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Zermatt/​Cervinia/​Valtournenche 2016/17

Die Diskussionen hier sind auch mühselig weil vieles immer gleich nur schwarz oder weiß ist. Polemik mag zwar einigen eine gewisse Befriedigung verschaffen aber bringt auch keine vernünftige Diskussion zustande. Schade drum, da es sicherlich an mancher Stelle berechtigte Kritikpunkte gibt.
 
Mir erscheinen manche Diskussionen vor allem deswegen mühselig, weil manche lieber 100 Ausreden suchen, um jeden Misstand zu rechtfertigen, als auch nur einmal einen Gedanken daran zu verschwenden, wie man es mit wenig Aufwand bessser machen könnte. Das betrifft allerdings nicht nur diesen Thread, das scheint ein gesellschaftliches Problem zu sein.

BTW, Aletsch Arena ist ja Luftlinie keine 50 km entfernt. Aktuell werden einige Pisten im oberen Bereich als geschlossen gemeldet. Vermutlich wegen Lawinengefahr. Der Gast ist informiert und den Bahnen bricht auch kein Zacken aus der Krone. Optimal wäre jetzt noch eine detaillierte Information über den Status und die voraussichtliche Öffnung. Also z.B. "Geschlossen wegen Lawinengefahr, Voraussichtliche Öffnung gegen 11:00". Aber wenn man sieht, wie schlecht man als Gast in anderen Skigebieten informiert wird, wird man bescheiden. Dabei ist Kommunikation und Information von allen Verbesserungsmöglichkeiten meiner Meinung nach das, was am wenigsten kostet und die Zufriedenheit der Kunden erheblich steigern kann.

In deren Unternehmensleitsätzen steht übrigens an erster Stelle:
Wir bieten ein herausragendes Produkt für geniessende, sportliche Skifahrer, Wanderer und Ausflugsgäste, die sich am hochalpinen Charakter, modernen Anlagen und überdurchschnittlichen Serviceleistungen begeistern und den Topstandard des Gebietes in die Welt tragen.
Überdurchschnittliche Serviceleistungen. Topstandard. Kunden, denen viel Geld fürs Ticket abverlangt wird und die dann nach ein wenig Schneefall vor geschlossenen Bahnen stehen und darüber erst wenige Minuten vor Öffnung informiert werden, muss das wie Hohn in den Ohren klingen. Es reicht nicht, Unternehmensleitlsätze in wohlklingenen Worten zu Papier zu bringen. Man muß diese auch leben. Und letztendlich entscheidet alleine der Kunde darüber, ob die Leistung Top oder wenigstens ausreichend ist.

Ich denke man hat in Zermatt ein massives Problem mit der Selbstwahrnehmung. Man sieht sich selbst als Topdestination mit höchstem Anspruch an das Gebiet und an die eigene Leistung. In Bezug auf das Gebiet würde ich das auch jederzeit unterschreiben. In Bezug auf die Leistung nicht. Da muss meiner Meinung erst mal eine Änderung im Bewußtsein der Veranwortlichen erfolgen. Anstatt täglich in ihr Spieglein zu schauen wäre es hilfreich, wenn sie mehr über den Tellerand blicken würden. Woanders wird deutlich mehr Service und Dienstleistung für weniger Geld geboten. Doch wie soll berechtigte Kritik die richtigen Adressaten erreichen, wenn berechtigte Anliegen von Kunden grundsätzlich herablassend von oben herab abgebügelt werden? Wenn die Kunden erst einmal wie in St. Moritz wegbleiben, ist es für einen Sinneswandel zu spät.
 
