fährt man mind 2 h, ins Ötztal sogar 3 h, obwohls Gegenden wie das Venter Tal wirklich wert sind.