Das hat ja primär mal nichts mit dem Bundesgericht zu tun. Und Ferienwohnungen sind davon definitv nicht betroffen.
Eigentlich richtet sich die ja gegen Bonzen die sich für 3 Wochen im Jahr eine Wohnung in den Bergen kaufen und damit sinnlos die Landschaft verschandeln, aber es könnte jetzt auch einen Stopp für Ferienwohnungen geben die kommerziell vermietet werden.
Und diese Aussage ist sowas von sau doof, die zeugt von schweren Neidkomplexen

Ich kenne sehr viele Leute mit einer Ferienwohnung, als "Bonzen" würde ich praktisch keinen davon bezeichnen. Nicht alle Zweitwohnungen stehen in St. Moritz und kosten ein paar Millionen.
Es gibt für mich einen einzigen Grund wieso die Initiative gut ist: Eine alleine auf den Verschleiss von extrem raren + einmaligen Ressourcen - nämlich der umwerfenden Berglandschaft und dem sehr knappen Boden
- bringt m.E. nichts. Früher oder später hat man dann alles verbaut. Die Jobs sind dann auch weg, aber die Landschaft ist unwiederruflich versaut. (Kritisch gesehen beruht natürlich unsere ganze Wirtschaft auf dem Verheizen einmaliger Ressourcen, nur ist dort die Knappheit noch nicht ganz so akut). Wie das ganze dem Tourismus schaden soll, muss mir erst noch einer glaubhaft erklären. Dass unverbaute Berge Touristen abschrecken ist mir neu. Die bestehenden Wohnungen müssen weiter ja nicht abgerissen werden, diese bleiben also weiter bestehen. Zumindest Status quo bleibt bestehen. Zudem könnte ich mir mittel- und längerfristig durchaus positve Impulse für die Hotellerie vorstellen.
Die Bauwirtschaft wird es treffen, das ist klar. Das gibt halt eine Strukturbereinigung, die sonst später gekommen wäre. Wenn es einem betrifft ist es natürlich bitter. Aber anderst herum haben wir schweizweit gesehen eine absolute Boomphase im Baugewerbe, dann muss man halt im schlimmsten Fall in einem anderen Ort annehmen.
Im Gesundheitswesen haben wir so ziemlich genau die selbe Situation. Fachkräftemangel bei gleichzeitigem Überangebot auf Grund eines Selbstbedienungsladen für die Patienten. Anstatt dass man mal den Leistungskatalog der Grundversicherung zusammenstreichen und wenigstens mal ein paar dutzend Spitäler schliessen würde, wird noch immer ausgebaut und noch mehr Personal rekrutiert/ausgebildet.
Dabei würde mit den oben genannten Massnahmen besser mal einen Strukturwandel herbei führen, der unter dem Strich zwar kaum Jobs dafür jede Menge Geld sparen würde. Aber aus mangelnder Flexibilität weigern sich von den Politikern über die Dienstleister bis zu den Patienten alle, vernünftige Massnahmen zu ergreifen. Stattdessen wurstelt man sich von Reform zu Reform, die nichts brignen aber viel Kosten.