@Theo
Niemand macht den Mitarbeitern der Zermatter Bergbahnen einen Vorwurf, dass habe ich wohl leider schlecht kommuniziert.
Sollte das so rübergekommen sein, dann muß ich mich dafür entschuldigen!
Nicht umsonst habe ich die Geschäftsleitung über den Unmut der Gäste informiert weil meiner Meiung nach

- viel zu Spät mit der Lawinensprenung angefangen wird, mangels Personal oder mangels Willen
- offensichtlich zuwenig Personal zur Pistenpräperation zur Verfügung steht, wie sonst ist es möglich das Pisten erst gegen Mittag geöffnet werden können?
- die offensichtliche Aversion das die Gäste es wagen könnten mit ihrem bezahlten Ticket nach Italien fahren zu wollen.
- die Kommunikation die wie schon öfter beschrieben einfache eine Katastrophe ist
- der Auftritt gegenüber dem Kunden wie im Großherzogtum

Nach meinen aktuellen Erfahrungen ist Zermatt von einer Topdestination sehr weit entfernt.
Langsam beginne ich die Schweizer zu verstehen die nach Österreich zum Skilaufen fahren, für mich hat sich Zermatt für die nöchsten Jahre auch erstmal erledigt.
In St. Moritz bekomme ich das Skiticket hinterhergeworfen wenn ich eine Woche dort ein Hotel buche, Zermatt ist hier auf einem guten Weg.
Im übrigen, dass Hotel wo ich mich aktuell aufhalte ist nichtmal zur Hälfte voll, vielleicht haben andere schon längst ihre Konsequenzen gezogen?!
 
Momentan "streiken" übrigens mal wieder die Italiener. Für mich nicht weiter überraschend, das habe ich nach Neuschnee schon oft erlebt. Das dürfte aber noch im Laufe des Vormittags sich wieder ändern. Gegen 8:00 meldete der Zermatter Pistenplan noch fast alles offen, bis auf KMH. Jetzt, gegen 8:30, ist das Angebot schon deutlich geschrumpft, es fehlt neben Italien auch Rothorn und Furgsattel. Aber mach Dir nichts draus, spätestens um 17:00 ist auf dem Plan wieder alles offen :wink:

Edit 14:00: war wohl nix mit Italien. Mein Fehler, ich hätte mir die Windprognose vom KMH anschauen sollen. Bei Winböen ab 80 km/h geht der Übergang nicht auf. Schade, dass man die Winprognose nicht gleich mit dem Pistenplan verhäkelt. Bis Freitag könnte es wegen Wind kritisch bleiben.
 
Theo schrieb:
Heute morgen zum Beispiel brauchte man bis halb 12 um den Hubolt Express in Gang zu bringe
Von mir aus im Tal und auch von meinem Kollegen am Berg war der Hublot Express um 9.30 Betriebsbereit. Alle weiteren Arbeiten wo ich bis 11.15 gemacht habe müssenn zwar auch irgendwann mal gemacht werden, waren für eine Betriebsöffnung nicht notwendig. Blos, wozu soll ich jetzt um 9.30 anfangen Strom zu verbraten wenn keine der beiden Piste wo zu mir her führen fertig präpariert sind.

Ich kenne die örtliche Situation nicht. In meinem Skifahrerleben ist es jedoch schon öfters vorgekommen, dass eine Piste nach kräftigem Schneefall nicht präpeariert worden war und dennoch der Lift in Betrieb war. Wer wollte und konnte fuhr eben die nicht präparierte Piste ( oder im Gelände) zum Lift und konnte ihn benutzen. Solange am Anfang der Piste erkennbar ist, dass sie nicht präpariert ist, weiß ja jeder, worauf er sich einlässt.
 
Sauerland_6_CLD schrieb:
- viel zu Spät mit der Lawinensprenung angefangen wird, mangels Personal oder mangels Willen
- offensichtlich zuwenig Personal zur Pistenpräperation zur Verfügung steht, wie sonst ist es möglich das Pisten erst gegen Mittag geöffnet werden können?
- die offensichtliche Aversion das die Gäste es wagen könnten mit ihrem bezahlten Ticket nach Italien fahren zu wollen.
- die Kommunikation die wie schon öfter beschrieben einfache eine Katastrophe ist
- der Auftritt gegenüber dem Kunden wie im Großherzogtum
Das entspricht übrigens nahezu inhaltsgleich meiner Kritik, die ich vor Jahren nach einem Besuch in Zermatt im Dezember hier im Forum angebracht hatte. Auch damals war das Wetter eher grenzwertig, der Übergang nach Italien meist zu und auf Zermatter Seite kaum etwas auf. Die abwiegelnden Reaktionen waren übrigens hier auch fast die gleichen. Früher dachte ich immer, es muß wohl an meiner forschen Art liegen, Kritik zu formulieren. Aber egal wie ich Kritik formuliere, es folgen stets die gleichen Antworten:

- alles nicht so schlimm, früher / anderswo / sonstwo war / ist es noch vieeel schlimmer
- eigentlich ist es sogar viel besser als letztes Jahr um diese Zeit
- guck mal, das schöne Matterhorn :wink:

Zermatt ist halt ein Schönwettergebiet. Wenn genügend Schnee liegt, kein Lüftchen weht, nicht zu viel Schnee über Nacht fällt und auch der Urlaub nicht zu früh gebucht wurde, dann ist alles bestens. Tolle Landschaft, tolle Pisten, abwechslunsgreiches Skigebiet. Die organisatorischen Schwächen machen sich vermehrt dann bemerkbar, wenn eine dieser Bedingungen nicht mehr zutrifft. Also mit zunehmender Wahrscheinlichkeit, wenn zu Beginn der Saison zu wenig Schnee fällt oder über Nacht zu viel, wenn der Wind zu stark wird oder man zu früh in der Hauptsaison fährt. Dann merkt man halt, dass es nirgendwo genügend Reserven und wohl auch nicht den Willen gibt, dem Gast trotz der unvermeidlichen Einschränkungen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.

Wahrscheinlich lassen sich aus einer Infrastruktur im Hochgebirge mit einem Saisongeschäft von wenigen Monaten und einem hohem Personal- und Wartungsaufwand anders auch nicht bis zu 8% Kapitalrendite rauspressen.

Heute wars übrigens aus der Ferne besehen auch nicht anders als gestern. Gegen 8:00 wurde noch alle offen gemeldet (außer den noch nicht freigegebenen Pisten), um 8:40 waren dann plötzlich nur noch 3 Pisten offen und der Rest zu.
 
Du hast diesen Winter wohl die beschissenste Woche erwischt mit Skiferien in Zermatt. Das ist leider im Hochgebirge so: bei schönem Wetter ist es eines der schönsten Orte (Immerhin 300 Tage Sonnenschein). Aber wenn es mal schlecht ist, dann richtig! Da sind die Voralpengebiet im Vorteil: auch bei schlechtem Wetter ist meistens noch möglich vieles zu öffnen. Im Hochgebirge ist dann aber einfach fertig lustig. Ich konnte diesen Winter auch noch nie auf Touren nach Zermatt: Bis jetzt keinen Schnee und die Gletscher viel zu gefährlich da alle Spalten nur hauchdünn überschneit sind. Ich musste ins Berner Oberland ausweichen um wenigsten dort ein paar schlne Touren zu machen. Fazit Winter 16/17 bis jetzt im Süden: Worst Winter ever
 
Es ist in der tat so, Zermatt ist mehr auf Schönwetter angewiesen als viele andere Gebiete, wobei es für mich persönlich gar keiene Schlechtwettergebiete gibt. Da wo ich wenn es schön ist nicht hinfahre, fahre ich bei schlechtwetter garantier auch nicht hin.
Das muss man sich aber auch schon beim Buchen bewusst sein, genau so wie man es sich im Sommer in den Alpen bewusst sein muss dass man ohne Gipfelerfolg wieder heim muss. Ist jetzt vielleicht ein bisschen ein übertrieben harter Vergleich, aber wenn man ins Hochgebirge fährt ist klar dass die Chance dass es in die Hosen gehen kann grösser ist als in den 2000er Gebieten.

Die Zeitangaber der Umschaltung wo für heute genannt werden sind im Übrigen zwischen 30 - 50 Minuten falsch angegeben, aber vielleicht bräuchten manche auch mal wieder eine aktuellere Version von ihrem Internet Browser damit dieser wieder richtig aktualisiert.

