Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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Fab
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Fab »

Die Wogen der Erregung kochen hoch :D

Frankreich und Belgien haben ein Burkaverbot mit wenigen Ausnahmen gesetzlich verankert.

gfm49
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von gfm49 »

Martin_D hat geschrieben:Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind nicht das Gleiche.
Wikipedia:"Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit überlappt mit dem des Rassismus und lässt sich oft nur ungenau von diesem unterscheiden"

und noch ein Zitat - von Georg Kreis, einem Schweizer:
"Die Grenzen zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht scharf zu ziehen. Aus der Opfersicht ist es nicht besonders wichtig, welcher analytischen Kategorie man eine Tat zuschreibt. Verschiedene Diskriminierungsformen gehen in einander über. Im Kern geht es um Menschenrechte, um Respekt vor Menschenwürde. Vielleicht möchte man doch eine Definition haben, darum der Vorschlag, den Rassismus als eine Position zu verstehen, aus der heraus gegenüber einer Gruppe aufgrund unpersönlicher Merkmale eine abschätzige Haltung eingenommen und der Einzelne wegen des negativen Gruppenbildes wie auch die gesamte Gruppe wegen negativer Einzelerfahrungen negativ beurteilt wird." (Quelle)
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NIC
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von NIC »

Fab hat geschrieben:Die Wogen der Erregung kochen hoch :D

Frankreich und Belgien haben ein Burkaverbot mit wenigen Ausnahmen gesetzlich verankert.
Wenn man sich die Proteste von manchen Menschen in Frankreich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe anschaut wundert es mich nicht dass es dort ein paar Ewiggestrige gibt. Wie die Situation in Belgien ist weiß ich nicht.

Jedenfalls ist es für mich unverständlich wie man andere kulturelle Bräuche mit so wenig Respekt behandeln kann. Ich dachte wir hätten die Aufklärung schon hinter uns, offensichtlich leben einige Volli****** noch immer in der Vergangenheit.
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starli
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von starli »

Ich hab weniger ein Problem damit, wenn sich jemand so vermummt anzieht - aber ich hab ein Problem damit, dass es Religionen oder sonstwas gibt, die Menschen vorschreiben, sie müssen so rumlaufen.

D.h. im Prinzip laufen die ja nicht so rum, weil es ihr Kleidungsstil ist oder sie es wirklich wollen, sondern weil sie irgendwie dazu gezwungen werden.

Das Verbot zielt doch nur darauf aus, dass man die schönen teuren Überwachsungskameras nicht umsonst installiert hat ... wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder wie ein Verbrecher einen Schleier übers Gesicht ziehen würde .. ;-)

Also, das ganze Thema ist schon etwas vielschichtiger, ich kann beide Seiten verstehen - und würde mir wünschen, man würde gewisse religionsfanatische Völker mal "aufklären"...
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mic
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von mic »

...ich werde mich zu den Thema sicher nicht äußern.
Aber das kann man ruhig anschauen und lesen:
http://www.heute.at/storage/scl/bilder/ ... 1344948500

http://salzburg.orf.at/news/stories/2538454/
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Dachstein
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Dachstein »

gfm49 hat geschrieben: Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit überlappt mit dem des Rassismus und lässt sich oft nur ungenau von diesem unterscheiden"
Wir hatten mal eine Diskussion diesbezüglich in einer Geographievorlesung, wobei es doch möglich erscheint, alleine aus den Wörtern heraus eine Unterscheidung festzumachen. Vorsorglicher Hinweis: die folgenden fremdenfeindlichen Sätze sind beispielhaft und geben nicht die Meinung des Autors dieses Betrages zu dem Thema wieder - kurzum, ich distanziere mich von diesem Gedankengut.

Beispiel Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie): "Alle Ausländer raus!" Bezieht sich auf alle nicht in diesem Land heimischen Personen, egal welcher Religion, Geschlecht und Hautfarbe.

