Fundamenti Tour, 28 05 - 03 06 2005

Italy, Italie, Italia
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starli
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Beitrag von starli »

Alpenkoenig hat geschrieben: Gleich nach Prada ging es besonders heftig zur Sache. Unser Denzel Experte, Thomas K, kannte eine "Abkürzung" zum Gardasee, eine mehr oder weniger schmale Piste, die uns von Prada nach Castello zum Gardasee hinunter führen sollte (gute 900Hm!). Wer diese Route nachahmen will, dem empfehle ich jedoch ein vorheriges Autoservice und insbesondere eines der Bremsen. Das durchschnittliche Gefälle der Straße beträgt 25% und die steilsten Abschnitte weisen gar über 30% auf. Kurios auch die Regelung, dass in umgekehrter Fahrtrichtung (also von Castello nach Prada) Fahrverbot gilt, was jedoch die Italiener reichlich wenig interessierte ....


Hört sich interessant an. Bei den vielen Pradas und Castellos tu ich mich etwas schwer, diese Straße in meinem Atlas zu finden :)

(Besser gesagt, ich find 2 Prada, und bei dem einen ist ein Castelletto di Brenzone und ein Castello die Brenzone, die eine mit einer dickeren, die andere (castelleto) mit einer schmäleren Straße eingezeichnet. Aber an beiden keine Angabe über besondere Steilheit. Am andern Prada weiter im Norden hab ich gar nix castellähnliches eingezeichnet.

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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

Starli hat geschrieben:Hört sich interessant an. Bei den vielen Pradas und Castellos tu ich mich etwas schwer, diese Straße in meinem Atlas zu finden :)
Bevor ich dir den Weg beschreibe, scanne ich dann doch lieber den Kartenausschnitt ein. :wink: (Die Straße habe ich rot punktiert)

Bild

Du kannst die Straße nach Castello gar nicht verfehlen. Rechts raus beim Parkplatz vom Korblift und du bist schon richtig unterwegs. Wie schon im Bericht geschrieben, darfst du die Straße nur talwärts benützen, umgekehrt (also von Castello zum Korblift bzw. Prada) herrscht Fahrverbot. Übrigens besonders beeindruckend ist, abgesehen von den Tiefblicken auf den Gardasee, der Abschnitt im Valle di Trovai.

Noch ein kleiner Nebeneffekt der Karte: Der abgebaute Schlepper am Baldokamm ist noch eingezeichnet.
trincerone hat geschrieben:Meinst gerrits Monsterrätsel?
Ne, ne, war eigentlich Eigenwerbung. :wink:
trincerone hat geschrieben:1. Nachmal zum Passo Tremalzo: von welcher Seite habt ihr versucht den anzufahren (west oder ost) und woran ists gescheitert?

Wir hatten ursprünglich geplant gehabt, ihn von der Ostseite (über Vesio) anzufahren. Das eigentliche Problem wäre aber nicht der Tremalzopass (westwärts ganz gut ausgebaut) selber gewesen, sondern der Abschnitt vom Rif. Garda bis zum Notapass. (ich hoffe, du hast eine Karte bei der Hand). Im grossen Denzel Alpenstraßenführer heißt es über diesen Abschnitt: ... nur für Allradfahrzeuge mit großer Bodenfreiheit und auf eigene Gefahr möglich .... in den Tunnels ist unter Umständen mit herabgestürzten Deckenteilen zu rechnen ... Das erschien uns dann doch als zu gefährlich. Obwohl ich glaube, der Thomas wäre schon ganz gerne gefahren. :wink:
trincerone hat geschrieben:Diee Straße, die ihr dann gefahren seid, ist das die, die etwas südlich von Riva startet und zum Lago di Ledro führt?
Nein, wir sind nach Riva noch weiter auf der Occidentale gefahren, dann ein kurzer Abstecher bergwärts Richtung Pieve (siehe die ersten zwei Bilder im Bericht Teil 12) und irgendwann später sind wir über Tignale talwärts wieder auf die Occidentale gestoßen.
Den Gardasse endgültig verlassen haben wir in Gargnano, von wo wir uns über "Mainstreamverbindungen" (vorbei am Valvestino- und Idrosee) recht flott westwärts Richtung Val Trompia gekämpft haben. Landschaftlich auch sehr reizvoll, aber sicherlich weniger stressig als über den Tremalzo.
trincerone hat geschrieben:Am Passo Maniva habt ihr einen Sessellift von unten photographiert - wie seid ihr dahingekommen? Das ist doch der eine Hauptsessellift oder? Weil der doch oben an der Straße endet und die Straße da gar nicht runtergeht? Seid ihr gelaufen? Oder ist das doch ein anderer Lift?
Am Maniva haben wir das Auto schnell geparkt und sind zur Bergstation der DSB hochgelaufen. (~ 10min) Alle Aufnahmen wurden ringsum dieser Bergstation getätigt.
Welches Photo meinst du mit dem Sessellift, den wir von unten photographiert haben?
trincerone hat geschrieben:Wenn es irgendwie wie noch mehr Bilder aus der Ecke geben sollte, unbearbeitet, unscharf und unterbelichet - egal, über ne mail oder die Bilder hierein stellen würd ich mich sehr freuen.
Da muß ich dich leider enttäuschen, von Collio, Manivapaß und Croce Dominnii (Gaver) habe ich nur wenige Photos, das meiste habe ich bereits im Bericht verwendet. Aus Zeitgründen sind wir bei solchen Gebieten nur schnell raus aus dem Auto, zu den Liften hingelaufen und haben ein paar Bilder geknipst. Anders sieht es in den Gebieten aus, in welchen wir hoch- und durchgewandert sind, dort würde es eine Menge mehr Bilder geben.
Zuletzt geändert von Alpenkoenig am 06.02.2012 - 13:57, insgesamt 2-mal geändert.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Danke für die tollen Infos!

