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Verschandelung der Alpen

Seilbahnjunkie schrieb:
Du als reiner Tourengeher der nie mit der Seilbahn auf den Berg fährt kannst dich leicht über deren Bau aufregen, aber die meisten Touristen würden nicht mehr kommen wenn es keine Lifte gäbe, vor allem nicht im Winter.
Ich habe ja nicht gesagt, es dürfe keine Lifte geben. Was ich sage ist, dass das ewige Wettrüsten aus Konkurrenzgründen ein Ende haben muss. Auch die Natur und die Landschaft sind nicht grenzenlos ausnutzbar. Im Gegenteil: Sie sind das Kapital des Tourismus und wenn das Kapital zerstört wird, ist es das definitive Ende. Da nützen Millionen auch der Investoren nichts mehr.

Seilbahnjunkie schrieb:
Das würde auch nicht durch Leute ausgeglichen die dann nur deswegen kommen würden. Das kann man sich auch vielerorts in den Alpen anschauen. Orte die nicht in ihre Infrastruktur investieren bekommen irgendwann Probleme weil es keine Arbeitsplätze mehr gibt und die Leute dort wegziehen.
Das Thema "Arbeitsplätze" ist völlig überbewertet. Schau dir sie an: Sind allermeist Saison-Stellen, die von Ausländern besetzt sind.

Seilbahnjunkie schrieb:
Was das Strohfeuer mit den Abos angeht, wo gibt es das denn? ski-chringel hat von "vielerorts" gesprochen, nicht nur von Saas Fee. Übrigens hängt Saas Fee nicht so in den Seilen weil sie in den letzten Jahren zu viel ausgebaut haben, sondern weil die Konkurrenz sie abgehängt hat.
Ja, diese Dumping-Abos verschärft den Verdrängungskampf noch - das wird nicht lange so gehen können, die Finanzen werden das nicht länger zulassen. Aber sowas führt auf Dauer nirgends hin. Da brauchte es dringend ein Umdenken.
 
Richtig. Ich meine mit „vielerorts“ nicht die paar wenigen Dumper und auch nicht Saas Fee. Diese Politik finde ich sowieso falsch. Sondern fast alle grossen Stationen in der Schweiz und Österreich mit „normalen“ Preisen, die grosse Zuwächse hatten.
Verlierer sind die, die beim Ausbau nicht mitmachen. Ob es Dir passt oder nicht.
 
ski-chrigel schrieb:
Ob es Dir passt oder nicht.
Das ist völlig unwichtig. Aber wie geschrieben, dieser ruinöse Verträngungskampf wird ganz bös enden - Verlierer wird es massenhaft geben. Dann wird dann wohl wieder das grosse Gejammer einsetzen und die Öffentlichkeit muss mit Steuergeldern helfen... Schlimm !
 
Sarkasmus? ha...

Die Politiker machen eine Abwrackprämie um Tausende tadellose Autos zu verschrotten.
Der Bitcoin verbraucht zur Zeit soviel Strom wie Argentinien verbraucht.
Unsere hochgezüchteten Kühe überleben in freier Wildbahn nicht mehr weil das Gras zuwenig Kalorien liefert.

Und wegen ein paar Masten wird rumgeschrien...
 
Was Illhorn hier verbreitet ist halt sein Wunschdenken. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Schon alleine wenn man mal bedenkt, dass die erfolgreichsten Tourismusregionen und Bergbahngesellschaften diejenigen sind, die am meisten verbaut sind (Ischgl, 3V, Avoriaz etc.), wird schnell klar, dass man mit Naturfreunden eben in der Breite keinen auch nur ansatzweise vergleichbaren Umsatz machen kann. Deswegen ist auch der "sanfte Tourismus" ein reines Märchen.
 
Wunschdenken ist auch, die Natur immer mehr auszubeuten und zu zerstören und meinen, noch mehr Umsatz und noch mehr Gewinn daraus pressen zu können. Ein anderes Wunschdenken aber ist es, eine unzerstörte Natur unseren Nachkommen zu hinterlassen und aus diesem Grund nachhaltig mit ihr umzugehen.

Es ist wohl wieder einmal an der Zeit für ein Zitat:

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann."
 
Also mein Nachkomme freut sich jedenfalls über toll ausgebaute Skigebiete und die können schon für ihn als Neunjährigen nicht gross genug sein... :mrgreen:
 
Nix begriffen - aber egal. Irgend wann werden vielleicht die Augen (noch) aufgehen - das werden dann ganz grosse sein. Und die Nachkommen werden sich an den verschandelten Natur und den hinterlassenen Hypotheken und Schulden bestimmt sehr freuen.
 
Könnt ihr dann jetzt endlich zum Thema zurück kommen?

Don‘t Feed The Trolls! Beide Seiten!
 
Wenn überhaupt eine Landschaft in der Schweiz übermäßig verbaut und zubetoniert wird dann ist es das Mitelland und nicht die Alpen.
Es ist typisch dass irgendwelche selbsternannte Umweltschützer kommen und dann meinen besser zu wissen was gut für die einheimische Bevölkerung ist als diese selbst. Vergleicht doch einfach mal Simplon mit Saas-Fee: Beide sind geografisch in der Nachbarschaft gelegen aber während Saas-Fee in den letzten hundert Jahren seine Berge touristisch erschlossen hat, ist in Simplon alles beim alten geblieben. Saas Fee hat das Wohlstand und einen Zukunftsperspektive gegeben, Simplon dagegen leidet heute unter Abwanderung.
 
Illhorn schrieb:
Es ist wohl wieder einmal an der Zeit für ein Zitat:

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann."

Du weist aber schon wer das gesagt hat und wie es seinen Leuten heute geht, oder?
 
Illhorn schrieb:
Nix begriffen - aber egal. Irgend wann werden vielleicht die Augen (noch) aufgehen - das werden dann ganz grosse sein. Und die Nachkommen werden sich an den verschandelten Natur und den hinterlassenen Hypotheken und Schulden bestimmt sehr freuen.
Genau anders rum. Schau Dir die vielen entvölkerten Orte ohne Zukunftsperspektive an, weil der Tourismus dort eben keine Rolle spielt.

sir_ben schrieb:
Könnt ihr dann jetzt endlich zum Thema zurück kommen?

Don‘t Feed The Trolls! Beide Seiten!
Auch wenn ich weit von Illhorns Meinung entfernt bin, Trolle sind wir wohl beide nicht.
Sag doch mal den Moderatoren Bescheid, sie sollen das auslagern. Dass es nicht hierher passt, hatte ich (und andere) schon länger erwähnt, aber es scheint die leider schon seit langem ziemlich inaktiven Mods nicht zu kümmern.
 
jo26861 schrieb:
Sarkasmus? ha...

Die Politiker machen eine Abwrackprämie um Tausende tadellose Autos zu verschrotten.
Der Bitcoin verbraucht zur Zeit soviel Strom wie Argentinien verbraucht.
Unsere hochgezüchteten Kühe überleben in freier Wildbahn nicht mehr weil das Gras zuwenig Kalorien liefert.

Und wegen ein paar Masten wird rumgeschrien...
Whataboutismus bringt uns auch nicht weiter.
 
ski-chrigel schrieb:
Genau anders rum. Schau Dir die vielen entvölkerten Orte ohne Zukunftsperspektive an, weil der Tourismus dort eben keine Rolle spielt.
Es ist nochmal anders rum. Zugegeben, an verschiedenen Orten hat das jahrelang umgesetzte Aufrüstungs-Konzept den Tourismus bisher möglich gemacht. Aber wie wir jetzt vermehrt sehen, sind verschiedene Grenzen erreicht. Weiter aufrüsten geht nicht mehr, weil 1. die Natur nicht grenzenlos zur Verfügung steht und (ich wiederhole mich) das Kapital des Tourismus bleiben muss. 2. werden die Finanzen knapp, Projekte können kaum mehr finanziert werden und 3. wird - gerade aus diesem Finanzmangel - der Verdrängungskampf vermehrt geführt, was eine Weiterentwicklung des Tourismus in der Breite verhindert - oder nur noch für die paar wenigen, die als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen. Die Verlierer werden vor gewaltigen Problemen stehen.

