Glaubte hier bis jetzt wirklich jemand an die 100%ige Beherrschbarkeit der Atomkraft
Ich drück den Japanern die Daumen, dass es zu keinem GAU kommt.
Das habe ich mich gestern beim Schweizer Fernsehen auch gefragt... Wenn man so einen selbsternannten Atomexperten von Greenpeace fragt, dann wird wohl kaum die Antwort kommen "alles in Ordnung, da kann nichts passieren"...Warum man einen Greenpeace "Experten" befragt, der höchstwahrscheinlich nicht objektiv berichtet, ist mir ein Rätsel
Beim SF gibt es natürlich politisch nicht-neutrale Personen, allerdings auf beiden Seiten. Wenn die SVP Tag und Nacht predigt, dass das Fernsehen ein "linkes Pack" ist, dann glaubt das am Schluss die Hälfte. Auch wenn z.B. vor nicht allzu langer Zeit ein gewisser Filippo Leutenegger beim SF die Fäden zog, der nun bekanntlich am rechten Flügel der FDP politisiert.Pilatus hat geschrieben:Das habe ich mich gestern beim Schweizer Fernsehen auch gefragt... Wenn man so einen selbsternannten Atomexperten von Greenpeace fragt, dann wird wohl kaum die Antwort kommen "alles in Ordnung, da kann nichts passieren"...Warum man einen Greenpeace "Experten" befragt, der höchstwahrscheinlich nicht objektiv berichtet, ist mir ein Rätsel
Naja, dass die Angestellten beim Schweizer Staatsfernsehen politisch wohl nicht ganz neutral sind ist ja auch höchstens ein offenes Geheimniss. Mit dem Hintergrund der Atom-Debatte in der Schweiz (neue AKW ja oder nein) wohl ein gefundenes Fressen.
Du solltest das vieleicht nicht so pauschalisieren.Theo hat geschrieben:Wenn es wirklich das Ziel ist irgendwann einmal keine AKW's mehr zu haben muss sich in den Köpfen der AKW Gegner aber fast alles ändern. Man kann nicht gegen AKW's sein und gleichzeitig andere Energieproduktionsformen ebenfalls bekämpfen, denn diese Einstellung hat nur zum Ziel die Gesamternergieproduktion zu kürzen und das wird mit sicherheit zu gar nichts hin führen.
Fabi111 hat geschrieben:Vielleicht kommen die bisher Unbelehrbaren jetzt doch noch drauf, wie gefährlich Atomkraft ist.
Eventuell auch nicht das gelbe vom Ei.Wie wärs denn z.B. mit Geothermie, das sollte in Japan doch massiv nutzbar sein.
Ein paar überflutete Häuser sind nicht mit ganzen Erdteilen zu vergleichenTPD hat geschrieben:Und apropos Sicherheit.
Haben sich unsere Atomkraftgegegner auch schon mal überlegt, was geschieht wenn ein Staudamm bricht ?
Da gibt es sowohl in der Stadt Bern oder Zürich nasse Füsse !
Lustigerweise hat es da noch nie eine Kundgebung gegeben...
Also jetzt macht mal halblang! Im Moment ist die Lage in Japan zwar besorgniserregend, aber noch kein (Super-)GAU. Außerdem kann man Verseuchungen z.T. durchaus beheben, bzw. die Natur erholt sich größtenteils davon (-> z.B. Ölverseuchungen)flo hat geschrieben:@Af: Drastisch gesagt sind wir auf dem besten Weg uns selbst auszurotten und das ganz ohne Asteroideneinschlag oder Ähnliches.
