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Zermatt 16.5-20.5.2007

Da ich selber gerne Berichte aus diversen Skigebieten lese, möchte ich hier einen Bericht über Zermatt zum Besten geben. Ein relativ günstiges Pauschalangebot "Frühlingssonne geniessen" war ein wesentliches Motiv, sowie die angesagte kalte Witterung hat mich dazu bewogen sehr spontan hinzufahren. Österreichische Gletscher bieten zwar um diese Zeit attraktivere Angebote, die Fahrtzeit war mir jedoch zu gross. Ich war schon darauf gefasst nur die geöffneten Anlagen Furgsattel und Skilift Gandegg anzutreffen.
Die Anreise erfolgte mit der Bahn via Lötschberg Brig.
Dies hat sich für mich nicht nur von der Bequemlichkeit und vom ökologischen Standpunkt her gelohnt, sondern auch finanziell, da ich weder Parkgebühren in Täsch noch den Autoverlad am Lötschberg bezahlen musste.
Da auf der Hinfahrt schlechtes Wetter herrschte, füge ich Bilder von der Rückfahrt an den Anfang an. Die Eisenbahnstrecke landschaftlich ist sehr attraktiv.
Vor einem Tunnel vor dem Lötschbergpass hatte ich gerade mit dem Fotoapparat ein schönes Panorama anvisiert als ein Tunnel kam. Zum Abdrücken kam ich nicht mehr, dachte aber das könnte ich nach dem Tunnel nachholen. Nach dem Tunnel war das Panorama "weg vom Fenster". Ein Schweizer Bergführer hatte die Erklärung: die Bahn macht im Tunnel eine Schleife, sodass nachher die Seiten vertauscht sind.
Diese Schleifen sind auch nach dem Lötschberg vorhanden. Sie führen stark verlängerten Fahrtzeit, jetzt verstehe ich erst, wozu der Lötschberg-Basis-Tunnel gut ist. Die Fahrzeit nach Zermatt soll sich laut Bergbahnen Zermatt von Bern und Zürich ab Dezember um bis zu 72 Minuten verkürzen. Zur langen Fahrtzeit trägt sicher auch bei, dass die Bahn zunächst nach Brig fährt und dann in entgegengesetzer Richtung zurück. Dies ebenfalls wie die Schleifen um Höhe zu gewinnen.
So kann man die Bahnstrecke aus dem Fenster sehen, die man kurze Zeit später selbst fährt, nur auf einer anderen Höhe.
In Brig muss umgestiegen werden auf die Bahn, die nach Zermatt fährt. Ich suchte, schwer bepackt mit zwei paar Ski und so weiter verzweifelt das Gleis, bis mir jemand sagte, dass die Bahn vor dem Bahnhof startet.
Die Walliser sind mir auf der ganzen Fahrt ungewöhnlich höflich und zuvorkommend begegnet, vom Bahnarbeiter angefangen, der mir zeigte wie ich die Ski auf dem Wagen zu befestigen hätte, über den extrem netten Schaffner der mir riet in Zermatt nicht zu viel zu arbeiten und den ich später auf dem Gletscher wiedersehen sollte, bis hin zum Portier des Hotels, der mich vom Bahnhof abholte.
 

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Ich wusste gar nicht ob ich richtig sah und ob ich mich freuen sollte, aber es schneite tatsächlich. Das sah ich mit gemischten Gefühlen, da ich befürchtete, dass das Skigebiet bei Schneefall gar nicht geöffnet würde.
Meine Befürchtungen wurden zum Teil bestätigt, an der Rezeption des Hotels konnte man mir nicht sagen, ob das Skigebiet geöffnet sei, die Bandansage der Bergbahnen war vom Vortag. Dann rief ich direkt jemand bei den Zermatt-Bahnen an. Die Auskunft, man wisse noch nicht, ob das Skigebiet öffnet. Ich solle in einer halben Stunde wieder anrufen. Nach einer halben Stunde, 9.15 wurde mir schliesslich gesagt, der Skilift Gandegg sei offen. Damit waren meine Erwartungen schon übertroffen.
 

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Zur künstlichen Linienentwicklung auf der Lötschbergstrecke: Die gibt es nur auf der Nordrampe und hat die Form eines S. Die erste Wende liegt offen im Talboden, die zweite liegt im von dir beschriebenen Kehrtunnel.
 
