Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getötet

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jens.f
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von jens.f »

Kris hat geschrieben:
Allerdings meine ich wohl, dass Pistengeräte auf geöffneter Piste im heutigen Sicherheitszeitgeist ein Widerspruch darstellen: Einerseits wird jede auch nur in entfernter Weise gefährdende künstliche oder natürliche Behinderung (Mast, Felsen, Baum..) im Pistenbereich mit den allgegenwärtigen orangenen Plastikpolserungen verunstaltet.

Anderseits metzeln Pistenwalzen mit Fräsen und sonstigen nicht gerade sanften Gerätschaften durch die Pistenlandschaft. Wären die Sicherheitsvorschriften konsequent, müssten Pistenwalzen auch mit den dicken orangenen Plastikpolsterungen versehen werden... *g*
Naja, die Situation ist schon etwas anders - es ist eh klar, das man nicht die komplette Piste apolstern kann - es werden also Unfallschwerpunkte abgepolstert.
Ich denke nicht, das Pistenraupen jetzt besondere Unfallschwerpunkte darstellen.

Ist ja logisch: Die Pistenraupe ist ja nicht immer da - und sehr auffällig. Normalerweise lassen Skiläufer dann einen guten Abstand zur Pistenraupe - im Gegensatz zu z.b. Masten, Felsen und Bäumen.
Wie oft sieht man, das Leute ganz knapp an einem Baum oder Mast vorbeiziehen - bei Pistenraupen sieht man das eher seltener :-)

Hier müsste man mal die Zahlen analysieren - aber soweit ich weiss, gab es (zumindest auf geöffneten Pisten) nicht viele Unfälle mit Pistenraupen.

Also in sofern: Die Punkte polstern, die sich als Unfall/Verletzungsschwerpunkte herausgestellt haben - hierzu gehören aber (verantwortlich gefahrene) Raupen m.e. nicht.

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baeckerbursch
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von baeckerbursch »

Ich denke nicht, das Pistenraupen jetzt besondere Unfallschwerpunkte darstellen.
Die Aussage würde ich auch noch mal überdenken....... (Warum sind Pisten nachts gesperrt, jedes Jahr mindestens 1 Toter mit den Dingern)
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Kris
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Kris »

Naja, die Situation ist schon etwas anders - es ist eh klar, das man nicht die komplette Piste apolstern kann
Doch, genau das wird ja immer mehr getan.
es werden also Unfallschwerpunkte abgepolstert.
Unfallschwerpunkte? In manchen Skigebieten wird geradezu jedes Hindernis gegen das man fahren könnte bestens abgepolstert bzw. abgenetzt ...

Dass Skifahrer vor Pistengeräten meist einen (der eigenen Geschwindigkeit angemessenen??) Sicherheitsabstand halten, liegt auf der Hand. Im Fall des 5 jährigen Kindes ist dieses jedoch aus seiner eigenen Unmündigkeit in die Pistenwalze gerutscht...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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piano
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von piano »

Stichwort Unfall mit Fünfjährigen:

http://www.20min.ch/news/ostschweiz/sto ... t-19519048

Hoffentlich geht das wieder gut aus.
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jens.f
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von jens.f »

baeckerbursch hat geschrieben:
Ich denke nicht, das Pistenraupen jetzt besondere Unfallschwerpunkte darstellen.
Die Aussage würde ich auch noch mal überdenken....... (Warum sind Pisten nachts gesperrt, jedes Jahr mindestens 1 Toter mit den Dingern)
NOCHMAL:
Es ist was völlig anderes, ob die Pistenraupen nachts (mit evlt. sogar Seilen) über die Pisten fahren oder Tagsüber.

Nachts hat der Raupenfahrer z.B. keinerlei Chancen, die Skifahrer zu sehen die von hinten/von der Seite ankommen.
Und eben nachts wird auch ganz anders gefahren als Tagsüber.
Tagsüber erwarte ich natürlich von den Raupenfahrern, dass sie - gerade an unübersichtlichen stellen oder entstellen - entsprechend langsam und vorsichtig fahren.

Nachts fahren Raupenfahrer auch mit ganz anderen Geschwindigkeiten als Tags.

