Chlosterdörfler schrieb:Der Aerobus ist ein -fast- vergessenes Verkehrssystem. Eine Einschienenbahn, deren Fahrzeuge hängend verkehrten.
Erfunden hat den Aerobus der Schweizer Gerhard Müller dessen Maschinenbau AG mit Seilbahnen erfolgreich war. Die Vermarktung lag bei Aerobus International, Inc. 1970 wurde in der Schweiz die erste Testanlage in Schmerikon am Zürichsee gebaut und 1975 nach Kanada verkauft, wo sie bis 1992 in dem Skigebiet Mont Sainte-Anne der Provinz Québec als Zubringer zu einem Skilift in Betrieb stand. 1974 wurde in Dietlikon eine zweite Teststrecke errichtet.
Zeitbedarf: 5:14 Minuten (Im Film kommen auch Langläufer vor, die auf einem weissen Teppichband laufen?)
Interessant ist auch der Film vom Herr Hagen von Ortloff: https://youtu.be/5zohZup3AXI?si=uCc43EPMMk_VYs1i
Zeitbedarf: 9:09 Minuten
Der Fahrweg des Aerobus war ein doppeltes Tragseil – später durch eine doppelte Aluminiumschiene ersetzt – auf der die Fahrzeuge liefen. Er diente später zugleich als zweipolige Zuführung des Stroms zu den Fahrzeugen. Ursprünglich gab es eine von den Tragseilen getrennte Oberleitung. Im Gegensatz zur Wuppertaler Schwebebahn war die Tragvorrichtung nicht starr montiert, sondern nach dem Prinzip einer Hängebrücke an den Abhängern einer Tragkabelkonstruktion aufgehängt. Diese wiederum werden von Masten getragen. Das Tragseil war nach oben gespannt und senkte sich unter Last in die Waagrechte. Hauptvorteil des Aerobusses ist der grosse Abstand zwischen den Trägern, den die Konstruktion ermöglicht, in Mannheim bis zu 233 m, wodurch der Aufwand für Bauarbeiten und die am Boden erforderliche Fläche gering war.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Aerobus
Ich mein mal gehört zu haben, dass dieses Konzept (dass es im Gegensatz zur Schwebebahn keine starre/unbewegliche Fahrbahn gab) sehr verschleißanfällig war. Und sich deshalb auch nirgends durchgesetzt hat. Die Schwebebahn hat ja schon große Probleme mit dem Verschleiß der Schienen und Fahrwerke. Und da bewegt sich von den Schienen nichts auch noch extra.