Endlich war ich oben, tiefster Winter. Die Piste Gandegg war eigentlich gar nicht zu befahren, man musste sich förmlich durch 50 cm Tiefschnee hindurchwühlen, schieben reichte nicht aus, an Fahren ohne zusätzlichen Antrieb war auch bergab kaum zu denken, die Ski bohrten sich in den Schnee, das Gefälle von Gandegg ist für Tiefschnee einfach zu gering
Bei den zwei am Trockenen Steg vorhandenen Anfängerliften musste ich feststellen, dass die Seile kaum Halt boten und ich mich nur mit allergrößter Mühe anklammern konnte. Mir ist schleierhaft, wie man dort längere Zeit liften soll, man bräuchte Eisenhände! Eine Gruppe indischer Kinder lernte dort Skifahren und schien damit zurechtzukommen

Freitag: Traumwetter
Bei schönstem Wetter und besten Bedingungen: die Furgsattelbahn stand. Bizarr erschien es, dass man lesen durfte „wegen Sturm geschlossen“, obwohl zumindest an der Talstation kein Windhauch zu spüren war. Es waren allerdings an der Bergstation kleinere Schneefahnen zu erkennen. Mit ein oder zwei Pistenraupen wurde derweil die Piste präpariert und zwei Leute waren mit der Wartung der Bahn beschäftigt
Zahlreiche Gäste waren extrem empört über die stehende Bahn. Gegen Mittag öffnete die Bahn dann doch.
 

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Die übrigen Tage haben mir gut gefallen. Morgens waren perfekte Bedingungen zum Carven am Nachmittag wurde der Schnee weich.
Besonders interessant war, dass extrem wenig andere Wintersportler unterwegs waren, das bedeutete freie Fahrt auf der Piste. Für die Bergbahnen ist so eine geringe Besucherzahl vermutlich defizitär; dies dürfte auch der Grund sein, dass Zermatt das Schatzkästlein mit den anderen Juwelen um diese Zeit fast verschlossen hält.
 

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Das Klein-Matterhorn durfte nicht fehlen. Eigentlich wollte man mich beim Anblick meiner Ski stoppen. Aber mit meinem beharrlichen Verweis auf meine Bergsteigerausrüstung kam ich dann doch in die Bahn...
 

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Insgesamt hat sich der Ausflug nach Zermatt durchaus gelohnt. Der Schnee war gut, hervorzubehen ist auch das grossartige Panorama. Zwar ist um diese Jahreszeit das Angebot an offenen Anlagen am Geringsten, aber dafür dürfte es um diese Zeit auch die preislich günstigste Möglichkeit sein, einmal in Zermatt Ski zu fahren. Ausserdem war es sehr angenehm eine so leere Piste zu haben, Rennfahrer gab es praktisch auch keine. Nervig war es den Skilift Gandegg bei Nebel zu befahren. Noch nie kam mir eine Liftfahrt so unendlich vor(kein Wunder, wenn es der längste Skilift der Welt ist). Beim zweiten Mal wusste ich, dass man beim Häuschen in der Mitte aussteigen sollte, da Gandegg in der zweiten Hälfte noch!!! flacher wird.
 
Warst du oben aufm Breithorn oder wie sind diese Fotos zu interpretieren? Wollte ich auch schon immer mal hoch. Bist du dann per Ski abgefahren zum Trockenen Steg?

Italienisches Skigebiet: Champoluc?
 
Ja genau, so wie vermutet. Die Besteigung war etwas anspruchsvoller als vom Klein Matterhorn aus zu sehen. Ich habe wie die meisten Skitourengeher keine Steigeisen angelegt, hätte es aber im Rückblick doch eher getan, da es an einigen Stellen vereist war. Nachher bis Trockener Steg abgefahren. Präparationsspuren waren ab Klein Matterhorn durchgehend vorhanden, obwohl das Skigebiet geschlossen war, denen bin ich gefolgt weil ich micht dort sicherer vor Spalten fühlte.

Skigebiet Champoluc sollte das fotographierte Bild sein, passt von der Richtung
 
interessant .. d.h. die Kleinmatterhornbahn fährt jetzt im Frühjahr auch? Dachte es wär nur die KSB in Betrieb.. dann kann man sich aber schon wundern, warum die Piste nicht offiziell präpariert wird und man mit der PB fahren darf, oder?
 
