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Zu "scharfe" Kante

Ich mache in der Familie auch die Kanten von allen. Egal ob vom Top SL-Ski bis zu den Latten für die Skikurse. Ich habe noch nie bei einem die Kanten gebrochen. Ob der Genussdrifter, mittelmäßige Skifahrer oder ich, die Ski haben bisher noch nie verschnitten und lassen sich auch gleich bei der ersten Fahrt für alle driften.
Kantwinkel fahren wir von 86° bis 89°. Es werden die Winkel genommen die beim Kauf auf dem Ski drauf waren, wenn dieser nicht von Anfang an unfahrbar war.
 
Schleife auch schon Jahre selbst und auch viele Ski von Kollegen. Immer 88° Seitekante und ohne brechen, egal welche Ski. Wichtig ist m.M nach das entgraten nach dem schleifen und vor allem auch nach dem Skifahren(mache das täglich). Wenn ich mir dann so Ski im Skikeller der Unterkünfte anschaue, ist es kein Wunder das man auf dem A...liegt. Überall schon nach einem Tag ein Grat dran. Oft auch völlig ungepflegte Ski die ne Feile schon seit Jahren nicht gesehen haben.
Aber wie hier schon gesagt wurde ist das ne "Wissenschaft" und DIE Lösung gibt es eh nicht. Jeder wie er will und wie es ihm passt.

Gruß Nils
 
Rumgegoogelt ich habe.
Nur damit wir alle vom Gleichen reden, das was hier von 9:35 bis 9:42 passiert, thats it. Nicht dass hier jemand glaubt beim Kanten brechen muss man minutenlang herumfummeln.

oder hier 4:20 bis 4:30
 
grade bei gerockerten Skis finde ich das brechen nicht mehr so nötig - zumindest wenns um carven/freifahren geht. Für Rennlauf machen 3-4cm schon Sinn - mehr würde ich bei einem gerockerten nicht mehr machen. Schleift man per Hand sind die ersten paar cm eh meist nicht perfekt scharf - das reicht auch ohne brechen.

Klar unter der Bindung +10cm jede Richtung ist am wichtigsten - aber grad bei eisigen Bedingungen bei Kunstschnee pur - finde ich gebrochene Kante doch etwas störend.
 
Nach dem Schleifen sollte die Kante auf der ganzen Länge mit einem Arkansasstein bzw. mit einer Diamantfeile geglättet und gefinisht werden. Damit die Kante zwar scharf, aber nicht schneidend ist, sollte zum Abschluss im vorderen und im hinteren Bereich noch mit einem Schleifgummi der Schleifgrat entfernt werden
http://www.skiclub-lenggries.de/modules.php?name=Content&pid=27

Ja was denn nun: Kante brechen oder Schleifgrat entfernen?
Anleitung vom Profi, nur schlecht geschrieben oder wie?

Im Netz finden sich doch viele solcher Videos und Anleitungen...was ist denn jetzt RICHTIG :(
 
Im Netz findet man auch vieles was über Jahre immer und immer wieder falsch kopiert wird und dadurch nicht unbedingt besser wird.
 
ramon23 schrieb:
Nach dem Schleifen sollte die Kante auf der ganzen Länge mit einem Arkansasstein bzw. mit einer Diamantfeile geglättet und gefinisht werden. Damit die Kante zwar scharf, aber nicht schneidend ist, sollte zum Abschluss im vorderen und im hinteren Bereich noch mit einem Schleifgummi der Schleifgrat entfernt werden
http://www.skiclub-lenggries.de/modules.php?name=Content&pid=27

Ja was denn nun: Kante brechen oder Schleifgrat entfernen?
Anleitung vom Profi, nur schlecht geschrieben oder wie?

