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Windanfälligkeit von Bahnen. EUB<>PB

Da ich auf allen Bahnsystemen, ausser Funitel und 3S, arbeit kann ich folgendes sagen. Mit einer PB kann man mit wesentlich mehr wind noch fahren als mit einer EUB. Ich binn schon mit einer vollbeladenen 150er mit 10 m/s hochgefahren als der Wind Böen bis 80 km/h erreichte und habs nicht mal gemerk da der Wind ziemlich genau in der Fahrtrichtung war. Die leere Kabine wr weiter unten wo es weniger Wind hatte aber bei 50 km/h Seiten-oder Gegenwind kann man im freien Feld noch locker mit 7 m/s fahren, probiert dass mal bei einer EUB. Bei den Stützenüberfahrten muss man zeitweise dass Tempo stark reduzieren, aber da man ja selber genau siet wie die Verhältnisse sind ist dass meistens kein Problem. Der einzige nachteil der PB ist dass Man mehr Bodenabstand hat und man desshalb in einer Zone ist wo der Wind stärker ist. Genau dass ist auch der Nachteil der 2S oder 3S Bahnen.

Nehmen wir mal die zweit Teilstrecke der Eisjochbahn. Falls man die mal ersetzt und ein 3S bauen würde, wären die Stützen wohl ziemlich an den gleichen Orten und genau gleich hoch. Bei einem Funitel bräuchte es zwar mehr Stützen aber man könnt dan dem dass bei diesem System auch Niedehalter möglich sind wesentlich tiefer und Windgeschützter fahren.
Also: Vorteil Funitel.

Es ist auch immer eine Frage des Geländes, vor allem bei der Talstation. So wäre es beib Gletscherbus 3 unmöglich mit einem 3S so Steil raus zu fahren und an Höhe zu gewinnen. Beie einem Fünitel kann man 3 Niederhalter in die Ausfahtr stellen und direkt mit mehr als 100% steigen.
Also: Vorteil Funitel.

Dass Wichtigste ist allerdings die Stützenüberfahrt und daa ist dass Funitel weitaus im Vorteil, weil je näher man zur Stütze kommt um so gerader hängt die Kabine und auf der Stütze kann sie unmögich Schaukeln. Eine 3S Kabine schaukelt auch auf der Stütze.
Also: Vorteil Funitel.

Der einzige Vorteil den dass 3S hat ist dass man damit wesentlich grössere Spannfelder überbrücken kann, Safari Express, also an Orten wo die Stützenstandorte topographisch vorgegeben sind.

Stellt euch mal die Silvrettabahn als 3S vor. Die Kabinen schon am Ortsrand ca. 100Meter ab Boden. Dass würde dann ungefähr so schrecklich aussehen wie die Penkenbahn.

Übrigens: Der Rekord wo ich mit leerer 150er Kabine kurz vor der letzten Stütze und Bergstation hing ist ca. 120 km/h. Fragt mich jetzt bitte nicht was ich bei dem Wind da gemacht habe, aber dass Teil hing so schräg dass ich mich richtig festhalten musste.
 
Theo schrieb:
Übrigens: Der Rekord wo ich mit leerer 150er Kabine kurz vor der letzten Stütze und Bergstation hing ist ca. 120 km/h. Fragt mich jetzt bitte nicht was ich bei dem Wind da gemacht habe, aber dass Teil hing so schräg dass ich mich richtig festhalten musste.
^^Windsurfen was sonst! :wink:

Wo Arbeitest denn du in der Schweiz wenn du eine 150er fährst und im Wallis wohnst? Verbier Mont Fort oder Champery Plancheaux?? Die anderen Walliser Bahnen sind alles 125er wenn ich mich nicht irre.

Funitel braucht nicht so viele Stützen. Schau mal das Funitel in Montana. Das hat genau gleich viele Stützen wie die alte PB.
Allerdings halt ich ein Seilbahnsystem bei dem man den Durchmesser der Antriebsscheiben abschleiffen muss um einen gleichlauf zu erziehlen nicht für wirklcih sinnvoll. :?
 
