Um dann noch mal fernab von jeder Polemik ein paar Worte in der Sache loszuwerden. Mir geht und ging es nie darum jemanden zu diffamieren oder zu beleidigen, auch wenn jetzt meinen Beitrag genau eine Stelle drüber steht. Sollte ich diesen Eindruck erweckt haben, dann bitte ich dies, Seilbhner, zu entschuldigen. Ich poste halt gerne scharf formuliert und meist nicht sonderlich ausführlich manchmal auch zu schnell, aber das sollte mittlerweile bekannt sein. Ich gelobe Besserung und will auch gleich hiermit ein Zeichen setzen.
Wir haben in diesem Thread eigentlich mehrere Streitpunkte und eigentlich reden zu einem Teil auch aneinander vorbei.
Die Gründe ein Skigebiet aufzusperren oder nicht mögen vielfältig sein. Angefangen von nicht zur Verfügung stehendem Personal, über nicht abgeschlossene Revisionen, unabgeschlossene Baumaßnahmen bis hin zum Naheliegendsten: keinem Schnee.
Dann gibt es Skigebiete in tieferen Lagen mit sehr wenigen Saisontagen. Die Sperren auf, wann immer Schnee liegt. Ein Beispiel sind auch die Skigebiete in den Mittelgebirgen für die ein paar Schneeflocken den Skibetrieb bedeuten. Die stehen aber immer außen vor. Ich und auch mehr als 99% hier sind nicht in er Lage zu beurteilen wann es wirklich an der Zeit ist aufzumachen.
Dieser Winteranfang ist ungewöhnlich, keine Frage so früh im Jahr so viel Schnee hatten wir schon lange nicht mehr. Interessant ist auch, dass es gerade hier im Forum ein paar User gibt, die von dem ein oder anderen Skigebiet erwarten dass es früher aufmacht, während ihnen ein anderes gleich zu sein scheint - klar jeder hat seine persönlichen Vorlieben. Dazu kommt, dass man gerade vor der ersten Abkühlung im Schnee die Gemüter in diesem Forum gerne ein wenig hochkochen.
Ich denke mal, dass man als Bergbahn den Saisonstart doch eher langfristig plant, um ihn dann meist ungewollt doch wieder fast ein wenig unfreiwillig nach vorne oder hinten zu schieben (zu müssen). Und es nutzt auch gar nichts jetzt plötzlich danach zu schreien Skigebiet XY mach auf es liegen 7 cm Schnee, wenn schon im Juli klar war, dass vor dem 30. Herbst nichts geht. Die Geschichte ist längerfristig zu sehen.
Dann kommt der Tag X und ein Skigebiet macht auf. Da fallen mir als Skifahrer vor allem 2 Strategien auf: die einen gehen mit einem lauten Knall in die Saison, machen Werbung, und starten von 0 auf 100 sofern möglich, während andere Gebiete eher langsam ihren Betrieb hochfahren, und auch wohl Anfangsprobleme versuchen in den Griff zu bekommen. Wochenendbetrieb etc. lassen grüßen. Welchen Seilbahnunternehmen es möglich ist ein prestigeträchtiges, defizitäres Vorsaisongeschäft zu machen entzieht sich meiner Kenntnis. Hier wäre an meinen vorherigen Ausführungen wohl am ehesten Kritik angebracht, sofern es so etwas gibt. Für mich steht allerdings fest, dass es schon den ein oder anderen Busunternehmer gibt, der im Moment sehr günstig in einigen Gebieten ein paar Skifahrer in die Berge karrt.
Was ich weiter oben mit Wettbewerb bezeichnet habe ist, dass es in der Vorsaison gerade jetzt wo vergleichsweise viel Schnee liegt, Überkapazitäten gibt und nur vergleichsweise wenige Skifahrer. Als bekennender Fan der Vorsaison mit den geringen Wartezeiten kommt mir persönlich das entgegen. Ökonomisch gesehn ist das wohl eher ein Fluch denn ein Segen, weil der Markt auch schwer beherrschbar und noch dazu wetterabhängig ist. Zudem wird ja auch mit ungleichen Mitteln gekämpft, da die Berge hier und da nicht ganz so hoch und die Skigebiete ungleich groß und auch noch zu allem übel unterschiedlich erreichbar sind.
Zuletzt möchte ich noch auf die Sache zurückkommen, die ich weiter oben kritisiert habe. Es scheint in den Köpfen der Skifahrer sozusagen eingebrannt zu sein, dass man da und dort zu Saisonbeginn hinfährt, und woandershin eher nicht. Das führt dann dazu, dass an einem Ort Schlange stehen angesagt ist, während woanders nichts los ist. Das komische daran ist, dass das nichts mit dem Preis, oder dem zu Verfügung stehendem Angebot zu tun hat, wo viel und wo wenig los ist. Dazu kommt, dass auch direkt benachbarte Gebiete von diesem Phänomen betroffen sind (z.B. Haus-Planai). Ich war dann einfach mal so frech und habe das ganze aufs Marketing geschoben. Zurecht wie ich meine, und bitte überzeuge mich jemand von etwas anderem, wenn ich falsch liegen sollte. Gemeint habe ich damit aber nicht den Radiospot 3 Tage vorher, sondern die langfristige Positionierung in den Köpfen. Das geht nicht von heute auf morgen oder binnen eines Jahres, aber 30 Jahre sollte es auch nicht dauern; und irgendwie geht's.
Die Statements mit dem "Da und dort stand aber nix.. " lasse ich mal außen vor. Sie tragen nämlich nichts zur Diskussion bei, außerdem steht im Alpinforum sowiso alles drin. Und nicht jeder Skifahrer nutzt ausschließlich das Internet bei der Informationsbeschaffung.