Ich bin einmal nachts auf einer Pistenraupe mitgefahren - glaub mir: Das ist was ganz anderes als Tagsüber...


Zu:
jedes Jahr mindestens 1 Toter mit den Dingern
Und was soll uns das jetzt sagen?
Es gibt auch jedes Jahr mehr als 1 Toten auf normalen Pisten ohne dass hier ein Mast, Baum oder sonstwas steht.

Wie gesagt: Man kann sinnvoll nur schwer punkte entschärfen - willst Du 0 tote, musst du die gesamten Pisten abpolsten oder besser Ski-Fahren ganz verbieten.

Solange die Anzahl von Toten in Zusammenhang mit Pistenraupen geringer ist, als die Anzahl von Toten bei "normalen" Ski-unfällen sehe ich hier keinen besonderen Handlungsbedarf.
Natülrich: Jeder Tote ist einer zuviel - aber ich bin mir sicher, das z.B: eine Helmpflicht oder ein komplettes Alkoholverbot hier mehr bringen würden, als das verbot von Pistenraupen.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von fettiz »

burgi83 hat geschrieben:
jens.f hat geschrieben:
fettiz hat geschrieben:Die Grundfrage ist doch, was hat eine Fräse auf einer geöffneten Piste zu suchen. Dementsprechend Piste sperren und fräsen oder es bleiben lassen.
Das würde ich nicht so sagen - bei z.B: neuschnee habe ich es schon oft erlebt, das während des Ski-Betriebes neu präpariert wird - und da die Ski-fahrer ja auch gute Pisten haben wollen, ist das durchaus sinnvoll.

Hieraus jetzt abzuleiten, das während des Ski-Betriebes keine Präparation mehr erfolgen darf oder das die Pisten dann zeitweilig gesperrt werden, wäre meiner Meinung nach der Verkehrte schritt.

Aber natürlich muss der Raupenfahrer bei einer geöffneten Piste entsprechend aufpassen.
zu dem konkreten Fall kann man natürlich von der Entfernung aus nicht viel sagen
Da würde ich dem Jens zustimmen und in den DSV-Tipps "zum Verhalten gegenüber Pistenraupen" steht das sogar expliziet drin.
http://www.ski-online.de/2788-zum_verha ... raupen.htm
Auch wenn dies nur Tipps sind und nicht so bindet wie die FIS-Regeln sind, werden diese zur Beurteilung der Schuldfrage doch sehr gerne in Anspruch genommen und das nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland.
Dann gib doch einfach ab jetzt allen 4- und 5-jährigen Skifahrern die Verhaltensregeln zum durchlesen. Das wird viele Unfälle vermeiden. :evil:

Letztlich haben die Kenntnisse über diese Regelungen die Eltern und die Betreuer. Gerade die Skilehrer gehen hier eine hohe Verantwortung ein. Gerade mit Anfängern die ersten Male eine "richtige" Piste zu fahren ist doch ein permanenter Zwist mit sich selbst - und hart gesagt ist man mit einem Fuß im Gefängnis. Aber mal davon abgesehen, mache ich mir als Skilehrer ja auch viele Gedanken über Pistenwahl, Gruppenstärke, Individuen. Nur über Pistenpräparation erhalte ich als Skilehrer eingeschränkte Informationen. Wenn ich als Skilehrer weiss, dass dort präpariert wird, dann würde ich mir schon genau überlegen, ob ich da reinfahren kann, weil letztlich das Verhalten der Kids nur teilweise planbar, steuerbar und kontrollierbar ist.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von fettiz »

jens.f hat geschrieben:
fettiz hat geschrieben:Die Grundfrage ist doch, was hat eine Fräse auf einer geöffneten Piste zu suchen. Dementsprechend Piste sperren und fräsen oder es bleiben lassen.
Das würde ich nicht so sagen - bei z.B: neuschnee habe ich es schon oft erlebt, das während des Ski-Betriebes neu präpariert wird - und da die Ski-fahrer ja auch gute Pisten haben wollen, ist das durchaus sinnvoll.

Hieraus jetzt abzuleiten, das während des Ski-Betriebes keine Präparation mehr erfolgen darf oder das die Pisten dann zeitweilig gesperrt werden, wäre meiner Meinung nach der Verkehrte schritt.

