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Wahlen

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Pancho schrieb:


Warum zitierst du mich?

Das, was du schreibst, hat überhaupt nichts mit dem von mir Geschriebenen zu tun.

Abgesehen davon habe ich die von mir getroffenen Aussagen alle belegt, d.h. es handelt sich hier im Fakten und nicht um Meinungen. Du musst nur die Links anklicken.

_______________________________


Heute ist die nächste Wahlumfrage für Bayern veröffentlicht worden.

https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/bayern.htm

Infratest dimap, 28.09.2023, Landtagswahl Bayern:

1. CSU 36 %
2. Freie Wähler 16 %
3. Grüne 15 %
4. AfD 14 %
5. SPD 9 %
_____________________

6. FDP 4 %
Sonst. 6 %

Durch den Wegfall der FDP sind dann nur noch 5 Parteien statt bisher 6 Parteien im Maximilianeum vertreten.

Ich schätze die Situation so ein, dass bei einem Wahlergebnis von 35 % oder 36 % Söder noch mit einem blauen Auge davon kommen wird. Normalerweise würde die CSU Söder bei so einem Ergebnis absägen. Da aber die Causa Aiwanger als externer Betriebsunfall gewertet wird, für den die CSU nichts kann und klar ist, dass - hätte Söder Aiwanger entlassen - die Freien Wähler auf über 20 % angestiegen wären, wird von der CSU die aktuelle Situation als eine Art Schadensbegrenzung bewertet. Hinzu kommt noch, dass Ilse Aigner politisch viel zu schwach ist, den Königsmord zu begehen.

Momentan stellen die Freien Wähler 3 Minister von insgesamt 15. Wenn die Freien Wähler zu stark werden, dann würden sie in der nächsten Legislatur dann nicht nur 4 sondern sogar 5 Ministerposten beanspruchen.

Rechnen wir einmal kurz nach: 15 * 16 % / (16 % + 36 %) = 4,615... sodass die Freien Wähler mathematisch aufgrund der Rundungsregeln Stand heute bereits 5 Minister beanspruchen könnten. Damit würden sie ein Drittel der Bayerischen Staatsregierung stellen, was für das Selbstverständnis der CSU einen ordentlichen Dämpfer bedeutet.

Ich muss ja lachen:

Jetzt auf einmal mitten im Wahlkampf kommt die CSU auf die Idee, die Strecke Ulm - Kempten (Allgäu) - Immenstadt - Oberstdorf zu elektrifizieren.

Diese sehr vernünftige Maßnahme, die bereits jahrelang gefordert wurde und absolut überfällig ist, soll jetzt endlich umgesetzt werden. So ein Zufall, dass gerade eine Woche vor dem Wahltermin das bekannt wird. Aber an die Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Oberstdorf glaube ich erst, wenn die Strippe wirklich im Oberstdorfer Bahnhof hängt.

Hier die offizielle Pressemitteilung aus dem StMB:

https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2023/172/index.php

Zitat:

(...)
Die Bahnstrecke von Ulm über Kempten bis Oberstdorf soll vollständig elektrifiziert werden. Das hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter heute bei einem Besuch des Landkreises Oberallgäu angekündigt: "Wir möchten die Illertalbahn bis nach Oberstdorf elektrifizieren. Damit kann der Regionalexpress von Ulm nach Oberstdorf elektrisch fahren und die Fernzüge können ohne Dieselloks das Oberallgäu erreichen. Das ist ein großer Beitrag zum Klimaschutz in dieser wichtigen Urlaubsregion."
(...)

Aus verkehrsplanerischer Sicht ist anzumerken, warum man denn nicht die zweigleisige Hauptbahn Augsburg - Buchloe - Kempten - Immenstadt - Hergatz elektrifiziert, zumal sie als Ausweichstrecke sehr wichtig wäre, wenn die elektrisch betriebenen Eurocitys (Astoro ETR 610 der SBB) von Zürich HB nach München Hbf im Falle einer Betriebsstörung nicht die eingleisige Strecke über Memmingen benutzen können. Außerdem will die Schweiz ab Dezember 2034 zwischen Zürich HB und München Hbf die Eurocitys im Stundentakt fahren lassen und da reicht die Infrastruktur in Deutschland keineswegs aus, da nicht nur die Selbstkreuzung des Eurocitys berücksichtigt werden muss, sondern auch weitere Kreuzungen des EC mit den Regionalzügen und Güterzügen.
 