Beispiel Rassismus: "Alle Schwarzen gehören verjagt!" Bezieht sich genau auf eine Hautfarbe. Das Wort Rassismus hat ja ein Stammwort - und das ist nunmal das Wort "Rasse". Bestes Beispiel in der realen Welt: Rassenidiologie der Nationalsozialisten, Kuklux Klan in den USA.

MFG Dachstein
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Rüganer »

starli hat geschrieben:Ich hab weniger ein Problem damit, wenn sich jemand so vermummt anzieht - aber ich hab ein Problem damit, dass es Religionen oder sonstwas gibt, die Menschen vorschreiben, sie müssen so rumlaufen.

D.h. im Prinzip laufen die ja nicht so rum, weil es ihr Kleidungsstil ist oder sie es wirklich wollen, sondern weil sie irgendwie dazu gezwungen werden.
Das ist seltsamerweise auch nur TEILWEISE so, dass die Frauen gezwungen werden.
Gut, von ihrem Glauben werden sie dazu gezwungen.
Meine Frau hat im Rahmen ihrer Dissertation zum Thema Burkaverbot in Deutschland mit einigen Frauen geredet, die hier in D (Bremen) Burka tragen.
Sie tun es nur wegen des Islam.
Ihre Ehemänner waren alle gegen die Burka.

Aber ganz ehrlich, mir ist so ein Trupp Vollverschleierter einfach unheimlich, und so wird es den meisten Leuten gehen.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von gfm49 »

Mal zu den Begriffen: Wir haben in München ja nun wirklich jede Menge arabische Touristinnen in "Vollverkleidung" - in afghanischer (also Langgewand mit Augengitter) Burka ist mir da aber noch keine bewußt untergekommen, die tragen in der Regel eine Niqab (Gesichtsschleier) zum Tschador oder zur Abaya. Ich schließe nicht aus, daß ab und zu eine omanische o.ä. (= reine Gesichtsmaske mit freier Augenpartie, z.T. hochmodisch gestaltet) Burka unter ihrem Tschador dabei ist. Stören tun die mich jedenfalls in keiner Weise - eher die in mehr oder weniger dezentem Abstand herumlungernden männlichen Begleiter mit ihrer Aufpasserfunktion. Die würden aber sicher nicht angenehmer, wenn die Damen "freizügiger" herumlaufen würden.
Finde ich ein nettes Bild, das zeigt, daß die durchaus ihren Spaß haben können.

Für mich irgendwie treffend: http://eyesondiva.files.wordpress.com/2 ... o1_500.jpg
Dachstein hat geschrieben:Das Wort Rassismus hat ja ein Stammwort - und das ist nunmal das Wort "Rasse".
Und woran macht man die "Rasse" fest?: am irgendwie anderssein, also an etwas "fremden". Gerade die Rassenideologie des Nationalsozialismus zeigt, daß das mit "Rasse" im naturwissenschaftlichen Sinn rein gar nichts mehr zu tun hat.

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß manche Schweizer (und auch andere) noch immer dem von Georg Kreisler besungenen Prototypen entsprechen: Link
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Dachstein
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Dachstein »

gfm49 hat geschrieben:Und woran macht man die "Rasse" fest?: am irgendwie anderssein, also an etwas "fremden". Gerade die Rassenideologie des Nationalsozialismus zeigt, daß das mit "Rasse" im naturwissenschaftlichen Sinn rein gar nichts mehr zu tun hat.

Der Schlussfolgerung anders = fremd kann ich nicht zustimmen. Nur weil etwas anders ist, muss es mir nicht fremd sein. MMn. ist eine "Rasse" (ein sehr abstrakter Begriff und daher auch sehr mehrdeutig verwendbar) daher rein durch Äußerlichkeiten definiert, nicht aber durch das Gedankengut. Daher müsste eigentlich der Judenhass im Dritten Reich nicht unter Rassismus fallen, sondern unter Feindlichkeit gegenüber einer anderen Religionsgemeinschaft. Diese Religionsgemeinschaft ist aber nicht fremd gewesen, zumal die Juden vorher jahrhundertelang in Europa gelebt haben und dementsprechend in die Gesellschaft integriert waren, bis sie von politischer Seite ins Abseits gestellt wurden.