@Admin: Wenn um ein Skirennen beim Treffen geht komm ich auch mit. Ich bring sogar ein paar Headski für den Claus mit. :P

@top: Ich habe in Ischgl schon mal erlebt das bei der alten Silvrettabahn, die heutige Fimba, die Gondeln trotz Langsamfahrt an den Mast schlugen und die Bahn "auslöste". Mit dem jetzigen Funitel wird das so schnell nicht mehr passieren. Bei einer 3S Bahn ist doch der Seilabstand (Spur) viel geringer.
Gibt es da genaue Windangaben Funitel<>3S Bahn :?:
 
Wo rechnen wir eigentlich die frz. DMCs die dort vor allem in den 80er Jahren als eine Art Vorläufer der Funitels gebaut wurden? Beim Jandri-Express in Les Deux Alpes dürfte es sich zudem um eine der längsten und höhenmeterintensivsten Anlagen der Alpen handeln. Weitere DMCs: Alpe d´Huez (auch 2 Sektionen), Pontillas (Serre-Chevalier), Flaine. Also durchaus "größere" Skigebiete.
 
DMC ist eine eigene Gruppe.

Diese haben auch ein zentrales Gehänge. Bzw. Ein Gehängearm.
 
Die DMC in Arabba hast noch vergessen.
 
also claus?
wettrennen auf ski? abfahrt oder riesen slalom?
 
Michael hat falsch geraten. Der Gast liegt richtig,Zermatt hat auch eine 150er.
Ich bin dort meistens an der Talstation anzutreffen, falls mal jemand von euch vorbei kommt.
 
Hallo Theo,

Ja man merkt, dass Du mur mit PB und EUB zu tun hast, denn die Vorteile die Du bei der Funitel aufzählst kann ich als Techniker und zum Teil Betriebswirtschaftler nicht nachvollziehen - näher am Boden gut und recht, das muss ja auch sein weil es sonst die kleinen Kabinen (EUB) ordentlich verblasen würde (siehe Fleckalm Berg) Die Funi verbläst es zwar nicht, aber die Seile werden über Gebühr belastet, da gerade die Funitel die Kräftebewegung von der Seite NICHT in eine Pendelbewegung umsetzten kann und das merkt man beim Seilverschleiss und bei den Rollenbatterien - alles Kostenfaktoren.
Übrigens schade dass Du dir anstelle der Silvretta Funitel keine Pendelbahn vorstellen kannst - ich kann das schon, schlussendlich bin ich ja noch mit der legendären Silvretta Pendelbahn (1963 - 1983) gefahren - Bodenabstand über dem Fimba Tal von bis zu 250 m inklusive - das war noch ein Erlebnis, wie Du sagst, wie die alte Penkenbahn in Mayrhofen (1954 - 1995).
Also ich bin nach wie vor für 2 S und 2 S Bahn weil 2 oder 3 Stützen auch bei Wind einfacher anzusteuern sind als 7 oder 8! Und die Pendelbah hat da mit einem Wagenbegleiter (soferne vorhanden) sowieso unschlagbare Vorteile (da denke ich gerne an meine "Lehrjahre" bei der NKB zurück - 80 - 100 km/h Wind (besser gesagt Sturm) und die Bahn fuhr immer noch - tut das eine EUB auch???

Grüsse

Petzi
 
@petzi: So windsicher ist die ZUB auch nicht, am Stubaier ist schon mal eine Gondel vom Seil abgestürzt (lt. einer Vermieterin) :roll:
 
Hall Gast

Ich ziehe in Ischgl das Funitel dem 3S wegen dem Ortsbid vor.
Wenn Du die Silvrettabahn als PB baust,brauchst Du um auf die 3440 p/h
zu kommen ca. eine 400er Kabine.
Am Windsichersten ist bei uns allerdings ein anderes System. Die unterirdische Standseilbahn fährt sogar noch wenn die Vögel zu Fuss gehen.
 