Schuster bleib bei deinen Leisten 🤷‍♂️
 
Eigentlich eher untypisch für die CSU, dass sie auf einmal Interesse an der Förderung der Bahninfrastruktur hat.

Dass es noch nicht-elektrifizierte Hauptbahnen gibt, ist eigentlich auch ein Unding. Vielleicht kommen so mehr Hybridlokomotiven nach Deutschland. Eurodual ❤️
 
ThomasK schrieb:
Ich muss ja lachen:
Jetzt auf einmal mitten im Wahlkampf kommt die CSU auf die Idee, die Strecke Ulm - Kempten (Allgäu) - Immenstadt - Oberstdorf zu elektrifizieren.
Diese sehr vernünftige Maßnahme, die bereits jahrelang gefordert wurde und absolut überfällig ist, soll jetzt endlich umgesetzt werden. So ein Zufall, dass gerade eine Woche vor dem Wahltermin das bekannt wird.

Ich glaube, du als begeisterter Bahner überschätzt vielleicht ETWAS den wahlentscheidenden Impact der Elektrifizierung von Ulm-Obersdorf ... ;D
 
ThomasK schrieb:
Warum zitierst du mich?

Ich fand das Ding mit den einem Finger zeigt irgedwo hin und die restlichen auf einen selber grad extrem passend. Ansonsten war mir einfach danach... :mrgreen:
Meine Äußerungen sind auch alle belegt. Die AfD ist in Teilen erwiesen rechtsextrem und hat geistige Tieffliger in ihren Reihen, die Hakemkreuze auf Autos aus der Ukraine schmieren. Unbegreiflich wie der Haufen so viele Stimmen bekommen kann.
 
Wooly schrieb:
Ich glaube, du als begeisterter Bahner überschätzt vielleicht ETWAS den wahlentscheidenden Impact der Elektrifizierung von Ulm-Obersdorf ... ;D
Also wenn das der entscheidende Faktor ist - da lehne ich mich mal aus dem Fenster - wird es bei der nächsten Bundestagswahl möglich sein, zu Kumulieren und zu Panaschieren bis der Arzt kommt.
 
Pancho schrieb:
Die AfD ist in Teilen erwiesen rechtsextrem und hat geistige Tieffliger in ihren Reihen, die Hakemkreuze auf Autos aus der Ukraine schmieren. Unbegreiflich wie der Haufen so viele Stimmen bekommen kann.

Und das bei uns im beschaulichen Baden-Baden .... der AFD Ortsverband Baden-Baden/Rastatt ist aber auch wirklich ein ganz besonderes Pflänzlein, da fliegt der Geist wirklich SEHR tief .... irgendwie passt die Geschichte zu den Protagonisten.
 
Eine Studie zeigt, dass die typischen AfD-Wähler die größten Opfer der Politik der AfD wären, sollte sich die Partei tatsächlich durchsetzen.
https://www.diw.de/de/diw_01.c.879742.de/publikationen/diw_aktuell/2023_0088/das_afd-paradox__die_hauptleidtragenden_der_afd-politik_waeren_ihre_eigenen_waehler_innen.html

Zitat aus der verlinkten DIW-Studie
Die Widersprüche zwischen den Interessen der AfD-Wähler*innen und den Positionen der AfD könnten kaum größer sein. Steuersenkungen für die Spitzenverdiener*innen, niedrigere Löhne für Geringverdiener*innen und eine Beschneidung der Sozialsysteme würden AfD-Wähler*innen viel stärker negativ treffen als die Wähler*innen der meisten anderen Parteien. Würde sich die AfD-Politik durchsetzen, käme es zu einer Umverteilung von Einkommen und sozialen Leistungen von AfD-Wähler*innen hin zu den Wähler*innen anderer Parteien.

