Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
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Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Intakte Natur am Schlegelkopf:
http://www.vol.at/schlegelkopf-intakte- ... 4-03573214
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Saison 25/26: Crévacol, Riserva Bianca, Mondolè Ski, Courmayeur, Monterosa Ski, Espace San Bernard, Treffelhausen, Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn
Saison 24/25: Ischgl-Samnaun, Sonnenkopf, Hochlitten, Hochoetz, Kühtai, Kitzbühel, Arosa-Lenzerheide, Vals Dachberg, Adelboden-Lenk, Tschentenalp, Elsigenalp, Lenk-Betelberg, Elsigen-Metsch, St. Moritz Corviglia, Corvatsch
Saison 23/24: Ski Dubai, Serfaus-Fiss-Ladis, Ski Arlberg, Grasgehren, Ifen & Walmendinger Horn - Heuberg, Lermoos & Wettersteinbahnen, Crans-Montana, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Vercorin
Saison 22/23: Ladurns, Kronplatz, Gitschberg-Jochtal, Grimentz-Zinal, St. Luc & Chandolin, Malbun, Kühtai, Ratschings, Stubaier Gletscher, St. Moritz Corviglia
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Wombat
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Das ist wieder mal typisch für die Presse. Macht aus: Pistenvegetation ist im guten Zustand >Intakte Natur trotz Wintersport.
Wenn die Vegetation im guten Zustand ist, heisst das noch lange nicht das die gleichen Arten dort wachsen wie zuvor. Dazu hat das SLF vor einigen Jahren eine Studie gemacht die genau das festgestellt hat.
Wenn die Vegetation im guten Zustand ist, heisst das noch lange nicht das die gleichen Arten dort wachsen wie zuvor. Dazu hat das SLF vor einigen Jahren eine Studie gemacht die genau das festgestellt hat.
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piotre22
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Gerade am Schlegelkopf tut man auch alles für ein schönes grün.
Meine Unterkunft in Lech ist direkt an der Schlegelkopf Piste, aus meinem Zimmerfenster sehe ich direkt auf die Piste und als ich dieses Jahr Mitte April dort war, war der Schlegelkopf schon sehr schneearm, dort wo schon kein Schnee mehr war waren durchaus sehr braune Stellen, wo das Grün darunter nicht mehr in so gutem Zustand war. Ich habe nicht schlecht gestaunt als im Laufe der Woche auf einmal einige Personen Rasensamen auf allen Schneefreien Flächen ausgestreut haben. Auf Nachfrage bei einem Einheimischen handelt es sich dabei um eine ganz spezielle Samenmischung...
Die Bilder habe ich am 11 April diesen Jahres gemacht...
Ein Einheimischer Landwirt sagte mir, dass die Schäden an den Böden seit dem Beginn der großflächigen Beschneiung deutlich zurück gegangen sind.
Piotre
Meine Unterkunft in Lech ist direkt an der Schlegelkopf Piste, aus meinem Zimmerfenster sehe ich direkt auf die Piste und als ich dieses Jahr Mitte April dort war, war der Schlegelkopf schon sehr schneearm, dort wo schon kein Schnee mehr war waren durchaus sehr braune Stellen, wo das Grün darunter nicht mehr in so gutem Zustand war. Ich habe nicht schlecht gestaunt als im Laufe der Woche auf einmal einige Personen Rasensamen auf allen Schneefreien Flächen ausgestreut haben. Auf Nachfrage bei einem Einheimischen handelt es sich dabei um eine ganz spezielle Samenmischung...
Die Bilder habe ich am 11 April diesen Jahres gemacht...
Ein Einheimischer Landwirt sagte mir, dass die Schäden an den Böden seit dem Beginn der großflächigen Beschneiung deutlich zurück gegangen sind.
Piotre
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Ich denke auch, dass man sich in Lech um ein besonders gutes Erscheinungsbild des Schlegelkopfs kümmert, schließlich ist der Grashang praktisch der erste Anblick, den Gäste sehen und der sollte im Sommer ja auch einigermaßen ansehnlich sein.
Als ich im April dieses Jahres dort war, konnte ich auch einen Trupp von Menschen sehen, die den Schlegelkopf mit Müllzangen abgelaufen sind, um Unrat aufzusammeln. Dort wird also wirklich alles gemacht, um die negativen Auswirkungen des Wintertourismus einzuschränken. Von daher glaube ich dem Artikel schon.