Im Netz finden sich doch viele solcher Videos und Anleitungen...was ist denn jetzt RICHTIG :(

RICHTIG gibts nicht :mrgreen:

das man den grat entfernt sollte klar sein. einige wissen nicht mal was das ist. andere machen das jeden tag. so ist das halt. ich halte das brechen der kanten für absolut notwendig. andere eben nicht. das kann man einfach akzeptieren. wie schon geschrieben, hängst das auch viel vom charakter des ski ab. die andere meinung aber als "murks" oder ähnliches bezeichnen würde ich nicht. eigenartige dass manche immer wieder so entgleisen.

aber was ist das erfreuliche hier im thread? es scheinen doch einige selbst zu präparieren, was in jedem falle sinnvoll ist. denn nur ein von hand präparierter ski ist optimal, auch an der schaufel, denn dort kommt keine maschine präzise hin, die handfeile aber schon, wenn man nicht zwei linke hände hat und entsprechendes werkzeug.

und da es jetzt richtig kalt ist, lasst uns das schöne skiwetter genießen, mit oder ohne gebrochener kante an tip und tail, aber hauptsache mit gescheit präparierten ski und dem wetter entsprechend rotem wachs :mrgreen:

ski heil!
 
snowstyle schrieb:
[...]

RICHTIG gibts nicht :mrgreen:

[...]

Das wollte ich gestern morgen schon schreiben aber wollte erst noch meinen Feldversuch abwarten. In meinen Augen muss man das Ganze ausprobieren. Ich schleife i.d.R. selber und breche auch bei mir die Kanten nicht. Hatte meine Ski jetzt aber vor kurzem mal wieder zum ausgesuchten Service und weiß da ich dabei war genau, dass die Kanten nicht gebrochen sind. Geschliffen sind sie auf 88° und 0,5°. Ich bin den Ski gestern ohne gebrochene Kanten gefahren und es war nicht schlecht. Probleme hatte ich eher mit der Kombi sehr schneller Schnee + gut präparierter Ski. Ich hatte jedoch wie sonst auch wenn ich - oder jemand anders - viel an den Ski gemacht hat ein Schleifgummi mit. Bei mir habe ich es jetzt nicht genutzt. Bei meiner Freundin habe ich als sie ihre Ski neu hatte ihr dann auf der Piste die Kanten etwas gebrochen weil sie den Ski recht agressiv fand. Das wäre auch mein Rat. Erstmal nicht brachen. Sicher zu fahrende Piste suchen und wenn es unfahrbar ist vorne und hinten kurz drüber gehen.

Im übrigen sollte man niemals vergessen wie stark sich der belagseitige Winkel auswirkt. Man könnte auch überlegen ob Kante brechen nicht der falsche Parameter ist und man lieber stärker abhängen sollte. Montana macht sowas ja auch mit ihrem Ridial Tuning. Schleifgummi kommt aber für uns Allerweltsskifahrer aufs gleiche raus und ist eine bequeme Möglichleit.
 
Ganz ehrlich, wenn die Kanten vom Skiservice als zu hart erscheinen, dann scheint mir das ein klarer Fall von nicht ausreichender Vorlage zu sein. Nach meiner Kenntnis schleifen die Sportgeschäfte in den Bergen blank auf 90°. Kein Grat, keine spitzer Winkel. Mein Rat wäre mal wieder bewusst auf richtige Vorlage achten, Knie über den Bindungskopf, Oberkörper vor, dann verschneidet und verklemmt nichts. Ging mir auf den Eispisten letzte Woche genau so.
 
Habe das hier mit Spannung und Interesse gelesen. Mache die Kanten und den Service ( ausser Belag schleifen ) auch immer komplett selber. Die Kinder und ich fahren auf den Rennski einen 87 er Winkel. ( sowohl Slalom als auch Riesenslalom ) Ich setze den Winkel immer an der Schaufel an und ziehe dann nach hinten. Von ein paar cm Platz lassen oder wieder abstumpfen mit Feile oder Gummi habe ich vorher noch nie was gehört. Ich gehe nach dem schärfen danach noch mit der Diamantfeild und dem Schleifgummi drüber, aber nur um zu entgraten, dieses mache ich "nur" mit dem Schleifgummi dann auch nochmal belagseitig. Hier prallen so viele Meinungen aufeinander, bin gespannt was da noch so kommt, der eine schreibt was von mangelnder Vorlage, der nächste schreibt um ein paar Hunderstel auf Marcel Hirscher gut zu machen, der nächste sagt gibt keine Schwungeinleitung......... Also die Kinder und ich konnten damit eigentlich ganz gut umgehen, ein Kumpel von mir der noch nicht so weit skifahrtechnisch ist und sich mal einen Slalom von mir geliehen hatte meinte der Ski wäre recht anspruchsvoll zu fahren..... aber ob das nun an meinen Kanten lag kann ich auch nicht sagen.....