Dies würde die ohnehin schon häufig am Rande der Gesellschaft stehenden AfD-Wähler*innen noch stärker marginalisieren und ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe beschneiden. Die Einschnitte, die die AfD hinsichtlich Gesellschaft und Demokratie vornehmen würde, beträfen vor allem Personen mit Migrationshintergrund, aber durchaus auch AfD-Wähler*innen. Und der mittel- und langfristige wirtschaftliche und politische Schaden, den eine Schwächung der Europäischen Union und eine Aussetzung von Maßnahmen gegen den Klimawandel verursachen würde, träfe vor allem die sozial Schwachen der Gesellschaft – und dazu gehören vor allem auch viele AfD-Wähler*innen.

Wie kann es sein, dass ein Fünftel der Bürger*innen die Politik einer Partei unterstützt, die stark dem eigenen Wohlergehen und den eigenen Interessen zuwiderläuft? Eine plausible Antwort ist die individuelle und kollektive Fehleinschätzung. Kaum eine im Bundestag vertretene Partei in Deutschland hat in den letzten 70 Jahren so hart nach unten getreten und verletzliche Gruppen so stark ausgegrenzt und diskriminiert wie die AfD. Durch die Hetze und Diskriminierung gegen Ausländer*innen und Menschen mit Migrationsgeschichte – was auf fast jede*n vierte*n Deutsche*n zutrifft – schafft es die AfD, den eigenen Unterstützer*innen einzureden, sie würden wirtschaftlich, sozial und politisch gewinnen, wenn soziale Leistungen oder Grundrechte für diese Gruppen eingeschränkt würden.

Die individuelle Fehleinschätzung liegt darin, dass viele AfD-Wähler*innen nicht realisieren, dass eine Politik der Diskriminierung und Ausgrenzung sie selbst stark negativ betreffen würde. Denn sie selbst gehören häufig zum unteren Rand der Einkommensverteilung, genießen seltener Privilegien und haben weniger Chancen als andere und sind stärker auf finanzielle Leistungen des Staates angewiesen. So wären vor allem AfD-Wähler*innen von Arbeitsplatzverlusten, einer schlechteren Infrastruktur und weniger Leistungen, einer Schwächung der Europäischen Union oder Steuersenkungen für Spitzenverdiener*innen stark negativ betroffen.

Hinterher nicht beschweren....
 
Gut, dass es wie in Hessen, konsensorientierte Landesregierungen unter CDU-Führung gibt und hoffentlich auch weiter geben wird. "Freund Tarek" ist halt in der Lage Realpolitik umzusetzen 😎
 
icedtea schrieb:
Gut, dass es wie in Hessen, konsensorientierte Landesregierungen unter CDU-Führung gibt und hoffentlich auch weiter geben wird. "Freund Tarek" ist halt in der Lage Realpolitik umzusetzen 😎

Alles ohne AfD ist gut. Demokratiefeinde dürfen nicht an die Macht.
 
@Pancho: Sowas sagte auch mal ein befreundeter Arzt, dass er gemäß AfD-Parteiprogramm nachher weniger Steuern zahlen müsste. Aber ich glaube nicht nur aus Prestigegründen hat er dann doch anders gewählt.
 
Das Programm und die seltsamen Gestalten der AfD führen in allen Bereichen der Politik in den Abgrund - auf lange Sicht für alle, am schnellsten für die Schwächsten der Gesellschaft.
 
Wooly schrieb:
Und das bei uns im beschaulichen Baden-Baden .... der AFD Ortsverband Baden-Baden/Rastatt ist aber auch wirklich ein ganz besonderes Pflänzlein, da fliegt der Geist wirklich SEHR tief .... irgendwie passt die Geschichte zu den Protagonisten.


Als Verkehrsplaner mache ich sowieso einen Haken, wenn es um Baden-Baden geht.

Verkehrsplanerisch machen die wirklich alles falsch, was man nur falsch machen kann.

Die Straßenbahn komplett kaputtgemacht und aktiv die Deutsche Bundesbahn genötigt die Eisenbahnstrecke von Baden-Oos nach Baden-Baden einzustellen. Die Deutsche Bundesbahn hatte das gar nicht vor diese Stichstrecke, die sehr gut angenommen wurde, einzustellen und es fuhren damals sogar etliche Kurswagen umsteigefrei nach Baden-Baden, aber weil die Stadt Baden-Baden, deren verkehrsplanerische Horizont offenbar nur von der Windschutzscheibe bis zur Heckschutzscheibe eines SUVs reicht, die Eisenbahn unbedingt weg haben wollte, stellte die Deutsche Bundesbahn den Betrieb ein.