Was die Statusanzeigen betrifft waren wir uns hier im Forum schon mehrfach einig dass am Vorabend dass am nächsten Tag maximal möglich geöffnete angezeigt werden soll damit man besser planen kann. Gut, das betrift vor allem die Zeiten im Herbst und Frühjahr wo sich der Status dann von Wochenende zu Wochenende massiv ändern kann und nicht unbedingt den Hochwinter. Von dem her wird hier eigentlich genau das gemacht wo wir Forumler sonst fordern, nur soll es hier nun wieder falsch sein.
Darum muss ich jetzt an die Kritiker mal eine Frage stellen: Was macht es für euch für einen Unterschied ob der Status am Vorabend grün ist und erst am morgen auf orange wechselt oder wie in den letzten Tagen in den 3V z.B. am Vorabend auf orange gestellt wird und dann den ganzen Tag so bleibt?
Klar könnte man manche Sachen manchmal am Vorabend auch schon auf rot stellen weil man weis dass es nicht gehen wird, die Reaktion wäre dann allerdings wieder die: Die faulen Säcke probieren es erst gar nicht.
 
Laax steht diesbezüglich auch immer wieder in der Kritik. Da werden am Vorabend die Lifte, die nicht aufgehen werden und das Personal auch gar nicht aufgeboten wird (via Personal-App), auf rot gestellt. Ich finde das gut und ehrlich, auch wenn das Risiko besteht, dass sie als vorschnell faul kritisiert werden. Die Lösung in den 3V finde ich auch nicht optimal resp es gibt wohl gar keine optimale Lösung. Viele Öffungsentscheide können nun mal erst am Morgen nach der Vor-Ort-Besichtigung getroffen werden.
 
Am lustigsten finde ich hier immer noch 4Vallees: dort ist der Status (Pisten / Lifte) immer "geschlossen", wenn sie tatsächlich zu sind. Also will man Do Abend 18:00 schauen, wo man am WE hin will, wo welche Pisten offen sind, ist da alles rot, außer Le-Chable - Verbier (weil ja Abend, und Skigebiet zu)...

Und jetzt mal ganz Provokant:
Wer bei den Wetter- / Schnee- / Wind - Verhältnissen morgens in voller Montour in Zermatt an der Seilbahn steht und dann aus allen Wolken fällt, daß evtl was nicht geht, der soll doch besser in der Skihalle oder am Poppenberg bleiben...
Mit nur ein bisschen "Berg-Verstand" kann man sich am Abend schon denken, daß nichts oder nicht alles gehen wird. Dann kann ich auch nen Termin im Wellness ausmachen. Und wenn ich um 9 morgens dann halt meine Skiklamotten noch ausziehen muss, eh ich shoppen oder wandern gehe, dann ist mir der Tag futsch???
 
Theo schrieb:
........... dass am Vorabend dass am nächsten Tag maximal möglich geöffnete angezeigt werden soll damit man besser planen kann. Gut, das betrift vor allem die Zeiten im Herbst und Frühjahr wo sich der Status dann von Wochenende zu Wochenende massiv ändern kann und nicht unbedingt den Hochwinter..............
Stimmt, in der Hochsaison ist der Abendliche Status uninteressant. In der Hochsaison hab ich früh immer ins Internet oder whd. der Komplettoptimierung :D in Z-TV geschaut.
Anfang Dezember ganz anders. Da schau ich abends immer ob eine weitere Piste aufgemacht wird.
Da hab ich allerdings in den letzten beiden Jahren den eindruck gewonnen, dass Pisten grundsätzlich am Samstag offen gemeldet werden.
Theo du darfst mich gerne korrigieren falls ich mich da täusche, denn genau beobachtet hab ichs nicht.
 
chatmonster schrieb:
Und jetzt mal ganz Provokant:
Wer bei den Wetter- / Schnee- / Wind - Verhältnissen morgens in voller Montour in Zermatt an der Seilbahn steht und dann aus allen Wolken fällt.......
In Zermatt kann im Ort das schönste Wetter sein und kein Lüftchen wehen, während Du auf dem KMH wegfliegen würdest, wenn es denn auf hätte. Und die erste Stunde nach Öffnung der Pisten nach Neuschnee ist doch die schönste. Was soll ich also tun? Im Bett liegen bleiben und mich dann ärgern, das ich die schösnten Abfahrten verpasst habe? Oder mich abhetzen um an der ersten Gondel zu stehen und mich dann drüber zu ärgern, dass zwischen Verlassen des Hotels und Ankunft an der Talstation das Skigebiet geschlossen wurde? Die Informationen darüber lag wahrscheinlich schon früher vor, spätestens bei der Einsatzplanung für den morgendlichen Räumdienst.