Aber natürlich muss der Raupenfahrer bei einer geöffneten Piste entsprechend aufpassen.
zu dem konkreten Fall kann man natürlich von der Entfernung aus nicht viel sagen
Wobei hier mit modernen Mitteln auch kurzfristige zeitweise Sperrungen doch kein Problem mehr wären.

Und auf was soll denn ein Raupenfahrer mit Fräse achten? Ein Pistenraupenfahrer kann doch auf menschliches Fehlverhalten doch nicht ernsthaft reagieren.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von fettiz »

jens.f hat geschrieben: Solange die Anzahl von Toten in Zusammenhang mit Pistenraupen geringer ist, als die Anzahl von Toten bei "normalen" Ski-unfällen sehe ich hier keinen besonderen Handlungsbedarf.
Natülrich: Jeder Tote ist einer zuviel - aber ich bin mir sicher, das z.B: eine Helmpflicht oder ein komplettes Alkoholverbot hier mehr bringen würden, als das verbot von Pistenraupen.
Geht's noch?

Würdest Du diesen Satz auch vor den betroffenen Eltern wiederholen?

Mit dieser Argumentation müsste ich nämlich gar nichts machen. Weil die Anzahl der Skitoten so gering ist, dass sie im Vergleich mit anderen Todesfällen wirklich nicht wichtig sind.

ABER: Wir leben in einer Gesellschaft, welche das Leben eines jeden Menschen als etwas besonders wichtiges ansieht. Und deswegen werden auch Maßnahmen getroffen, um tödliche Unfälle zu mindern. Egal ob es 5 sind oder 500. Außerdem geht es hier nicht um ein Präparationsverbot. Sondern welche Präparationsarten sind zu welchen Zeiten an welchen Orten erlaubt.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von jens.f »

fettiz hat geschrieben: ABER: Wir leben in einer Gesellschaft, welche das Leben eines jeden Menschen als etwas besonders wichtiges ansieht. Und deswegen werden auch Maßnahmen getroffen, um tödliche Unfälle zu mindern. Egal ob es 5 sind oder 500. Außerdem geht es hier nicht um ein Präparationsverbot. Sondern welche Präparationsarten sind zu welchen Zeiten an welchen Orten erlaubt.
OK, dann willst Du also auch Tempo 10 auf allen Straßen?
Damit würde man auch sehr viele tödliche Unfälle vermeiden.

So schlimm der Einzelfall auch ist - aber ALLE Maßnahmen stellen letztendlich einen Kompromiss dar.
Man kann niemals alle Gefahren eliminieren.

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burgi83
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von burgi83 »

fettiz hat geschrieben:
burgi83 hat geschrieben:
fettiz hat geschrieben:Die Grundfrage ist doch, was hat eine Fräse auf einer geöffneten Piste zu suchen. Dementsprechend Piste sperren und fräsen oder es bleiben lassen.
Da würde ich dem Jens zustimmen und in den DSV-Tipps "zum Verhalten gegenüber Pistenraupen" steht das sogar expliziet drin.
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Auch wenn dies nur Tipps sind und nicht so bindet wie die FIS-Regeln sind, werden diese zur Beurteilung der Schuldfrage doch sehr gerne in Anspruch genommen und das nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland.
Dann gib doch einfach ab jetzt allen 4- und 5-jährigen Skifahrern die Verhaltensregeln zum durchlesen. Das wird viele Unfälle vermeiden. :evil:
Ich weiß zwar nicht was du dich über meinen Kommentar so aufregst, der war nämlich nicht speziell auf diesen Fall bezogen sondern eher allgemein auf deine von mir zitierte Frage bzw Aussage und die hat meines Erachtens auch nichts mit diesem speziellen Fall zu tun.
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burgi83
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von burgi83 »

jens.f hat geschrieben:
fettiz hat geschrieben: ABER: Wir leben in einer Gesellschaft, welche das Leben eines jeden Menschen als etwas besonders wichtiges ansieht. Und deswegen werden auch Maßnahmen getroffen, um tödliche Unfälle zu mindern. Egal ob es 5 sind oder 500. Außerdem geht es hier nicht um ein Präparationsverbot. Sondern welche Präparationsarten sind zu welchen Zeiten an welchen Orten erlaubt.
OK, dann willst Du also auch Tempo 10 auf allen Straßen?
Damit würde man auch sehr viele tödliche Unfälle vermeiden.