Bitte nicht pauschalisieren und pollemisieren. Hier wird ein Atomkraftwerk durch eines der stärksten Erdbeben der Welt beschädigt und dann muss man lesen, dass die Atomkraft grundsätzlich unsicher sei. Ein Erdbeben kann man nicht "unter Kontrolle" bringen, wie stelllst Du dir das vor? Hier werden zwei Dinge miteinander vermischt, die sich nicht vertragen. Auch wenn das Energieversorgungsproblem Japans den Einwohnern kaum eine andere Wahl als AKW lies, es ist m. E. seeehr gewagt, in einem erdbebengefährdeten Gebiet AKW's hinzustellen. Erdbeben und AKW vertragen sich logischerweise äusserst schlecht. Das heisst aber nicht, dass Atomkraft grundsätzlich gefährlich ist, sondern dass es Orte gibt, wo man besser keines hinstellen sollte.Vielleicht kommen die bisher Unbelehrbaren jetzt doch noch drauf, wie gefährlich Atomkraft ist.
frühestens nach zig Jahrzehnten...talent hat geschrieben:Also jetzt macht mal halblang! Im Moment ist die Lage in Japan zwar besorgniserregend, aber noch kein (Super-)GAU. Außerdem kann man Verseuchungen z.T. durchaus beheben, bzw. die Natur erholt sich größtenteils davon (-> z.B. Ölverseuchungen)flo hat geschrieben:@Af: Drastisch gesagt sind wir auf dem besten Weg uns selbst auszurotten und das ganz ohne Asteroideneinschlag oder Ähnliches.
Bei uns (D) steht fast genau dieselbe Technik an AKWs rum wie in Japan. Beim letzten GAU konnten sich ja alle noch damit rausreden, das sei russische Technik gewesen und bei uns sei ja alles viel moderner und sowas niemals möglich. Diesmal ist es immerhin schon Japan... was wohl als nächstes kommt? (Erdbeben gibt's auch in BaWü z.B.)oberländer hat geschrieben:Ich denke mir aber schon meinen Teil, wenn die Katastrophe in Japan bei gewissen als Grundlage für Diskussionen über unsere Energieprobleme dienen muss... Denn unsere Probleme, unsere Energiepolitik ist in diesem Zusammenhang nun wirklich irrerelevant.
Sorry, was für eine absolut schlechte Argumentation ist das denn? Es ist doch wohl ein Unterschied ob bei einem Erdbeben dann ein Kohlekraftwerk zerstört wird, oder eben ein AKW. Letzteres hat wesentlich schlimmere Folgen. Und ausschließen kann man solche Erdbeben eben nicht. Hätte den Japanern vor drei Tagen einer gesagt ihre AKWs sind eine Gefahr, dann hätten die das abgetan und auf ihre tolle Auslegung verwiesen.oberländer hat geschrieben:Bitte nicht pauschalisieren und pollemisieren. Hier wird ein Atomkraftwerk durch eines der stärksten Erdbeben der Welt beschädigt und dann muss man lesen, dass die Atomkraft grundsätzlich unsicher sei. Ein Erdbeben kann man nicht "unter Kontrolle" bringen, wie stelllst Du dir das vor? Hier werden zwei Dinge miteinander vermischt, die sich nicht vertragen. Auch wenn das Energieversorgungsproblem Japans den Einwohnern kaum eine andere Wahl als AKW lies, es ist m. E. seeehr gewagt, in einem erdbebengefährdeten Gebiet AKW's hinzustellen. Erdbeben und AKW vertragen sich logischerweise äusserst schlecht. Das heisst aber nicht, dass Atomkraft grundsätzlich gefährlich ist, sondern dass es Orte gibt, wo man besser keines hinstellen sollte.Vielleicht kommen die bisher Unbelehrbaren jetzt doch noch drauf, wie gefährlich Atomkraft ist.
Dass in der Schweiz AKW's von Anfang an problemlos funktionieren, dass in der ganzen Welt Schiffe (z. B. US-Flugzeugträger) ohne Probleme mit Atomkraft fahren, wird unter den Tisch gekehrt.
Atomkraft birgt immer ein Restrisiko. Doch dieses lässt sich minimieren, so dass heute getrost gesagt werden kann, dass bei einem "normal" funktionierenden und gewarteten AKW die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls sehr klein bis minim ist.
Ich denke mir aber schon meinen Teil, wenn die Katastrophe in Japan bei gewissen als Grundlage für Diskussionen über unsere Energieprobleme dienen muss... Denn unsere Probleme, unsere Energiepolitik ist in diesem Zusammenhang nun wirklich irrerelevant.