Eigenwerbung? Welches Rätsel meinst du??

Das Bild mit der Sesselbahn von unten:

Bild

Nochmal zur Sicherheit: wenn ich von Riva zum Lafo Ledro fahren würde, dann käme ich aber diese coole Straße entlang, die auf den ersten Bilder zu sehen ist ne?

An dem Abzweig gibts übrigens auch diese Straße:

Bild

Heut allerdings nur noch für MTB und Fußgänger.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Danke für die tollen Infos!

Eigenwerbung? Welches Rätsel meinst du??

Das Bild mit der Sesselbahn von unten:

Bild

Nochmal zur Sicherheit: wenn ich von Riva zum Lafo Ledro fahren würde, dann käme ich aber diese coole Straße entlang, die auf den ersten Bilder zu sehen ist ne?

An dem Abzweig gibts übrigens auch diese Straße:

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Beitrag von trincerone »

sesselbahn von unten: oder ist das ne krasse optische Täuschng, weil du bergab photographier hast und kein Himmel zu sehen ist??? 8O
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Ich wär mir da auch nicht so ganz sicher, auf den ersten Blick siehts aus wie von unten, aber könnt auch von oben sein und unten ist recht viel Dunst.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Beitrag von trincerone »

Ist wirklich von oben!!! wenn man die Näume (Winkel) links anschaut, sieht mans. Geile Täuschung!
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Das Gebäude rechts oben (bzw. unten :wink: ) ist auch ein HInweis.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

trincerone hat geschrieben:Eigenwerbung? Welches Rätsel meinst du??
Schicke dir eine pN!

@Sesselbahn: Ist von oben photographiert, bin auf etwa gleicher Höhe mit der 3-fach Hochhalter gestanden.
Nochmal zur Sicherheit: wenn ich von Riva zum Lafo Ledro fahren würde, dann käme ich aber diese coole Straße entlang, die auf den ersten Bilder zu sehen ist ne?
Nein, ich glaube, du meinst die alte Ponale Straße zum Ledrosee, die nur mehr fürs Sportvolk geöffnet ist. Die zweigt kurz nach dem Ortsende von Riva ab. Wollte ich vor 2 Jahren per bike erobern, aber damals war sie noch aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Bild

Die Abzweigung zu der Schluchtenstraße, die man auf den ersten zwei Bildern sieht, ist erst kurz vor Campione del Garda, dort zweigt eine Straße mit ein paar Tunnels und eben dieser Kehrkurve Richtung Pieve, Priezzo, Vesio, ... ab. Sollte auf einer Straßenkarte eingezeichnet sein. Alles klar? :wink:
Zuletzt geändert von Alpenkoenig am 06.02.2012 - 13:59, insgesamt 2-mal geändert.