So schlimm der Einzelfall auch ist - aber ALLE Maßnahmen stellen letztendlich einen Kompromiss dar.
Man kann niemals alle Gefahren eliminieren.
Man sollte eher Autos, Flugzeuge und Züge und alles was es sonst noch so in unserer modernen welt gibt ganz verbieten :wink:
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von fettiz »

burgi83 hat geschrieben: Ich weiß zwar nicht was du dich über meinen Kommentar so aufregst, der war nämlich nicht speziell auf diesen Fall bezogen sondern eher allgemein auf deine von mir zitierte Frage bzw Aussage und die hat meines Erachtens auch nichts mit diesem speziellen Fall zu tun.
Ganz einfach:

es ging im ganz speziellen Fall um einen 5-jährigen. Und Ihr tut da rum, als wären die Gefahren für einen 5-jährigen abschätzbar seien, durch Lektüre der FIS Regeln minimierbar - und dann kommt noch, dass Autos, Flugzeuge etc. verboten gehören.

Das ist einfach unqualifiziert und ein Schmarr'n. Ich habe auch nie von davon gesprochen, dass ich die bestehenden Regeln bei Erwachsenen für nicht ausreichend halte. Sondern dass ich von so einem Unfall nicht mehr lesen will. Und da wäre denkbar, dass nur bestimmte blaue und rote Pisten für Gruppen mit Kinder z.B. 6 Jahren in Begleitung mit Eltern und unter 8 Jahren mit Skigruppen freigegeben werden. Auf diesen Pisten ist dann tagsüber komplettes Präparierverbot - ausser die Piste wird gesperrt. Und schon würde so ein Unfall nicht mehr passieren. Und was mit euch ist, wäre vollkommen egal.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Dachstein »

fettiz hat geschrieben:Auf diesen Pisten ist dann tagsüber komplettes Präparierverbot - ausser die Piste wird gesperrt. Und schon würde so ein Unfall nicht mehr passieren.
Und wenn man dann einen Verletzten mittels Pistengerät oder Skidoo abhohlt und dabei was passiert? Pistengeräte sind nicht nur zum Präparieren unterwegs, sondern auch dazu, verletzte Skifahrer zu bergen!

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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von baeckerbursch »

Er spricht vom Präparieren - du sprichst vom Retten. Kleiner Unterschied :wink:
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baeckerbursch
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von baeckerbursch »

Auch das versetzten von Schneekannonen ist etwas grundlegend anderes als das Retten von Menschen :wink:
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Dachstein
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Dachstein »

Und? Ich sehe die Sache so: am Abend nach Publikumsbetrieb sind die Pisten zu präparieren. Da stehen die Pistengeräte anderweitig im Einsatz. Also, wann sollen sie es sonst erledigen? Manche Arbeiten, insbesonders Unterhaltungsarbeiten sind bei Tageslicht sogar sicherer durchzuführen als bei stockdunkler Nacht, wo man nur die Beleuchtung von der Maschine hat.

Und ganz nebenbei: die Gefahr von einem Pistengerät geht nicht von der Tätigkeit was es tut aus, sondern von dem was es ist, nämlich ein Pistengerät. Denn wo jetzt der Unterschied zwischen Unfall mit einem Pistengerät, das im Rettungseinsatz ist oder beim Transportieren einer Last ist, entzieht sich meiner Kenntniss. Das Ergebnis ist vermutlich in beiden Fällen gleich.

Unfälle passieren. Selbst wenn eine Gefahr ausgeschalten wird, so bestehen noch genug andere Möglichkeiten, dass was passiert. Das Leben ist und bleibt lebensgefährlich und leider gibt es auch Todesopfer. Deswegen aber gleich über derart rigide Konsequenzen zu ziehen halte ich für einen Fehler. Schlimm genug, was passiert ist! Es ist tragisch, dass wieder ein Toter zu beklagen ist, dennoch denke ich, dass Überreglementierung nicht die Lösung des Problems ist.

