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yan lifte

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Artikel dazu:
https://tirol.orf.at/news/stories/2683332/


Da lag es aber wohl nicht an der Konstruktion der Klemme selber. Sondern an menschlichen Versagen.
Bei der YAN Klemme wurden meiner Meinung nach Konstruktionsfehler gemacht bzw. falsche Materialien gewählt. Wie die Gummifedern.
 
Bez. der Yan - Gummipuffer geb ich Dir recht denn wer das Eigenleben von beispielsweise Gummisilentblöcken kennt weiß das sowas als Klemmenfeder schlicht nicht taugt.
Bei der DS seh ich aber schon die Klemmenkonstruktion als eigentliche Ursache an denn ich kenn keine andere Kuppelklemme die eine zusätzliche Schiene zur Öffnung benötigt; wie kann man sich sowas unsinniges ausdenken das außerdem aufgrund der internen Langlöcher auch noch deutlich fertigungsaufwendiger ist... :rolleyes:
 
Ram-Brand schrieb:
Bei der YAN Klemme wurden meiner Meinung nach Konstruktionsfehler gemacht bzw. falsche Materialien gewählt. Wie die Gummifedern.
Die Gummifeder mag aber aus meiner Sicht der einzige Fehlgriff gewesen zu sein. Die Rollenbatterien aus Aluminiumguss stelle ich mir unheimlich leicht und einfach in der Instandhaltung vor, sofern Risse ausgeschlossen sind, was ich nicht beurteilen kann.
 
Wenn die konstruktive Gestaltung passt und man die passende Legierung gewählt hat sicher eine Alternative zu Stahlbalanciers. Allerdings bricht jeder Guß bei Überbelastung leichter als unlegierter Stahl der sich zuerst verformt bevor er w.o. gibt. Und von Seilfängern aus Aluguß würd ich die Fingerlassen denn die schneidet ein Stahlseil durch wie ne gute Säge... :wink:
 
Dass die Yan Seilbahntechnik überhaupt zugelassen wurde, ist für mich jedenfalls nicht nachvollziehbar, da wurden unzählige sehr primitive Fehler begangen, die eigentlich sogar z.T. für Laien erkennbar sind.
Noch fragwürdiger ist, dass in Westeuropa Yan Bahnen aufgestellt werden konnten!

Dass in den USA noch solche Krüppelgeschwüre in Betrieb sind, erstaunt micht jedoch nicht. Dort gelten zwar ANSI, usw., die Aufsicht ist jedoch sache jedes einzelnen Bundestaates und dort gibt es ganz massive Unterschiede.
Die, die mir Yan-Bashing vorwerfen wollen, können ein paar Unfallberichte lesen. Dass in den USA nicht mehr schwere Seilbahnunfälle geschehen, grenzt an ein Wunder wenn man den allgemeinen Zustand der Anlagen betrachtet (hier spezifisch auf alte Umlaufbahnen bezogen, neuere Bahnen von europäischen Herstellern sind z.T. auf angepasste CEN-Versionen basiert, Pendelbahnen sind da ein anderes Thema, da einige ältere davon von europäischen Firmen gebaut wurden).

Das Ausbildungsniveau des Betriebs- und Wartungspersonals ist ebenfalls sehr stark variabel, von einwandfrei bis katastrophal (sieht man sogar in gewissen YouTube Videos).
 
salvi11 schrieb:
Seilfänger war für Yan bei den KSB sowieso ein Fremdwort.
Nuja, vor Jahrzehnten ist man bei uns auch ohne diese ausgekommen ohne das es zu unzähligen Unglücken gekommen wäre. Beispielsweise behalf man sich u. a. mit breiteren Rollen oder wie im Falle Hölzls mit deutlich höheren Rollenborden deren Passage durch speziell geformte Keilklemmen möglich war.

@Lagorce; Yan war zweifellos ein fragwürdiger Konstrukteur, andererseits wäre die Anlage in Spanien nicht so lange in Betrieb gewesen wenn es größere technische Probleme gegeben hätte wobei mich wundert, daß dort die Gummifedern aufgrund der Erfahrungen mit diesen nicht gegen Spiralfedern etc. getauscht wurden denn dann wäre der Zwischenfall vermutlich gar nicht geschehen.

Die USA sind bez. Wartung etc. sowieso ein ganz eigenes Kapitel weil da häufig der kapitalistischen Gewinnmaximierung absoluter Vorrang eingeräumt wird. Bei Betreibern wie beispielsweise auch Disney die genau wissen, daß ihnen ein Zwischenfall wegen des Rufschadens teuer zu stehen käme laufen auch älteste Anlagen zuverlässig weil man sich entsprechend darum kümmert.
Diesbezüglich krasse Beispiele gibt und gab es bei den amerikanischen Eisenbahngesellschaften wo es z. B. aufgrund der Abneigung des Werkstättenpersonals unmöglich war, deutlich verbrauchseffizientere deutsche Loks von beispielsweise Krauss - Maffei an den Mann zu bringen weil schon Vorführtestlokomotiven z. B. an mangelnder Wartung oder unsachgemäßer Bedienung der hydraulischen Kraftübertragung zugrunde gingen.
Auch amerikanische Produkte waren davon betroffen denn beispielsweise wurden Fairbanks-Morse Gegenkolbenzweitaktdiesellokmotoren reihenweise "ermordet" die andererseits bei der amerikanischen Marine als Schiffsmotoren einen sehr guten Ruf hatten und klaglos ihren Dienst versahen. Beispielsweise gibt´s von Pentrex ein Dokuvideo einer Baldwinlok der nicht mehr existenten Sierra Railroad in Kalifornien, bei der man schon zu Beginn des Tages eindeutig hört das ein Kolben schadhaft ist; anstelle die abzustellen und deren Schwesterlok aus dem Schuppen zu holen wurde einfach beinhart weitergefahren bis eine deutliche Rauchfahne aus der Kurbelgehäuseentlüftung das baldige Kapitalversagen des Motors anzeigte... :motz:
 
