Wo ist das Problem, wenn es spezielle Langsamfahrpisten gibt und daneben Alternativen, auf denen "normal" gefahren werden kann. Im Gegenteil, doch eigentlich gut, so kann jeder ein Tempo wählen, ohne sich mit den anderen in die Quere zu kommen.
Slim schrieb:
Wie ich es siehe:
Vorteile:
Kan endlich mit mein Holländische Freunden Skifahrern.
Die ganze Atmosphäre: essen, Sprache, Häuser, Aussicht
Die Möglichkeit längere Distanz zu fahren, auf Entdeckung zu gehen, Hinab in das nächtse Tal und weiter.
Mehr, einfachere, billigere Möglichkeitkeiten mit ein Fürher Touren Skien zu gehen.
Nachteile:
Wechselhaftes wetter. ZB recent gab is bis auf 2000m Regen in die west Alpen.
Wen schletchtes Sicht (Schnee/Nebel) oder Wind es oberhalb die Baumgrenze unangenehm machen muss Mann unter die Baumgrenze gehen, aber die Schnee Qualität dort ist in der Alpen vielleicht schlecht.
Mensen Massen, gedräng an Lift Schlangen, lange Wartezeiten, überfüllten Pisten. Das alles weil wir in der Schulferien gehen müssen.
Wir lieben unpräpariertes Gelände, aber wollen selbst verständlich auch von Lawinen gesichert bleiben.
Was raten Sie mir?
Machen, und dan wo? Oder besser auf sicher spielen und in Nordamerika bleiben? Und ein Alpen Trip im Sommer machen?
Wie du schon siehst, ist es schwer, "die" richtige Antwort zu geben. Dazu gibt es in Europa einfach zu viele landschaftliche und kulturelle Unterschiede, die man ja auch bei den Leuten hier im Forum schon erkennen kann. Da gibt es die Schweiz-oder-nichts Leute und genauso die Schweiz-Hasser und genauso ist es mit Frankreich, Österreich und Südtirol. Jede Region hat eben ihre Stärken und Schachpunkte und für den einen ist eben die Landschaft wichtig, für den anderen sind es vielleicht die idyllischen Orte oder das Apres-Ski-Angebot. Für mich ist es gerade die Vielfalt, die es ausmacht, und jede Region hat eben ihre ganz eigenen Vorzüge.
Wenn deine Kriterien "Essen, Sprache, Häuser, Aussicht" und "auf Entdeckung gehen" sind, würde ich dir (von den Ecken, an denen ich schon gewesen bin) als erstes Dolomiti Superski empfehlen. Irgendwas an der Sella Ronda. Die Bergwelt ist fantastisch und man kann jeden Tag eine andere Tour fahren, ohne dass einem langweilig wird. Sprachen sind mit Italienisch, Deutsch und Altladinisch immerhin auch drei vertreten und auch was das Essen betrifft, kommt man an der Nahtstelle der verschiedenen Kulturen prima auf seine Kosten. Dazu waren die Preise nach unseren Maßstäben und Kriterien (Ski-in-Ski-out) für ein so großes Skigebiet noch guter Durchschnitt. Hauptnachteil für uns war bei unserem Besuch im März, dass es schon sehr warm war und der (viele) Schnee richtig nass, so dass ich mit dem Board auf blauen Pisten manchmal echt einfach stehen geblieben bin, und man kann halt leider kaum in höhere Lagen ausweichen, weil fast alles nur bis so um die 2000 m hoch geht. Wir waren außerhalb der Ferien, deswegen waren die Anstehzeiten einigermaßen ok, aber was man hier so liest, soll es da oft auch ziemlich voll sein. Zum Thema Off-Piste / Backcountry kann ich dir leider nichts sagen, dafür war einfach der Schnee zu schwer.
