Stefan
Alpspitze (2628m)
beim surfen auf funivie.org bin ich auf dieses thema gestoßen; grund ist, dass die bergbahnen macugnaga wohl ziemlich pleite sind. die rz oberwallis hat schon ende november 2001 folgendes geschrieben:
http://www.rz-online.ch
Im Rahmen des europäischen Projektes Interreg wird das grenzüberschreitende Skigebiet studiert
Monte Moro-Metro: Vision oder Utopie?
Erschliessung mit einer Metro?
Saas Almagell / Saas Fee / Eine Verbindung zwischen dem Saastal und Macugnaga ist technisch zwar machbar. Das zeigt die kürzlich präsentierte Machbarkeitsstudie. Doch das Echo im Saastal ist verhalten. Die Skeptiker sind nicht zu überhören.
Von German Escher
Das Projekt ist ehrgeizig: Unter dem Monte Moro-Pass soll eine 3,4 Kilometer lange Metro-Anlage entstehen, die das Saastal und das Valle Anzasca miteinander verbindet. Kostenpunkt der Tunnelbahn zwischen Ruppenstein (oberhalb Macugnaga) und Distelalp (südlich des Mattmark-Stausees): 15,7 Millionen Franken. Für die Zubringeranlagen müssten auf italienischer Seite mindestens weitere 24 Millionen investiert werden. Auf der Schweizer Seite wären etappenweise mehrere Sessel-, Gondel- und Pendelbahnen geplant. Und schliesslich möchte man die neue Skiarena über eine Pendelbahn vom Mattmarkstaudamm in Richtung Britanniahütte ans Skigebiet von Saas Fee anbinden. Dazu müssten allerdings die Station Mattmark und die Distelalp mit einer wintersicheren Strasse oder Standseilbahn verbunden werden. Kostenpunkt dieser letzten Etappe: 50 Millionen. Unterm Strich beläuft sich die erste Grobschätzung für die Anlagen auf Schweizer Seite auf 128,5 Millionen Franken. Zur Verwirklichung der gesamten Vision wären an die 170 Millionen notwendig.
Von Italien angeregt
Die erste Machbarkeitsstudie und Projektarbeiten wurden von den Italienern angeregt und im Rahmen von Interreg II durchgeführt, an denen sich auch der Bund, der Kanton Wallis sowie die EU und die Region Piemont beteiligen. Hintergrund der Studie sind frühere Kontakte zwischen Macugnaga und dem Saastal. Seit über 30 Jahren befassen sich die betroffenen Gebiete immer wieder mit einer möglichen touristischen Verbindung. Laut Machbarkeitsbericht besteht ein wirtschaftliches Bedürfnis: „Im Winter ist für das Valle Anzasca die bahntechnische Verbindung der beiden Täler und der Zugang zu den schneesicheren Hängen des Monte Moro für seine Existenzsicherung zwingend. Das Saastal wird vom grösseren Skigebiet profitieren. Im Sommer werden Saastal und Valle Anzasca durch die Verbindung der beiden Täler mit ihren zwei Sprachen, Kulturen und Mentalitäten an qualitativen Möglichkeiten gewinnen.“
Skepsis im Saas
Selbst wenn die Projektverantwortlichen betonen, dass es sich um eine Vision handelt, die erst in einigen Jahrzehnten etappenweise verwirklicht werden soll, sind die skeptischen Stimmen nicht zu überhören. Man wolle den Italienern keine Steine in den Weg legen, meint Claude Bumann, Gemeindepräsident in Saas Fee. Der Talrat habe deshalb damals auch entschieden, sich an den Kosten der Machbarkeitsstudie zu beteiligen. Bis heute ist allerdings weder die Studie, noch die Rechnung auf der Gemeinde eingetroffen. Geblieben sind die Bedenken, dass Winteraktivitäten im Mattmark-Gebiet aus Sicherheits- und aus bewilligungstechnischen Gründen wohl nur schwer möglich sein werden. Das Einverständnis des Talrates sieht Claude Bumann eher als ein „Zeichen der Solidarität gegenüber Macugnaga“. Zum Projekt selber gibt sich der Feer Präsident realistisch: „Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Italiener auf Schweizer Gebiet den einen oder anderen Skilift betreiben. Mehr dürfte aber in den nächsten zwanzig Jahren finanziell nicht realistisch sein.“ Als „zurzeit etwas realitätsfremd“ stuft Damian Bumann, Direktor der Bergbahnen Saas Fee, das Projekt ein. Eine Anbindung an ein italienisches Skigebiet hält er zwar für „sehr wünschenswert“. Für den touristischen Erfolg brauche es aber nicht nur Bahnen, sondern auch entsprechende Infrastrukturen in Macugnaga selber.
Interreg III-Entscheid im Frühjahr
Ein nächster Vorentscheid dürfte im Frühling 2002 fallen. Dann nämlich wird beschlossen, welche Projekte im Rahmen von Interreg III weiter geprüft und bis zur Verwirklichung vorangetrieben werden. Nebst der Finanzierung dürften Umweltbedenken wohl das grösste Hindernis darstellen.
http://www.rz-online.ch

(Q: Neveit)
Wuhuu na das wäre ja was.