NeusserGletscher schrieb:
Arbeiten am Seil, wenn sich noch Passagieren in den Gondeln befinden? Da würde ich aus Gründen der Sicherheit ein Fragezeichen dahinter setzen.
Bei dieser Bahn mit ihren leichten Gondeln und Laufwerken im Verhältnis zu den Seilspannweiten halte ich das auf für gefährlich, bei besetzung der Anlage mit Fahrgästen, einen Zugseilüberwurf zu beseitigen.
Anders sieht das bei großen Pendelbahnen aus. Wenn es dort zu einem Zugseilüberwurf über das Tragseil kommt, kann man in den Fahrzeugen die Tragseilbremse betätigen und mit Hilfe des Antriebes in der Station das Zugseil ziehen, so dass es in die Seilschleife zurückrutscht. So etwas wurde schon praktiziert.
Die Bahn am Mont Blanc ist aber nicht die einzige Umlaufbahn, bei der ich mir schon Gedanken über eine Rettung der Fahrgäste im Fall einer Blockierung der Bahn gemacht habe. Inzwischen ist man auch bei Einseilumlaufbahnen (nicht nur in China, sondern insbesondere auch in Gletschergebieten in Österreich) sehr mutig geworden bezüglich extremer Linienführung. Die "intregrierte Bergung" deckt aus meiner Sicht nicht alle Fälle ab, die eintreten können. Auch hier besteht die Gefahr, dass im Fall einer Panne auf der Strecke übernachtet werden muss. Da wird viel schöngeredet. Den Ernstfall hatten wir noch nicht. Klar wird viel getan für eine unversehrte Seilschleife, aber eine begleitete Pendelbahnkabine hat eben auch mal ihre Vorteile, auch wenn man im normalen Betrieb nicht so komfortabel befördert wird, wie bei einer Umlaufbahn.