Nach mehr als 10 Jahren mit einem
Fischer RC4 Wordcup GS, 17m Radius und 160cm (V1 vom Lochski) und einem
Fischer Watea 84, wo die hintere Bindungsbacken nicht mehr halten wurde es Zeit für ein neues paar. Drei Ski wurden in der Zwischenzeit getestet und konnte mich nicht entscheiden. Am Donnerstag wurde mir dann ein Flugblatt vom Vasold in Liezen gezeigt. Er zieht um und hat jede menge Angebote, auch auf Leihski. Natürlich nicht gerade die budgetreichste Zeit, aber vielleicht sticht mir was in das Auge.
Ich wollte wieder was, was in die Richtung eines Allrounders geht. Ein paar für die nächsten fünf, vl. mehr Jahre. Zwar gebrauchte Ware, aber vielleicht ist ja was dabei.
Kurz gesagt wurde ich dann bei einem
Head Integraile Black Edition 170cm Era 3.0:3 Fündig. Gekostet hat der Spaß mit Bindung 250€ und wurde auch gleich eingestellt. Ein Skischuh wurde schon mal vorsichtshalber mitgenommen.

Den Ski hat er sich für diese Saison neu zugelegt und wurde auch ein paar mal ausgeliehen. Der Belag und die Kanten sind aber noch in sehr guten Zustand. Keine Schrammen oder Macken. Richtige Allrounder hatte er nicht auf Lager, zum Glück. Er ist auch für das Gelände gut zu gebrauchen. 70% Piste 30% Gelände.
Die Daten des Skis:
Einsatzgebiet: Piste
Vorspannung: Allride Rocker
Diffuser
Sandwich Cap Konstruktion
ERA 3.0
UHMC Belag mit Race Strukturschliff
PowerRail
Radius: 170 cm/13,2 m Maße: 127 / 75 / 111
Jetzt kommt aber noch das Fazit, ein

Fazit.
Nach dem Kauf am Freitag ging es wie gesagt am nächsten Tag gleich zum Testen auf die Alm, also heute. Als erstes fiel mir die scharfe Kante auf. Man legt sich etwas auf die Seite und der Ski reagiert sehr scharf auf diese Reaktion. Leichte Kurven oder einfach mal cruisen finde ich ist nicht möglich, es baut sich sofort Druck auf, der abgebaut werden will. Wenn man abbremsen möchte will immer wieder die Kante greifen. Man muss sich schon fast zuerst seitlich drehen um dann den Ski nach drehen zu können. So viel Pflug wie heute fuhr ich die ganze Saison über nicht, weil das abbremsen so leichter war. Besonders auf abgerutschten Flächen wird er extremst griffig. Es erfordert richtig kraft um einfach nur zu bremsen. Der Ski braucht wie ich finde sehr viel Konzentration und Kraft, da die Kante sehr frech ist.
Anderer seits, wenn man es nach ein paar Stunden gewöhnt ist, das die Kante das macht wie du steuerst und zwar auf mm genau, kann es durchaus Spaß machen. Durch die Agilität und den Aufbau des Skis ist es an Fahrspaß nicht zu Topen gewesen. Man fährt auf guten Pisten Schwung um Schwung. Ohne das er ausbricht, im extrem engen Radius immer weiter mit sich in den Schnee fressenden Kanten. Die
rammen sich einfach in den Schnee und wenn du alles richtig machst über den ganzen Hang, auch wenn der Kilometer lang wäre ist das egal. Ich bin echt erstaunt, mit welch schlechten Material ich in den letzten Jahren unterwegs war. Auch kann ich sagen, das man sich mit den Ski sicherer fühlt. Man fährt und der Ski bricht nicht alle drei Schwünge aus, das kannte ich schon gar nicht mehr. Das ist erschreckend als Vergleich.
Mit den Ski könnte man noch schneller und vor allem aggressiver unterwegs sein. Für mich hat er noch kraft nach oben. Ich traue mich nicht 100% zu fahren, aber es ist gefühlsmäßig luft nach oben, bis zum ausheben wenn man will. Extremst zum rein beißen. Ich sehe mich nur noch im Kreis drehen mit dem Paar.
Natürlich alles Subjektiv. Für mich was das Skifahren angeht wohl die beste Entscheidung bis jetzt jemals. Wenn jemand gerne Carvt, gerne eng und mit hoher Seitenlage carvt und dennoch auch mal abseits der Pisten unterwegs ist, ist es ein paar was man sich anschauen muss. Den auch abseits, was viel zu kurz kam konnte er mich bis jetzt überzeugen.
Noch schnell ein Bilder davon.