Nun kann man sich sicherlich darum streiten, ob man zwischen Baden-Oos und Baden-Baden nach EBO oder BOStrab fahren will, aber alles wegzureißen ist Doofheit^3.

Wenn es um den Titel der autobeklopptesten Stadt in Deutschland geht, dann ist Baden-Baden auf jeden Fall unter den Top 10.

Bisher war ich nur einmal in Baden-Baden, weil ich die Merkurbahn sehen wollte, aber so ein schlechter ÖPNV ist wirklich grauenhaft. Na gut, dann sollen eben die Schlafmützen ohne Schiene auskommen. Mein Problem ist es nicht.
 
Pancho schrieb:
Eine Studie zeigt, dass die typischen AfD-Wähler die größten Opfer der Politik der AfD wären, sollte sich die Partei tatsächlich durchsetzen.
https://www.diw.de/de/diw_01.c.879742.de/publikationen/diw_aktuell/2023_0088/das_afd-paradox__die_hauptleidtragenden_der_afd-politik_waeren_ihre_eigenen_waehler_innen.html

Zitat aus der verlinkten DIW-Studie
(...)Zitat entfernt wegen Gendersprech(...)
Hinterher nicht beschweren....

Es müsste doch jeder erkennen, dass das eine Pseudostudie ist, weil dabei von Prämissen ausgegangen wird, die AfD-Wähler gar nicht teilen:
-Dass "fehlendes Vorgehen gegen den Klimawandel" allen schadet, auch den AfD-Wählern, nur gehen die sicher zu 90% davon aus, dass es den Klimawandel nicht gibt, oder er nicht menschengemacht ist, oder es ihnen schlicht egal - da ist die Wahlentscheidung sogar konsequent, weil alle anderen Parteien auf Verbote, Vorschriften und Steuererhöhungen zur Senkung des Co2-Ausstoßes setzen
-Dass die "Schwächung der Europäischen Union" allen schadet ist ohnehin grober Unsinn (weil die EU diverse schädliche oder unnütze Vorgaben und Verbote erlässt - ein Beispiel: Die Liberalisierung des Strommarktes, unterschiedliche Verbote von Staatsbeihilfen für Unternehmen, "Natura 2000"-Umweltschutzgebiete, Artenschutz usw.), andererseits ist es legitim, wenn man weniger (oder gar keine) Entscheidungskompetenzen von Berlin nach Brüssel abgeben will, selbst wenn das Deutschland wirtschaftlich schadet (man macht ja auch Umweltschutzmaßnahmen, obwohl die wirtschaftlich schweren Schaden anrichten), wobei dafür der Dexit kommen müsste, den die AfD ja gar nicht unmittelbar plant
-inwiefern die AfD für "schlechtere Infrastruktur" plädiert, ist mir nicht bekannt. Ist damit die Opposition zu "mehr ÖPNV und Elektroautos" gemeint? Wenn ja, AfD-Wähler sind sicher ganz überproportional überzeuge Verbrennungsmotorfahrer.

Dass das "DIW" kein Forschungsinstitut ist, sondern eine politisch links stehende politische Gruppierung, merkt man doch alleine daran, dass die in ihrem Text durchgehend gendern. Obendrauf wird offenbar nichtmal ansatzweise der Versuch unternommen, sich in AfD-Wähler hineinzuversetzen, sonst käme so eine Blödsinns-These wie "dass die AfD nichts gegen den Klimawandel machen will, schadet den AfD-Wählern" nicht zustande.