Lustig ist aber, das man aus Amerika meist den Satz hört:
Safety first!
 
Ram-Brand schrieb:
Lustig ist aber, das man aus Amerika meist den Satz hört:
Safety first!
Darum lassen die ja auch meist den Sicherheitsbügel offen :lach: :wink:
 
Petz schrieb:
@Lagorce; Yan war zweifellos ein fragwürdiger Konstrukteur, andererseits wäre die Anlage in Spanien nicht so lange in Betrieb gewesen wenn es größere technische Probleme gegeben hätte wobei mich wundert, daß dort die Gummifedern aufgrund der Erfahrungen mit diesen nicht gegen Spiralfedern etc. getauscht wurden denn dann wäre der Zwischenfall vermutlich gar nicht geschehen.
Dass eine Bahn jahrelang unfallfrei betrieben werden kann/konnte ist alleinig bei weitem kein Beweis für ein ausreichend akzeptables Sicherheitsniveau.

Heute wäre man auch entsprechend einiges strenger nur bei bestehenden Anlagen sind die Aufsichtsbehörden je nach Land mehr oder weniger kulant da ja auch entsprechend viel mehr Beurteilungsspielraum vorhanden ist als bei Neuanlagen.

Interessant könnte es bei einem schweren Zwischenfall werden, da u.a. zahlreiche Yan Anlagen objektiv betrachtet die heutigen Mindest-Sicherheitsanforderungen für eine Betriebsbewilligung in einem eingermassen zivilisierten Land nicht (mehr) erfüllen.
 
Lagorce schrieb:
Heute wäre man auch entsprechend einiges strenger nur bei bestehenden Anlagen sind die Aufsichtsbehörden je nach Land mehr oder weniger kulant da ja auch entsprechend viel mehr Beurteilungsspielraum vorhanden ist als bei Neuanlagen.
Solange immer noch Wackelstützen auch bei Neuanlagen durchgehen sehe ich da keinen grundsätzlichen Unterschied in den Beurteilungen - offensichtlich kommt es primär auf den eine Anlage abnehmenden Sachverständigen an was er toleriert und was nicht und da gibt´s anscheinend doch einen größeren Ermessensspielraum... :wink:
 
Stützen müssen doch schwingen.
Je nach Fahrgeschwindigkeit wackelts halt mehr mal weniger. :D
 
Minimal ist ja ok aber wenn sich das am Joch andauernd in Zentimeterbereichen bewegt stellt sich bei Petz das gesamte Nackenfell auf. Auch der beste Stahl neigt bei Dauerschwingungsbelastungen zu Rißbildungen z. B. an Schweißnähten und schon deshalb sollten diese tunlichst vermieden werden :!:
 
Ist sowas wie hier am Einstiegsniederhalter denn noch normal?
 
Meiner Ansicht nach keinesfalls wobei ich aufgrund des sehr kurzen Stützenschaftes die Vermutung habe das sich bei dem Niederhalter das Fundament gelockert hat und nicht der Schaft selbst arbeitet.
 
^ da hatte ich vor ewigen Zeiten mal beim Stubaier nachgefragt, und demnach wäre es OK. Solche Niederhalter hab ich seitdem immer mal wieder wackeln sehen ..
 
Ein Liftbetreiber bzw. dessen Mitarbeiter werden sich hüten einem "Zivilisten" zu gestehen das mit solchen Stützen was nicht stimmt; der könnte das ja in den sozialen Medien posten und damit ängstlichere Gäste vergraulen.
Eine Fundamentbewegung führt dazu das das darunter befindliche Erdreich ungleichmäßig nachgeben kann (abhängig von dessen Zusammensetzung, Wassergehalt etc.) und dann die Stütze außer Flucht gerät. Tatsache ist jedenfalls das manche Sachverständige bei neuen Anlagen teilweise Wackelstützen akzeptieren aber andere nicht was auch schon zu vorgeschriebener Nachbesserung vor der Erteilung der Betriebsbewilligung führte.
 
Man kann sich halt selber lieb sein und das Gewackle beheben lassen. So würde man sich Schwingungen, Vibrationen und Gummi Einlageringe sparen. Bei Yans Wechsellast in Spanien war es extrem. Die Überfahrt aber so ruhig wie bei keinem anderen Hersteller. (Gegensätze)
 
Solange die Stütze wie jene in Spanien "nur" in Längsrichtung schwingt gibt es bei den Robas keine höhere Abnützung; angriffiger für Robas sind da seitliche Schaftschwingungen oder Torosionsbewegungen des Stützenjoches.
 
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