Ob es am Steinmäder genauso aussieht, ist wieder eine ganz andere Frage...
Als ich im April dieses Jahres dort war, konnte ich auch einen Trupp von Menschen sehen, die den Schlegelkopf mit Müllzangen abgelaufen sind, um Unrat aufzusammeln. Dort wird also wirklich alles gemacht, um die negativen Auswirkungen des Wintertourismus einzuschränken. Von daher glaube ich dem Artikel schon.
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Ihr könnt gerne auf Instagram vorbeischauen: https://www.instagram.com/powderhuntr
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Gab auch mal einen Fernsehbericht über das Thema aus Lech.
Der Bürgermeister hat sogar dargelegt, dass es mit der Vegetation auf den beschneiten Flächen besser als auf den unbeschneiten wäre. Vordergründig sah das wirklich sehr gut aus. Konnte im ersten Augenschein auch keinen Unterschied zum Nachbargelände im Bewuchs feststellen.
Bin aber überzeugt, dass mit der Aussaat ortsfremde Pflanzen eingetragen werden. Das sind schon spezielle alpine Saatmischungen. Trotzdem ist jeder Standort verschieden.
Der Bürgermeister hat sogar dargelegt, dass es mit der Vegetation auf den beschneiten Flächen besser als auf den unbeschneiten wäre. Vordergründig sah das wirklich sehr gut aus. Konnte im ersten Augenschein auch keinen Unterschied zum Nachbargelände im Bewuchs feststellen.
Bin aber überzeugt, dass mit der Aussaat ortsfremde Pflanzen eingetragen werden. Das sind schon spezielle alpine Saatmischungen. Trotzdem ist jeder Standort verschieden.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Beschreibe doch mal was eine "intakte Natur" überhaupt ist. Das ist nicht so einfach....Das ist wieder mal typisch für die Presse. Macht aus: Pistenvegetation ist im guten Zustand >Intakte Natur trotz Wintersport.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Auch ich als ehemaliger Pflanzenbauberater denke, dass bei der Wahl der Saatmischung eher auf schnellwachsendes Weidelgras (mit vielleicht der einen oder anderen hübsch blühender Beilage) als eine heterogene Kräutermischung gesetzt wird, damit man schnellstmöglich eine grüne Fläche hat. Jetzt müsste jemand wissen, wie oft der Hang gemäht wird (oder hat jemand dort schon mal was farbenfrohes Blühen gesehen?). Bei mehr als 2 maschinellen Schnitten pro Jahr wird da garantiert keine Kräutermischung benutzt. Die werden die höchstens verwenden, wenn da hauptsächlich Vieh drauf weidet.Fab hat geschrieben:Bin aber überzeugt, dass mit der Aussaat ortsfremde Pflanzen eingetragen werden. Das sind schon spezielle alpine Saatmischungen. Trotzdem ist jeder Standort verschieden.
Also grob gesagt gehe ich vom Schlegelkopf bis unten an Lech ran von solchen homogenen Wiesen aus.
http://www.uibk.ac.at/ecology/news/alpenwiese.jpg
Solche heterogenen Kräuterwiesen sieht man nur da, wo fast ausschließlich Vieh steht, aber keine maschinelle Nutzung stattfindet
http://www.makro-foto.com/Wiese096web.jpg
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Es gibt schon in CH u. Ö spezielle Rasenmischungen für alpine Standorte.
Für Lech hab ich ein Blütenmeer in Erinnerung. Keineswegs einen grünen Nutzrasen.
Für Lech hab ich ein Blütenmeer in Erinnerung. Keineswegs einen grünen Nutzrasen.
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Wombat
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Es ist aber eben ein Unterschied, ob man was für die Vegetation tut(Wiese ohne Narben) oder für die Artenvielfalt. Denn der Titel des Artikel suggestiert, dass die Welt an diesem Hang in Ordnung ist. Und das ist sie eben nicht.Arlbergfan hat geschrieben: Von daher glaube ich dem Artikel schon.