ggfl. müsste ich auch mal nach Kaprun fahren zum sport Bründl und mal nachfragen so wie Werna76 es gemacht hat, da hast du dann wenigstens wirklich Fachleute vor dir die dir sowohl die Meinung über einen Pistenski als auch über einen Rennski sagen können. Fahre ja jetzt am Donnerstag runter, mal schauen ob ich dort dann mal Zeit finde auch für mich die Fragen zu klären.
 
genau, fahr mal zum bründl im hauptgeschäft in kaprun. dort lasse ich immer meine bindung einstellen. frag nach manfred und der wird dir viel erzählen, wie man eine kante gescheit präpariert. die bieten auch einen speziellen race service an, wo sie die ski auch komplett mit hand präparieren. was sie an tip und tail mit der frisch geschliffenen kante machen erspar ich euch jetzt, aber jeder kann ja bisserl nachdenken :mrgreen:
 
Ich sehe das auch so, ein Brechen der Kanten bei z.B. 88 / 0.5 Grad ist nicht notwendig. Es ist eine echte Freude einen Ski mit einem neuen und guten Service zu fahren. Wenn die Kanten nicht gebrochen sind, zieht der Ski an der Schaufel schön in die Kurve. Eine zu hohe "Agressivität" des Ski konnte ich da bislang nicht feststellen. Ein guter Servicemensch klärt darüber auf, so meine Erfahrung. Aber es gibt in der Tat unterschiedliche Meinungen dazu, mich wollten auch schon Serviceleute davon überzeugen, dass es ohne gebrochene Kante nicht geht - ich sehe das nicht so.
 
Ich habe jetzt nur hinten die Kanten gebrochen und war dann einen Tag fahren. Carven konnte ich damit immer noch für mich ausreichend. Allerdings konnte ich damit besser "driften" und lockerer mal den Berg "runterwedeln".

Allerdings waren die Bedingungen auch wesentlich besser, als beim letzten mal, sodass der Vergleich eher schwer fällt.
 
Also ich habe mich noch einmal mit dem Thema befasst. Am Wochenende konnte ich meinen fabrikneuen ELAN SLX Fusion mal richtig befeuern und auch da hatte ich auf sehr eisigen und steilen Hängen immer wieder das Problem der ruckelnden Skikante. Das hat mich derart genervt, dass ich kurz davor war, meine Kante nachschleifen zu lassen, zu brechen oder polieren zu lassen. Eine Recherche im Internet hat mir folgendes aber aufgezeigt:

Man nennt das Phänomen "die Kante rupft". Und nach allem was ich so gelesen habe, scheiden sich die Geister. Es gibt die eine Gruppe die meint, mann müsse die Kanten brechen und dann gibt es diejenigen, die für eine Anpassung der Fahrtechnik plädieren. Vor allem Skilehrer neigen wohl zur letzteren Variante (surprise, surprise!). Was mich aber gegen eine Nachbehandlung der Kante überzeugt hat, ist die Tatsache, dass die Carving-Skier mit gebrochener Kante dann ja leider auch die "Bissigkeit" beim Carven verlieren, weil die "Schneide" der Kante verkürzt wird.

Daher habe ich mich gegen eine Nachbehandlung der Kanten entschieden. Ich war am Sonntag den ganzen Tag auf einer steilen, teilweise "blau gefrorenen" Eispiste (Senderabfahrt Gastein) unterwegs und habe den Ski geprügelt, bis er endlich ruhig da lag. Und tatsächlich, mit einer Mischung aus konstanter Belastung, Vorlage und dynamischer Schwungeinleitung ging es wieder und ich bin froh, dass ich mir die Kante nicht habe brechen lassen. Auf eisiger, nicht so steiler Piste frisst sich der Ski nach wie vor wunderbar in den Schnee selbst durch Eisplatten hindurch. Aber ich verliere mich zu einem Beitrag "Skitest Elan SLX" ... :lol:
 