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starli
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Beitrag von starli »

Bevor ich dir den Weg beschreibe, scanne ich dann doch lieber den Kartenausschnitt ein.
danke. Kurios, die Straße ist in meinem Straßenatlas eigentlich ganz normal eingezeichnet :) Nix von wegen Einbahn oder besonders steil oder für Wohnwagen ungeeignet :)
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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

Bevor die Fundamenti Tour mit weiteren Teilen ihre Fortsetzung findet, noch ein Rückblick zu einer schon vorgestellten Station (Teil 11/Seite5/ Korblift Costabella/Prada), die wir im Zuge eines kleinen Revivals letztes Wochenende nochmals unsicher machten, um in den Genuss einer Fahrt mit der mittlerweile seit Juni fertiggestellten Anlage zu kommen.
Jedoch wurden wir enttäuscht, entgegen vorangekündigten Öffnungszeiten (Sa+So ab Mitte September) wurde ab diesem Zeitpunkt der Samstagsbetrieb eingestellt, warum auch immer. Dafür gibt es ein paar dicke Minuspunkte, zuerst die Prospekte drucken und dann die Öffnungsszeiten ändern. :evil: :evil: :evil: Ganz zu schweigen von einer noch immer fehlenden Webseite.
Nun gut, trotz aller Enttäuschung ließen wir es uns nicht nehmen, ein paar Bilder vom Talstationsbereich des Korbliftes zu machen, die die Veränderungen zu den Baustellenbildern, aufgenommen Ende Mai, gut dokumentieren. Zudem gab es noch die offenen Frage bezüglich des Winterbetriebes bzw. der Herkunft der Körbe, Robas, ... also war der Besuch doch nicht ganz umsonst.

Bild

Neu das Schild an der Talstation incl. der Höhenangaben der einzelnen Teilstrecken

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Die Preise und Öffnungszeiten, die sich vermutlich wöchentlich ändern. Demnach sind in den Weihnachtsferien (26 12 - 08 01- tutti i giorni) die Anlagen in Betrieb, d.h. vermutlich bei entsprechender Schneelage auch Schibetrieb. Alle Angaben jedoch ohne Gewähr!!!

Bild

Bild

Interessant die Dämpfung bei der Ausfahrtsniederhaltestütze, die vermutlich im Zusammenhang mit den Schwingungen beim Einstieg/Sprung in den Korb stehen.

Bild

Bild

Auch Starli fährt gerne Korblift (= würde gerne fahren)

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Nur so funktioniert es. :wink:

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Kurz vor der Landung

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Damit sollte auch die "Herstellerfrage neu" geklärt sein. Wie es schon trincerone vermutet hatte.
Zuletzt geändert von Alpenkoenig am 06.02.2012 - 14:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von trincerone »

Geiles Teil! Bitte wieder mehr sowas bauen - hat doch style. Sieht extremst echt aus - könnte genauso gut von 1975 sein (ok dann wär er rotorange lackiert... ;) ).
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Petz
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Beitrag von Petz »

Die Dämpfer an den Niederhaltern verwendete Graffer auch an Sesselliften, manchmal auch abseits der Stationsbereiche.
Nebenbei danke für den tollen Bericht !!!
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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starli2
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Beitrag von starli2 »

Also das "Achtung, Absturz-Gefahr" - Schild an jedem Korb find ich etwas .. überflüssig. Könnte man ja bei Sesselbahnen genauso hinschreiben ,-)

Was mich etwas gewundert hat: Trotz das Vorhandensein der Rolle ist der Bodenabstand in der Station größer als in Vellau - der keine Rolle hat. Wieso ist das bei Graffer nötig und bei Troyer nicht? :)
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Petz
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Beitrag von Petz »

Rolle wär bei keinem nötig nur hat sie den Vorteil das der Korb nicht mit dem Boden nach hinten kippt wenn die erste Person reinsteigt und nicht gleich im Korb vorgeht. Diese Eigenart hatte schon etliche Schmunzelszenen in Vellau zur Folge wenn der erste Passagier unfreiwillig wieder aus dem Korb rauskam oder der Zweite nicht gleich dazu reinging und Sepp dann nachschieben durfte.....
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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starli2
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Beitrag von starli2 »

Nachem ich grad auf Suche war, wohin ich am Wochenende fahren könnte ;)

Kleiner Nachtrag zum Paradiso Korblift Monte Cornetto in Folgaria:

Die Betriebszeiten im heurigen Sommer war:

21.5. - 26.6.: Wochenende
2.7. - 4.9.: täglich

8:30 - 12.45 und 14:30 - 17.30 (selten so eine lange Mittagspause gesehen ;) )

10.9. - ??? : Ab mindestens 20 Personen Sonderfahrt ?!