Ja klar. Auf eine Altwiese wachst eben nicht nur Gras. Sondern auch Blütenpflanzen.baeckerbursch hat geschrieben:Beschreibe doch mal was eine "intakte Natur" überhaupt ist. Das ist nicht so einfach....Das ist wieder mal typisch für die Presse. Macht aus: Pistenvegetation ist im guten Zustand >Intakte Natur trotz Wintersport.
Ok. Da nimmt mich dann aber schon wunder, was das für Blumen sind. Das kann gut auch nur ein Einheitsbrei sein.Fab hat geschrieben:Für Lech hab ich ein Blütenmeer in Erinnerung. Keineswegs einen grünen Nutzrasen.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Wobei ich aber schon der Meinung bin, dass beschneite Pisten heute viel besser aussehen, wie früher unbeschneite.
Der Boden ist nicht so beschädigt und man tut auch was. Natürlich ist das nicht mit einer Wiese zu vergleichen, die gar nicht als Abfahrt benutzt wird.
Das Pflegen und die Säuberung einer Abfahrt ist ja wohl das normalste der Welt. Ich kenne das nicht anders.
Gruß!
Der Boden ist nicht so beschädigt und man tut auch was. Natürlich ist das nicht mit einer Wiese zu vergleichen, die gar nicht als Abfahrt benutzt wird.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Angeblich gedeihen Pflanzen auf den Kunstschneehängen doch "besser" als daneben, weil das verwendete Wasser nährstoffreicher ist, als das magere Gebirgsregenwasser.
Aber genau dort kann auch das Problem liegen. Die vorhandene Artenvielfalt, die viellicht aus standortgerechten Magergewächsen mit entsprechener Fauna besteht, kann dadurch von "fetter" Vegetation verändert bzw. verdrängt werden.
Das Argument, dass standorttypische Lebensräume beeinträchtigt werden, kann man also allein dadurch, dass es schön grün oder Blumenbewachsen ist, nicht entkräften.
Das muss differenzierter betrachtet werden.
Aber genau dort kann auch das Problem liegen. Die vorhandene Artenvielfalt, die viellicht aus standortgerechten Magergewächsen mit entsprechener Fauna besteht, kann dadurch von "fetter" Vegetation verändert bzw. verdrängt werden.
Das Argument, dass standorttypische Lebensräume beeinträchtigt werden, kann man also allein dadurch, dass es schön grün oder Blumenbewachsen ist, nicht entkräften.
Das muss differenzierter betrachtet werden.
- Fab
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
In der von mir angesprochenen Sendung wurden 2 Argumente angeführt, dass der Heuertrag auf den beschneiten Flächen leicht besser sei als vorher.
1.:
Der Kunstschnee bedeckt die Fläche einige Wochen länger und schützt die frischen Triebe vor starken Frösten, wie sie einige Wochen früher noch auftreten können.
2.:
Der Boden sei bei Triebbeginn gut durchfeuchtet.
1.:
Der Kunstschnee bedeckt die Fläche einige Wochen länger und schützt die frischen Triebe vor starken Frösten, wie sie einige Wochen früher noch auftreten können.
2.:
Der Boden sei bei Triebbeginn gut durchfeuchtet.
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citta dei sassi
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Sowas? Vielleicht hier und da noch ein Stück Wald im Kongobecken oder am Amazonas, Sonst? Echt nicht einfach.....baeckerbursch hat geschrieben:Beschreibe doch mal was eine "intakte Natur" überhaupt ist. Das ist nicht so einfach....Das ist wieder mal typisch für die Presse. Macht aus: Pistenvegetation ist im guten Zustand >Intakte Natur trotz Wintersport.
Aber sie haben schon recht, bei den Massen an Schifahrern die auf dem weg sind sehn die Wiesen darunter erstaunlich gut aus was mich auch immer wieder wundert. Der Bericht riecht aber trotzdem sehr nach Eigenlob.
Trotzdem, orginal Vegetation? Waren das nicht mal Bäume? Und Sträucher? Und Flechten auf Steinen? So mit Bär und Wolf dabei?
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Richtig!citta dei sassi hat geschrieben:Trotzdem, orginal Vegetation? Waren das nicht mal Bäume? Und Sträucher? Und Flechten auf Steinen? So mit Bär und Wolf dabei?