Hi Theo, diesmal eingeloggt.

Also ich meinte nur, dass die Silvrettabahn früher einmal eine PB war und mir doch eine 3 S Bahn lieber wäre

Grüsse

Petzi
 
Verstehe von Seilbahntechnik zwar praktisch nichts - bin aber immer wieder erstaunt, was so eine Bahn aushält. Nehmt z.B. die Chäserruggseilbahn - die hing während dem Lotharsturm etwas zwei Stunden lang mit ca. 20 Passagieren rund 50m vor der Station, weil die Gondel bei der Bergstation nicht am letzten Masten vorbei kam. Der Wind hat bei der Kabine alle Scheiben heraus gedrückt und die Leute sassen auf dem Luckendeckel im Boden, weil der Wind den auch aufgedrückt hat .... aber abgestürzt ist das Ding (zum Glück) trotzdem nicht, obwohl die Windstärke über 200km/h gewesen sein soll.
 
Toggenburger schrieb:
Verstehe von Seilbahntechnik zwar praktisch nichts - bin aber immer wieder erstaunt, was so eine Bahn aushält. Nehmt z.B. die Chäserruggseilbahn - die hing während dem Lotharsturm etwas zwei Stunden lang mit ca. 20 Passagieren rund 50m vor der Station, weil die Gondel bei der Bergstation nicht am letzten Masten vorbei kam. Der Wind hat bei der Kabine alle Scheiben heraus gedrückt und die Leute sassen auf dem Luckendeckel im Boden, weil der Wind den auch aufgedrückt hat .... aber abgestürzt ist das Ding (zum Glück) trotzdem nicht, obwohl die Windstärke über 200km/h gewesen sein soll.

Auf solche Erlebnisse kann man verzichten. War zweimal in einer Bahn, als es lange nicht so Hardcore-mässig abging - das hat mir gereicht. Einmal hing ich am Klein-Matterhorn 15 Min. vor der Bergstation weil die Kabine schief hing und nicht rein kam; und einmal dauerte die Fahrt Plaun-Grap Sogn Gion mit der 6CLD 30 Min. weil eine Fahrt kaum möglich war. In beiden Fällen wurde der Bahnbetrieb dann umgehend eingestellt.

ist aber schon erstaunlich, was so eine PB aushält.
 
War nicht selbst drin, habe schon eine halbe Stunde vorher dem Wetter nicht mehr getraut. Habe darum von unten her zugeschaut, die Gondel vor der Talstation hat auch 30° bis 45° schief gehangen (behafte mich nicht bei diesen Werten, der optische Eindruck und/oder die Erinnerung können arg irreführend sein!) und auch die Standseilbahn Unterwasser-Iltios konnte nicht mehr fahren, weil der Wind ja überall 90° quer daher kam.

Habe aber seither mit mehreren, die in der Gondel waren, auch mit dem Kabinenbegleiter, gesprochen. Einer meinte, es sei sogar ein Glück gewesen, dass die Fensterscheiben raus flogen, das hätte die Angriffsfläche für den Wind entscheidend verringert.
 
Ich habs da am Klein Matterhorn auch schon des öfteren erlebt. Allerdings unvergessen bleibt bei mir immer noch die Fahrt von Cervinia hoch zum Plateau Rosa wo an Sylvester 120 km/h Wind hatte und alle Urlauber zurück über den Gletscher bei -45°C mussten. Das war wegen dem Wind schweine kalt! Trotzdem haben sie die Fahrten irgendwann auf italienischer Seite eingestellt!
 
Auch wenn dieses Thema schon älter ist, möchte ich auf eine Fehlinformation hinweisen, die mir aufgefallen ist:
starli schrieb:
Soweit wir das mal diskutiert haben, ist eine Stütze bei einer/m Funifor technisch gar nicht möglich...
Geht technisch sehr wohl, ein Funifor über Stützen zu führen, siehe z.B.: Funifor in Arabba, dort gibt es mehr als eine Stütze.
 
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