Tja, gut, dann eben nächstes Jahr ...
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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

Teil 15 Alpiaz mit Montecampione

Mit leichter Verspätung die Fortsetzung ...

Wer sich noch erinnern mag, endete der letzte Teil der Fundamenti Tour im Schigebiet Gaver (Teil 14), nur unweit der Passhöhe des Croce Dominii entfernt.

... Während wir vom Croce Dominii Richtung Breno herunterfuhren, änderten wir kurzfristig unseren Plan und planten einen zusätzlichen Stopp im Alpiaz, dem Hauptort des Schigebietes Montecampione einzulegen. So kämpften wir uns erstmal die 1500 Höhenmeter talwärts nach Breno ins Val Camonica, wo wir uns mit einer ordentlichen Portion an Lebensmittel eindeckten, die großteils später am Montecampione im Form eines Picknickes verzehrt wurden. Zudem vermittelte uns Breno nach den einsamen Paßstraßen und den ebenso verschlafen wirkenden Schigebieten beinahe das Flair einer Großstadt. Viel Verkehr, Gehupe und polternder Transitverkehr waren uns die letzten Tage beinahe fremd geworden. Weiter fuhren wir auf der belebten Hauptverkehrsstraße durch das Val Camonica südwärts Richtung Iseosee. Doch ehe wir den See erreichen sollten, hieß es in Artogne abzweigen und in Folge kämpften wir uns die vielen Kurven nach Alpiaz bzw. zu den einzelnen Stationen des verzweigten Schigebietes bergwärts.

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Im Überblick die letzten (12 - 14 -> Seite 6) und zukünftigen Stationen:

12 ......... Collio
13 ......... Schigebiet am Passo di Maniva (diese Saison geschlossen)
14 ......... Schigebiet Gaver am Passo di Croce Dominii
15 ......... Montecampione
16 ......... Borno

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Das für Bergamasker Verhältnisse recht verzweigte Schigebiet bietet auch verhältnismässig moderne Anlagen. Eine kuppelbare Anlage hatten wir das letzte Mal in Polsa gesehen. Mag aber vielleicht auch etwas mit unserer Auswahl der Schigebiete zusammenhängen. Über die gut ausgebaute Straße (mit großzügigen Lawinenverbauungen) fuhren wir von Alpiaz bis zum Endpunkt, dem Plan di Montecampione, der eigentlich nur aus einem riesigen Hotelkomplex besteht. Frankreich lässt Grüssen! Nun aber alles der Reihe nach.

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Alpiaz mit der kurzen 3 SB Gardena (E), die vor allem für Anfänger gedacht ist.

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Im Hintergrund einer dieser typischen Hotelkomplexe am Campione, recht eigenwillig auch der spartanisch wirkende Aufbau des Antriebes. Leitner Sparversion.

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Zum damaligen Zeitpunkt (= 31 05 2005) die modernste Anlage am Campione, eine 4 KSB, namens Monte Corniolo (A).

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Vorbildlich die technischen Parameter

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Ausfahrt und

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Strecke

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Der mit dem Auto höchste erreichbare Punkt, Pian di Montecampione, auf 1700m Meter. Im Vordergrund DSB Dosso delle Beccherie (O), die etwas unterhalb der Zweitausender Grenze endet.

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Balkon mit Sesselbahn Aussicht, oben Endstation Dosso delle Beccherie

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An der Talststation der Leitner DSB wurde fleißig gewerkelt, zumindest solange wir herumschlichen.

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Sicherlich nicht jedermanns Sache, dieser Hotelkomplex

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Parkplatz am Pian di Montecampione mit den Talstationen der 4 SB Le Baite (P) und 3 SB Larice (M) und Blick auf den gegenüberliegenden Schischaukelberg Splaza. Leider wurde das Wetter zunehmend schlechter und bald hüllten sich die Gipfel rund um den Monte Muffetto in Wolken. Eine angekündigte Schlechtwetterfront hatte uns erreicht, die uns bis zum Ende der Tour begleiten sollte.

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Talstationen der 4 SB Le Baite (Agamatic) und …

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… 3 SB Larice (Leitner) mit Schaukelfunktion

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Auf dem Rückweg nach Alpiaz mit einem kurzen Halt bei der DSB Prato Secondino (N), die uns besonders durch ihre anfänglich steile Trasse auffiel.