Alternative wäre dann Zermatt. Ein wirklich beeindruckendes Gebiet, mit anspuchsvollen Pisten und ebensolchem Publikum. Wir haben uns ein bißchen wie in einer anderen Welt gefühlt, zwischen High-Society und Surfer-Typen. Und praktisch von jedem Ort der Blick aufs Matterhorn, das hat was. Auch mit der Eisenbahn auf die Piste, das hatte alles irgendwie Stil. Ein echtes Erlebnis waren auch die 2200 Höhenmeter Abfahrt, die man (bei ausreichender Kondition) an einem Stück hätte fahren können, ich glaube, das ist absoluter Weltrekord. Kulturell und kulinarisch ist es ebenso vielfältig wie in Südtirol, man fährt einfach nur über den Berg und schon ist man in Italien. Vielleicht sogar noch etwas mehr, weil auch der französische Einschlag ja noch etwas mit dabei ist. Nachteil waren für uns halt die Preise. Deswegen hatten wir Appartement mit Selbstverpflegung, das war dann ok.
Ansonsten noch unsere beiden Standard-Varianten für Schiurlaube:
Da wären zum einen unsere französischen Top 3, Trois Vallees, Paradiski und Espace Killy: Endlose Pistenkombinationen, tolle lange Abfahrten, Höhenlagen über 3000 m, wo der Schnee auch im März noch gut ist. Weitere Pluspunkte für uns sind, Ski-in-Ski-out ist praktisch Standard und zumindest die wichtigsten Verbindungs-Lifte laufen im Frühjahr bis 17:30 oder sogar noch länger, wo in der Welt kann man sonst so viele Stunden vom Tag auf der Piste verbringen? Dazu alles zu - zu unseren Bedingungen - unschlagbaren Preisen. Das heißt aber auch: Zu viert auf 25 Quadratmetern im Appartement (aber weil eben die Lifte so lang laufen, sind wir da sowieso nur zum Kochen und Schlafen) und natürlich 100% Selbstverpflegung. Deswegen kann ich zu Essen im Restaurant oder auf den (eher nicht so verlockenden) Hütten auch nicht viel sagen. Baguette, Croissants und Rotwein sind aber immer lecker. Hauptnachteil für viele Leute sind die Schistationen. Es sind halt Betonburgen mit Hochhäusern. Uns stört´s nicht so (wir schauen halt in die andere Richtung) aber du hast "Atmosphäre" ja extra als Kriterium angegeben. Was auch noch zu erwähnen ist, wer auf Jodelmusik oder Ballermann-Hits steht, wird dort nicht so fündig, dafür gibt´s an den Funparks Rasta, Reggae, Hiphop. Und viele nette Holländer
Unsere andere "Heimat" ist dann praktisch das genaue Gegenteil: Großarl in Österreich. Verschlafen, familiär, provinziell, gemütlich, vielleicht ein bisschen Rentner-lastig. Überschaubare Preise und überschaubares Pistenangebot. Ein Berg mit Abfahrten auf beiden Seiten, nach einer Woche kennst du alles auswendig. Dafür immer 1a präparierte Pisten und vor allem eine (für uns) einzigartige Hüttenkultur. Und für mich das absolute Highlight: Jeden Tag mit dem letzten Lift rauf auf den Gipfel und dann nach Einbruch der Dunkelheit die 1200 Höhenmeter runter ins Tal. Auch das kenn ich nicht von woanders.
Von den österreichischen "In"-Orten kenn ich ansonsten nur noch Sölden. Hat mir auch prima gefallen, mit drei 3000ern, Top Schneequalität und der Mischung aus langen Abfahrten und nicht allzu schweren, dafür aber recht leeren schwarzen Pisten (während sich daneben auf der roten alles gedrängelt hat). Hab dort meine ersten Tiefschnee-Erfahrungen gemacht. Im Ort selbst scheint viel Party angesagt, wir haben aber außerhalb zu erschwinglichen Preisen auf einer Hütte gewohnt und mussten deswegen jeden Tag mit Schibus oder Auto anreisen, das hat mir allerdings dann nicht so gut gefallen.
Am besten, ihr kommt einfach gleich für drei Wochen und macht dann eine Safari durch alle Länder und Schigebiete...