Egal wie man es (Rassenhass, Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit) nun nennt - abscheulich ist alles...

MFG Dachstein

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Theo
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Theo »

Fazit:
Wenn ein Katholik für etwas einsteht was mit seinem Glauben zu tun hat ist er ein Ewiggestriger und Vollidiot, wenn jemand verlangt das sich morgenländisch geprägte Menschen ( zumindest diejenigen welche hier leben ) hier im Abendland sich ein bisschen unseren Gepflogenheiten anzupassen haben ist er respektlos gegenüber dem andern.
Es scheinen hier einige noch nicht mitbekommen zu haben dass wir grade in einer Zeit leben in denen sich die Kulturen und Religionen immer mehr voneinander wegbewegen und das obwohl die westliche Welt sich immer mehr zu der anderen Seite hin bewegt. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage wer da ewiggestrig und wer da modern ist?
Es glaubt doch etwa keiner im ernst dass das wie es sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat mit dem gleichen Entwicklungstempo nochmals weitere 20 Jahre gut geht.
Ich weis, jetzt kommen dann wieder die gleichen Sprüche wie. Ängste schüren, niedere Beweggründe, usw, aber für ein friedliches Zusammenleben braucht es nun mal Richtlinien und wenn es diese nicht gibt oder diese nicht für alle gelten kann es nicht ewig gut gehen.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Werna76 »

NIC hat geschrieben:Jedenfalls ist es für mich unverständlich wie man andere kulturelle Bräuche mit so wenig Respekt behandeln kann. Ich dachte wir hätten die Aufklärung schon hinter uns, offensichtlich leben einige Volli****** noch immer in der Vergangenheit.
:roll:
Deinen Kommentar kann man auch so auslegen, dass diejenigen mit den Vollschleiern die Vollidioten sind... :?:
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Pilatus
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Pilatus »

Werna76 hat geschrieben:
NIC hat geschrieben:Jedenfalls ist es für mich unverständlich wie man andere kulturelle Bräuche mit so wenig Respekt behandeln kann. Ich dachte wir hätten die Aufklärung schon hinter uns, offensichtlich leben einige Volli****** noch immer in der Vergangenheit.
:roll:
Deinen Kommentar kann man auch so auslegen, dass diejenigen mit den Vollschleiern die Vollidioten sind... :?:
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NIC
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von NIC »

@Werna76: Nein, für mich sind "die mit den Vollschleiern" keine Vollidioten. Ist meine Aussage jetzt verständlich?
Theo hat geschrieben:Fazit:
Wenn ein Katholik für etwas einsteht was mit seinem Glauben zu tun hat ist er ein Ewiggestriger und Vollidiot, wenn jemand verlangt das sich morgenländisch geprägte Menschen ( zumindest diejenigen welche hier leben ) hier im Abendland sich ein bisschen unseren Gepflogenheiten anzupassen haben ist er respektlos gegenüber dem andern.
Es scheinen hier einige noch nicht mitbekommen zu haben dass wir grade in einer Zeit leben in denen sich die Kulturen und Religionen immer mehr voneinander wegbewegen und das obwohl die westliche Welt sich immer mehr zu der anderen Seite hin bewegt. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage wer da ewiggestrig und wer da modern ist?
Es glaubt doch etwa keiner im ernst dass das wie es sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat mit dem gleichen Entwicklungstempo nochmals weitere 20 Jahre gut geht.
Ich weis, jetzt kommen dann wieder die gleichen Sprüche wie. Ängste schüren, niedere Beweggründe, usw, aber für ein friedliches Zusammenleben braucht es nun mal Richtlinien und wenn es diese nicht gibt oder diese nicht für alle gelten kann es nicht ewig gut gehen.
Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Wandel, mittlerweile sollten andersgläubige Menschen und Homosexuelle nichts mehr "Exotisches" sein. Wenn man dann aber noch immer in Angst vor der "Islamisierung" lebt und Menschen in ihrer Religionsausübung (was ein Menschenrecht ist) und Verbote, die an Dummheit nicht zu überbieten sind, erlässt, dem ist meiner Meinung nicht mehr zu helfen. Dass ein Zuwanderer die hiesige Sprache lernt sollte schon sein, aber man kann von manchen Leuten nicht einfach die Menschenrechte beschneiden.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Theo »