Ich muss meine Meinung brechen nur für Rennlauf nötig etwas revidieren - das gilt nur für Ski unter 20m Radius. Hab mal mit dem GS Rennski (>25m Radius) etwas rumprobiert - also bei reinem Kunstschnee brauche ich keine gebrochene Kante - auch nicht bei dem typischen rutschschnee der rumliegt.
Aber bei Pulverschneepisten hab ich bei einem aggressivem GS Rennski dann doch gerne 5-6cm Kante vorne wie hinten gebrochen - einfach sonst zu aggressiv. Zumindest bei 87/0.3-0.5°. Bei 88/1 - dem Standardschliff der so aus Maschinen rausfällt würde ich es aber klar nicht brauchen - aber einen Rennski so zu schleifen wäre einfach Kastrierung. Generell sind die aktuellen FIS GS einfach auf Pulverschneepisten kaum mehr fahrbar - da brauchts einfach harte Pisten - wenn man mehr wie 2-3cm tief einschneidet ist es zu weich. Liegt halt auch dran weil die Ski ja selbst an der Schaufel unter 100mm breit sind - einfach so schmal und hart dass das wenig Raum für Fehler bleibt. Derzeit mit kaputter Schulter sind die eh Overkill und der Slalomski oder Allmountain wird rangenommen.
 
Hatte mich bei 2 Rennen jetzt auch mal mit einem Servicemann unterhalten..... Slalom Ski wird der nicht gebrochen, Riesenslalom vorne hinten ein paar cm ganz leicht..... Grundsätzlich hatte er mir aber gesagt dass ich den Jugendrennski meines Sohnes fast zu scharf gemacht hatte, dieses wäre auf einer pulvrigen Piste schon leicht zu viel...... Aber beim Slalom Ski für reines Racing wird die Kante nicht gebrochen.

Fährst auf einer eisigen Piste ( Hinterreith ) dann alles geben von der Schärfe, hast aber etwas pulver dann nicht zu viel. Riesenslalom ( Kind und Jugendbereich über 17 Meter Radius ) leicht brechen.
 
nur noch mal als Ergänzung:

dieses Rupfen der Kante kenne ich übrigens auch vom Schlittschuh. Wenn man da die Kufen frisch geschliffen hat, klappt der erste scharfe Bremser auch nicht. Erst mit verändertem “Anstellwinkel“, dosiertem Druck und reichlich Übung klappt es wieder.

Einfach mal “Ski Kante rupft“ googeln und dann findet man super interessante Infos. In anderen Foren raten Skilehrer auch dazu, den Winkel beim Aufsetzen der Kannte zu verändern.

Bin ich froh, dass ich meine Kante nicht habe brechen lassen und bin ich froh, dass ich den Fred hier gelesen habe, sonst hätte ich mich nicht so sehr mit dem Thema befasst. So weiß ich jetzt, was ich will und kann das beim nächsten Service so auch sagen.
 
Kreon100 schrieb:
nur noch mal als Ergänzung:

dieses Rupfen der Kante kenne ich übrigens auch vom Schlittschuh. Wenn man da die Kufen frisch geschliffen hat, klappt der erste scharfe Bremser auch nicht. Erst mit verändertem “Anstellwinkel“, dosiertem Druck und reichlich Übung klappt es wieder.

Einfach mal “Ski Kante rupft“ googeln und dann findet man super interessante Infos. In anderen Foren raten Skilehrer auch dazu, den Winkel beim Aufsetzen der Kannte zu verändern.

Bin ich froh, dass ich meine Kante nicht habe brechen lassen und bin ich froh, dass ich den Fred hier gelesen habe, sonst hätte ich mich nicht so sehr mit dem Thema befasst. So weiß ich jetzt, was ich will und kann das beim nächsten Service so auch sagen.


Ist zwar schneller stupmpf aber du könntest dir ja auch mal so eine richtige 87 Grad Kante feilen, wenn du richtig auf dem Ski stehst wirst du da schon einen Unterschied merken.....
 
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