Das "DIW" kommt halt aus seiner linken Weltsicht nicht hinaus, in der "den Klimawandel durch Verbote aufhalten" alternativlos ist und ganz offenbar jede andere Meinung als illegitim betrachtet.
 
j-d-s schrieb:
Es müsste doch jeder erkennen, dass das eine Pseudostudie ist, weil dabei von Prämissen ausgegangen wird, die AfD-Wähler gar nicht teilen:
-Dass "fehlendes Vorgehen gegen den Klimawandel" allen schadet, auch den AfD-Wählern, nur gehen die sicher zu 90% davon aus, dass es den Klimawandel nicht gibt, oder er nicht menschengemacht ist, oder es ihnen schlicht egal - da ist die Wahlentscheidung sogar konsequent, weil alle anderen Parteien auf Verbote, Vorschriften und Steuererhöhungen zur Senkung des Co2-Ausstoßes setzen
-Dass die "Schwächung der Europäischen Union" allen schadet ist ohnehin grober Unsinn (weil die EU diverse schädliche oder unnütze Vorgaben und Verbote erlässt - ein Beispiel: Die Liberalisierung des Strommarktes, unterschiedliche Verbote von Staatsbeihilfen für Unternehmen, "Natura 2000"-Umweltschutzgebiete, Artenschutz usw.), andererseits ist es legitim, wenn man weniger (oder gar keine) Entscheidungskompetenzen von Berlin nach Brüssel abgeben will, selbst wenn das Deutschland wirtschaftlich schadet (man macht ja auch Umweltschutzmaßnahmen, obwohl die wirtschaftlich schweren Schaden anrichten), wobei dafür der Dexit kommen müsste, den die AfD ja gar nicht unmittelbar plant
-inwiefern die AfD für "schlechtere Infrastruktur" plädiert, ist mir nicht bekannt. Ist damit die Opposition zu "mehr ÖPNV und Elektroautos" gemeint? Wenn ja, AfD-Wähler sind sicher ganz überproportional überzeuge Verbrennungsmotorfahrer.

Dass das "DIW" kein Forschungsinstitut ist, sondern eine politisch links stehende politische Gruppierung, merkt man doch alleine daran, dass die in ihrem Text durchgehend gendern. Obendrauf wird offenbar nichtmal ansatzweise der Versuch unternommen, sich in AfD-Wähler hineinzuversetzen, sonst käme so eine Blödsinns-These wie "dass die AfD nichts gegen den Klimawandel machen will, schadet den AfD-Wählern" nicht zustande.

Das "DIW" kommt halt aus seiner linken Weltsicht nicht hinaus, in der "den Klimawandel durch Verbote aufhalten" alternativlos ist und ganz offenbar jede andere Meinung als illegitim betrachtet.


Das Ziel der AfD ist es, die EU zu einer Freihandelszone nach dem Modell der EFTA umzuwandeln, d.h. das Ziel der AfD ist freier Handel, freier Kapitalverkehr nach dem Modell der EFTA aber ohne den bürokratischen Wasserkopf und die Bevormundung aus Brüssel. Insbesondere will die AfD Kompetenzen von der EU auf die Nationalstaaten zurück verlagern.

Bei der Infrastruktur ist es so, dass die AfD neue Straßen und neue Schienen errichten will. Insbesondere will die AfD neue Autobahnen und neue Eisenbahnstrecken errichten. Ein Verbot des Verbrennungsmotors lehnt die AfD ab.

Um eine Verkehrsverlagerung zu erreichen, empfiehlt die Fachwelt PUSH and PULL also Restriktionen gegen das Auto und Ausbau des ÖPNV. Die AfD will PULL and PULL, d.h. beides ausbauen. Das Problem bei der AfD besteht nun darin, dass die negativen externen Kosten des Straßenverkehrs nicht ausreichend berücksichtigt werden. Wenn die AfD den Verbrenner nicht verbieten will, dann ist es aber gemäß der Fachliteratur notwendig, die negativen externen Kosten durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer dem Verursacher in Rechnung zu stellen. Genau das will die AfD aber nicht, weswegen man sie dafür inhaltlich kritisieren muss. Und wenn jemand von München nach Rom fliegen will, dann kann er das gerne machen, sofern über eine Kerosinsteuer die negativen externen Kosten dafür dem Verursacher in Rechnung gestellt werden und mit diesen Steuern CO2-Einsparungsmaßnahmen finanziert werden. So funktioniert Marktwirtschaft.

