Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.
Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.
Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:
Viel Spaß im neuen Alpinforum!
Euer Alpinforum-Team
HP schrieb:Jetzt reagiert der Bund......
..aber man könnte die Lifte tiefer bauen (statt max. 12 m Bodenabstand max. nur die Hälfte, dann wäre das Verletztungsrisiko bei einem Absturz doch viel kleiner, oder ?)
Wengen | 09. Januar 2008
Mehrere Auflagen für Sessellift Fallboden
Jungfraubahnen wollen gegenüber Betroffenen kulant sein
Nach dem Unglück bei der Sesselbahn Fallboden hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Wengernalpbahn AG als Betreiberin der Bahn für die Wiederinbetriebnahme der Bahn mehrere Auflagen gemacht. Diese müssen umgesetzt werden. Die Bahn kann dann nach der Abnahme durch das BAV wieder in Betrieb genommen werden.
Zu den Massnahmen gehören auch solche, die bereits kurz nach dem Unglück in Betracht gezogen wurden. So wird das Förderseil vom Hersteller auf schadhafte Stellen im Bereich der Entgleisung geprüft. Die Sessel im Bereich der Seilentgleisung werden abmontiert und ebenfalls einer umfassenden Kontrolle unterzogen. Die beschädigte Rollenbatterie wird demontiert und als Beweismittel für allfällige spätere Verfahren aufbewahrt. An ihrer Stelle wird eine Ersatz-Rollenbatterie montiert. Die Herstellerin Garaventa AG muss aufzeigen, welche Kräfte beim Ereignis auf die gebrochene Überschlagssicherung gewirkt haben. Diese Sicherung hätte das Verdrehen der Rollenbatterie verhindern sollen. Das BAV verlangt eine «zweckmässige Sanierung der Überschlagssicherung zum sicheren Betrieb der Sesselbahn zu erarbeiten und dem Bundesamt vorzulegen». Die daraus resultierenden Massnahmen sind vor der Wiederinbetriebnahme der Anlage umzusetzen.
Zusätzliche Sicherheitsmassnahmen
Die Jungfraubahnen prüfen momentan zusätzliche betriebliche Sicherheitsmassnahmen. Diese werden vor der Wiederinbetriebnahme der Sesselbahn kommuniziert. Auf Grund der angeordneten Massnahmen rechnen die Jungfraubahnen weiterhin damit, die Bahn Ende Januar oder anfangs Februar wieder in Betrieb nehmen zu können. Die 75 evakuierten Personen wurden von den Jungfraubahnen im Anschluss an den Unfall persönlich angeschrieben. In dem Brief erhielten sie auch Angaben zu Versicherungsfragen. Die Jungfraubahnen behandeln alle Anfragen unkompliziert und kulant.
(...) Technisch hat sich vorher etwas ereignet, was in der Schweiz bisher noch nie passiert ist: Die Spezialisten des Bundesamts für Verkehr (BAV) haben bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass beim Mast Nummer 11 die sogenannte Überschlagsicherung gebrochen ist. Das passierte, als der Wind das Zugseil aus den Sicherungen fegte. Nun erklärt BAV-Sprecher Gregor Saladin auf Anfrage des TA: «Wir schliessen weitere Massnahmen bei gleichartigen Bahnen derzeit nicht aus.» 400 ähnliche Bahnen wären von Kontrollen und allfälligen technischen Nachrüstungen bei der Sicherung rund um die Seilrollen betroffen.
Die Überschlagsicherung ist ein mehrteiliges, zusammengeschraubtes Metallelement, das die Seilrollen umgibt. Es soll verhindern, dass die Rollen allzu stark ins Schwingen geraten, wenn die Sessel darüber gleiten. Bei Windböen ist dieses Element besonders wichtig. (...)
Kann das vielleicht mal jemand genauer, vielleicht auch mit Bild erklären?Die Überschlagsicherung ist ein mehrteiliges, zusammengeschraubtes Metallelement, das die Seilrollen umgibt. Es soll verhindern, dass die Rollen allzu stark ins Schwingen geraten, wenn die Sessel darüber gleiten. Bei Windböen ist dieses Element besonders wichtig. (...)
Wie BigE schon gesagt hat, würden bei einem geringeren Bodenabstand wesentlich mehr Stützen benötigt. Und da ist es fraglich, ob dann wirklich mehr Sessel auf dem Boden aufschlagen ?Wären nun die umliegen Stützen nicht so hoch gewesen, wären noch mehr Sessel auf den boden aufgeschlagen und somit hätte es mehr verletzte gegeben
Man muss natürlich das Kosten-Nutzen Verhältnis berücksichtigen !Ja, ja das Vertrauen in die Sessellifte (Sicherheit) muss wieder etwas hergestellt werden.....aber man könnte die Lifte tiefer bauen (statt max. 12 m Bodenabstand max. nur die Hälfte, dann wäre das Verletztungsrisiko bei einem Absturz doch viel kleiner, oder ?)