Hör doch bitte auf alles grad so zu verdrehen wie es dir in den Kram passt. Damit machst du dich doch nur lächerlich und dienst der Sache überhaupt nicht.
Aber als nächstes wirst du den Juden und Moslems sicher auch noch das Schächten von Tieren erlauben weil es angeblich die Religion oder Tradition so fordert und das Beschneiden von Moslemischen Mädchen sollte hierzulande dann ja wohl auch zugelassen werden.
Das erstere verstösst gegen sämtliche Tierschutzgesetze und das zweite gegen das Recht jedes Menschen auf körperliche Unversehrtheit.
Wach auf Kumpel und steigre dich da nicht in was hinein bevor es noch komplett ausartet.

Als die Minarettinitiative angenommen wurde war es das selbe Geschrei, bloss unsere Kirchturmglocken haben gefälligst nicht mehr zu läuten.
Wenn alle Religionen ihre Rechte, Praktiken und Rituale ausführen dürfen muss die Frage erlaubt sein weshalb sich andersdenkende darüber beschweren dürfen weil Strassen zeitweise gesperrt werden damit eine Katholische Prozession vorbeiziehen kann, auf einer Prozessionsroute wo es schon Jahrhunderte vor den Autos gab?
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von gfm49 »

Theo hat geschrieben:Aber als nächstes wirst du den Juden und Moslems sicher auch noch das Schächten von Tieren erlauben weil es angeblich die Religion oder Tradition so fordert und das Beschneiden von Moslemischen Mädchen sollte hierzulande dann ja wohl auch zugelassen werden.
Das erstere verstösst gegen sämtliche Tierschutzgesetze und das zweite gegen das Recht jedes Menschen auf körperliche Unversehrtheit.
zum ersten: ein Verstoß "gegen sämtliche Tierschutzgesetze" liegt nicht vor. In Deutschland ist das Schächten per Ausnahmegenehmigung zu erlauben, wenn das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten. Ob die überwiegende Praxis, Tiere zum Schächten zu exportieren (insbesondere Frankreich, Belgien) und dann das Fleisch wieder zu importieren, aufrichtiger ist, lassen wir mal dahingestellt. In der Schweiz darf Geflügel übrigens geschächtet werden.

zum zweiten: Man erinnere sich an die hohe Wellen schlagende Diskussion über die Beschneidungspraxis an jüdischen Buben in Deutschland vor etwa einem Jahr, die letztlich in einer mehr oder weniger expliziten Erlaubnis mündete. Des weiteren ist die Beschneidung von Mädchen mitnichten eine rein islamische Sitte - in Ägypten sind christliche Mädchen davon genauso betroffen. Die Verbreitung dieser Quälerei ist weit älter als Christentum oder Islam.
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Fab
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Fab »

Natürlich hat diese Diskussion hier in 0,nix wieder einen konfrontativen Zug bekommen.

Zwischen "es kann jeder anziehen was er will" bis zu "unsere Rechtsnormen werden unterminiert" ist ein weites Feld für einen bedächtigen Diskurs.
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NIC
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von NIC »

Theo hat geschrieben:Hör doch bitte auf alles grad so zu verdrehen wie es dir in den Kram passt. Damit machst du dich doch nur lächerlich und dienst der Sache überhaupt nicht.
Aber als nächstes wirst du den Juden und Moslems sicher auch noch das Schächten von Tieren erlauben weil es angeblich die Religion oder Tradition so fordert und das Beschneiden von Moslemischen Mädchen sollte hierzulande dann ja wohl auch zugelassen werden.
Das erstere verstösst gegen sämtliche Tierschutzgesetze und das zweite gegen das Recht jedes Menschen auf körperliche Unversehrtheit.
Wach auf Kumpel und steigre dich da nicht in was hinein bevor es noch komplett ausartet.

Als die Minarettinitiative angenommen wurde war es das selbe Geschrei, bloss unsere Kirchturmglocken haben gefälligst nicht mehr zu läuten.
Wenn alle Religionen ihre Rechte, Praktiken und Rituale ausführen dürfen muss die Frage erlaubt sein weshalb sich andersdenkende darüber beschweren dürfen weil Strassen zeitweise gesperrt werden damit eine Katholische Prozession vorbeiziehen kann, auf einer Prozessionsroute wo es schon Jahrhunderte vor den Autos gab?
Welcher Sache soll ich denn dienen? Und wer sich hier lächerlich macht liegt wohl in der persönlichen Ansicht. Wenn man aber jemanden wegen seiner Meinung als lächerlich bezeichnet ist man das wohl eher selber. Interessant wie du dich da gleich reinsteigerst. Es war ja nur vom Burkaverbot die Rede. Aber keine Angst, Mitteleuropa wird christlich bleiben ;)

Bezüglich des Schächtens habe ich die gleiche Meinung wie gfm49. Bezüglich der Beschneidung bin ich schon etwas skeptisch da jeder Mensch das Recht auf körperliche Unversehrtheit hat. Ich glaube das kann man aber nicht nur an einer Religion festlegen.

Jedenfalls sind die Menschenrechte über irgendwelche Meinungen zu stellen. Was ich sonst vom Burkaverbot halte habe ich schon gesagt.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Pilatus »

gfm49 hat geschrieben:In Deutschland ist das Schächten per Ausnahmegenehmigung zu erlauben, wenn das Fleisch des getöteten Tieres von Personen verzehrt wird, denen zwingende religiöse Vorschriften den Verzehr des Fleisches nicht geschächteter Tiere verbieten.
Das sagt ja wohl schon alles. Wenn sich die Leute nicht an minimale - unserem kulturellen Entwicklungsstand entsprechenden - Tierschutzgesetzte halten wollen, dann sollen sie bitte gar kein Fleisch essen!

Sämtlicher religiös motivierte Unsinn, der einer entwickelten Gesellschaft nicht würdig ist, sollte verboten sein! Gilt m.E. für alle Religionen, nur hat man sich im (europäischen) Christentum zum Glück mehr oder weniger freiwillig vom gröbsten Unfug verabschiedet. Habe zumindest noch niemanden getroffen der das Bedürfnis gehabt hätte, eine Hexe abzufackeln... Von dem her sehe ich keinen Grund, wieso wir wieder mittelalterliche Weltansichten reimportieren müssten.

NIC hat geschrieben:Wenn man sich die Proteste von manchen Menschen in Frankreich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe anschaut wundert es mich nicht dass es dort ein paar Ewiggestrige gibt.
Von einem Toleranz-Turbo wie dir hätte ich da aber schon ein bisschen mehr Nachsicht erhofft. Schliesslich werden durch die Homo-Ehe die religiösen Gefühle der armen Franzosen verletzt.

NIC hat geschrieben:Jedenfalls sind die Menschenrechte über irgendwelche Meinungen zu stellen.
Menschenrechte sind keine Naturgesetzte sondern vom Menschen gemacht. Von dem her stellen sie per se schon wieder eine Meinung dar.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von 3303 »

Es ist schon etwas grundlegend anderes, ob jemandem verboten wird, dass er sich aus religiösen Gründen verhüllen darf, oder ob ich jemandem verbiete, religiös motivierte Körperverletzung zu begehen.
Das Verhüllungsverbot würde ich persönlich nicht unterstützen, da ich der Meinung bin, dass jeder seine Religion so ausüben dürfen sollte, wie er möchte, solange er dabei niemandem schadet.
Die grausame Beschneidung von hilflosen Kindern aus religiösen Gründen hätte ich hingegen niemals erlaubt. Egal, wie andere Länder damit umgehen.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von gfm49 »