Richtig liegt die AfD allerdings bei der Bekämpfung der illegalen Migration. Ein ausgebauter Sozialstaat und offene Grenzen mit massiver Einwanderung in die Sozialsysteme führt langfristig zum Kollaps der Wirtschaft. Mehr als 50 % der Syrer und Afghanen sind auch nach jahrelangem Aufenthalt in Deutschland arbeitslos. Deren Bildungsniveau entspricht in keiner Weise unseren Anforderungen. Die meisten konnten noch nicht einmal eine quadratische Gleichung lösen und verstanden die einfachsten mathematischen Aufgaben nicht. Ganz abgesehen davon wird die Wohnungsnot drastisch verschärft, zumal die Bundesregierung weit hinter ihren Vorgaben, jährlich 400000 Wohnungen zu errichten, zurückbleibt. Abgesehen davon ist Deutschland ein extrem dicht besiedeltes Land und wir können nicht alles zubauen. Wir brauchen Regenerationsflächen und dürfen wegen der Klimaerwärmung auch die Städte nicht beliebig nachverdichten. Gerade die Grünen sind da die totale Lachnummer, indem sie immer wieder den Flächenfraß kritisieren, aber gleichzeitig der unkontrollierten Zuwanderung das Wort reden. Zum Glück hat Olaf Scholz gestern mal ordentlich auf den Tisch gehauen und den Grünen eine Lehrstunde erteilt, dass er der Boss ist und er nicht zulassen wird, dass die Grünen mit ihrer naiven Ideologie den europäischen Kompromiss torpedieren.

Pi mal Daumen kann man sagen, dass die AfD der CDU der Achtziger und Neunziger Jahre entspricht. Was das Staatsbürgerschaftsrecht anbetrifft, will die AfD nichts weiter als zurück zur alten Rechtslage der Neunziger Jahre, als die Staatsbürgerschaft im Wesentlichen nur durch Vererbung weitergegeben werden konnte. Das, was in den Neunziger Jahren die normale Rechtslage war, soll heute völkisch nationalistisch sein? Es darf gelacht werden. Die AfD ist ggf. inhaltlich zu kritisieren und nicht mit abstrusen Verschwörungstheorien zu überziehen.

Der Vergleich der AfD mit der CDU der Neunziger Jahre trifft es allerdings nicht ganz, da beispielsweise die CDU der Neunziger Jahre strikt gegen die Homoehe war. Die AfD will die Homoehe nicht abschaffen, sondern die Heteroehe finanziell besser fördern.

Im Vergleich zur CDU der Fünfziger und Sechziger Jahre ist die AfD bei weitem konsensorientierter. In der CDU der Fünfziger Jahre tummelten sich etliche Nazis, die Karriere in den verschiedenen Bundesministerien machten und niemand hatte sich seinerzeit daran gestört. Bundeskanzler Adenauer sagte damals, dass man auf diese Mitarbeiter angewiesen sei, weil man keine anderen hätte und damit war der Fall erledigt.

Nebenbei bemerkt wollte die CDU der Fünfziger und Sechziger Jahre von Polen die Gebiete Schlesien und Pommern und Ostpreußen zurück haben. Aus der CDU kamen damals Aussagen wie: "Nicht wir haben Gebietsansprüche an Polen, sondern Polen hat Gebietsansprüche an uns."
Von der AfD höre ich - im Gegensatz zur CDU der Fünfziger und Sechziger Jahre - keine Forderungen Deutschland in den Grenzen von 1937 wieder herzustellen.

_____________________


In meiner These gehe ich immer davon aus, dass 90 % aller Menschen Mitläufer sind. Beispielsweise bestätigte das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe in den Fünfziger Jahren es als grundgesetzkonform, dass Homosexualität in Deutschland strafbar sei.

Mainstream ist also stets der jeweilige Zeitgeist. Wer gegen den jeweiligen Zeitgeist ist, wird ausgegrenzt.

Der momentane Zeitgeist besteht eben darin, Eigenverantwortung klein zu schreiben und eine Vollkaskomentalität auf Kosten des Staates und somit aller - zu fordern. Hinzu kommt eine Gutmenschenideologie, die durch die Ignoranz der Eigenverantwortung zu massiven Fehlallokationen führt.