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Unverkennbar Leitner im 70er Jahre Style, mit 26 Niederhalterrobas pro Fahrtrichtung.
So damit war auch schon wieder Schluß am Campione und wir visierten unser nächstes Ziel, Borno, an. Dort sollte es wieder wesentlich rustikaler zur Sache gehen.


Teil 16 Borno mit der legendären Eiergondelbahn

Nun, der Retortenskiort Montecampione hoch über den Dächern Brenos brachte auch keine wirklich neuen Erkenntnisse. Wohl gab es früher mal einen Uraltlift von dem nur mehr die Talstation übrig war, aber sonst.... Wir schlugen den Weg nach Borno ein.

Von Pian ging es das Valcamonica rauf bis Malegno, welches in der Nähe von Breno ist. Das Tal ist regelrecht zerfurcht von einer Schnellstraße, einer Eisenbahnlinie und mindestens 2 Hauptstraßen sowie jeder Menge Schwerindustrie. Das wurde uns beim Ausblick vom Monte Altissimo erst recht deutlich!
Auf den Weg in die Berge durften wir wieder einmal Zeuge des impulsiven und manchmal nicht gerade von Intelligenz gesegneten Fahrstiles der Italiener werden. Überholen von LKW’s vor unübersichtlichen Kurven scheint hier Mode zu sein. Das anfänglich recht passable Wetter verschlechterte sich mit jedem Kilometer, den wir Borno näher kamen.
Die Landschaft gefiel allerdings auf Anhieb – bewaldete Berghänge ohne große Felsklippen. Die Talstation der (ehemaligen) Eiergondelbahn war schnell gefunden. Via Funivia brachte den gewünschten Erfolg mittels Navi. Es bot sich uns allerdings ein trauriges Bild.


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Talstation mit Eiergondelansammlung, rechts die parallele DSB. Man sieht, ein Seil der Ovovia liegt schon nicht mehr auf den Rollenbatterien.


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Ausgeschlachtete Ovovias. Hätten wir bloß einen Anhänger mit gehabt. Zumindest in Hannover und in Innsbruck hätten sie uns so eine Dose abgekauft. :wink:


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Klassisches 60iger Design

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Pistenplan von Borno bzw. dem Monte Altissimo mit altem Stand.

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Neues gibt es auch... (oder besser gab es, Alpenkönig am 16 04 2006) -> Borno online


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Innenansichten. Eins muss man ihnen lassen, sauber aufgeräumt ist! Ganz das Gegenteil, was man sonst so gewohnt ist.


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Niederhalter bei Stütze 1


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Strecke der parallelen DSB bis Stütze 2

Nachdem das Corpus delicti ausgiebig untersucht worden war, widmeten wir uns der DSB, die eine etwas eigenartige Talstationskonstruktion aufweist.

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Für was diese einseitige Station gut ist, konnten wir nicht herausfinden. Rein statisch gesehen ist diese Ausführung zusätzlich mit der Abspannung eigentlich nur ein Verbrechen. :roll:


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Sessel im Detail. Good old Sacif.

Nachdem wir alles bei den Talstationen abgegrast haben, beschlossen wir trotz des trüben Wetters einen Aufstieg zu machen. Es sollten rund 700 Höhenmeter sein, die sich aber letztendlich doch auszahlen sollten.


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Das Ziel vor Augen, der Weg noch weit.


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War der Aufstieg über die Skipiste bzw. einen dort verlaufenden „Fahr“-weg anfangs noch recht flach, stieg sie in der zweiten Hälfte zur Mittelstation mehr als ordentlich an. Wir kamen dann ob der kühlen Luft doch recht ins Schwitzen. Aber es ist der Ehrgeiz, der die Jäger der verlorenen Fundamenti weiter treibt in die eisigen Höhen.....


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Selektive Abfahrt (oder Anstieg, je nachdem)


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Vor der Mittelstation verläuft die Ovovia ein kurzes Stück flach bergab. Um diesen „Hügel“ zu überwinden, sind diese zwei wunderschönen Hochhalter notwendig. Im Hintergrund die Bergstation der DSB samt Bagger. Ja, es wird wieder in die Hände gespuckt ....

Der Gegenanstieg fällt für die Skifahrer allerdings weg. Der Weg, wo der Bagger steht, ist im Winter Skipiste und ein Ziehweg zur Talstation.