Also müsste man schon länger viel breiter denken, als meinen, die Entwicklung sei nur ein technologisches Problem und man muss nur genügend Dinge in die Landschaft stellen, dann reiche das. Wie oben gezeigt, hat dieses Konzept für unsere Nachkommen keine Zukunft mehr.

ski-chrigel schrieb:
Auch wenn ich weit von Illhorns Meinung entfernt bin, Trolle sind wir wohl beide nicht. Sag doch mal den Moderatoren Bescheid, sie sollen das auslagern.
Vielleicht passen eben unsere Grundsatzfragen möglicherweise nicht in dieses Forum, wo man das Heil für die Zukunft offensichtlich immer noch ausschließlich in der weiteren technischen Aufrüstung sieht. Aber das Forum heisst immerhin "Alpinforum" und nicht "Seilbahnforum". Ich habe noch Hoffnung !
 
Naturbahnrodler schrieb:
Whataboutismus bringt uns auch nicht weiter.
Danke für den Einwurf, so sehe ich es auch - es gibt immer noch etwas anderes...
 
Vielleicht passen eben unsere Grundsatzfragen möglicherweise nicht in dieses Forum, wo man das Heil für die Zukunft offensichtlich immer noch ausschließlich in der weiteren technischen Aufrüstung sieht.
Da hast Du offensichtlich aber wenig Kenntnis von anderen Topics wie Klimadiskussion etc. Selbstverständlich sind solche Themen auch in diesem Forum erwünscht. Nur passt diese generelle Diskussion nicht in dieses Saas-Fee-Topic.

Zum Rest Deines Posts äussere ich mich nicht mehr, weil ich es diametral anders sehe.
 
ski-chrigel schrieb:
Da hast Du offensichtlich aber wenig Kenntnis von anderen Topics wie Klimadiskussion etc. Selbstverständlich sind solche Themen auch in diesem Forum erwünscht. Nur passt diese generelle Diskussion nicht in dieses Saas-Fee-Topic.
Auslöser war eben Saas-Fee, weil das Geld dort für "Infrastrukturelle Neuigkeiten" fehlt, weil man (zum Glück) keinen Mehrheitsaktionär wollte. Aber wohin würde denn diese Grundsatzdiskussion gehören?

ski-chrigel schrieb:
Zum Rest Deines Posts äussere ich mich nicht mehr, weil ich es diametral anders sehe.
Schade. Auch am "richtigen" Ort nicht?
 
Illhorn schrieb:
Irgend wann werden vielleicht die Augen (noch) aufgehen - das werden dann ganz grosse sein. Und die Nachkommen werden sich an den verschandelten Natur und den hinterlassenen Hypotheken und Schulden bestimmt sehr freuen.


So wie sich jetzt die Ägypter über ihre Vorfahren beschweren weil diese große Steinklötze in die Wüste gesetzt haben? Oder die Leute rund um Neuschwanstein, das Schloss dort verschandelt auch die ganze Aussicht auf die Bergwelt. Oder die Chinesen mit ihrer Mauer die man sogar aus dem Weltall sieht?

Hätte man damals auch so gedacht wie du oben dann wären jetzt die Nachkommen deutlich ärmer oder nicht mehr an diesem Platz.
 
Wer Beton, Masten und Seile, plattgewalzte Berglangschaften und Beschneiungsanlagen mit Pyramiden und Schlössern gleichsetzt, hat wahrlich nichts begriffen. Aber Vergleiche sind halt immer Glückssache. Hier ging es einmal mehr daneben - total.
 
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