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Zu "scharfe" Kante

hutzear

Großer Müggelberg (115m)
Hiho ich hätte da mal ne Frage.

Und zwar habe ich meine Salomon XT 800 zum Skiservice gegeben und der macht die Ski wirklich astrein. Die Dinger ziehen wirklich wie auf Schienen auf der Kante über die Piste. Da hätte ich auch richtig Lust, diese mal bei tollen Wetter und leeren Skigebiet den ganzen Tag bei höheren Geschwindigkeiten die Pisten herunter zu carven.

Nun ist es jedoch halt oft so, dass so ein Skigebiet relativ voll ist und die Pisten gegen Mittag zerfahren. Da rutsche ich dann eher zwischen den Huckeln im Driftschwung bei immer noch guten Tempo die Piste herunter. Das Problem ist aber, dass das Heck was eben sehr stabil ist, sich schwieriger driften lässt. Da muss man dann schon aufpassen, dass das Heck nicht ungewollt hängen bleibt und man sich im Zweifel sogar hinlegt.

Ich komme die Pisten natürlich trotzdem in akzeptablen Tempo herunter, allerdings fährt es sich nicht so locker leichtfüssig wie bei Skiern mit "schlechten" Skiservice. Habt ihr solche Erfahrungen auch gemacht, und falls ja wie reagiert ihr darauf. Habt ihr einen Ski mit dem ihr dann nur carved, und einen für die schlechten Tage oder habt ihr eure Technik angepasst.

Kanten wurden an Ende und Spitze nicht gebrochen, und das merkt man beim carven natürlich auch sehr im positiven Sinn.
 
die kanten vorn und hinten zu brechen gehört aber zu einem gescheiten service dazu. sonst hast auch ein erhebliches problem zum verschneiden, je nach agressivität des skis.

es macht aus meiner sicht wenig sinn, auf das brechen der kanten zu verzichtet :D
 
Kann snowstyle nur zu 100% zustimmen.
Die Kanten nicht zu brechen könnte nur Sinn machen um gegen Marcel Hirscher ein paar Hunderdstel herauszuholen bei der Schwungeinleitung.
 
Laut ihm sei das Brechen der Kanten nicht nötig, solange der Service vernünftig gemacht sei. Nun der Service ist auch vernünftig gemacht, und man kann den Ski schon driften. Auch auf grader Fläche laufen lassen, sich im Kreis drehen usw geht alles. Allerdings fehlt einfach die Leichtfüßigkeit, und man muss immer aufpassen.

Würde es helfen wenn ich mir ein Schleifgummi besorge und damit hinten und vorne 10-15cm etwas abstumpfe?
 
hutzear schrieb:
Würde es helfen wenn ich mir ein Schleifgummi besorge und damit hinten und vorne 10-15cm etwas abstumpfe?

klar, das reicht. ich machs immer mit der roten diamantpfeile. aber schleifgummi reicht auch. muss du auch nur leicht machen. es geht nur um die erleichterung der schwungeinleitung und um das verscheidungsrisiko zu reduzieren.

die kante muss nur dort messerscharf sein, wo die größte last auftritt, also unter der bindung ;-)
 
Also ich brech weder meine Kanten, noch brech ich auf meine Ski :biggrin: und das weder bei einem Atomic noch einem Salomon.
Jenachdem welchem Ski ich mir morgens schnappe, passe ich mein Fahrverhalten sowieso etwas an, vielleicht liegt es dann auch daran.
 
Kanten brechen ist meines Erachtens ein Relikt aus der Zeit, als die Ski noch nicht tailliert waren. Macht bei Carvern überhaupt keinen Sinn, weil dann der Teil der Kante, der hauptsächlich benutzt wird, nicht mehr scharf ist.
Wenn die Kante zu aggressiv ist, würde ich mal einen anderen Winkel einstellen (lassen) beim Schleifen. Nach meiner Erfahrung reichen 89,5° oder sogar 90° für die meisten Normalskifahrer, während z. B. 88° in der Regel zu genau dem beschriebenen Verhalten führen. Andere Möglichkeit ist, die Kante belagseitig um 0,5° abzuhängen, das erhöht die Drehfreudigkeit auch ein bisschen. Das hilft aber eher gegen Verschneiden als gegen zu aggressive Kanten.
 
