Gefallen: Skifahren am "Hausberg" Modernes Skigebiet Vergleichsweise gute Schneeverhältnisse Wartezeiten an den Liften vergleichsweise gering
Nicht gefallen: Wartezeiten an der Ticketkasse Talabfahrt war voll und wurde mittags zur Hälfte für ein Rennen gesperrt
Fazit: 5 von 6 Maximalen. Abzüge: Wartezeiten an der Ticketkasse; volle Talabfahrt
Die Bilder (sind leider nicht so viele, mein Akku war leer) und der restliche (schriftliche) Bericht kommen nach
Gegenüber Kritik, Anregungen bin ich immer offen.
So, der Bericht geht weiter. Nachher kommen dann noch die Bilder.
Rückblick
Steibis ist eine Sache für sich. Nachdem jahrelang relativ wenig in die Infrastruktur investiert wurde, ging nach 2005 alles Schlag auf Schlag. Doch erstmal der Reihe nach:
Vor 2005 war Steibis vergleichbar mit dem heutigen Hündle. Lauter Schlepplifte und ein Einersessellift vom Ort auf den Imberg. Eine Mittelstation stand da, wo heute die Talstation der EUB ist. Außerdem begann damals dort der Langholzlift. Er ging bis zur Waltnersalpe (Abzweigung ins Bärenloch). Seine Liftspur war sehr steil und schwer zu fahren. An der Bergstation konnte man dann nur ins Tal abfahren oder ins Bärenloch. Viele Jahre zuvor gab es auch noch einen Schlepplift vom Bärenloch zur Waltnersalpe.
Im Jahr 2005 wurde dann der Bau einer 8-EUB beschlossen. Die Talstation lag an der bisherigen Talstation des Langholzlift und der Mittelstation der Sesselbahn. Beide Anlagen (Sesselbahn & Schlepplift) wurden ersetzt. Außerdem entstand im Fuchskar ein neuer Schlepplift, der die Verbindung zwischen Fluh und Imberg in beiden Richtungen verbessert. Vom Imberg an die Fluh, weil dort ein Schlepplift steht, und zurück, weil neue Pisten entstanden (früher musste man über die steile „Hintenrum-Abfahrt“ ans Imberghaus fahren oder den Ziehweg zwischen Bergstation Bärenloch und Talstation Nordlift benutzen.
In diesem Pistenplan ist auch die Investition der Folgejahre, der Imbi-Sonnenlift (Übungslift im Kinderland unterhalb der Bergstation der 8-EUB zur sehen. Besagte Investition beinhaltete auch 2 Förderbänder und diverse „Kinderland-Ausstattung“. Die Besonderheit des Imbi-Sonnenlifts war, dass er mobile Fundamente besaß. In der Zwischenzeit wurde das allerdings meines Wissens nach geändert und so hat der Lift nun „normale“ Fundamente.
2009 kam dann der nächste Paukenschlag. Der Bau einer 6-KSB/B wurde beschlossen. Doch den Verantwortlichen reichte dies offensichtlich nicht. Die 6-KSB/B ist daher noch mit automatisch schließendem Schließbügel, Kindersicherung, Sitzheizung, Ledersessel mit Kopflehne sowie Fernsehern am Einstieg ausgestattet. Die Bergstation wurde dem Fels durch Sprengung abgewonnen, die Talstation steht an der Abzweigung in Richtung Schindelberg (nicht im Bärenloch). Die Bahn hat 3 Schlepplifte ersetzt (1 Lift blieb bestehen um die Skifahrer aus dem Bärenloch zurück ins Gebiet zu bringen. Des Weiteren wurde der kultige Pendelschlepper an der Alpe Hochbühl durch einen Tellerlift ersetzt.
2010 wurde der Hohenegg-Lift gebaut. Er führt von der 2009 neu eröffneten Alpe Hohenegg zur Bergstation des Bärenlochlifts und erschließt den neuen Funpark.
