Danke erstmal an alle für die vielen tollen Bilder und Pläne. Die Bahn ist in den offiziellen Ceretti e Tanfani Unterlagen mit 1968 datiert, man kann das in der monografie auf funivie.org nachlesen.
Der Graffersessellift Doss dei Gembri stammt den Stützen nach aus der mittleren Graffergeneration, dürfte vermutlich unter Berücksichtigung der restlichen Infrastruktur in etwa in der ersten Hälfte der 70er gebaut worden sein, so um 1972 würd ich tippen.
Es gab in der Zeit weitreichende Pläne Péjo an das Gebiet vom Passo Tonale anzubinden. Letztendlich ist aber nicht mal aus dem bereits fertig durchgeplanten Gebiet Pisganagletscher am Passo Tonale was geworden. Ich denke, dasss sich Péjo wirtschaftlich ab Ende der 70er weniger schnell entwickelte als urspünglich angenommen, so dass zuerst nur einer der drei Lifte gebaut worden konnte. Dies dürfte nach meinem Kenntnisstand in der Zeit um 1976 gewesen sein. Nach der Lawinenkatasstrophe hat das Gebiet vermutlich einen schweren Schlag erlitten. Dazu kommt ja jener besagte Nationalpark, der entsprechende Baumaßnahmen gelinde gesagt erheblich kompliziert. Es gab in den letzten Jahren diverse Ansätze, so den PLan eine PB auf über 3000m zu bauen oder aber auch zwei KSB u.ä., was bisher bekanntermaßen nicht realisiert werden konnte.
Zu den alten Büchern: in den DSV Atlanten von 1976 bis 1980 findet man den gleichen Plan wie oben bereits duch gerrit veröffentlicht: 3 Projekte. Das ist nicht weiter verwunderlich, auch in anderen Gebieten hatten die DSV Atlanten bis in die 80er immer noch die PLäne der Originalausgabe von 1976. Hingegen ist auf der Straßenkarte, die im Schiatlas 1977 mit abgedruckt ist, bereits der obere Lift ins Val di Mesdi eingezeichnet. Daher gehe ich davon aus, dass der Lift in etwa in dieser Zeit gebaut wurde (vermutlich nicht viel früher, sonst wäre er im Pistenplan nicht mehr als Projekt eingezeichnet gewesen).
In den DSV und ADAC Atlanten 1985 sind alle Projekte verschwunden, der Val di Mesdilift ist aber eingezeichnet und im Text wird von Schi bis auf knapp 3000m gepsrochen. Das ändert sich im ADAC Atlas auch bis in die frühen 90er nicht, woran man mal wieder die Aktualität dieser Bücher erkennt!
Die Bahn von Cogolo diente mit großer Sicherheit vor der Straße als ursprünglich Zubringer zum Ort, der ja aufgrund seiner QUellen eine lange touristische Tradition genießt. Sie dürfte ähnlich der Haflinger Bahn mit dem Bau der Straße kaum mehr frequentiert worden sein und daher aufgegeben.