Leserbrief | 10. Januar 2008
Hätte das Unglück vermieden werden können?
Zum tödlichen Unfall beim Fallboden-Sessellift
Hätte das Unglück mit dem Fallboden-Sessellift vermieden werden können, wenn die Bahn rechtsherum gelaufen wäre? Die von Süden herabstürzenden Föhnböen treffen die Bahn mehr oder weniger immer von rechts (in Fahrtrichtung). Meine Theorie: Wäre die Bahn rechtsherum gelaufen, hätte die Föhnböe das Seil zum Mast hin geworfen, wo es wohl auf dem Mastträger hängengeblieben wäre. Stattdessen drückte der Föhn das Seil vom Mast weg. Ein mögliches Nachwippen (Hebeleffekt) durch den sofortigen Bremsvorgang in Verbindung mit dem lokal enormen Winddruck nach aussen liess das Seil dann auch aus den kleinen, seitlich an den Rollen angebrachten Fanghaken gleiten. Das Seil knallte unverzüglich mit den drei nächsten Sesseln gegen den Boden.
Diese Folgerung ist lediglich die Vermutung eines absoluten Laien. Und trotzdem darf man als treuer Kunde der Jungfraubahnen eine Massnahme erwarten, welche die Wahrscheinlichkeit der Wiederholung eines solchen Unfalls klar reduziert. Wer nicht selber mal die Wirkung einer solchen Föhnböe erlebt hat, kann kaum nachvollziehen, welche Kräfte hier wirken. Weil solch starke Föhnböen unvermittelt und auf kleinstem Raum auftreten können, muss mit entsprechender Konstruktion ein Herausspringen des Seils vom Mast weg verhindert werden. Selbst frühzeitigeres Stoppen der Bahn kann keine ausreichende Lösung sein. Warum nicht jetzt nach diesem Ereignis die sicherere Infrastruktur des doppelt so schnellen Wixi-Lifts zum Fallboden verschieben und beim Wixi-Lift einen neuen 4er-Sessellift planen? Mit dem Bau des neuen Eigernordwand-Sessellifts, der das «Skikarussell Kleine Scheidegg» erst richtig ermöglicht, wird der alte 2er-Wixi-Lift ohnehin zum Nadelöhr.
Manfred Braun, Grindelwald
Warum nicht jetzt nach diesem Ereignis die sicherere Infrastruktur des doppelt so schnellen Wixi-Lifts zum Fallboden verschieben und beim Wixi-Lift einen neuen 4er-Sessellift planen?
BlauschneeSäntisälbler schrieb:Laut Liftangestellten (kam live im Schweizer fernsehen) von hoch Ybrig sind die ´deutschen` Urlauber schuld ..die buchen den Urlaub und wollen das die Bahnen bei jedem Wetter laufen... (SO EIN SCHMARN)!!!
[...]
400 Seilbahnen wären betroffen
Wie ein Sprecher des Bundesamtes für Verkehr (BAV) einen Bericht des Zürcher «Tages-Anzeigers» bestätigte, wird seitens dieser Aufsichtsbehörde nicht ausgeschlossen, dass es wegen des Unglücks am Fallboden-Lift Massnahmen bei weiteren 400 Sesselbahnen braucht. Habe sich hier doch technisch etwas ereignet, das in der Schweiz bislang noch nie passiert sei. Die Spezialisten des BAV stellten fest, dass beim Mast Nummer 11 die sogenannte Überschlagsicherung brach, als der Wind das Zugseil aus den Sicherungen fegte. Die Überschlagsicherung ist ein mehrteiliges Metallelement, das die Seilrollen umgibt. Dieses soll verhindern, dass die Rollen allzu stark ins Schwingen geraten, wenn die Sessel darübergleiten. Bei Windböen ist dieses Element somit besonders wichtig. «Der Fall ist auch für uns neu und entsprechend zentral», sagt diesbezüglich Istvan Szalai, technischer Leiter der Garaventa AG, welche die Bahn im Jahr 2002 umgebaut und renoviert hat. (fb)
BlauschneeSäntisälbler schrieb:Laut Liftangestellten (kam live im Schweizer fernsehen) von hoch Ybrig sind die ´deutschen` Urlauber schuld ..die buchen den Urlaub und wollen das die Bahnen bei jedem Wetter laufen... (SO EIN SCHMARN)!!!

Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen