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Man kann nur die vorhandenen Listen und Kandidaten wählen. Insofern sagt dass halt gar nichts aus und ich weis nicht ob du in jeder Situation zu deiner Aussage stehen würdest.hat doch eine Mehrheit genau diese Parteien und Politiker ins Parlament gewählt.
Wooly schrieb:Und was diesen seltsamen Mythos der "linken" CDU angeht, woran genau macht man das fest.
Wooly schrieb:(...) Die Schweiz ist wie Deutschland eine Demokratie, die etwas anders organisiert ist. Liegt an der Geschichte, aber auch an der Größe, ich finde, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, aber ich sehe jetzt nicht wirklich einen riesigen Unterschied, schon gar nicht was Professionalität angeht.
Wooly schrieb:In Deutschland gab es die Debatte genau 1:1 so, sie wurde aber nicht per Volksentscheid entschieden, sondern im Einzelfall. Genau das Beispiel zeigt auch, was mich z.B. an den Volksbefragungen so stört, es werden nämlich oft Themen aufs Tableau gehoben, die entweder, obwohl sehr komplex, wie die meisten politischen Probleme, sehr stark vereinfacht werden, was der Diskussion eher schadet, und ausserdem sehr gut dazu mißbraucht werden kann, um populistischen Blödsinn zu verbreiten. Probleme mit extremen Tendenzen im Islam und mit anderen Kulturen und Religionen werden bestimmt nicht gelöst, weil man keine Minaretttürme mehr sieht ... das ist reiner Stammtisch, aber keinerlei politische Lösung.
Ich jedenfalls bin heilfroh, das wir die Volksabstimmungen in Deutschland eher im kommunalen Bereich haben, da machen sie nämlich Sinn ... für Gesammt-Deutschland ist das gewählte Parlament da, und das ist auch gut so. So funktioniert die Demokratie nämlich auch.
Wooly schrieb:Es ist schwer, zwei so unterschiedliche Volkswirtschaften zu befragen, aber was z.B. die Infrastruktur angeht, scheint das den Schweizern einfach sehr viel wichtiger zu sein, das zieht sich nämlich durch die ganze Schweizer Politik, während es in Deutschland eigentlich kaum jemanden wirklich interessiert hat, das in 20 Jahren z.B. die Bahninfrastruktur massiv abgebaut wurde .. man hätte ja einfach andere Parteikonstellationen wählen können. Immer dran denken, in einer Demokratie repräsentiert die Politik immer die Mehrheit der Wähler ... egal in welchem System.
Wooly schrieb:Was würdest du denn konkret ändern? Die 5% Hürde abschaffen? Wahlrecht ab 16 bei Bundestagswahlen?
Wooly schrieb:ThomasK schrieb:Als gestern die neueste Wahlumfrage für Sachsen getwittert wurde, habe ich mich ja kaputtgelacht. Zwar ist es noch ein Jahr hin zur Landtagswahl in Sachsen und es gilt natürlich die Fehlerquote von +- 3 Prozent, aber sollte sich das Ergebnis bestätigen, dass im künftigen Dreiparteienparlament die AfD mit 39 % gegen die CDU (32 %) und Linke (6 %) die absolute Mehrheit haben sollte, da der Rest wegen der 5%-Hürde achtkantig aus dem Dresdner Landtag fliegt, dann wäre das in der Tat ein gigantisches politisches Erdbeben.
Wäre es, ja. Was allerdings am Erfolg einer in Teilen demokratiefeindlichen Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und in Sachsen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird so zum Lachen ist kann ich nicht so richtig nachvollziehen, aber wenn das dein Humor ist ...
.Wooly schrieb:ThomasK schrieb:Vor kurzem habe ich mich erst wieder mit einem Schweizer unterhalten und ihm vom Verfassungsschutz erzählt, der in Deutschland politisch Partei ergreift. Er fragte mich, was denn ein Verfassungsschutz sei, worauf ich es ihm erklärte. Daraufhin meinte der Schweizer, dass es so einen Unfug wie einen Verfassungsschutz in der Schweiz nicht gibt, weil erstens die Schweizer sich selbst darum kümmern würden, dass die Demokratie funktioniert und die Schweizer keine Lust hätten mit Schweizer Steuergeldern irgendwelche Sesselfurzerbehördern, die nichts leisten und nur schwafeln, zu finanzieren.
Also der NBD ist kein Unfug, sondern das Schweizer Pendant zum Verfassungsschutz, und ich nehme an die meisten Schweizer werden Ihn auch nicht als "Sesselfurzerbehörde" abtun ... er hat lediglich eine andere Gewichtung und kümmert sich nicht um politisch radikalisierte Gruppen & Ideologien
Wooly schrieb:Ich denke, die Deutschen tun das aus einem guten Grund, und bis zu dem Zeitpunkt, als die AFD in den Fokus des Verfassungsschutzes geraten ist, habe ich auch noch nie das seltsame Narrativ gehört, das der Verfassungsschutz irgendwie "links" unterwandert ist ... der Verfassungsschutz übrigens dem bis vor noch garnicht so langer Zeit ein Herr Maaßen vorstand, der auch nicht gerade unter den Kommunismusverdacht fällt ... ich kann jedenfalls, gerade was Deutschland und seine Geschichte angeht, sehr gut verstehen, das sich der Verfassungsschutz um extreme und undemokratische Organisationen kümmert ...
Wooly schrieb:Die Ampel hat gerade nach jahrzehntelangen Blockaden die Wahlrechtsreform zur Reduzierung der Abgeordnetenzahlen beschlossen, gegen die Stimmen von CDU, Linken & AFD. Hast du aber bestimmt auch gefeiert, das das "Krebsgeschwür" auch in Deutschland endlich besiegt ist !!

snowflat schrieb:Sachsen wählt zwar erst nächstes Jahr, aber eine neue Umfrage lässt die AFD auf die absolute Mehrheit hoffen und SPD, Grüne, FDP wären nicht mehr im Landtag: https://pbs.twimg.com/media/F57FCLUXAAICSLH?format=jpg&name=4096x4096
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese „Projektion“ des anonymen Profils PrognosUmfragen (kein Impressum) auf einer Umfrage beruht.
dpa-Faktencheck: «PrognosUmfragen» arbeitet nicht seriös
https://www.presseportal.de/pm/133833/4333731
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfragen-fake-prominente-cdu-politiker-fielen-auf-falsche-zahlen-rein-a-1008836.html
Wooly schrieb:Ich finde, das ist ein schönes Beispiel für Demokratie und Meinungsfreiheit ... der eine war eine beleidigte Leberwurst, der andere wollte nur auf die Titelseite der Bunten, nicht ins Schloss Bellevue ...
Julian96 schrieb:Weiterhin glaube ich dass beim größten Teil der Abstimmungen dann doch das Interesse zu gering wäre.
Julian96 schrieb:Zum Thema mehr direkte Demokratie.
Ich fände mehr Volksabstimmungen an sich nicht schlecht, man müsste die aber sehr gut managen. Insbesondere in Hinblick auf regionale Themen bei denen es einfach nicht in Ordnung geht dass jemand der 500km entfernt ist mit darüber entscheidet was bei mir vor der Haustür passiert.
In meinen Augen liegt aber gerade da der Hund begraben. Wo ist die Grenze zwischen regional und für die Allgemeinheit von Belang. Wenn es bei uns in Deutschland mit unserer Mentalität schon ein paar hundert Politiker nicht schaffen sich einig zu werden, wie produktiv sollen dann wir alle sei? Bei uns würde doch selbst nach einer Abstimmung wieder geklagt weil einem das Ergebnis nicht passt.
Weiterhin glaube ich dass beim größten Teil der Abstimmungen dann doch das Interesse zu gering wäre. Wenn ich mir so anschaue wie hoch die Wahlbeteiligungen bei Gemeindewahlen oder Abstimmungen so liegen, da kommt man oft nur auf 1/3 der Wahlberechtigten.
Weiterhin angenommen man macht das mit Petitionen die erst eine Mindestzahl an Interessenten erreichen müssen. Wo liegt da wieder die Grenze? 10.000? 100.000? 1.000.000?
Bei 10.000 hätten wir wohl ständig irgendwelche Banalitäten zur Abstimmung, das wäre teuer, würde das System nur noch mehr ausbremsen und das Interesse schnell schwinden lassen.
Bei 1.000.000 wäre es wohl wieder so dass sich viele wieder eingeschränkt fühlen und man oft den Wunsch hätte man würde doch öfter abstimmen.
Wo legt man all die Grenzen fest? Erreicht man am Ende tatsächlich mehr Gerechtigkeit? Oder wird das System am Ende sogar ungerechter weil bestimmte Interessengemeinschaften lokal das System viel stärker manipulieren/beeinflussen können?
In meinen Augen ist das deutsche Grundverständnis von jeder muss mitreden können, jeder muss eine Meinung haben und absolut keiner darf auf der Strecke bleiben mit einem solchen System nicht vereinbar.
Da muss ich sagen... und ich fasse es kaum dass ich das sage... bin ich dann doch froh dass Politiker für uns entscheiden. Denn wenn es etwas noch ahnungsloseres gibt als Politiker bei uns, dann ist es das Volk als Masse. Denn hier zählen idioligische Wahrheiten, keine wissenschaftlichen. Und wenn sich jeder von uns an die eigene Nase fasst, wird er erkennen dass jeder von uns Themen hat wo er nicht nach der allgemeinen sondern der eigenen Logik entscheiden würde.
Ich finde unsere System in Relation zu den Alternativen gut. Was nicht heißt dass ich allgemein mit allem zufrieden bin.
skifam schrieb:Selbst was der Kanzler sagt gilt nicht ...
j-d-s schrieb:Oder ob man Atomkraft nutzen soll oder wenn mal weder Wind weht noch die Sonne scheint Kohle verbrennen soll.
Ich verstehe die Aufregung auch nicht so ganz. Die AfD ist nun mal ein Akteur im Landtag und dann braucht man sich auch nicht aufregen, wenn die sich an den Abstimmungen beteiligen und vielleicht mal dieselbe Meinung haben wie eine der anderen Parteien.icedtea schrieb:Zum Thema Grunderwerbsteuer in Thüringen; hat sich da mal jemand die Mühe gemacht, die Entwicklung und die Diskussionen in den letzten 15 Jahren oder so anzuschauen?
Anträge zur Senkung des höchsten Satzes in der Republik sind dort ja auch nicht neu; jetzt war einer (den ich grundsätzlich für sinnvoll halte) halt durch. Ist das Risiko einer Minderheitsregierung, auch wenn es mir natürlich lieber wäre, es gäbe eine Mehrheit dafür ohne die unsägliche AFD. Aber wegen denen einen sinnvollen Antrag nicht stellen![]()
GIFWilli59 schrieb:Ich verstehe die Aufregung auch nicht so ganz. Die AfD ist nun mal ein Akteur im Landtag und dann braucht man sich auch nicht aufregen, wenn die sich an den Abstimmungen beteiligen und vielleicht mal dieselbe Meinung haben wie eine der anderen Parteien.
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