Wirklich sehr nette Diskussion!
@miki und k2k: Zum Thema Frankreich: miki hat das sehr zutreffend dargestellt. Die vielen kleineren frz. Skigebiete sind uns Ostalpenbewohnern- bzw. besuchern so gut wie völlig unbekannt. Dass dort auch en masse KSBs gebaut werden/wurden bekomme ich bei skipass.com etwas mit, aber ich forsche da nicht nach, da ich die Gebiete eh nicht kenne und auch nicht hin fahren werde. Es ist so wie Miki schreibt: wenn man lang hinfährt, besucht man ein Skigebiet wo auch etwas geboten wird. Deswegen fahre ich von München aus ja auch fast nur in die großen und bekannten Gebiete.
Zur Diskussion: Vielleicht sollte man einfach mal betonen, dass die Grundvoraussetzungen in dieser Diskussion komplett verschieden sind - Michi fährt nur Ski wegen den Seilbahnen, die meisten anderen (mich eingeschlossen) nutzen in erster Linie Lifte als Mittel zum Zweck, nämlich zum Skifahren. Da besteht ein gewisser grundsätzlicher Interessenkonflikt.
Toll formuliert! Schließe mich da (mal wieder) an!
Das Preis Leistungsverhältnis am grössten ist.
Bei Poma krigt man für den Kleinsten Preis die Grösste Anlage mit der grössten Förderleistung. Knapp dahinter UNI-G
Also Michi, dass wirst du doch wohl keinem Seilbahnunternehmer übel nehmen können, dass er so kalkuliert. Das ist doch in fast jedem Wirtschaftsbereich so, oder? Die CDA (die die meisten frz Skigebiete betreibt und damit wohl auch die meisten Poma-Lifte) schreibt sehr sehr schwarze Zahlen. Das bestätigt in gewisser Weise diese These. Also ich finde das legitim und unternehmerisches Gewinnstreben anzuprangern ist hier wohl fehl am Platze, da können wir gleich ins attac-Forum überwechseln, zu den Ober-Realos...
Dein Tignes = Prora-Vergleich ist mehr als geschmacklos, darauf möchte ich nicht näher eingehen! Prora kann ich übrigens geographisch zuordnen. Und dass Betonburgen der Stil der frühen 60er und 70er waren, davon kannst du dich in jeder dt. Großstadt überzeugen (in Bern und Zürich sicherlich auch, soviel sieht man beim durchfahren auf der Autobahn). Das galt einmal als Inbegriff der Moderne, so paradox es uns heute erscheinen mag. Dass Tignes im Sommer schön sei, habe ich nicht behauptet. Ich bin aber sicher, dass man in geringer Entfernung von der Station unberührteste Natur finden kann/wird. Miki war in Val Tho im Sommer und es hat ihm dort anscheinend auch landschaftlich gut gefallen (stimmt doch, oder?).
Dass die Tendenz meines Postings die jenige war, dass sich Paradigmen wandeln und die Meinungen der Verantwortlichen auch, sollte eigentlich klar gewesen sein. Ich bin vor einigen Monaten hier als Kritiker dieses Erschließungswahnsinns der 60er/70er Jahre aufgetreten und tue es immer noch.
Aber um auf die monetären Aspekte zurückzukommen und deine Ausgangsthese:
ich denke nicht, dass man die Gleichung aufmachen kann "nicht gewinn/profitorientiert" = interessante Seilbahnen.