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Was versteckt sich denn da im Wald?? Hey, ein kultiger und (blass)blau angepinselter Leitner Tellerschlepper, ob dessen Inbetriebnahme in der Wintersaison 2005 / 06 noch gerätselt wird. (Schau mal an, im akutellen Pistenplan ist er noch eingezeichnet, den hat wohl Leitner gerettet, war ja auch kein Sacif. mfG Alpenkönig) Es schaut sehr stark nach LSAP aus.... (Nene, vermutlich einmal nicht) :wink:

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Doch weiter im Text und zur Mittelstation. Klassisch schlichtes Design, das sich unserer Meinung nach perfekt in die Landschaft integriert! Dahinter sieht man den zweiten Teil der Strapazen. Leider ist die Abfahrt in diesem Bereich eindeutig der schwarzen Kategorie zu zu ordnen. Weiterschwitzen!

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Blick aus der Mittelstation in Richtung Borno. Das Wetter wird zusehends schlechter. Noch hat die Luftfeuchtigkeit nicht die 100% Marke erreicht (=Regen).


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Ausfahrtrollenbatterie

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Da habe ich jemanden in Verdacht ....

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Wieder einmal der Beweis, warum es Fundamenti Tour heißt. Diesmal jedoch nicht antik, sondern (leider) ganz neu für.....

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... einen fix geklemmten 4er von Leitner, die bereits in diesem Gebiet Referenzen vorweisen können...

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... und zwar diesen hier!

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Samt selektiver Trasse!

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Unerwartet kommt oft – so auch ein altertümlicher Schlepplift im oberen Bereich, der parallel zur Ovovia auf der (bergwärts gesehen) rechten Seite nach oben zieht. Ingenieursarbeit á la Sacif!

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Dieses Bild uns ... wuchtige Hochhalterstütze der Ovovia in geduckter Form! Als ob sie sich dem Berg anpassen will....

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Das ZIEL – wir haben es bald geschafft! Auf zum Schlusssprint. Das dachten sich die Arbeiter wohl auch, die gerade an einer der Stützen das Seil von der Rollenbatterie hoben und zu Boden ließen.

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Die Bergstation der 4er Sesselbahn.

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Auf fast gleicher Höhe befindet sich die Bergstation der Ovovia. Allerdings wesentlich schöner mit den betonierten Portalstützen und dem holzverkleideten Häuschen.

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Daneben die etwas verrottete Bergstation des Schleppers. Es wird voll am Gipfel.... ;-)

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Bergstation Ovovia

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Details

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Neben der Bergstation des fixen 4er befindet sich noch die Bergstation eines weiteren Tellerschleppers. 4 Bergstationen am Monte Altissimo!

Beim anschließenden Abstieg wurde es dann etwas feucht. Die relative Luftfeuchtigkeit erreichte 100% und blieb nicht mehr im Gleichgewicht mit der Luft. Weniger technisch gesagt: es fing zu nieseln an!

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Bild

Und der dritte im Bunde... fixer 4er als Übungslift im Tal!

Damit war Borno abgehakt. Aber noch nicht der Tag. Auf dem Plan stand noch die Suche nach einer Unterkunft und weiteren Bahnen. Auf der doch recht abenteuerlichen Straße über Palline kämpften wir uns bis zum Valle di Scalve und von dort weiter auf den Passo della Presolana, der wiederum in seinem Ostanstieg mit Lawinengallerien und doch recht ansehnlichen Steigungen glänzte!

Fortsetzung Teil 17, Passo della Presolana, demnächst (vielleicht).
Zuletzt geändert von Alpenkoenig am 06.02.2012 - 14:22, insgesamt 2-mal geändert.

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k2k
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Beitrag von k2k »

Wunderbar, Danke für die Fortsetzung. Es gibt sie also doch noch hier im Forum, die Menschen die durch die Gegend fahren und Seilbahnen ablichten, alte Seilbahnen vornehmlich ;-)

Aber Sarkasmus beiseite:
4 SB Le Baite (Agamatic) und …
Hab ich was verpasst? Ich dachte, Agamatic wäre nur für kuppelbare Systeme zuständig gewesen?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Beitrag von Alpenkoenig »