2011 wird dann der Bärenlochlift (diese Saison ein Provisorium, der Ausstieg befindet sich auf halber Strecke) nach Osten versetzt und gekürzt (s. Newstopic).
Am Samstag hieß es „endlich mal wieder Steibis“. Es ist einfach Pflicht, dieses Skigebiet mindestens einmal pro Saison zu besuchen, wenn man es schon satte 11 Winter am Stück immer besucht hat. Und auch heuer empfingen mich einige Neuerungen (s. oben).
Doch der Start ließ meine Freude wieder sinken. Ich stand satte 30 (!!!) min für den Skipass an. Dafür ist der noch verhältnismäßig günstig. Auch die Schlange an der Gondel ließ nichts Gutes ahnen, doch entgegen aller Befürchtungen war sie schnell gemeistert. Gegen Nachmittag besserte sich die Situation gewaltig, da sich offenbar viele Skifahrer von der Sonne verwöhnen ließen oder einfach aufhörten weil der Schnee in der Sonne doch schwerer wurde.
Nach der Bergfahrt begann ein toller Skitag:
Die Talabfahrt ist im oberen Teil sehr flach um dann unten steiler zu werden. Insgesamt ist sie perfekt beschneit und so war sie gut zu fahren, es gab weder Steine noch braune Stellen.
Im Bärenloch war es da schon anders, hier gab es zwar auch keine Steine aber braune Flecken und sehr harte Stellen. Man merkt eben, wo die Beschneiung noch nicht so gut ausgebaut ist. Belohnt wurden wir mit einem absolut leeren Bärenlochschlepplift (was sich im Laufe des Tages auch nicht änderte). Doch nach einem starken drittel kam auf einmal ein Ausstieg?! Ich dachte die Betreiber konnten den Schlepplift nicht zurückbauen, weil der Winter so früh begann. Doch tatsächlich, unter der Alpe Hohenegg war Schluss. Der Lift lief zwar auf seiner alten Trasse bis zur Bergstation, die auch heuer noch dort stand wo sie immer stand. Eine Möglichkeit an den neuen Hohenegglift zu wechseln gab es nicht, also ging es zum Fluhexpress.
Die schwarze Variante unterm Lift (in der Waldschneise) war leider nicht präpariert. Dafür war sie sehr buckelig. Aufgrund einiger nicht-vertrauenswürdiger Stellen hab ich sie aber ausgelassen. Die normale Fluhabfahrt war – wie die Talabfahrt – perfekt präpariert und beschneit. Zwar war sie ein Tick schmäler wie sonst aber das ist verständlich und störte nicht. Hier bin ich ein Paar Mal gefahren.
Zurück in Richtung Imberg ging es durch die schmale Waldschneise und den angeschlossenen Ziehweg. Der Ziehweg war gut zu fahren doch die Schneise war katastrophal. Aufgrund der fehlenden Beschneiung waren hier Erdklumpen in rauen Mengen zu finden. Trotzdem gibt es auch hier eine positive Nachricht: Steine waren nicht in Sicht. Und so konnte man sich auch hier keinen Kratzer holen.
Am Fuchskarlift und Nordlift sah die Situation trotzdem besser aus. Auch hier herrschten tolle Pistenverhältnisse (natürlich immer auf die Temperaturen bezogen.
Auch im 2. Nicht-beschneiten Hang von der Fluh zur Alpe Hochbühl waren die Pisten in einem ordentlichen Zustand. Auch hier hieß es: Z.T. Braun, aber nicht steinig. Lediglich die Verbindung zurück ins Gebiet war entmutigend. Eine Überraschung gab es aber im Tellerlift an der Alpe Hochbühl. Das Seil lief nur noch auf dem Rollenrand! Naja, es hat aber gehalten
Tipp: Das Mittagessen an der Alpe Vordere Fluh war sehr gut