Die Alpen sind (noch) überwiegend Kulturland. Jahrtausendelang haben die Viehhalter gerodet und dann mittels Kühen u. Schafen die Bergregionen vom natürlichen Bewuchs (Büsche u. Bäume)freigehalten.
Man kann sich mal im Tessin anschauen wie es ausschaut, wenn die Weidewirtschaft aufgegeben wird.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Hängt eher von der Dicke des AH-Horizonts ab, also von der Humusschicht. Sprich auf nackten Felsen wäre dies zutreffend, aber nicht einer Gebirgswiese mit 10cm Humus.3303 hat geschrieben:Angeblich gedeihen Pflanzen auf den Kunstschneehängen doch "besser" als daneben, weil das verwendete Wasser nährstoffreicher ist, als das magere Gebirgsregenwasser.
Allerdings wäre es ein interessantes Projekt vom Bodenkundeinstitut in Innsbruck, sofern vorhanden(?), nach wieviel Jahren unterschiedlicher Wasserzufuhr sich der Boden vor einer Lanze signifikant im Nährstoffgehalt ändert. Wobei ich den Einfluss von Spurenelementen (aus dem Grundwasser, die im Regenwasser fehlen) auf die Vegetation höher schätze als von Mengenelementen.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Ich halte mal fest, wie korrekt ich diese Aussage halte. An Eeropäischen Gebirgen kenne ich die Alpen, die Rhodopen und die Pyrenäen. Und es ist zweifelsfrei festzustellen, dass die Alpen das am meisten erschlossenen, am dichtes verbauten Gebirge ist, das ich bis jetzt gesehen habe. Das liebt alleine in der Tatsache begründet, dass die Alpen in einer sehr angenehmen Klimazone liegen und der Mensch diese Klimazone sehr exzessiv nutzt. Warum auch nicht, sonst wäre er ja ungeschickt. Dementsprechend schauts halt bei uns auch aus - mechanisch erschlossen, umgebraben, wie auch immer. Nenne wir es "genutzt, benutzt".Fab hat geschrieben: Die Alpen sind (noch) überwiegend Kulturland. Jahrtausendelang haben die Viehhalter gerodet und dann mittels Kühen u. Schafen die Bergregionen vom natürlichen Bewuchs (Büsche u. Bäume)freigehalten.
Dennoch, auch in den Alpen gibt es größere Areale, in die der Mensch noch nicht "hineingepfuscht" hat. Warum also eine kontroverse Diskussion über den Skisport lostreten, wenngleich die Nutzung der Alpen schon weit früher begann und auch nur einen kleinen teil der Alpen beeinflusst? Nicht vergessen - Verkehrsflächen und co. gehören hier ebenso genannt und selbst jeder Wanderweg beeinflusst unterb Anderem die Vegetation (wenngleich nicht so stark wie eine Piste).
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Hier handelt es sich jetzt um ein Missverständnis. Ich habe nicht den, natürlich gewaltigen Einfluss, durch Industrialisierung und Tourismus der letzten Jahrzehnte gemeint.
Mein Anliegen ist, dem Thema entsprechend, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass das was man in den Alpen gemeinhin als "natürlich" (Almen) empfindet, keineswegs natürlich ist. Es ist die Folge von Jahrtausende währenden Eingriffen.
Die Alpen sind durch und durch Kulturland. Erst seit einigen Jahrzehnten setzt in Teilen wieder eine Verwilderung ein.
Mein Anliegen ist, dem Thema entsprechend, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass das was man in den Alpen gemeinhin als "natürlich" (Almen) empfindet, keineswegs natürlich ist. Es ist die Folge von Jahrtausende währenden Eingriffen.
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Re: Intakte Natur trotz jahrzehntelanger Beschneiung
Danke! Genau das meinte ich.Mein Anliegen ist, dem Thema entsprechend, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass das was man in den Alpen gemeinhin als "natürlich" (Almen) empfindet, keineswegs natürlich ist. Es ist die Folge von Jahrtausende währenden Eingriffen.
Die Alpen sind durch und durch Kulturland. Erst seit einigen Jahrzehnten setzt in Teilen wieder eine Verwilderung ein.
Zudem hat der Mensch, auch wenn er gar nicht in den Alpen wohnt, Anteil an deren Veränderung. Ich sag nur Klimaerwärmung.