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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von GMD »

Der Unfall mit der Raupe ist tragisch und sehr zu bedauern, keine Frage. Aber ich denke, jens.f hat recht wenn er darauf hinweist, wie hier (wie so oft) mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird. Um sein Beispiel aufzugreifen: Wieviele Kinder sind dem Strassenverkehr schon zum Opfer gefallen? Es dürften zigfach mehr sein, als bei Unfällen mit Seilbahnen und Pistenraupen. Im Prinzip sind auch alle dafür, dass hier was getan werden soll. Doch wenn dann beispielsweise gerade in ihrem Viertel Tempo 30 Zonen erstellt werden sollen, heulen doch wieder viele auf und pochen auf die "freie Fahrt für freie Bürger"! Oder sie schimpfen über die vermeintliche Abzocke bei Geschwindigkeitskontrollen ohne zu wissen, dass in der Nähe ein Zebrastreifen steht, der von vielen Schülern überquert wird. etc., etc.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Fiescher »

baeckerbursch hat geschrieben:Auch das versetzten von Schneekannonen ist etwas grundlegend anderes als das Retten von Menschen :wink:
Nur will ich dann die Skifahrer sehen, wenn eine Raupe zur Verletztenbergung ohne die arbeitende Fräse in eine stark genutzte (Hauptabfahrt) Piste einfährt!
Ich bin mir sicher, daß dann dann von etlichen Ski-Gästen das Gezeter kommt, weil sie dann dort nicht mehr fahren können.

Der hier geschilderte Unfall ist einfach tragisch. Nur muss man es nüchtern betrachten, daß das hier passierte in Vergleich mit dem Toten Winkel beim Auto gestellt werden muss. Man kann auch tagsüber als Raupenfahrer nicht permanent alle 4 Seiten seiner Maschine im Auge behalten.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von baeckerbursch »

Man kann auch tagsüber als Raupenfahrer nicht permanent alle 4 Seiten seiner Maschine im Auge behalten.
und genau deshalb sollte man die Fahrten mit Pisenraupen auf geöffneten Pisten auf ein Minimum reduzieren und nur absolut notwenidige Fahrten durchführen. Retten von Personen gehört sicherlich zu den wichtigen Fahrten, das versetzten von Schneekannonen kann auch nach bzw. vor dem offiziellen Betrieb geschehen - deshalb ist eine solche Fahrt unnötig.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Dachstein »

Demnach müsste man alle Unterhaltungsmaßnahmen nach dem Skibetrieb durchführen. Dies wäre damit gleichzusetzen, dass alle Straßenerhaltungsmaßnahmen (Leitschienenerneuerung, Ausbessern von Schlaglöchern, Schneestangen aufstellen, Markierungen aufbringen etc.) in der Nacht durchzuführen wären?

Ich weise mal darauf hin, dass manche Arbeiten aus Sicherheitsgründen besser bei Tageslicht zu erledigen sind, besonders dann, wenn man mit einer Maschine feinfühlige Aktionen durchführen muss. Daher denke ich, dass bei solchen Unterhaltungsmaßnahmen der Schauplatz und ein gewisser Umkreis (Absperrband - Mitarbeiter) abzusperren ist. Alles weitere fällt dann unter Restrisiko, das man überall auf der Welt hat.

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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Aber es geht hier doch um fahrende Raupen, wie willst du die denn absperren? Und durch Mitarbeiter sichern geht auch nur wenn die Raupe runter fährt.Haben sie in Val Thorens gemacht, als sie mit einem Schreitbagger die Piste runtergerutscht sind. Aber beim hoch fahren geht's einfach nicht.
Und Straßenbaumaßnahmen werden sehr wohl in der Nacht durchgeführt wenn das möglich ist.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von Dachstein »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Aber es geht hier doch um fahrende Raupen, wie willst du die denn absperren? Und durch Mitarbeiter sichern geht auch nur wenn die Raupe runter fährt.Haben sie in Val Thorens gemacht, als sie mit einem Schreitbagger die Piste runtergerutscht sind. Aber beim hoch fahren geht's einfach nicht.
Das kann ich auch nicht, wenn ich einen Verletzten abhole. Jedes sich bewegende Gerät hat ein gewisses Gefahrenpotential. Es geht meines Erachtens auch davon eine Gefahr aus, wenn das Gerät nur in einem beschränkten Radius agiert. Hier kann man sich durch Absperren behelfen. Das kann man beim Versetzen von Schneeerzeugern machen, mit einem einfachen Absperrband ist die Gefahr zu 99,9% gebannt. Alles weitere ist normales Risiko.