NIC hat geschrieben:Bezüglich des Schächtens habe ich die gleiche Meinung wie gfm49. Bezüglich der Beschneidung bin ich schon etwas skeptisch da jeder Mensch das Recht auf körperliche Unversehrtheit hat.
Weil da eine Differenzierung durchklingt, nur zur Klarstellung: Ich habe nur erinnert, was da in D bezüglich der Beschneidung von Buben in Richtung auf eine einzelne Glaubensgemeinschaft abgelaufen ist, aber keine (billigende) Wertung dazu abgegeben. Außerdem wollte ich darauf hinweisen, daß die barbarische Beschneidung von Mädchen entgegen der im Beitrag von Theo erkennbaren Einschätzung kein islamisches sondern ein (nach wie vor hoch aktuelles) religionsübergreifendes Problem in den betroffenen afrikanischen Regionen ist.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Martin_D »

gfm49 hat geschrieben:
Martin_D hat geschrieben:Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind nicht das Gleiche.
Wikipedia:"Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit überlappt mit dem des Rassismus und lässt sich oft nur ungenau von diesem unterscheiden"

und noch ein Zitat - von Georg Kreis, einem Schweizer:
"Die Grenzen zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind nicht scharf zu ziehen. Aus der Opfersicht ist es nicht besonders wichtig, welcher analytischen Kategorie man eine Tat zuschreibt. Verschiedene Diskriminierungsformen gehen in einander über. Im Kern geht es um Menschenrechte, um Respekt vor Menschenwürde. Vielleicht möchte man doch eine Definition haben, darum der Vorschlag, den Rassismus als eine Position zu verstehen, aus der heraus gegenüber einer Gruppe aufgrund unpersönlicher Merkmale eine abschätzige Haltung eingenommen und der Einzelne wegen des negativen Gruppenbildes wie auch die gesamte Gruppe wegen negativer Einzelerfahrungen negativ beurteilt wird." (Quelle)
Selbstverständlich gibt es große Überschneidungen:
Für mich ist ein Rassist jemand, der sich allein wegen seiner Herkunft (kulturell oder geographisch) einer Person mit einer anderen Herkunft überlegen fühlt. So einer ist natürlich zwangsläufig auch fremdenfeindlich

Fremdenfeindlich kann auch jemand sein, der sich nicht überlegen fühlt, sondern ängstlich und verunsichert ist, wenn in sein Umfeld Leute mit einer anderen Herkunft (kulturell oder geographisch) hineinkommen. So jemand ist kein Rassist, sondern "nur" fremdenfeindlich.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von NIC »

@Pilatus

Ist ja schön und gut wenn die französischen Christen diesen Standpunkt vertreten. Sie können ja auch nach ihren Standpunkten leben, jedoch sollten sie diese anderen Menschen nicht aufzwingen.

Menschenrechte sind für alle Menschen gültig und dürfen nicht zum Beispiel aus religiösen Motiven (Burkaverbot) beschnitten werden.
Saison 2018/19: 41 Skitage - 7 Saalbach, 3 Stuhleck, 3 Mölltaler Gletscher, 2 Hirschenkogel, 1 Maiszinken, 1 Feistritzsattel, 1 Annerlbauer, 1 Furtner Lifte, 1 Breitenfurt, 1 Simas-Lift, 1 Unterberg, 1 Schmoll Lifte, 1 Jauerling, 1 Hochbärneck, 1 Kalte Kuchl, 1 Königsberg, 1 Puchenstuben, 1 Kasberg, 1 Loferer Alm, 1 Thalkirchdorf, 1 Andelsbuch/Schneiderkopf, 1 Buron/Adelharz, 1 Bödele, 1 Thaler Höhe, 1 Schetteregg, 1 Hahnbaum, 1 Fageralm, 1 Mönichwald, 1 Niederalpl, 1 Hochkar
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Pilatus
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von Pilatus »

Menschenrechte sind für alle Menschen gültig und dürfen nicht zum Beispiel aus religiösen Motiven (Burkaverbot) beschnitten werden.
Das Verhüllungsverbot gilt ja für alle Menschen! Und mit religiösen Motiven hat das auch sehr wenig zu tun, denn wenn die Leute hier noch besonders religiös wären, dann wären die Kirchen am Sonntag nicht leer. Im Gegenteil, man könnte durchaus argumentieren, dass die Burka eine religiös motivierte Menschenrechtsverletzung darstellt.

Und wie gesagt, die heute gültigen "Menschenrechte" sind Produkt einer kriegsmüden, wohlhabenden und säkularisierten westlichen Gesellschaft. Diese funktionieren auch nur im Kontext in dem sie ersonnen wurden.

Ist ja schön und gut wenn die französischen Christen diesen Standpunkt vertreten. Sie können ja auch nach ihren Standpunkten leben, jedoch sollten sie diese anderen Menschen nicht aufzwingen.
Nunja, die Institution der Ehe ist eine sehr religiös geprägte Tradition, da kann man sich m.E. schon betroffen fühlen. Zudem, was erhofft man sich eigentlich von der Homo-Ehe? Ist doch -von ein paar Details abgesehen - eh völlig egal ob man verheiratet ist oder nicht, denn Kinder gehen aus diesen Beziehungen ja keine hervor.
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von GMD »

Pilatus hat geschrieben:
Menschenrechte sind für alle Menschen gültig und dürfen nicht zum Beispiel aus religiösen Motiven (Burkaverbot) beschnitten werden.
Das Verhüllungsverbot gilt ja für alle Menschen!
Auch für die Sondereinheiten der Tessiner Kantonspolizei? Na dann hätte das Gesetz ja doch noch was positives! :wink: Interessant wird es dann an der nächsten Fasnacht, die vor allem in Bellinzona und Locarno sehr populär ist. Eigentlich könnte man alle Maskierten verzeigen!
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Re: Verhüllungsverbot beunruhigt Schweizer Touristiker

Beitrag von NIC »

Pilatus hat geschrieben:
Menschenrechte sind für alle Menschen gültig und dürfen nicht zum Beispiel aus religiösen Motiven (Burkaverbot) beschnitten werden.
Das Verhüllungsverbot gilt ja für alle Menschen! Und mit religiösen Motiven hat das auch sehr wenig zu tun, denn wenn die Leute hier noch besonders religiös wären, dann wären die Kirchen am Sonntag nicht leer. Im Gegenteil, man könnte durchaus argumentieren, dass die Burka eine religiös motivierte Menschenrechtsverletzung darstellt.

Und wie gesagt, die heute gültigen "Menschenrechte" sind Produkt einer kriegsmüden, wohlhabenden und säkularisierten westlichen Gesellschaft. Diese funktionieren auch nur im Kontext in dem sie ersonnen wurden.

Ist ja schön und gut wenn die französischen Christen diesen Standpunkt vertreten. Sie können ja auch nach ihren Standpunkten leben, jedoch sollten sie diese anderen Menschen nicht aufzwingen.
Nunja, die Institution der Ehe ist eine sehr religiös geprägte Tradition, da kann man sich m.E. schon betroffen fühlen. Zudem, was erhofft man sich eigentlich von der Homo-Ehe? Ist doch -von ein paar Details abgesehen - eh völlig egal ob man verheiratet ist oder nicht, denn Kinder gehen aus diesen Beziehungen ja keine hervor.
@Homo-Ehe: Hm, aus deiner Argumentation könnte man schließen dass dann auch ein(e) zeugungsunfähige(r) Mann/Frau mit einer/einem Frau/Mann auch keine Ehe schließen muss weil aus dieser Beziehung "auf normalen Weg" auch kein Kind endsteht.

@Burkaverbot: Naja, ich bin schon sehr überzeugt dass dieses Verbot im Zuge von religiösen Motiven beschlossen wurde und sicher nicht wegen Überwachungskameras oder damit die Leute eine schöne Gesichtsfarbe von der Sonne bekommen. Dass man zu einer Religion zugehörigen Menschen die Freiheit nimmt diese auszuüben ist einfach unmöglich.
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