k2k hat geschrieben:Hab ich was verpasst? Ich dachte, Agamatic wäre nur für kuppelbare Systeme zuständig gewesen?
Sehr aufmerksam, würde mich im zweiten Versuch dann doch eher für DM entscheiden. Frage mich aber bitte jetzt nicht, warum ich auch in meinen Unterlagen Agamatic notiert habe. :wink:
Habe übrigens noch ein wenig bei unseren italienischen Kollegen gestöbert und folgendes zur Le Baite gefunden:
funivie hat geschrieben:Piccola curiosità: la seggiovia SG4 Le Baite è l’unica Doppelmayr a Montecampione e se guardate nelle tabelle di Quota Neve non la trovate.
Il motivo? L’hanno comprata usata! Era la San Bartolomeo Valbiolo, realizzata nel 1988 (o 1989) al Passo del Tonale e sostituita nel 1993 dalla SGA4 carenata Tonale - Valbiolo su un percorso più lungo.
Wenn ich den Text richte deute, handelt es sich um eine Gebrauchtanlage vom Passo Tonale, die dort nur wenige Jahre gestanden ist.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Der Gegenanstieg fällt für die Skifahrer allerdings weg. Der Weg, wo der Bagger steht, ist im Winter Skipiste und ein Ziehweg zur Talstation.
Das muss mir irgendwie entgangen sein... VERDAMMT!! Das war voll anstregend da hoch zu laufen.... :evil: :wink: Die Gondel durfte man übrigens wirklich mitnehmen, soweit ich gehört hatte.
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starli
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Beitrag von starli »

Möchte ja schon mal gern wissen, wieso sich die Antriebs- und Spannstationen von Sacif und Marchisio bei ein paar Liften so unheimlich ähneln ...

.. gemeinsamer "Architekt"? Ingenieur, der erst hier und dann dort gearbeitet hat?
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lift-master
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Beitrag von lift-master »

also ich war die tage am gardasee,und siehe da,sämtliche lifte im gebiet novezza sind demontiert.alles weg.
...willst du die berge sehn,dann mußt du zum schi fahrn gehn...
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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

Eine komplette Neufassung der bisherigen Tour in etwas übersichtlicherer Präsentation findet man hier. Ein Klick auf das Vorwort klärt über die "Beweggründe" der Vers. 2.0 auf.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Und diese neue Version ist extrem lesenswert!!
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Alpenkoenig
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Beitrag von Alpenkoenig »

Diese Story sollte endlich auch einmal zu ihrem Ende kommen …

... von Borno führte die Route über viele kleine Ortschaften bis zum tiefen Einschnitt des Val di Scalve, das wir, um zum Passo della Presolana zu gelangen, queren mussten.
Spannend gestaltete sich die Abfahrt an den steilen Berghängen in dieses Tal, auf den Weg dorthin mussten wir einige einspurige und unübersichtliche Abschnitte passieren, die viel Vorsicht abverlangten. Die Ostauffahrt zum Presolana Pass selbst stellte sich hingegen als eine gut ausgebaute Straßenverbindung heraus, die sogar mit Lawinengalerien ausgestattet war.



Teil 17 Passo della Presolana – Monte Scanapa


Landschaftlich eindrucksvoll präsentierte sich der Kessel des knapp 1300 Meter hohen Presolana Passes, der Richtung Süden von den bewaldeten und gutmütigen Hängen des Monte Scanapa begrenzt wird, während die Nordseite von den mächtigen Felsflanken des 2521m Meter hohen Pizzo della Presolana dominiert wird.
Rings um den Pass hatten sich einige Unterkünfte angesiedelt, die verschiedenen Kategorien entsprachen. Nicht zu übersehen waren ebenso einige Hotelruinen, die fest mit Holzbrettern verriegelt, ziemlich trostlos neben der Straße standen. Das Schigebiet selbst schien im Umbruch zu sein, man war sich anscheinend der Problematik bewusst, dass man ohne weitere Investitionen nur mehr schwer den weiteren Betrieb sichern könne.
Nachdem wir unser Vehikel geparkt hatten, galt die ganze Aufmerksamkeit zuerst einer Schleppanlage, die keinem uns bekannten Hersteller zuzuordnen war. Letztlich riskierten Thomas K. einen Tipp und verwettete damit ein Bier an Alpenkönig.

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Graffer? Leitner? Nascivera? Passt doch irgendwie alles nicht …

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Imes??? Bisher war uns diese Firma nur als der Kabinenhersteller der Gondelbahn zur Langkofelscharte bekannt. Aber Schlepplifte … vermutlich wird wohl nur mehr der liebe Gott wissen, warum genau hier diese Anlage aufgestellt wurde.

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Die Trasse des Tellerliftes Gaio

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Eine Imes Stütze im Detail – zum Einprägen!

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Ebenfalls eine Rarität, die 2004 von MEB errichtete Doppelsesselbahn Scanapa. Mit Freude stellten wir fest, dass der italienische Markt nicht nur von Leitner und Doppelmayr regiert wird, wenngleich auch der Anteil der restlichen Hersteller verschwindend klein sein mag.