Und Straßenbaumaßnahmen werden sehr wohl in der Nacht durchgeführt wenn das möglich ist.
Besonders normale Unterhaltungsarbeiten sehe ich immer tagsüber. Nachts werden meist größere Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Es gibt aber, wie in allen Bereichen des Lebens, Tätigkeiten, die man zur eigenen Sicherheit lieber bei Tageslicht erledigt. Arbeiten in grellem Scheinwerferlicht bietet auch ein gewisses Gefahrenpotential. Der Fahrer sieht war, der Umstehende sieht aber nur eine grelle Lichtquelle, wenn er dagegen blickt. Daher bin ich der Meinung, wenn man mit schwerem Gerät schwere Teile versetzt, sollte man dies möglichst bei Tageslicht machen, sofern nicht eine ausreichende Ausleuchtung (mehrere Scheinwerfer aus verschiedenen Winkeln). Arbeiten mit Kränen und andern schwerem Gerät wird, sofern keine ausreichende, aus verschiedenen Winkeln ausleuchtende Scheinwerferanlage vorhanden ist, auch nicht in der Nacht gemacht. Ein Pistengerät leuchtet aber immer nur von einer Seite aus. Und ich bezweifle, dass es sinnvoll ist, jeden Arbeitsplatz aus verschiedenen Winkeln auszuleuchten. Geht nämlich nicht.

Btw: nachdem ja Pistengeräte so gefährlich sind, frage ich mich ernsthaft, warum noch niemand gegen Transporte wie dem Masner Express in Serfaus wettert...

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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von baeckerbursch »

Es gibt aber, wie in allen Bereichen des Lebens, Tätigkeiten, die man zur eigenen Sicherheit lieber bei Tageslicht erledigt.
Etwas gehässig also bedeutet das, das das gemeineine "Touristenvolk" tagsüber der Gefahr einer Raupe ausgesetzt werden kann, damit die Bergbahnmitarbeiter nachts keine Gefahr mehr haben. Oder noch überspitzter: Um die Schafe ist es wurscht, hauptsache dem Schäfer passiert nichts.
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Re: Fünfjähriger bei Unfall mit Pistenraupe in Salzburg getö

Beitrag von jens.f »

baeckerbursch hat geschrieben:
Es gibt aber, wie in allen Bereichen des Lebens, Tätigkeiten, die man zur eigenen Sicherheit lieber bei Tageslicht erledigt.
Etwas gehässig also bedeutet das, das das gemeineine "Touristenvolk" tagsüber der Gefahr einer Raupe ausgesetzt werden kann,
Eine Raupe IST aber keine besondere Gefahr.
Wenn du so Argumentierst das man wirklich alle vermeidbaren Gefahren ausschließen möchtest, müsstest Du auch sofort alle Sesselbahnen und Schlepplifte Stilllegen und durch Gondelbahnen ersetzen.

Denn:
Es kommen ja immer wieder Kinder um Leben, weil Sie aus dem Sessel fallen. Auch bei Ski-Liften gibt es tödliche Unfälle, siehe z.B.:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 35&t=38317

Gondelbahnen wären hier sicherer.
Du müsstest also auch fordern, alle Schlepplifte und Sesselbahnen abzuschaffen, um eben das gemeine "Touristenvolk" von den Gefahren des Schlepplifte und Sesselbahnen zu schützen.

Und: Ich möchte wetten, dass es mehr Unfälle/Tote bei Sesselbahnunfällen als bei Raupenunfällen gibt - als wäre das sogar noch dringender.

Gruß, Jens
Zuletzt geändert von jens.f am 09.02.2011 - 14:30, insgesamt 1-mal geändert.

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