Theo schrieb:
Was macht es für euch für einen Unterschied ob der Status am Vorabend grün ist und erst am morgen auf orange wechselt oder wie in den letzten Tagen in den 3V z.B. am Vorabend auf orange gestellt wird und dann den ganzen Tag so bleibt?
Wenn ich einen Tagesausflug planen würde, dann wüsste ich schon gerne, ob es sich lohnt, am Abend die Sachen zu packen und in der Frühe aufzustehen. Als Urlaubsgast vor Ort reicht es mir, wenn ich gegen 7:00 eine halbwegs realistische Prognose bekomme. Dann kann ich mich noch mal aufs Ohr legen oder ausgiebig frühstücken.

Wie wäre es denn mit einer 3-farbigen Ampellösung?

rot = geschlossen {Saisonschluß, Schneemangel, Schliessung für den Rest des Tages oder für mehrere Tage}
gelb = in Vorbereitung {Präparation, Lawinensprengung, Wind}, voraussichtliche Öffnung ....11:00 +/- 1 Stunde
grün = wahrscheinlich offen

Diese Lösung würde auch denen gerecht, die vielleicht in ein paar Tagen nach Z fahren wollen. Alles, was gelb und grün ist, ist halt prinzipiell geöffnet. Rot nach Betriebsschluß bedeutet, dass die Pisten zu 100% geschlossen sind. Für heute hätte man den Übergang nach Italien und die höheren Pisten gleich am Vorabend auf gelb setzen können. Grund Wind. Öffnung: unwahrscheinlich. Dann kann der Gast es gleich ruhiger angehen lassen und im Laufe des Tages kann man den Status immer noch auf rot oder grün setzen.

Nach einigen Besuchen in Z weiß ich mittlerweile, auf welchen Seiten ich mir die nötigen Informationen besorge. Die überwiegende Zahl der Wintersportler mutmaßlich nicht. Daher könnte man durch ein besseres Informationsmanagement vermutlich einiges an Unmut verhindern. Oder?
 
In der App werden zumindest weitere Infos geliefert. Heute z.B. dass im Bereich Gornergrat/Riffelberg Pisten wegen Lawinengefahr zu sind(hab die exakten Pisten grad nicht im Kopf). Könnte man somit auch auf der Homepage einpflegen.
 
Sauerland ist wieder zurück im vorfrühlingshaften Sauerland, zwei Tage eher als geplant nachdem es heuer im Dorf noch geregnet hat war dann Feierabend, ab nach Hause.
Sicher, man kann nach Zermatt fahren wenn man das Wetter absehen kann und eine sonnige Skisportwoche dort verbringen.
Das kann ich aber überspitzt dann auch im Sauerland!
Die Leute die in Zermatt Urlaub machen können, die haben in der Regel entweder eine gute Position im Job die in der Regel keine kurzfriste Disposition zulässt.
Oder aber sie sind selbstständig, hier ist die Urlaubsplanung noch weitreichender.
Ich habe im Oktober gebucht, das läßt sich auch kaum anders bewerkstelligen wenn ich wirklich mal zwei Wochen raus will.
Und dann erwarte ich einfach von einer Topdestination, die auch Top Preise aufruft einen Top Service.

Als Beispiel: ich war zwischen den Jahren, wie immer mit Familie und Verwandschaft in Grainau/ Garmisch.
Runtergefahren sind wir mit dem Bewußtsein das kaum Schnee liegt und man selbst auf der Zugspitze aus Depos den Schnee "zusammen gefegt" haben mußte.
Wir waren positiv überrascht, dass wir richtig gut Skifahren konnten obwohl die Natur zu dem Zeitpunkt es nun wirklich nicht gut meinte.