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Uns gefiel diese Station, stach sie doch aus dem gewohnten Einheitsbrei heraus.

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Mit einem schicken Blauton gepolsterte Sessel

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Umlenkscheibe Marke MEB, die Experten werden wohl einige technische Unterschiede zur gewohnten Standardware ausmachen können.

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Die Strecke der Doppelsesselbahn, die links unterhalb des Monte Scanapa auf 1625 Meter Seehöhe endet und vermutlich eine ESL ersetzte, wie die nächste Aufnahme verdeutlicht.

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Fachgerechte italienische Entsorgung – so oder ähnlich könnte man diese Aufnahme betiteln. Sehr zu unserer Freude lagen noch die Überreste der Vorgängerbahn zum Monte Scanapa, die der Stützenkonstruktion nach eindeutig der Carlevaro/Marchisio Ecke zuzuordnen sind, nicht unweit der Talstation der DSB herum. Ebenfalls interessant das Gebäude nebenan, das noch die verblichenen Aufschrift Slitovia, übersetzt Schlittenlift, trug. Versuche, dort einzudringen, scheiterten an den abgesperrten Holztüren.

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Die zweite Sesselbahn am Presolana Pass, die 1990 von Doppelmayr errichtete 4SB Donico – Paghera Giogo, die wohl hauptsächlich von Anfängern frequentiert wird.

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Panoramakarte Presolana – Monte Pora
Der in den letzten Jahren ebenfalls modernisierte Monte Pora wurde im Zuge der Fundamenti Tour nicht besucht, weitere Informationen findet man auf der gemeinsamen Webseite

Ein weiterer interessanter Aspekt über die Zukunft der Schigebiete am Presolana Pass und am Monte Pora offenbart sich in folgender Panoramakarte:

[Bild

Seit Jahren ist eine Verbindung beider Schigebiete geplant, die bis jetzt vor allem an der finanziellen Machbarkeit gescheitert ist. Mag die neue Aufstiegshilfe zum Monte Scanapa auf den ersten Blick nur eine alte Vorgängerbahn ersetzt haben, ist sie das erste Glied in einer Kette von insgesamt vier Doppelsesselbahnen, die irgendwann einmal eine Schischaukel zwischen den beiden Gebieten ermöglichen sollen.

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(Datenquelle http://www.funivie.org)

Wie aus der Tabelle ersichtlich, handelt es sich leider um bisher nicht finanzierte Projekte. Weitere Informationen kann man der entsprechenden funivie Diskussion entnehmen, sofern man der italienischen Sprache mächtig ist und sich nicht über die katastrophale Übersetzung ärgern will.

Nun, da sich der Tag dem Ende neigte, stand die übliche Unterkunftssuche an. Ein Blick auf die Karte ließ uns den Plan fassen, dass wir unser Glück in Dorga oder in Castione della Presolana versuchen sollten. Soweit auch keine schlechte Überlegung, nur leider waren wir zum falschen Zeitpunkt unterwegs und so standen wir nicht nur einmal vor verschlossenen Türen. Es blieb uns nichts anders übrig, als weiter nach Clusone zu fahren. Während Thomas K. sich mit ständigen Blick auf sein Navi Richtung Zentrum vorkämpfte, hielt Alpenkönig mit Adleraugen Ausschau nach einer Herberge für die kommende Nacht. Es sollte nicht allzu lange dauern, bis wir in Clusone fündig wurden und in einem älteren Hotel der gehobenen Kategorie unser Nachtquartier bezogen.
Nach erfolgter Kultivierung bekam die Nahrungsaufnahme höchsten Stellenwert und wir irrten durch das Zentrum, ohne wirklich fündig zu werden, ausgenommen ein paar lieblose Snack Bars mit aufgewärmten Imbissen. Nachdem wir uns beim Einheimischen informiert hatten, empfahl man uns eine Pizzeria - die etwas versteckt - gar nicht so weit von unserem Hotel entfernt war. Alpenkönig hielt sich bei der Bestellung an seine vegetarischen Grundsätze und löste sein gewonnenes Bier ein, während Thomas K. Lust auf Mediterranes verspürte und ein Muschelrisotto bestellte, was böse Folgen haben sollte … aber mehr dazu im nächsten Kapitel.
Zuletzt geändert von Alpenkoenig am 06.02.2012 - 15:02, insgesamt 2-mal geändert.

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