Ich hab noch ein paar Progressor 800 hier, die mit 87°/0,8° ausgeliefert werden. Damit komme ich wirklich exzellent zurecht. Sie lassen sich super driften, aber auch beim carven hatte ich jederzeit genug halt auf der Kante.

Keine Ahnung ob die Kanten ab Werk gebrochen sind. Ich würde das mit dem Schleifgummi bei den XT 800 mal testen, einfach auch weil ich experemtierfreudig bin und mir dann wohl einen eigenen Eindruck verschaffen kann. Ansonsten gehen sie halt beim nächsten mal wieder zum Service und gut ist. Das war beim letzten mal auch so. Hat dann etwa 2Tage auf eisigen Pisten gedauert bis sie gewohnt spielerisch wurden.

Wie gesagt die Situation ist eben die, dass Skigebiete gerade Anfang Februar voll sein werden, die Pistenverhältnisse schnell buckelig und da ist an carven nicht mehr zu denken. Würde ich jetzt Anfang Dezember in den Skiurlaub fahren würde ich sie wohl genau so lassen.
 
Mach was immer du für richtig hältst. Ich wollte nur mal noch sicherheitshalber eine Alternativmeinung anbieten, weil ich mal gelernt habe, dass Kanten brechen eben Quatsch ist und nicht mehr gemacht wird. Aber vielleicht ist das inzwischen auch nicht mehr aktuell.
Ich habe jedenfalls in den letzten 20 Jahren keine Kante gebrochen. Aber ich feile auch von Hand und lasse nur sehr selten Maschinen dran.
 
snowstyle schrieb:
die kante muss nur dort messerscharf sein, wo die größte last auftritt, also unter der bindung ;-)
Bei bei Rockern OK... Die Käsescheiben liegen eh nur an der Bindung auf. Bei Carvingskiern nimmst den Skiern den Griff auf Eis und Kunstschnee...
Ich breche die Kanten bei unseren Boards (Carvingboards mit Multiradius) überhaupt nicht. Bei 88°/0.5° kein Problem... Allerdings sollte man die Kante täglich kurz Abziehen um den Grat an der Kante wieder zu entfernen, der sich durchs driften gebildet hat.


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Eine Maschine ist schon präziser. Allerdings darf man so eine Maschine nicht einfach nur aufbauen, sondern muss sie auch einstellen und bedienen können. Da fängt der Skiservice eben erst an. Erst neulich wieder gesehen wie uneben viele Ski ausgeliefert werden. Die sind dann von unten teils richtig hohl und müssen auf der Maschine erstmal Plan geschliffen werden.

Kann natürlich aber auch sein, dass deine Technik einfach so gut ist, dass es dir nichts mehr ausmacht. Ich selbst empfinde es da teils etwas "anstrengend", im Sinne davon, dass man immer aufpassen muss. Würde ich die Ski einem Anfänger geben, würde es ihn wohl alle paar Meter hinlegen.

Ich selbst habe es beim carven direkt geliebt, als die Pisten noch leer waren. Es hat so irre viel Spaß gemacht. Allerdings bin ich da ein Stück weit Realist, und rechne mit schlechten Wetter und zerfahrener Piste. Naja ich kann ja erstmal nur "vorsichtig" drüber gehen und dann testen. Vll bin ich dann irgendwann gut genug, sie gar nicht mehr brechen zu müssen.

Edit: Ja der XT 800 ist ein TipRocker.
 