Insbesondere die Linken setzen sich immer wieder für Leute ein, die null, null Eigenverantwortung haben und dann für ihre Fehlentscheidungen alle anderen zur Rechenschaft ziehen wollen. Vor kurzem wurden wieder Bilder gezeigt von Leuten, die seit drei Jahren auf der Flucht waren. Gleichzeitig waren ihre Säuglinge zu sehen.

Das Erste was mir dazu einfällt ist nicht - "Oooh, die armen Kinder", sondern warum sind die Erwachsenen so doof sich zu vermehren, wenn sie mitten im Krieg auf der Flucht sind? Den Unterschied zwischen steuerbarem und nicht steuerbarem Risiko sollte man als Erwachsener schon kennen, denn der ist absolut fundamental.

Aber der Zeitgeist - andere für die eigene Verantwortungslosigkeit bezahlen zu lassen nebst Anspruchsdenken - ist völlig unerträglich.
 
ThomasK schrieb:
Um eine Verkehrsverlagerung zu erreichen, empfiehlt die Fachwelt PUSH and PULL also Restriktionen gegen das Auto und Ausbau des ÖPNV. Die AfD will PULL and PULL, d.h. beides ausbauen. Das Problem bei der AfD besteht nun darin, dass die negativen externen Kosten des Straßenverkehrs nicht ausreichend berücksichtigt werden. Wenn die AfD den Verbrenner nicht verbieten will, dann ist es aber gemäß der Fachliteratur notwendig, die negativen externen Kosten durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer dem Verursacher in Rechnung zu stellen. Genau das will die AfD aber nicht, weswegen man sie dafür inhaltlich kritisieren muss. Und wenn jemand von München nach Rom fliegen will, dann kann er das gerne machen, sofern über eine Kerosinsteuer die negativen externen Kosten dafür dem Verursacher in Rechnung gestellt werden und mit diesen Steuern CO2-Einsparungsmaßnahmen finanziert werden. So funktioniert Marktwirtschaft.

Die Prämisse von all dem ist aber, dass überhaupt der Co2-Ausstoß reduziert werden soll. Wenn man das insgesamt für unnötig oder unverhältnismäßig erachtet, wird daraus eine reine Verbotspolitik.

Ich würde ganz generell den Wert der Freiheit und der Lebensqualität, die Verbrennerautos (vor allem solche von 2005-2015 ohne die ganzen unsinnigen Assistenzsysteme) bieten, so hoch einschätzen, dass es keinerlei Rechtfertigung für irgendwelche Einschränkungen gibt, selbst dann nicht, wenn sämtliche Aussagen der Grünen bzgl. des Co2-Ausstoßes und "Klimaschutz" stimmen.

Es ist abzulehnen, dass Freiheit und Lebensqualität reduziert werden durch Verbote, Vorschriften und Steuererhöhungen zwecks "Klimaschutz". Denn unterm Strich ist das alles beherrschbar und das einzig sinnvolle Vorgehen ist, sich durch technische Maßnahmen den Folgen vom Klimawandel anzupassen (was übrigens sogar unter grüner Prämisse notwendig ist), weil es definitiv wirksam ist, viel billiger, und Freiheit und Lebensqualität kaum einschränkt.
 
Hauptsache unsere Politiker - egal welcher Partei - sorgen endlich mit dafür, dass sich daran etwas ändert:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/fluechtlingzahlen-mittelmeer-100.html
Und damit meine ich vorrangig die Anzahl der Toten. In dem Zusammenhang finde ich die Überschrift des Tagesschau-Artikels seltsam. Ist es nicht leider wesentlich wichtiger bzw. auch erschreckender, wenn über 2500 Menschen sterben, als dass allgemein die Zahlen steigen? Die Reduzierung bzw. nahezu gänzliche Vermeidung von Toten sehe ich übrigens als größten Vorteil des australischen Weges
 
ThomasK schrieb:
Pi mal Daumen kann man sagen, dass die AfD der CDU der Achtziger und Neunziger Jahre entspricht. Was das Staatsbürgerschaftsrecht anbetrifft, will die AfD nichts weiter als zurück zur alten Rechtslage der Neunziger Jahre, als die Staatsbürgerschaft im Wesentlichen nur durch Vererbung weitergegeben werden konnte. Das, was in den Neunziger Jahren die normale Rechtslage war, soll heute völkisch nationalistisch sein? Es darf gelacht werden. Die AfD ist ggf. inhaltlich zu kritisieren und nicht mit abstrusen Verschwörungstheorien zu überziehen.

Pi mal Daumen verorte ich das Gedankengut und die ideologische Ausrichtung der AfD noch ein paar Jahrzehnte weiter rückwärtsgewandt.

Ein zentrales Element der AfD, und traurigerweise über einige Jahre ihr Erfolgsrezept, ist ihr Rassismus. Bis auf die mittlerweile bedeutungslose NPD und andere neofaschistische Kleinstparteien, gibt es im deutschen Parteienspektrum keine Partei, die ihren Rassismus derart offen zu Schau stellt. Wobei sich die Verpackung rassistischer Argumente in den letzten Jahren gewandelt hat.

(...)

Die Radikalisierung der AfD geschah und geschieht nicht spontan. Seit jeher sind in der Partei Menschen aktiv, die rechtsextreme Weltanschauungen vertreten. Mit ihren punktuellen „Maus”-rutschern, verschieb die AfD stetig die Grenze des Sagbaren und damit auch die Grenze des Machbaren.
Quelle:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/verfassungsfeindlichkeit-was-ist-demokratiefeindlich-an-der-afd-95277/

Eines der vielen Beispiele für die Versuche der Grenzverschiebung aus jüngster Zeit:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/alice-weidel-empoert-mit-niederlage-zitat-ueber-fall-des-ns-regimes-a-d9890a49-849f-46a1-afb5-72effa2f2196

Das Schlimme ist, dass mit steigenden Umfragwerten die Grenzverschiebungen drastischer und zahlreicher werden. Die AfD ist eine Gefahr für die Demokratie.
 
Pancho schrieb:
ThomasK schrieb:
Pi mal Daumen kann man sagen, dass die AfD der CDU der Achtziger und Neunziger Jahre entspricht. Was das Staatsbürgerschaftsrecht anbetrifft, will die AfD nichts weiter als zurück zur alten Rechtslage der Neunziger Jahre, als die Staatsbürgerschaft im Wesentlichen nur durch Vererbung weitergegeben werden konnte. Das, was in den Neunziger Jahren die normale Rechtslage war, soll heute völkisch nationalistisch sein? Es darf gelacht werden. Die AfD ist ggf. inhaltlich zu kritisieren und nicht mit abstrusen Verschwörungstheorien zu überziehen.

Pi mal Daumen verorte ich das Gedankengut und die ideologische Ausrichtung der AfD noch ein paar Jahrzehnte weiter rückwärtsgewandt.

Ein zentrales Element der AfD, und traurigerweise über einige Jahre ihr Erfolgsrezept, ist ihr Rassismus. Bis auf die mittlerweile bedeutungslose NPD und andere neofaschistische Kleinstparteien, gibt es im deutschen Parteienspektrum keine Partei, die ihren Rassismus derart offen zu Schau stellt. Wobei sich die Verpackung rassistischer Argumente in den letzten Jahren gewandelt hat.

(...)

Die Radikalisierung der AfD geschah und geschieht nicht spontan. Seit jeher sind in der Partei Menschen aktiv, die rechtsextreme Weltanschauungen vertreten. Mit ihren punktuellen „Maus”-rutschern, verschieb die AfD stetig die Grenze des Sagbaren und damit auch die Grenze des Machbaren.
Quelle:
https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/verfassungsfeindlichkeit-was-ist-demokratiefeindlich-an-der-afd-95277/

Eines der vielen Beispiele für die Versuche der Grenzverschiebung aus jüngster Zeit:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/alice-weidel-empoert-mit-niederlage-zitat-ueber-fall-des-ns-regimes-a-d9890a49-849f-46a1-afb5-72effa2f2196

Das Schlimme ist, dass mit steigenden Umfragwerten die Grenzverschiebungen drastischer und zahlreicher werden. Die AfD ist eine Gefahr für die Demokratie.

nicht nur die AfD
 
Die AfD hat hier unter den nennenswerten Parteien mit einem Potential >5% ein absolutes Alleinstellungsmerkmal was Demokratiefeindlichkeit und offen rechtsradikale Tendenzen angeht.
 
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