Nach Zermatt fährt man erstmal mit der Gewissheit den Gegenwert des günstigsten Neuwagens in Deutschland in zwei Wochen für einen Winterurlaub "platt zu machen".
Mit dem Ergebnis das man gerne morgens mal vor zwei geöffneten Bahnen steht, die dann aber nur per völlig überfüllten E-Bus zu erreichen sind. Das ist für die dort aufgerufenen Konditionen zu wenig, deutlich zu wenig.
Mir ist vollkommen egal wie das anders zu lösen wöre, ob man mehr Personal beschäftigt um die Pisten rechtzeitig lawinensicher zu präparieren, oder mehr oder andere Technik?
Da sind andere Leute die Fachkräfte!

Noch ein Beispiel
Am Hintertuxer Gletscher kämpft man auch mit dem Wetter und auch mit dem Klima.
Nur hat man dort schon vor etwa 20 Jahren Bahnen gebaut (DM Funitel) die nahezu bei bei jedem Wetter betriebsbereit sind.
Ja selbst mit dem Klima hat man es aufgenommen, eigentlich ginge dort keine TFH Abfahrt mehr im Sommer weil dort eigentlich kein Gletscher mehr ist, das Stichwort ist EIGENTLICH!
Dann beschneit man eben solange bis man dort Skifahren kann, auch im Sommer unter dem Stichwort Gletscherpflege.
Kanonen bis auf nahezu 3300 Meter garantieren Skispaß 365 Tage im Jahr.
Wieviel Tage im Jahr ist die kleine Matterhorn Bahn in Betrieb?
 
Ich glaube, du bist tatsächlich in der Skihalle besser aufgehoben, als zwischen den höchsten Bergen der Schweiz!
 
chatmonster schrieb:
Ich glaube, du bist tatsächlich in der Skihalle besser aufgehoben, als zwischen den höchsten Bergen der Schweiz!
Polemik ist ein denkbar schlechter Ersatz für Argumente, wertes Chatmonster. Als Skifahrer bin ich sicher noch lange nicht so weit herumgekommen wie so manch anderer hier. Aber unter den von mir bereisten Skigebieten kenne ich kein zweites, das aus seinem Potential so wenig macht und bei der kleinsten Abweichung vom Idealzustand seine Gäste dermaßen im Regen stehen lässt.
 
Kleine Zwischenfrage zum Verständnis: sind Neussergletscher und Sauerland eine oder zwei Personen?
 
chatmonster schrieb:
Kleine Zwischenfrage zum Verständnis: sind Neussergletscher und Sauerland eine oder zwei Personen?
Aus dem Alter, in dem man sich mit 2 Accounts im gleichen Forum mit sich selbst unterhält, bin ich raus. :wink: Ich kenne Sauerland nicht persönlich, vermute aber, dass er an eine Top-Destination mit Top-Preisen offenbar ähnliche Ansprüche hat wie ich. Ich finde es schon witzig, wie zwei Menschen im Abstand von mehreren Jahren in einer vergleichbaren Situation (mein Schlechtwetter-Urlaub in Z war im Dezember 2012) unabhängig voneinander offenbar in wesentlichen Punkten zu den gleichen Schlußfolgerungen gelangen. Vielleicht ist ja doch nicht alles so Top, wie es sonst gerade von offizieller Seite dargestellt wird. Ich stimme übrigens mit Sauerland darin überein, dass dies nicht im Verantwortungsbereich der ausführenden Mitarbeiter liegt. Ich sehe da die Versäunisse eher in den Bereichen Personaldecke, Organisation, Management und Investitionen.
 
Heute wurde mit der Präparation der Piste Nr. 15 Tufternkumme begonnen, wird wohl in den nächsten paar Tagen aufgehen.
 
Jawoll. Tufternkumme sowie Rote Nase Bahn + dazugehörige Route werden als geöffnet gemeldet.
 
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