Das Präparieren von Ski mag so banal aussehen, man sieht ja aber aufgrund der verschiedenen Meinungen auch hier, dass das eine eigene Wissenschaft ist.
Also ich kann jetzt nur für mich sprechen und ich geh davon aus, dass wir hier generell von sportlichem Skifahren und Ski sprechen, beim Herumrutschen mit 160cm Plastikgraffl brauch ich über Kanten nicht zu diskutieren:
-Mit einem Ski mit 89 oder gar 90 Grad bin ich noch nie gefahren, bei weichen Pisten mag das ok sein, ich wüsste aber nicht wie man damit auf Pisten wie sie die letzten 2 Monate waren saubere gezogene Schwünge fahren soll.
-bei 89 oder 90 wird das dann vermutlich auch ok sein wenn man die Kanten vorne nicht bricht, weil der Ski mit diesen Winkel ja ohnehin wenig greift
-war gerade beim Intersport Bründl vorne um nachzufragen, weil ich das selbst noch nie gehört habe. Ja es stimmt bei kurzen und billigen "Carvern" wird die Kante nicht gebrochen. Bei allen anderen Ski immer, selbst bei den breiten Tiefschneemonstern
-10-15cm der Kanten vorne brechen finde ich persönlich zuviel, präferiere so 5-8 cm. Aber das kommt dann mMn sehr auf den persönlichen Geschmack, den Ski und auch auf den Skischuh an den man fährt,worüber wir ja gerade auch im Strolz-Skischuhtopic ein wenig diskutiert haben. Bei einem gemütlichen Skischuh wird es eher weniger ausmachen ob die Kante vorne gebrochen ist oder nicht man wird sich mit dem Ski halt quälen, wenn man aber nen Skischuh fährt der den Ski schon abbiegen lässt wenn man nur die Augenbraue nach oben zieht, dann wird man sehr schnell Kreuzbandaua haben bei zB nem Slalomrenner mit 87 und nicht gebrochenen Kanten.
-dass die Kanten nur hinten nicht gebrochen sind hatte ich auch noch nie, stell ich mir eher unangenehm vor, vermute dann muss man den Ski mit etwas Schwung aus dem A.... dazu überreden gerutschte Schwünge zu fahren
 
so ist das werna :-) mia san uns einig ;-)

kann ja jeder machen wie er will. aber wer hier seine ski komplett selbst präpariert, wird wissen, was wir damit meinen.
 
Swix schreibt dazu in einem Handbuch:
"Die Kanten können an Ihren Enden (speziell im vorderen Bereich) abgerundet („gebrochen”) werden. Dieses Abstumpfen der Kante sollte ab jener Stelle erfolgen, die nicht mehr mit dem Schnee in Kontakt ist. Grundsätzlich ist der Bereich der abzustumpfenden Kante aber vom Fahrstil individuell abhängig und ist auch von Disziplin zu Disziplin verschieden. Die Kanten KÖNNEN auch am hintersten Ende des Ski entschärft werden."

Etwas das man in einem Bereich tun soll, der keinen Kontakt mit Schnee hat .... aber laut eurer Meinung relevant und mir großer Auswirkung.
Lassen wir also mal dahin gestellt 8)
 
Naja der Ski biegt sich ja durch. Wenn auf flacher Piste der Ski keinen Kontakt hat, weil Skiende und Skispitze erstmal in der Luft hängen, ändert sich das Ganze spätestens dann wenn man auf ner verbuckelten Piste fährt. Am Ende gilt halt: "Probieren geht über studieren."

Geschmäcker und Fahrstile sind halt unterschiedlich. Ich bin jedenfalls gespannt.
 
Am besten find ich immer die Googleschlauen, die dann meinen sich auszukennen mein lieber Marci.
"Ab jener Stelle die nicht mehr mit dem Schnee in Kontakt ist"
Gemeint ist natürlich von jener Stelle dann in Bindungsrichtung und nicht nach vorne Klugscheißer, an der Schaufel vorne hat auch noch niemand jemals die Kanten geschliffen. Das hättest du aber vermutlich begriffen wenn du eine Seite weiter geblättert hättest.
 
Wie gut das du Experte mich nun aufgeklärt hast. Wärst du in der Lage google zu nutzen, würdest du in mehreren aktuellen Berichten finden, dass man diesen Murks schon Jahre nicht mehr macht.

Merkwürdigerweiße hat sich noch keiner Beschwert, dessen Ski von mir nachgeschliffen wurden :lach:
 
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