Ja die Bahn fährt, aber nur für Ausflugsgäste. Die Pisten sind von oben befahrbar, aber es ist den Zermatt Bahnen vermutlich zu aufwändig diese auch zu präparieren und zu sichern, ist ja ein relativ weitläufiges Areal, also werden sie gesperrt.
Für Japaner, die nach Europa reisen, ist es ein Muss, einmal aufs Jungfraujoch und einmal aufs Klein Matterhorn zu fahren, unter anderem diese spülen sicher auch im Frühjar einiges an Geld in die Kassen, sodass es sich lohnt die Bahn zu betreiben. Für Skifahrer dagegen scheint es sich wohl nicht zu lohnen. Zu bestimmten Zeiten kann man gerade in Grindelwald ganze Züge sehen, die fast ausschliesslich mit Japanern besetzt sind, die alle aufs Jungfraujoch wollen, das ist natürlich ein beträchtlicher finanzieller Faktor.
Es wäre mal interessant jemand zu befragen, der sich da wirklich auskennt; es sind ja alles nur Vermutungen, die ich da anstelle.
 
hm. Wär's aber aus skifahrerischer Sicht nicht interessanter, vom KM runterzufahren als den Furgsattel-Bubble? Dann würden die Zermatter sich doch sogar noch mehr sparen (die Bahn fährt eh, so viel Gäste sind auch nicht da) ..

Theo, bitte melden :)
 
Dagegen würde sprechen, dass Bestandteil der Abfahrt der obere Teil der Gandegg Piste ist, und die ist im oberen Teil je nach Schneeverhältnissen oft mehr Schiebestrecke als Abfahrt.
 
Wie groß is die Chance dass ich im dieser Periode bis zum TrockenerSteg und Testa Grigia Skifahren kann??Lauft der Furggsattelbahn sicher nicht oder jenach Schneelage??
 
larsvanderkaa schrieb:
Wie groß is die Chance dass ich im dieser Periode bis zum TrockenerSteg und Testa Grigia Skifahren kann??Lauft der Furggsattelbahn sicher nicht oder jenach Schneelage??
Vom 23.6. bis 7.10. ist die Furggsattelbahn gemäss Fahrplan geschlossen. Ob sie am 7.10. öffnen kann, hängt von den Schneeverhältnissen ab.

Die Abfahrt bis Testa Grigia sollte immer möglich sein. Bis zum Trockenen Steg wird wohl offen gehalten, solange dort Schnee vorhanden ist - auch wenn die Anlagen Furggsattel und Gandegg bereits geschlossen sind.
 
Chasseral schrieb:
larsvanderkaa schrieb:
Wie groß is die Chance dass ich im dieser Periode bis zum TrockenerSteg und Testa Grigia Skifahren kann??Lauft der Furggsattelbahn sicher nicht oder jenach Schneelage??
Vom 23.6. bis 7.10. ist die Furggsattelbahn gemäss Fahrplan geschlossen. Ob sie am 7.10. öffnen kann, hängt von den Schneeverhältnissen ab.

Die Abfahrt bis Testa Grigia sollte immer möglich sein. Bis zum Trockenen Steg wird wohl offen gehalten, solange dort Schnee vorhanden ist - auch wenn die Anlagen Furggsattel und Gandegg bereits geschlossen sind.

Und wie Groß ist die Chance nach Aktuelle Schneelage?? Wie war es voriges Jahr um dieser Zeit und das Jahr davor?Ich ware voriges Jahr anfang August im Zermatt und die Testa Grigia war nicht zu erreichen mit Ski´s auch die TrockenerSteg nicht....
 
Zu Befehl, melde mich!

Rein vom Skifahrerischen her würde ich wenn ich wählen müsste den Furggsattel nehmem obwohl fast die hälfte kürzer.
Vom KM aus kommt man halt nur auf halber Höhe in den Hang am Plateau Rosa rein, dann ist man nach ein paar weiten Schwüngen schon im immer flacher werdenden Teil.
Kapazitätsmäsig könnte es um die Feiertage rum wenn es viele Ausflugsgäste hat schon eng werden, die meiste Zeit würde es gut gehen.

Wenn es nach mir ginge würde der ganze Frühjahrsskilauf sowiso komplatt anders aussehen. Dann hätte man sicher auch mehr Gäste, wenn auch nicht die grosse Masse.

@larsvanderkaa: Testa Grigia ist mit den Ski immer erreichbar, alleine schon wegen der Skifahrer welche von Cervinia hoch kommen.
Man muss halt nur vom Gletscherrand zur Seilbahn hochlaufen.

Schneemässig ist es sicher nicht besser als die Jahre zuvor. Die Rückfahrt bis Trockener Steg wird bis zum 22.6. durchhalten müssen, mehr wird wohl nicht gehen.

Am Rothorn hatte es gestern 60cm feinsten Pulver, der schmilzt in der Sonne aber leider schnell zusammen.
 
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